Ratsinformationssystem
Kenntnisnahme mit finanziellen Auswirkungen - 2023/185
Grunddaten
- Betreff:
-
Radabstellanlage S-Bahnhof Höfingen
- Status:
- öffentlich (Vorlage freigegeben)
- Vorlageart:
- Kenntnisnahme mit finanziellen Auswirkungen
- Federführend:
- Referat für innovative Mobilität
- Beteiligtes Amt:
- Referat für innovative Mobilität
Beratungsfolge
| Status | Datum | Gremium | Beschluss | NA |
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●
Erledigt
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Ortschaftsrat Höfingen
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Kenntnisnahme
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13.09.2023
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Sachverhalt
Sachverhalt mit der Stellungnahme der Verwaltung
Ausgangslage
Die Radabstellanlagen am S-Bahnhof Höfingen entsprechen nicht den aktuellen Standards und Ansprüchen. Es besteht – mit Ausnahme der vier ausgebuchten Radboxen – keine Möglichkeit Fahrräder und Pedelecs bequem, stabil, sicher und wettergeschützt abzustellen und abzuschließen. Am Zugang zu Gleis 2 (Fläche A) sind veraltete, teilweise defekte Rahmenhalter vorhanden. An Gleis 1 (Fläche B) stehen auf einer Grünfläche ebenfalls defekte Rahmenhalter sowie schrottreife sogenannte „Felgenkiller“. Die Radabstellanlagen machen einen verwahrlosten Eindruck und laden nicht dazu ein, hier Fahrräder oder Pedelecs abzustellen.
Abbildung 1: Lageskizze S-Bahnhof Höfingen
Verbesserung Erreichbarkeit S-Bahnhof
Einladende Radabstellanlagen stellen ein wichtiges Element nachhaltiger und intermodaler Mobilität dar, indem für den Weg von der Haustür zum Bahnhof (und umgekehrt) eine attraktive Alternative zum Auto angeboten wird. Eine vermehrte An- und Abreise mit dem Rad reduziert zudem den Pkw-Parkdruck rund um den Bahnhof. Der allgemeine gesellschaftliche Trend geht in Richtung hochwertige und schwere Pedelecs bzw. Fahrräder, wodurch Stabilität, Diebstahl- und Wetterschutz für Radabstellanlagen an Bedeutung gewinnen.
Für den Bedarf an Fahrradstellplätzen am S-Bahnhof Höfingen liegen Prognosen vom Land Baden-Württemberg sowie von der Deutschen Bahn (DB) vor: Das Land rechnet mit potenziell 66 Bike-and-Ride-Nutzer*innen, die DB kalkuliert einen Bedarf von 52 Radabstellplätzen bis 2040.
Die Erreichbarkeit des S-Bahnhofs soll mit attraktiven Radabstellanlagen verbessert werden.
Bike+Ride-Offensive
Der Zeitpunkt für die Erneuerung der Radabstellanlagen am S-Bahnhof Höfingen ist günstig, da die DB gemeinsam mit dem Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) den großflächigen Bau neuer Radabstellanlagen an Bahnhöfen als Ziel ausgerufen hat. Im Rahmen dieser „Bike+Ride-Offensive“ (https://bikeandride.bahnhof.de/bikeandride) unterstützt die DB Kommunen bei der Einrichtung von Radabstellanlagen in unmittelbarer Bahnhofsnähe durch Hilfestellung bei Konzepterstellung, Flächenprüfung und Förderantragseinreichung. Ein passendes Förderprogramm wird durch die Bundesgesellschaft Zukunft-Umwelt-Gesellschaft (ZUG) verwaltet. Im Rahmen der Bike+Ride-Offensive können Kommunen DB-Flächen mietfrei nutzen und mittels Rahmenverträgen zwischen der DB und den Firmen Ziegler sowie Orion auf Standardanlagen zu günstigen Konditionen zugreifen. Das Förderprogramm des Bundes ist zudem grundsätzlich mit Landesförderung kumulierbar.
Auf Basis einer gemeinsamen Bahnhofsbegehung des Referats für innovative Mobilität und der DB im Januar 2023 hat die DB eine interne Flächenprüfung im Mai 2023 abgeschlossen und der Errichtung neuer Radabstellanlagen auf den Flächen der bestehenden Anlagen grundsätzlich zugestimmt.
Planung
Das Referat für innovative Mobilität plant gemeinsam mit der DB auf diesen beiden Flächen die Erneuerung und den Ausbau der Radabstellanlagen.
Die Planung umfasst zum einen das Ersetzen der Rahmenhalter am Zugang zu Gleis 2 (Fläche A, Abb. 2) durch Anlehnbügel und zum anderen die Errichtung einer überdachten Doppelstockparkeranlage auf der bestehenden Fläche am Gleis 1 (Fläche B, Abb. 3; n.b. die DB hat die Fläche auf Einrichtung einer Doppelstockanlage mit 36 Stellplätzen geprüft, das Referat für innovative Mobilität präferiert hier aus Kostengründen eine kleinere Lösung mit 24 Stellplätzen).
Abbildung 2: Gestaltung Fläche A
Abbildung 3: Gestaltung Fläche B
Zu den bestehenden vier Stellplätzen in den Radboxen kommen auf diese Weise 34 Stellplätze neu hinzu, davon 24 überdacht.
Kostenschätzung
Die Kosten für die beiden Radabstellanlagen belaufen sich nach aktueller Kostenschätzung auf ca. 52.000€ (brutto). Das Förderprogramm des Bundes deckt 70% der Kosten, weitere 15% lassen sich über ein Förderprogramm des Landes (LGVFG-RuF) decken. Der kommunale Eigenanteil beträgt mindestens 15%. Je nach Erfolg der Förderanträge sind folgende Förderszenarien denkbar:
Abbildung 4: Förderszenario mit Landesförderung (brutto)
Abbildung 5: Förderszenario ohne Landesförderung (brutto)
Es entstehen also maximal Kosten von ca. 15.600 € bei der Stadt.
Zeitplan / Weiteres Vorgehen
Bei zeitnaher Einreichung der Förderanträge und unter Beachtung der Wartezeiten ist mit einer Förderentscheidung Anfang 2024 zu rechnen. Bei positivem Bescheid sind Bau und Inbetriebnahme der Anlage bis September 2024 avisiert.
Abbildung 6: Zeitplan
Anlagen
| Nr. | Name | Original | Status | Größe |
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1
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(wie Dokument)
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2,5 MB
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