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Beschlussvorschlag mit finanziellen Auswirkungen - 2017/289
Grunddaten
- Betreff:
-
Sonderzuschuss Sportanlage Schützengilde Höfingen
- Status:
- öffentlich (Vorlage freigegeben)
- Vorlageart:
- Beschlussvorschlag mit finanziellen Auswirkungen
- Federführend:
- Sport, Vereine, Heimat- und Brauchtum, Bäder
- Beteiligtes Amt:
- Ortschaftsverwaltung Höfingen; Kämmereiamt; Dezernat II; Dezernat III; Oberbürgermeister
Beratungsfolge
| Status | Datum | Gremium | Beschluss | NA |
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Erledigt
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Ortschaftsrat Höfingen
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Vorberatung
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06.12.2017
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Erledigt
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Sozial- und Kultusausschuss
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Vorberatung
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07.12.2017
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Erledigt
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Gemeinderat
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Entscheidung
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19.12.2017
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Sachverhalt
Zusammenfassung des Sachverhalts
Das Vereinsheim und die Schießanlagen der SGI Höfingen liegen direkt unter einer porösen und fragilen Felswand im Glemstal. Im Februar 2014 wurde durch ein von der Stadt Leonberg in Auftrag gegebenes Gutachten festgestellt, dass auf dem Gelände der SGI eine erhebliche Gefährdung durch Steinschlag besteht. Die Anlage wurde nach einem Ortstermin im März 2014, an dem verschiedene Fachleute und Behörden teilnahmen (Stadt Leonberg und LRA Böblingen) gesperrt. Auch ohne ein Weiterbestehen der Anlage und des Vereinsheims der SGI müssten dringende aktive, oder passive Maßnahmen an der Felswand durchgeführt werden. Die aktiven Maßnahmen (Vernetzung, Felsnägel, Umgurtung usw.) würden circa 319.000 € kosten. Für passive Maßnahmen (Fangzäune, Steinschlagschutzzäune, Schutzplanken usw.) fehlt der notwendige Platz. Alle Fachleute waren sich einig, dass die ideale Lösung die Verlegung der Schießbahnen außerhalb des durch Steinschlag gefährdenden Bereichs und ein dadurch notweniger Umbau des Vereinsheims ist. Die SGI wurde aufgefordert hierzu Planungen vorzulegen und die notwendigen Baugesuche einzureichen und Genehmigungsauflagen zu erfüllen, sowie einen Kosten- und Finanzierungsplan vorzulegen. Eine Grobschätzung im Jahr 2014, ohne detaillierte Angebote und ohne genaue Kenntnis der Kosten evtl. Auflagen, ergab vermutliche Kosten in Höhe von 240.000 € bis 280.000 €. Der SGI wurde ein Sonderzuschuss für Sportanlagen von maximal 50 % in Aussicht gestellt. Der Stadtverband Sport hatte 2015 im Rahmen der Aufstellung der sportpolitischen Ziele einer Förderung des Projektes des SGI Höfingen unterstützt.
Nachdem fast alle Angebote vorliegen, die Planungskosten ausgegeben wurden und alle Auflagen der verschiedenen Behörden eingeplant wurden, ermittelte der planende Architekt Gesamtkosten von mindestens 412.000 €. Die SGI beantragte im November 2017 einen
Zuschuss von 50 % aus der maximalen Bausumme von 412.000 € = 206.000 €. Auch bei den nun erheblich höheren Baukosten als in den Jahren 2014, 2015 und 2016 angenommen wurde und einem daraus resultierenden max. Zuschuss von 206.000 € , entstehen für die Stadt Leonberg erheblich weniger Kosten, als bei aktiven Sicherung der Felswand.
Ziele der Maßnahme
Erstellung von zeitgemäßen Schießsportanlagen und Vereinsräumen, die von den Mitgliedern und ihren Gästen ohne Gefährdung durch Steinschlag betrieben werden können.
Sachverhalt/Sachstand
Entwicklung des Projekts Neugestaltung der Schießsportanlage und des Schützenvereinsheim Höfingen
Als im Jahr 2000 der Erbbaurechtsvertrag mit der Stadt Leonberg verlängert wurde,
reduzierte der Verein das ehemalige Schützengelände auf die minimal benötigte Fläche. Von der Verwaltung und dem Gemeinderat wurde signalisiert, dass der Verein durch diese Maßnahme eine dauerhafte Bleibe habe.
Nachdem die Schießsportanlage und das Vereinsheim aus Sicherheitsgründen im März 2014 gesperrt wurden, empfahlen die konsultierten Fachleute dem Verein die Schießanlagen auf den Teil des Vereinsgeländes zu verlegen, der nicht durch Steinschlag gefährdet ist.
Zunächst wurden die Optionen Fusion mit den Sportschützen / Warmbronn und Verlegung der Anlage an einen anderen Ort in Leonberg geprüft. Eine Fusion wurde von beiden Vereinen abgelehnt und ist aus folgenden Gründen auch nicht sinnvoll:
Die Warmbronner Schützen verfügen nur noch über einen Raum im ehemaligen Vereinsheim. Die Schießanlagen sind veraltet und die Entfernung von Höfingen und Warmbronn beträgt 12 km – das ist vor allem für Jugendliche zu weit.
Einen Alternativstandort, an dem Schießsport auch genehmigt werden könnte, kann die Stadt Leonberg nicht anbieten.
Der Verein hat außerdem von sich aus versucht, einen Höfinger oder Leonberger Verein zu finden, mit dem man in der Nutzung kooperieren kann. Bull Billard und Dart, der Obst- und Gartenbauverein Höfingen und der Boxclub lehnten eine Beteiligung jedoch ab. Somit blieb nur noch die Möglichkeit des Umbaus. Die Planungen wurden 2015 aufgenommen und erwiesen sich als äußerst schwierig. Die Auflagen für Brandschutz, Barrierefreiheit, Landschaftsschutz, Ersatzpflanzung von Bäumen, Auflagen für einen Bepflanzungsplan sowie für eine Sperrzone mussten in der Planung berücksichtigt werden. Für die Sperrzone von 10 m wurde durch den Einbau eines begrünenden Erdwalls eine kostengünstige und doch effektive Lösung gefunden.
Kostenentwicklung
Nachdem das Baugesuch im März 2016 eingereicht wurde, mussten 14 Planungsdetails geändert werden. Nun war klar, dass der Kostenrahmen von 240.000 € bis zu 280.000 € nicht eingehalten werden kann. Dies gilt, obwohl durch die geplanten Abrisse (siehe Anlage 1) und Verlegungen folgende Reduzierungen in Kauf genommen werden müssen :
Luftgewehr14 anstatt bisher 16 Schießstände in geschlossener Halle im Vereinsheim
Kleinkaliber 5 anstatt bisher 7 Schießstände in geöffneter Halle aus dem Vereinsheim
Zimmerstutzen 0 anstatt bisher 2 Schießstände
Dafür entstehen eine Bogenschießbahn und ein Gelände für Sommerbiathlon. Beide Einrichtungen kosten wenig und fallen optisch im Sinne des Landschaftsschutzes kaum ins Gewicht, da die Einrichtungen nur beim Training und Wettkampf aufgebaut werden.
Folgende Auflagen mussten umgesetzt werden:
- Versickerung des Dachflächenwassers,
- die Auskleidung der Schießhalle mit schalldämmenden Materialien,
- energetische Maßnahmen,
- Brandschutzmaßnahmen,
- die Auflagen des Schützenverbandes.
Der planende Architekt hat im November 2017 eine Kostenermittlung (Anlage 2) über eine Gesamtsumme von 412.000 € erstellt.
Finanzierungsplan
1. Zuschuss Stadt Leonberg 206.000 €
2. Zuschuss WLSB 133.000 €
3. Eigenmittel 35.000 €
4. Sponsorengelder und Mäzene (Spenden) 15.000 €
5. Bankkredit 8.000 €
6. Eigenleistung 15.000 €
Gesamtkosten 412.000 €
Zukunftsaussichten
Mit der Neugestaltung des Schützenhauses und den Schießanlagen wird Leonberg ein attraktives Sportangebot aus dem olympischen Programm gesichert, das um die Disziplinen Bogenschießen und Sommerbiathlon ergänzt wird. Diese Neuerungen kompensieren den Verlust von 2 Disziplinen (100 m Kleinkaliber und 15 m Zimmerstutzen), die baulich nicht umsetzbar sind.
Das Schützenhaus ist sowohl von der Kernstadt, wie auch von den Teilorten Höfingen und Gebersheim sehr gut zu erreichen. Aus dieser zentralen Lage ergibt sich ein sehr großes Einzugsgebiet. Aufgrund dieser Ausgangslage ist ein Anwachsen der Mitgliederzahlen zu erwarten, zumal auch während der 3-Jährigen Sperrung des Geländes nur 20 Mitglieder den Verein verlassen haben. Dieser Rückzug während einer Umbauphase entspricht einem Rückgang von 20 %. Bei anderen Umgestaltungen von Vereinsanlagen oder öffentlichen Sportanalagen war der Rückgang der Mitgliederzahlen erheblich höher.
Das seither erfolgreiche Trainerteam hat auch für die Zukunft seine Mitarbeit zugesagt. Hinzu kommt ein württembergischer Meister im Sommerbiathlon, der Anleitungen in seiner Sportart geben wird.
Neben dem Ligabetrieb soll in Zukunft auch wieder der Stadtpokal im Schießen eingeführt werden, an dem Vereine aus allen Sportarten mitwirken können. Startgelder, Standgebühren und Erlöse aus der Bewirtung solle die anfallenden laufenden Kosten decken helfen.
Veranstaltungen wie Schützenfest, Königsschießen samt Königsfeier sollen den Verein zurück ins öffentliche Bewusstsein rücken und sowohl für eine enge Zusammenarbeit mit anderen Vereinen, wie auch für Zusatzeinnahmen sorgen. Außerdem wird durch solche Veranstaltungen der vereinsungebundene Sport gefördert und es werden neue Mitglieder hinzugewonnen.
Die Umstellung auf einen effizienten Wärmehaushalt werden geringere Stromkosten gewährleisten und die Ausgaben des Vereins reduzieren und den städtischen Betriebskostenzuschuss verringern. Geplant ist das Heizen durch Erdwärme, mittels im Boden frostsicher verlegter Wärmekollektoren und mit Solarenergie betriebenen Wärmepumpen, Pufferspeicher und eine Fußbodenheizung.
Die in Zukunft eingebaute elektronische Trefferanzeige sorgt zum einen ebenfalls für Energieeinsparung, da die Zugschlitten elektrisch, mit Starkstrom betrieben wurden Zum anderen werden die neue Anlagen, die sporttechnisch auf dem neuesten Stand sind, leistungsfähige Sportler anlocken, die ihren Sport unter hervorragenden Bedingungen ausüben wollen. Dasselbe gilt für den Nachwuchs.
Auch die Natur kommt voll auf ihre Kosten. Der 10 m breite Absperrkorridor entlang der ehemaligen Steinbruchwand bewirkt, dass von ehemals ca. 1980 qm mit ca. 650 qm ein Drittel der bisher benutzten Fläche an die Natur zurückfallen wird. Der Sportbetrieb benötigt in Zukunft nur eine Fläche von 1335 qm.(siehe hierzu auch Anlage 3 und Anlage 4 alte Schützenanlage. Und Anlage 5 und Anlage 6 Neue Schützenanlage).
Die Umgestaltung der Blenden und Zieleinrichtungen, der Abriss der auf dem Gelände befindlichen Schuppen (siehe Anlage 6, gelbe Sportanlagenteile), sowie die Vereinheitlichung der Dachlandschaft (siehe ebenfalls Anlage 6) des Schützenhauses auf ein Satteldach mit ca 10 Grad Steigung machen das Anwesen ansehnlich.
Die Gebäude und Sportanlagen werden optimal in das Gelände integriert und wirken locker und modern (Anlagen 7 und 8, Darstellungen aus dem Baugesuch)
Fazit: Die Verwaltung empfiehlt dem Gemeinderat der SGI Höfingen einen Zuschuss von
50 % aus einer maximalen Bausumme von 412.000 € gemäß § 5 ,(3 d) und § 5, (6d) der Richtlinien der Stadt Leonberg zur Förderung von Vereinen zu bewilligen.
Weiteres Vorgehen
Die Verwaltung meldet für den Haushalt 2018 einen Zuschuss von 206.000 € an. Die Mittel, die im Haushalt 2017 vorgesehen waren, werden vollständig abgeplant und im Haushalt 2018 neu veranschlagt.
Der Zuschuss wird nach Baufortschritt und Vorlage der entsprechenden Rechnungen ausbezahlt.
Alternativen zum Beschlussvorschlag
Dem Verein wird kein Zuschuss bewilligt. Die SGI Höfingen muss sich dann auflösen. In Höfingen, Gebersheim und den anderen nördlichen Stadtteilen kann dann kein Schießsport mehr angeboten werden.
Anlagen
| Nr. | Name | Original | Status | Größe |
|---|---|---|---|---|
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1
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(wie Dokument)
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265,5 kB
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2
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(wie Dokument)
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282,1 kB
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3
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(wie Dokument)
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61,2 kB
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4
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(wie Dokument)
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212,5 kB
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5
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(wie Dokument)
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63,4 kB
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6
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(wie Dokument)
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204,3 kB
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7
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(wie Dokument)
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247,9 kB
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8
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(wie Dokument)
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233,8 kB
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