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Beschlussvorschlag mit finanziellen Auswirkungen - 2025/237

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Beratungsfolge

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Beschlussvorschlag

1. 

Gemäß § 6 (2) der Richtlinien der Stadt Leonberg zur Förderung von Vereinen wird die Dachsanierung in Verbindung mit der Installation einer Photovoltaikanlage mit 93.720,00 EUR (30 % der förderfähigen Gesamtsumme) gefördert.

 

2. 

Option 1:

Es wird der Ein-Schritt Lösung des Bauvorhabens zugestimmt und die Verwaltung wird beauftragt, die Mittel im Haushaltsplanentwurf 2026 entsprechend zu veranschlagen.

 

oder

 

Option 2:

Es wird der Zwei-Schritt Lösung des Bauvorhabens (Splitting) zugestimmt und die Verwaltung wird beauftragt, die Mittel im Haushaltsplanentwurf 2026 sowie 2027 entsprechend zu veranschlagen.

 

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Sachverhalt

 

Sachverhalt mit der Stellungnahme der Verwaltung

Das Deutsche Rote Kreuz (DRK), Ortsverein Leonberg e.V., plant eine Dachsanierung in Verbindung mit der Installation einer Photovoltaikanlage und beantragt hierfür einen Investitionszuschuss in Höhe von 30 % der förderfähigen Gesamtkosten (s. Anlage 1).

Hintergrund

Der DRK-Ortsverein Leonberg, gegründet im Jahr 1932, ist ein fester Bestandteil des gesellschaftlichen und öffentlichen Lebens der Stadt. Er steht für bürgerschaftliches Engagement und Hilfsbereitschaft und bildet eine unverzichtbare Stütze für Sicherheit, Gesundheit und das soziale Miteinander in Leonberg. Getragen wird diese Arbeit von zahlreichen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern, die ihre Zeit, Kraft und Erfahrung in den Dienst der Gemeinschaft stellen und damit das Rückgrat des Vereins bilden. Aktuell sind rund 1.850 Mitglieder im DRK aktiv.

Das DRK gewährleistet die medizinische Betreuung bei Veranstaltungen, wirkt maßgeblich im Katastrophenschutz mit und befähigt die Bevölkerung durch Erste-Hilfe-Ausbildungen, in Notsituationen selbst verantwortungsvoll zu handeln und Leben zu retten. Ebenso unverzichtbar sind die regelmäßig organisierten Blutspendeaktionen, die einen wichtigen Beitrag zur medizinischen Versorgung leisten. Darüber hinaus engagiert sich das DRK Leonberg im sozialen Bereich, indem es mit seiner Kleiderkammer Menschen in schwierigen Lebenssituationen unkompliziert unterstützt und damit soziale Not lindert. Nicht zuletzt bietet das Jugendrotkreuz jungen Menschen einen wertvollen Raum, in dem sie frühzeitig an Solidarität, Verantwortung und Gemeinschaftssinn herangeführt werden – und so die nächste Generation für ehrenamtliches Engagement gewinnt.

Der Ortsverein Leonberg vereint damit sanitätsdienstliche, rettungsdienstliche und soziale Aufgaben unter einem Dach.

Vereinsgebäude

Der Stützpunkt des DRK-Ortsvereins befindet sich in der Römerstraße 132 und 134. Er bildet das organisatorische und logistische Zentrum des Vereins und ist damit die Basis für nahezu alle Aufgaben, die in Leonberg wahrgenommen werden. Von hier aus werden beispielsweise Einsätze koordiniert, Fahrzeuge und Einsatzmaterial bereitgestellt sowie die Helferinnen und Helfer für Sanitätsdienste, den Katastrophenschutz und Notfalleinsätze vorbereitet.

Auch die Erste-Hilfe-Ausbildungen, Blutspendeaktionen und weitere Angebote im sozialen Bereich – wie die Kleiderkammer – sind ohne diese Infrastruktur nicht realisierbar. Das Gebäude ist somit ein zentraler Bestandteil der Daseinsvorsorge und sichert die Einsatzfähigkeit des DRK Leonberg in allen Bereichen.

Für das Vereinsgelände besteht ein Erbpachtvertrag zwischen dem Verein und der Stadt Leonberg. Das Zentralgebäude in der Römerstraße 134 grenzt an die städtische Feuerwehr und wurde Mitte/Ende der 1960er-Jahre erbaut. Im Jahr 1994 wurde das Gelände um einen Neubau in der Römerstraße 132 erweitert.

Bauvorhaben

Das DRK beschäftigt sich bereits seit einiger Zeit mit dem Einbau einer Photovoltaikanlage, um einen gesellschaftlichen Beitrag zu einer nachhaltigen Energieversorgung zu leisten. Eine solche Investition ist jedoch nur sinnvoll, wenn die langfristige Funktionsfähigkeit und Tragfähigkeit des Daches gewährleistet ist. Da die Gebäude inzwischen in die Jahre gekommen sind, wurden im Frühjahr 2025 Probeöffnungen vorgenommen.

Dabei zeigte sich im Dachaufbau eine deutliche Durchfeuchtung im oberen Bereich. Wie weit diese Durchfeuchtung bereits fortgeschritten ist und an welcher Stelle sich die genaue Leckage befindet, ließ sich im Rahmen der Probeöffnungen jedoch nicht abschließend feststellen. Es ist davon auszugehen, dass sich der Schaden ohne eine zeitnahe Dachsanierung weiter ausbreiten wird und mittelfristig zu erheblichen Bauschäden führt.

Um die weitere Nutzung der Gebäude sowie die bauliche Substanz dauerhaft sicherzustellen und gleichzeitig die Voraussetzungen für die Installation einer Photovoltaikanlage zu schaffen, ist die Erneuerung der Flachdachflächen unumgänglich.

Seitens des DRK bestehen zwei Möglichkeiten zur Durchführung des Bauvorhabens:

1. Realisierung des kompletten Bauvorhabens in 2026 (Ein-Schritt-Lösung)
2. Splittung des Bauvorhabens auf 2026 und 2027 (Zwei-Schritt-Lösung)
 a. Sehr hohe Dringlichkeit: Sanierung des Neubaus aus 1994 in 2026
 b. Hohe Dringlichkeit: Sanierung des Zentralgebäudes in 2027 

Finanzierung

Die Finanzierung der geplanten Maßnahme erfolgt aus Eigenmitteln des DRK. Gemäß der beigefügten Baukostenaufstellung belaufen sich die veranschlagten Bruttogesamtkosten auf 283.994,00 EUR. Unter Berücksichtigung des Baukostenpuffers gemäß VFR § 6 (2) von 10 % in Höhe von 28.399,40 EUR ergibt sich eine kalkulierte Gesamtsumme von 312.393,40 EUR. Auf Grundlage der geltenden Förderrichtlinien ergibt sich unter Anwendung der Jugendquote ein städtischer Zuschuss in Höhe von 30 %. Dies entspricht 93.718,02 EUR.

Der Zuschuss wird gemäß der Richtlinien nicht im Voraus, sondern nach erfolgter Baumaßnahme und erst nach erfolgter Rechnungsstellung und -prüfung überwiesen. Der tatsächlich Zuschussbetrag orientiert sich somit an den tatsächlichen Kosten, kann somit auch geringer als der unten aufgeführte Zuschussbetrag ausfallen.

Brutto Gesamtkosten lt. Kostenvorschlag:     283.994,00 EUR

10 % Baukostenpuffer gemäß VFR § 6 (2):          28.399,40 EUR

Gesamtkosten Bauvorhaben:    312.393,40 EUR

30 % städtischer Zuschuss (Maximalbetrag):    93.718,02 EUR

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Finanz. Auswirkung

JA

x

 

NEIN

 

 

Kontierung

Jahr

verfügbares Budget

Finanzbedarf

Bemerkung

 

 

 

 

 

Option 1:

 

 

 

 

731600018001
Deutsches Rotes Kreuz e.V.
Zuschuss

2026

300.000 EUR

23.955 EUR

Der Finanzbedarf wird im Haushaltsplan 2026 im Finanzhaushalt auf 23.955 EUR angepasst.

28100000 – 43180000 Zuschüsse an übrige Bereiche im Ergebnishaushalt

2026

0 EUR

69.765 EUR

Der Finanzbedarf wird im Haushaltsplan 2026 im Ergebnishaushalt in Höhe von 69.765 EUR mitaufgenommen.

 

 

 

 

 

Option 2:

 

 

 

 

731600018001
Deutsches Rotes Kreuz e.V.
Zuschuss

2026

300.000 EUR

11.978 EUR

Der Finanzbedarf wird im Haushaltsplan 2026 im Finanzhaushalt auf 11.978 EUR angepasst.

28100000 – 43180000 Zuschüsse an übrige Bereiche im Ergebnishaushalt

2026

0 EUR

34.883 EUR

Der Finanzbedarf wird im Haushaltsplan 2026 im Ergebnishaushalt in Höhe von 34.883 EUR mitaufgenommen.

731600018001
Deutsches Rotes Kreuz e.V.
Zuschuss

2027

0 EUR

11.977 EUR

Der Finanzbedarf wird im Haushaltsplan 2026 für die Finanzplanung im Finanzhaushalt 2027 in Höhe von 11.977 EUR mitaufgenommen.

28100000 – 43180000 Zuschüsse an übrige Bereiche im Ergebnishaushalt

2027

0 EUR

34.882 EUR

Der Finanzbedarf wird im Haushaltsplan 2026 für die Finanzplanung 2027 im Ergebnishaushalt in Höhe von 34.882 EUR mitaufgenommen.

Hinweis: Alle Änderungen werden über die Änderungsliste Gemeinderat in den Haushalt 2026 aufgenommen.

Bei der Dachsanierung handelt es sich um eine Instandsetzungsmaßnahme, die im städtischen Haushalt nicht als Investition zu buchen ist. Sie wird daher im Ergebnishaushalt verbucht.

Bei der PV-Anlage handelt es sich dagegen um eine Investition, welche im Finanzhaushalt zu buchen ist.

Die Aufteilung des Zuschusses wurde anhand der Baukostenaufstellung durchgeführt, unter der Annahme, dass die Architektenleistungen je hälftig anfallen.

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Anlagen

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