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Beschlussvorschlag mit finanziellen Auswirkungen - 2025/178

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Beratungsfolge

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Beschlussvorschlag

1.  Dem Nutzungsplan für die Wälder der Stadt Leonberg mit einem vorgesehenen Einschlag von 6.800 Erntefestmetern und einer Durchforstungsfläche von ca. 131,1 ha wird zugestimmt.

 

2. Dem Kulturplan für die Wälder der Stadt Leonberg mit Neupflanzungen von ca. 2.580 Nadelbäumen und 3.200 Laubbäumen sowie Kultursicherungen auf ca. 6,4 ha, vorgesehenen Wildschutzmaßnahmen auf ca. 2,7 ha und Jungbestandspflege auf ca. 42,7 ha wird zugestimmt.

 

3. Vom Bericht der Forstverwaltung zur Situation in den Wäldern der Stadt Leonberg wird Kenntnis genommen.

 

4. Die Verwaltung wird beauftragt, den Stadtwald entsprechend dieser Vorgaben zu bewirtschaften.

 

 

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Sachverhalt

 

Sachverhalt mit der Stellungnahme der Verwaltung

1.  Bericht der Forstverwaltung zur Situation in den Wäldern der Stadt Leonberg

 

1.1 Rückblick auf das Forstwirtschaftsjahr 2025

 

Obwohl die Niederschläge im Winter 2024/2025 nicht übermäßig hoch und das Frühjahr 2025 relativ trocken waren, haben die Regenmengen im Sommer dazu geführt, dass die Trockenschäden im Stadtwald nicht weiter angestiegen sind. Auch Schäden durch Borkenkäfer waren deutlich weniger zu verzeichnen. Insgesamt wurden im Forstwirtschaftsjahr 2025 bisher knapp 6.000 Festmeter (Fm) Holz eingeschlagen. Der Anteil von Bäumen die aufgrund von Dürre-, Pilz- und Insektenschäden anfielen, lag bei rund einem Drittel.

Im Zuge der Straßenbaumaßnahmen zwischen dem Glemseck und dem Frauenkreuz konnten die erforderlichen Straßensperrungen Ende August vom Forstbetrieb dazu genutzt werden, dringend erforderliche Verkehrssicherungs- und Pflegemaßnahmen an der Landstraße L 1188 und der Kreisstraße K 1008, zwischen Warmbronn und dem Frauenkreuz, durchzuführen. Hierbei mussten vor allem Bäume mit Trockenschäden und von Pilzen befallene Eschen entnommen werden.

Das trockene Frühjahr 2025 hat in den neugepflanzten Kulturen zu deutlichen Ausfällen geführt, da die frisch gepflanzten jungen Bäume in der entscheidenden Anwuchsphase nicht ausreichend mit Wasser versorgt waren. Die entstandenen Lücken sollen nun im Frühjahr 2026 mit neuen Pflanzen nachgebessert werden.

 

1.2 Situation am Holzmarkt

 

Auch im Forstwirtschaftsjahr 2025 war die Nachfrage beim Laubstammholz, dem Laubindustrieholz und bei den Brennholzsortimenten weitestgehend stabil, wobei die Preise leicht unter dem Niveau der Vorjahre lagen. Besonders schlechtere Sortimente stehen hierbei unter Druck.

Durch den deutschlandweit geringeren Anfall von Borkenkäferholz ist die Sägeindustrie nur unzureichend mit Nadelstammholz versorgt, so dass die Preise für gesundes Holz im Moment sehr gut sind.

Die tatsächlichen Verkaufserlöse hängen damit weiterhin vom Anteil der qualitätsgeminderten Schadhölzer im Verhältnis zum gesunden Holz ab.

Bei der Wertholzeichen-Submission Trippsdrill-Heimerdingen haben die Eichen aus dem Stadtwald Leonberg einen Durchschnittserlös von 469,39 €/Fm (Vorjahr 567,26 €/Fm) erreicht. Damit konnten die Spitzenerlöse aus den Jahren 2022 (739,77 €/Fm) und 2023 (619,75 €/Fm) nicht mehr erreicht werden. Dies lag zum einen an einem leicht rückläufigen Eichenmarkt, schlechteren eingeschlagenen Holzqualitäten sowie im Holz sichtbare Schädigungen durch Prachtkäfer und Holzwürmer.

Auch bei der Eiche hängen künftige Verkaufserlöse zunehmend vom Anteil der Schadhölzer ab.

Insgesamt kann aber von einer guten Ausgangssituation berichtet werden.

 

1.3  Ausblick auf das Forstwirtschaftsjahr 2026

 

Trotz der mittlerweile wieder etwas besseren Wasserversorgung unseres Waldes muss auch weiterhin von einem gewissen Schadholzanfall ausgegangen werden. Oberste Priorität behält dabei weiterhin die Erhaltung der Verkehrssicherheit entlang von Straßen und baulichen Einrichtungen, aber auch der Eindämmung des Prachtkäferbefalls bei der Eiche muss vermehrt Aufmerksamkeit geschenkt werden.

Neben der Schadholzaufarbeitung sind vor allem Pflegehiebe geplant. Unter anderem auch Erstdurchforstungen in Eichen-Linden-Jungbeständen, die nach den Stürmen Vivian und Wiebke im Jahre 1990 aufgeforstet wurden. Hierbei fallen auch größere Mengen an Brenn-, Stamm- und Industrieholz an, die überwiegend regional vermarktet werden können.

 Wie in den Vorjahren sollen im Frühjahr Kahlflächen, die bei der Räumung von geschädigten Buchen über vorhandener Naturverjüngung entstanden sind, aufgeforstet werden. Zudem sollen entstandene Sturm- und Käferholzflächen neu mit als klimaresilient und standortsgerecht geltenden Laub- und Nadelbäumen bepflanzt werden.

 Kultursicherungsarbeiten sollen im Jahr 2026 auf 6,4 ha und Wildschutzmaßnahmen auf

 2,7 ha durchgeführt werden. Jungbestandspflege ist auf 42,7 ha geplant. Dieser relativ hohe Planansatz ist geringeren Vollzügen in den Vorjahren geschuldet.

 

  1.                                                                                                                                                   Nutzungsplan

 

 Aufbauend auf dem vom Gemeinderat am 11.07.2023 (Vorlage 2023/136) beschlossenen 10-jährigen Forsteinrichtungswerk 2023 bis 2032 hat der städtische Forstbetrieb in Zusammenarbeit mit dem Kreisforstamt in Böblingen den Entwurf für den jährlich zu erstellenden Kultur- und Nutzungsplan gefertigt und vorgelegt.

Der Hiebssatz wurde dabei auf 6.800 Festmeter festgelegt und bleibt damit 500 Festmeter unter dem Hiebssatz der abgelaufenen Forsteinrichtungsperiode (2013-2022) von 7.300 Festmeter. 200 Festmeter davon fallen bei der Pflege von Jungbestände an, die meist nicht zu vermarkten sind.

 Die Planzahlen des Jahres 2025 für den gesamten Stadtwald sind zum Vergleich in Klammern angegeben.

 

2.1 Aufteilung nach Teilorten und Nutzungsarten

 

Werte in Festmeter

Vor-nutzung

Haupt-nutzung

Geplanter Einschlag (Summe Vor- und Haupt-nutzung)

Jung-bestands-pflege gesamter Stadtwald

Gesamt-nutzung

Leonberg

930

3.180

4.110

200

4.310

Warmbronn

210

620

830

0

830

Höfingen

1.020

240

1.260

0

1.260

Gebersheim

120

280

400

0

400

Gesamter

Stadtwald

2.280

(3.450)

4.320

(3.150)

6.600

(6.600)

200

(200)

6.800

(6.800)

(Werte 2025 in Klammern)

 

Vornutzung: Nutzung von Holz zur Pflege vorwiegend jüngerer Bestände

Hauptnutzung: Nutzung von erntereifem Holz im Rahmen der Verjüngung des Waldes

 

2.2  Aufteilung nach Holzarten  (nur geplanter Einschlag, Werte in Festmeter)

  (Derbholz = Holz, das für Flächenlose verbleibt)

 

Werte in Festmeter

Nadelholz

Laubholz

 

 

Stammholz

Industrieholz

Stammholz

Industrieholz

Brennholz

Derbholz

Gesamter

Stadtwald

1535

(745)

375

(210)

980

(1455)

435

(520)

1.755

(2.100)

1.520

(1.570)

(Werte 2025 in Klammern)

 

Durchforstungsfläche 131,1 ha (ca. 9,1 % der Gesamtwaldfläche)

 (103,9ha) (ca. 7,1 % der Gesamtwaldfläche)

 

3. Kulturplan

 

 Die Forsteinrichtung hat auf verschiedenen Flächen im Stadtwald Waldverjüngungsmaßnahmen geplant. Im kommenden Forstwirtschaftsjahr sollen auf Flächen, die durch Trockenschäden, Borkenkäferbefall und der Räumung von Althölzern entstanden sind, Bäume gepflanzt werden.

 

3.1 Neupflanzungen

 

Stück

Leonberg

Warmbronn

Höfingen

Gebersheim

Summe

Eiche

800

(1.800)

1.500

(0)

0

(0)

0

(0)

2.300

(1.800)

Linde

200

(300)

250

(0)

0

(0)

0

(0)

450

(300)

Hainbuche

200

(300)

250

(0)

0

(0)

0

(0)

450

(300)

Roteiche

0

(0)

0

(0)

0

(1.300)

0

(2.000)

0

(3.300)

Elsbeere

0

(0)

0

(0)

0

(0)

0

(0)

0

()

Flaumeiche

0

(100)

0

(0)

0

(0)

0

(0)

0

(100)

Summe

Laubholz

1.200

(2.500)

2.000

(0)

0

(1.300)

0

(2.000)

3.200

(5.800)

Mammutbaum

 

 

 

 

80

(0)

80

Eu. Lärche

0

(0)

0

(0)

200

(0)

0

(0)

200

(0)

Douglasie

600

(600)

0

(0)

1.000

(1.300)

200

(0)

1.800

(1.900)

Atlaszeder

200

(0)

0

(0)

300

(0)

0

(0)

500

(0)

Summe

Nadelholz

800

(600)

0

(0)

1.500

(1.300)

280

(0)

2.580

(1.900)

 

 

 

 

 

 

gesamt

2.000

(3.100)

2.000

(0)

1.500

(2.600)

280

(2.000)

5.780

(7.700)

(Werte 2025 in Klammern)

 

3.2 Nachbesserung

 

 In Kulturen, die in den vergangenen Jahren gepflanzt wurden, gab es witterungs- und schädlingsbedingt Ausfälle. Für die Nachbesserung werden rund 500 junge Bäume benötigt.

 

3.3 Jungwüchse aus abgedeckten Naturverjüngungen

 

 Auf den unten aufgeführten Flächen sind mittlerweile so viele junge Bäume nachgewachsen, dass die darüberstehenden alten Bäume genutzt werden können.

 

Waldort

ha

III, 12 Altesteig

0,3

X,1 Ochsenweide

0,2

 

3.4 Kultursicherung, Waldschutz und Jungbestandspflege

 

 Um den frisch gepflanzten Bäumen ein gutes Wachstum zu ermöglichen, sind diese Pflanzflächen mehrere Jahre zu mähen (Kultursicherung).

 Verschiedene Baumarten müssen zusätzlich durch Zäune (Flächenschutz) oder durch Wuchshüllen, Drahthosen und dergleichen (Einzelschutz) vor dem Wild geschützt werden.

 Bei der Jungbestandspflege werden vor allem schlechtwüchsige und unerwünschte Bäume beseitigt.

 

 

Planung

FWJ 2026

(01.10.2025-30.09.2026

Planung

FWJ 2025

(01.10.2024-30.09.2025)

Vollzug

FWJ 2024 

Kultursicherung

6,4 ha

6,2 ha

7,5

Wald-/Wildschutz

 

 

 

 

a) Zaunabbau :

 

 

 

 Umzäunte Fläche

     Zaunabbau Länge

 

0

0

0

0

0

0

b) Zaunneubau

 

 

 

 Umzäunte  Fläche

     Zaunneubau Länge

0

0

0

0

0

0

 

c)  Baum-Einzelschutz

 

 

2,7 ha

 

2,5 ha

 

2,3 ha

Jungbestandspflege

42,7 ha

20,5ha

9,5 ha

 

 

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Finanz. Auswirkung

JA

x

 

NEIN

 

 

Der Bereich Forst weist im Entwurf des Ergebnishaushalts 2026 zum Stand 15.09.2025 (Teilhaushalt 06, Produktgruppe 5550) folgendes Ergebnis aus:

Erträge 516.330 EUR

Aufwendungen        654.971 EUR

Ergebnis -138.641 EUR

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