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Beschlussvorschlag und Kenntnisnahme - 2017/242
Grunddaten
- Betreff:
-
Jugendmusikschule Leonberg
Bericht der Schulleitung über das Jahr 2016 / 2017
- Status:
- öffentlich (Vorlage freigegeben)
- Vorlageart:
- Beschlussvorschlag und Kenntnisnahme
- Federführend:
- Jugendmusikschule
- Beteiligtes Amt:
- Amt für Kultur und Sport
Beratungsfolge
| Status | Datum | Gremium | Beschluss | NA |
|---|---|---|---|---|
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●
Geplant
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Beirat Jugendmusikschule
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Anhörung
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●
Erledigt
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Sozial- und Kultusausschuss
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Entscheidung
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15.11.2017
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Beschlussvorschlag
- Der Bericht der Schulleitung über das Jahr 2016/2017 wird zur Kenntnis genommen.
- Die jährliche Erhöhung der Leihgebühr für Instrumente um 50 Cent laut Beschluss vom 17.11.2010 wird aufgehoben. Parallel wird ab 01.01.2018 eine Staffelung der Leihgebühr pro Nutzungsjahr eingeführt, wie unter Punkt 5.7. erläutert.
Sachverhalt
1.Zusammenfassung des Sachverhalts
Die Entwicklung der Jugendmusikschule verlief im Berichtsjahr
positiv – sie konnte in mehreren Bereichen Erfolge verzeichnen:
- Die Schülerzahl bleibt stabil. Unterrichtsangebot und Struktur der Jugendmusikschule im Schuljahr 2016/2017 konnten parallel zu den Veränderungen in Gesellschaft und Bildungslandschaft in der bisherigen Form erhalten und weiterentwickelt werden. Die zur Erfüllung des Bildungsauftrags der Jugendmusikschule erforderliche Breiten- und Spitzenförderung ist weiterhin in allen Hauptfächern möglich.
- Der „Generationswechsel“ im Jugendsinfonieorchester konnte gut aufgefangen werden.
- Die Projekte in Kooperation mit den allgemein bildenden Schulen wurden dem Bedarf angepasst und durch neue Projekte ergänzt.
- Nach erfolgreichem Abschluss der Spendenaktion des Fördervereins der Jugendmusikschule konnte ein hochwertiger Steinway- Flügel erworben werden.
- Durch finanzielle Unterstützung des Fördervereins konnte die Begabtenklasse an der Jugendmusikschule Leonberg fortgeführt werden.
- Insgesamt haben wieder 31 Schülerinnen und Schüler der Jugendmusikschule am Wettbewerb „Jugend musiziert“ teilgenommen und zahlreiche Preise erhalten.
- Die dritte Phase der Teilsanierung der Zentralstelle der Jugendmusikschule konnte abermals ohne Unterbrechung des Betriebs durchgeführt werden.
2.Ziele der Maßnahme
Die Jugendmusikschule Leonberg hat gemäß den Empfehlungen des KGSt-Gutachtens „Musikschule“ sowie den „Empfehlungen zur Musikschule“ des Deutschen Landkreistags und Deutschen Städtetags als Bildungseinrichtung die Aufgabe, „Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen eine musikalische Grundausbildung zu vermitteln, den Nachwuchs für das Laien- und Liebhabermusizieren heranzubilden(Breitenförderung), Begabungen zu erkennen und zu fördern sowie auf das Studium der Musik vorzubereiten.“ Der Deutsche Städtetag nennt öffentliche Musikschulen „Einrichtungen des Bildungswesens und der kulturellen Grundversorgung“ und benennt ihre Bildungsziele (siehe ausführlicher DS 2003 Nr. S 32).
3.Sachverhalt/Sachstand
Im Oktober 2017 hatte die Jugendmusikschule mit 1320 Kindern und Jugendlichen
unter 18 Jahren und 131 Erwachsenen insgesamt 1451 Teilnehmer bzw. 1646 Belegungen und damit einen gegenüber dem Vorjahr insgesamt stabilen Schüler- und Belegungsstand. Veränderungen bei der Schülerzahl ergaben sich v.a. bei SBS (-15) und in den Kooperationen mit den allgemein bildenden Schulen (+ 15) sowie im Kernbereich der Jugendmusikschule (Instrumentalunterricht und Ensemblebereich je –10). Auf die Nachfrage nach Angeboten in Kooperation mit Kindertageseinrichtungen und allgemeinbildenden Schulen hat die Jugendmusikschule keinen oder nur bedingt Einfluss. Einzelne stundenplanerische Veränderungen z. B. in den Schulen können hier bereits deutliche Auswirkungen haben. Im Kernbereich sind die Veränderungen vor allem durch den Nachmittagsunterricht der allgemein bildenden Schulen sowie zahlreiche Freizeitaktivitäten der Schülerinnen und Schüler bedingt. In den Ortsteilen wurden 41 Schüler weniger betreut, vor allem wegen der Veränderung in SBS in Warmbronn. Erfreulich ist der Zuwachs im Erwachsenenbereich (+ 23).
Das Landesprojekt zur Sprachförderung SPATZ/ SBS „Singen-Bewegen-Sprechen“ (SBS) wird derzeit für 228 Leonberger Kinder und in folgenden 10 Leonberger
Kindertageseinrichtungen durchgeführt: Martha-Johanna-Haus, Kinderhaus Spitalhof, Kinderhaus Stadtpark, Kinderhaus Kunterbunt, Halden-Kinderhaus, Kinderhaus Warmbronn, Kinderhaus Ezach, Elly-Heuss-Knapp-Kindergarten. Kindergarten-Regenbogen und Kindergarten Gartenstadt. Die gute Zusammenarbeit mit dem Sachgebiet Kindertageseinrichtungen erleichtert hierbei die Verwaltungsabwicklung des Landesprogramms SBS. Dieses ist für die Kinder ein wichtiges Förderangebot und im Hinblick auch Chancengerechtigkeit und die erforderliche Breitenarbeit sehr zu begrüßen.
Im Bereich der Kooperationen mit allgemein bildenden Schulen wurden die bewährten Angebote fortgesetzt und weiterhin kontinuierlich dem Bedarf angepasst. Auch die Bläserklasse an der Gemeinschaftsschule der August-Lämmle-Schule hat sich ungeachtet unvermeidbarer Abgänge durch Schulwechsel bewährt. Neu begonnen wurde eine Bläser-AG an der Spitalschule in Kooperation mit dem Musikverein Stadtkapelle e.V. Insgesamt werden im Bereich der Schulkooperationen nun 346 Schülerinnen und Schüler unterrichtet. Aus dem siebten Jahrgang der Leonberger Instrumentalklassen in Kooperation mit dem Albert-Schweitzer-Gymnasium, Johannes-Kepler-Gymnasium und der Jugendmusikschule haben sich nach zweijähriger Laufzeit 9 von 30 Schülerinnen und Schülern für einen weiterführenden Instrumentalunterricht entschieden, 1 davon im Musikverein Lyra Eltingen.
Die Begabtenklasse für Schülerinnen und Schüler mit außergewöhnlicher Begabung und außergewöhnlichem Fleiß konnte durch das herausragende Engagement des Fördervereins und mehrere Spenden in diesem Schuljahr weitergeführt werden. Die Spenden für die Begabtenklasse der Jugendmusikschule Leonberg reichen derzeit nur bis zum 31.08.2018. Zur Fortsetzung sind bereitwillige Spender und neue Spenden in Höhe von ca. 2.200,- € pro Schuljahr erforderlich, da das Defizit der Jugendmusikschule nicht steigen soll.
Die Wochenstundenzahl der Jugendmusikschule reduzierte aufgrund normaler Nachfrageschwankungen im Berichtsjahr um durchschnittlich 5,66 Wstd. Eine Erhöhung im Folgejahr ist im Grundsatz möglich.
Zum 01.03.2017 erfolgte ein Wechsel in der Verwaltungsleitung, nachdem zuvor extrem hohe Krankenstände der vorigen Stelleninhaberin die Arbeit in der Musikschul-Verwaltung sehr stark beeinträchtigt hatten. Dies führte zu großen Problemen und extremen Kapazitäts-Engpässen, vor allem während besonders aufwändiger Projekte. Frau Jennifer Erhardt, die neue Verwaltungsleitung, hat sich seit März bereits bestens eingearbeitet.
Im Berichtsjahr wurde eine grundlegende Überarbeitung des Marketings der Jugendmusikschule begonnen, die sich bereits in neuen Angebots- und Veranstaltungsflyern und Plakaten niederschlagen. Diese werden aus Kostengründen weitestgehend mit den hausinternen Mitteln erstellt.
Der dritte Bauabschnitt der Teilsanierung der Zentralstelle der Jugendmusikschule (Sanitärsanierung Lindenbergerstraße 16) wurde in den Sommerferien durchgeführt. Dies verbessert die Außenwirkung Jugendmusikschule und ist angenehmer für die Nutzer.
Die Zusammenarbeit zwischen Musikverein Lyra Eltingen 1897 e.V., Musikverein Höfingen e.V., Musikverein Stadtkapelle Leonberg e.V. und der Jugendmusikschule Leonberg hat sich auch im Berichtsjahr bestens bewährt. Dies zeigte sich u.a. in den Auftritten des gemeinsamen Jugend-Projektorchesters bei der Eröffnung der Kinder- und Jugendtage und beim 11. Leonberger Bläsertag. Derzeit werden in diesem Bereich insgesamt 98 Vereinsjugendliche ausgebildet (+9). Weitere Schülerinnen und Schüler der Jugendmusikschule wirken darüber hinaus in den Jugendkapellen der Musikvereine mit.
Im Ensemblebereich wurde nachfragebedingt ein Pop-Chor eingeführt. Der Generationswechsel im Jugendsinfonieorchester konnte trotz nochmaligen Wechsels der Orchesterleitung gut aufgefangen werden. Mit Frau Friederike Kienle konnte eine Orchesterleiterin gewonnen werden, die die Jugendlichen bestens motiviert und interessante Projekte mit ihnen bearbeitet. Zudem wurde die Anregung aus dem 1. Jugendforum zu Möglichkeiten der Mitbestimmung umgesetzt, indem aus den Orchestermitgliedern ein Orchester-Rat gewählt wurde, der z. B. bei wichtigen Entscheidungen im Rahmen des sachlich Vertretbaren einbezogen wird.
In ihrer Eigenschaft als öffentliche Jugendmusikschule hat zudem eine Öffnung der Ensembleteilnahme für alle Kinder und Jugendlichen aus Leonberg unabhängig von ihrer Teilnahme am Hauptfachunterricht der Jugendmusikschule stattgefunden.
Zu beobachten ist außerdem eine steigende Nachfrage nach Angeboten für Erwachsene, sowohl im Ensemble als auch im flankierenden Unterricht.
Im Schuljahr 2016/2017 hat der Verein der Freunde und Förderer die Jugendmusikschule über die Begabtenklasse hinaus wieder maßgeblich unterstützt: Für die Anschaffung eines hochwertigen Flügels für die Jugendmusikschule hat der Förderverein mit seiner großangelegten Spendenaktion insgesamt 27.600,- € gesammelt. Ein sorgsam ausgesuchter gebrauchter und grundlegend überholter Steinway-Flügel wurde in einer Feierstunde an die Jugendmusikschule übergeben. Beschafft wurden durch ihn außerdem weitere Instrumente für den regulären Musikschulbetrieb im Wert von insgesamt 2.300,- € sowie Instrumente für die Instrumentalklassen in Höhe von 1.188,- €.
Wie im Zuge der Haushaltsberatungen für 2012 beschlossen, erbringen die Mitglieder des Sinfonieorchesters Leonberg anstelle eines Mitgliedsbeitrags Spenden und Erlöse aus Auftritten, Mitgliedschaft im Förderverein der Jugendmusikschule u.a. in der Höhe von Mitgliedsbeiträgen örtlicher Musikvereine (d. h. hochgerechnet auf die Anzahl ständiger Mitglieder pro Jahr ca. 1.500,- €). An Spenden und Mitgliedsbeiträgen von Orchestermitgliedern sind für das Schuljahr 2016/2017 beim Förderverein der Jugendmusikschule 1.040,- € für das Sinfonieorchester Leonberg eingegangenen. Außerdem hat das Sinfonieorchester Erlöse aus Auftritten in Höhe von 2.510,- € zur Finanzierung der Probenphase, zur Beschaffung von Notenmaterial sowie zum Erwerb von Schlaginstrumenten eingesetzt und damit den städtischen Haushalt entlastet. Hinzu kommen die Honorare für die Auftritte bei den sehr publikumsträchtigen Veranstaltungen wie dem Neujahrskonzert, Sommerkonzert und Familienkonzert.
In diesem Berichtsjahr wurden insgesamt 70 Veranstaltungen bzw. Mitwirkungen bei
Veranstaltungen anderer mit etwa 2020 Mitwirkenden und ca. 10.055 Zuhörerinnen und Zuhörern durchgeführt, davon 16 Fremdveranstaltungen bzw. Umrahmungen anderer Veranstaltungen. Neben den üblichen Schüler,- Lehrer- und Orchesterkonzerten sowie Vorspielen sind folgende Veranstaltungen besonders hervorzuheben:
- Das Konzert der Begabtenklasse
- Das Benefiz- Gesprächskonzert „Tastenpatenschaft“ mit Helmut Lachenmann, Yukiko Sugawara, Yuko Kakuta und Jan Kopp
- Das Benefizkonzert im Haus Atrio (Lebenshilfe e.V.)
- Das Benefizkonzert „Jazz 4 Soul“ der Erwachsenenjazzband der JMS in der Kirchengemeinde Eltingen
- Das herausragende Sommerkonzert des Sinfonieorchesters Leonberg mit Karin Reitz als Solistin (Fachbereichsleitung Klavier an der Jugendmusikschule)
- Konzerte der Bläser- und der Streicherklasse von ASG, JKG und JMS
- Konzerte der Fachbereiche Bläser und Popularmusik
- Der 11. Leonberger Bläsertag unter Einbezug mehrerer Kooperationsangebote an allgemein bildenden Schulen
- Umrahmungen des Festakts zum Tag der offenen Tür im Rathaus, Umrahmung des Festakts 50-Jjähriges Jubiläum Technisches Hilfswerk und des Neujahrsempfangs der SPD sowie mehrere Auftritte in Kirchen und Altenheimen.
Bei diesjährigen Wettbewerben haben insgesamt 31 Schülerinnen und Schüler der Jugendmusikschule Leonberg teilgenommen (einer in zwei Wertungen) und erfolgreich abgeschnitten:
Regionalwettbewerb „Jugend musiziert“: 31 teilnehmende Schülerinnen und Schüler aus den Klassen von Eva Bernert, Susanne Böbel, Margret Brokate, Connie Gerstein-Ichimescu, Iris Herkommer-Bischoff, Konstanze Liebeskind, Stefan Romer, Bertram Schade und Christina Wirth, dabei aufgrund teilweiser Teilnahme in mehreren Kategorien 31 erste und 1 zweiter Preis, und, in 12 Fällen bedingt durch die junge Altersgruppen keine Weiterleitung zum Landeswettbewerb und 19 Weiterleitungen zum Landeswettbewerb.
Landeswettbewerb „Jugend musiziert“: 16 teilnehmende Schüler aus den Klassen von Connie Gerstein-Ichimescu, Margret Brokate und Stefan Romer, dabei neun erste, drei zweite und vier dritte Preise sowie zwei Weiterleitungen zum Bundeswettbewerb.
Bundeswettbewerb „Jugend musiziert“: 2 teilnehmende Schüler aus der Klasse von Connie Gerstein-Ichimescu mit zwei dritten Preisen (20 Punkte).
- Problemlagen:
- Durch die Veränderungen in Gesellschaft und Bildungslandschaft (v. a. steigende Internationalität, Einfluss der neuen Medien sowie zahlreiche Konkurrenzangebote und verstärkte Entwicklung zum Ganztag) entsteht weiterhin eine Vielzahl von Problemen in der Jugendmusikschule. Um ihren Bildungsauftrag weiterhin erfüllen zu können, wird im Bereich der Bildungs- und Erziehungsarbeit mit Kindern und Jugendlichen Folgendes von elementarer Wichtigkeit sein:
- Die Jugendmusikschule braucht die Möglichkeit, Angebote zur musikalischen
Breitenförderung mit niederschwelliger Zugangsmöglichkeit an den Grundschulen anzubieten.
- Erforderlich ist zudem die Möglichkeit, die bisherigen Kooperationsangebote der
Jugendmusikschule im Bereich der Breitenförderung an Grundschulen
fortzusetzen.
- Auch in Zeiten der Ausweitung von Ganztagsgrundschule müssen ausreichend
zeitliche und räumliche Übungsmöglichkeiten für die Kinder gegeben sein, um auch weiterhin eine Individualförderung sicherzustellen und die gewünschte
pädagogisch- erzieherische Vertiefung ermöglichen zu können.
Mit der geltenden Landesgesetzgebung werden teilweise Lösungen zu diesen
Problemstellungen angeboten. Da die Umsetzung noch nicht in allen Details geklärt
ist, ist tatsächlich jedoch noch immer keine Veränderung spürbar.
Im Bereich der Veränderungen in der Altersstruktur der Gesellschaft steigt die Nachfrage nach bedarfsorientierten Ensemble- und Unterrichtsangeboten für Erwachsene.
- Die bundesweit zu beobachtende Entwicklung zur Ansiedelung von Musiktherapie an Musikschulen fordert auch die Jugendmusikschule auf, sich entlang des gegebenen Bedarfs mit diesem Aufgabengebiet zu befassen und dies nach Möglichkeit in ihr Angebotsspektrum zu integrieren.
- Anknüpfend an die Erfahrungen des Jubiläumsjahrs, wo mit Veranstaltungen außerhalb des üblichen Rahmens auch ein Publikum angesprochen werden konnte, das die Konzerte der Jugendmusikschule sonst traditionell seltener besucht, ist zu überlegen, mit welchen Veranstaltungsformaten die Jugendmusikschule parallel zum bewährten Konzept auch zukünftig andere Hörerkreise stärker mit einbeziehen und sich zugleich weiter vernetzen kann.
- Erhebliche Schwierigkeiten mit der Musikschul-Software, die teils seit 1998 nicht mehr aktualisiert wurde und regelmäßig Softwarefehler enthält. Eine neue Software muss eingeführt werden, um viele Probleme in der Verarbeitung der Daten zu beheben und eine verlässliche Abwicklung der Landeszuschüsse sicherzustellen.
- Die stetig steigenden Aufwände, die durch Anbahnung, Organisation, Abwicklung und Verwaltung der zahlreichen Kooperationsprojekte der Jugendmusikschule mit derzeit 11 Kindertageseinrichtungen und 9 allgemein bildenden Schulen sowie 3 Musikvereinen bei gleichbleibender Personalkapazität entstehen, führen regelmäßig zu Belastungsspitzen in der Verwaltung der Jugendmusikschule.
- Leihgebühren der Instrumente: Der Gemeinderat hat beschlossen, dass die Gebühr für Leihinstrumente jährlich um 50 Cent angehoben werden, um auf einen vertretbaren Stand im Marktvergleich zu kommen. (siehe DS 2010 Nr. 2 52). Eine Aktualisierung des Marktvergleichs hat ergeben, dass jetzt ein Punkt erreicht ist, wo dies aufgrund der aktuellen Gebührenhöhe nicht mehr sinnvoll ist.
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Leonberg |
Renningen |
Stuttgart |
Sindelfingen |
|
Bratsche |
16,00 € |
11,00 € |
22,00 € |
alle Instrumente |
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Cello |
19,00 € |
11,00 € |
27,00 € |
kosten im ersten |
|
Fagott |
19,00 € |
11,00 € |
27,00 € |
Jahr 17,00 EUR. |
|
Fagottino |
19,00 € |
11,00 € |
- |
|
|
Geige |
16,00 € |
11,00 € |
22,00 € |
alle Instrumente |
|
Gitarre |
13,00 € |
11,00 € |
11,00 € |
kosten im zweiten |
|
Horn |
19,00 € |
11,00 € |
22,00 € |
Jahr 28,50 EUR. |
|
Klarinette |
19,00 € |
11,00 € |
22,00 € |
|
|
Kontrabass |
19,00 € |
11,00 € |
27,00 € |
|
|
Oboe |
19,00 € |
11,00 € |
27,00 € |
|
|
Posaune |
19,00 € |
11,00 € |
22,00 € |
|
|
Querflöte |
19,00 € |
11,00 € |
22,00 € |
|
|
Saxophon |
19,00 € |
11,00 € |
22,00 € |
|
|
Trompete |
16,00 € |
11,00 € |
22,00 € |
|
|
Tuba |
19,00 € |
11,00 € |
- |
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Gleichzeitig hat der Marktvergleich ergeben, dass manche Musikschulen die Instrumentenmiete ab dem zweiten Nutzungsjahr gestaffelt erhöhen. Dieses Vorgehen erscheint sinnvoll, um die Wartungskosten im Rahmen zu halten, die sich mit längerer Nutzung erfahrungsgemäß erhöhen. Sinnvoll ist dieses Vorgehen auch, um die Motivation für die Anschaffung eines eigenen Instruments und damit für eine pädagogisch sinnvolle verbindlichere Nutzung des Unterrichts auch über einen längeren Zeitraum zu erhöhen.
5.Weiteres Vorgehen
- Die sich aus den Veränderungen in Gesellschaft und Bildungslandschaft ergebenden Fragestellungen sollen Lösungen zugeführt werden, die dem Erhalt der Struktur der Jugendmusikschule und ihrer Aufgabenerfüllung dienen, sofern dies ohne Erhöhung des Abmangels möglich ist.
Diese betreffen sowohl
- die Weiterentwicklung der Kooperationsangebote der Jugendmusikschule an allgemein bildenden Schulen und Kindertageseinrichtungen und die daraus abzuleitende intensivere Vernetzung der Jugendmusikschule als verlässlichem Bildungspartner, als auch
- die steigende Internationalität (Stichwort Integration und Angebote für Flüchtlinge), als auch
- die sich verändernde Altersschichtung der Gesellschaft mit den daraus abzuleitenden Aufgabenstellungen einschließlich passender Angebote für Erwachsene. Hier werden konzeptionelle Überlegungen zu geeigneten, möglichst kostendeckenden Ensemble- und Unterrichtsangeboten angestellt und diese möglichst zeitnah umgesetzt.
- Die o. g. Veränderungen erfordern zudem konzeptionelle Überlegungen zur Integration von Musiktherapie in das Angebotsspektrum der Jugendmusikschule.
- Verfolgung alternativer Veranstaltungsideen parallel zum bewährten Konzept, etwa in der Wahl anderer Veranstaltungsorte und –Formate oder auch der Idee eines Leonberger Jugendmusik-Festivals und weiterer konzeptioneller Ideen hierzu. Hierbei ist auf die Belastungsgrenzen der beteiligten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu achten.
- Die veraltete Musikschul-Software wird 2018 durch ein aktuelles Programm ersetzt. Dies ist unabdingbar für den effektiven Betrieb der Jugendmusikschule.
-
Ebenso erfolgt eine Fortsetzung der Überarbeitung im Bereich Marketing.
- Zur Stabilisierung des Kostendeckungsgrads der Jugendmusikschule wird zum nächsten Jahresbericht geprüft, ob eine moderate Anpassung der Gebühren auf Basis eines Marktvergleiches im Jahr 2019 durchführbar ist. Dabei ist zu beachten, dass weiterhin ein breitestmöglicher Zugang zu den Angeboten der Jugendmusikschule möglich ist.
- Für Mietinstrumente der Jugendmusikschule gilt ab 1. 1. 2018 eine Erhöhung pro Nutzungsjahr um jeweils 2 ,-€, wie nachfolgend exemplarisch dargestellt:
- Die jährliche Erhöhung aller Leih-Instrumente um 50 Cent wird zum 01.01.2018 aufgehoben. Gleichzeitig wird eine Staffelung der Leihgebühr mit Erhöhung um 2,-€ pro Nutzungsjahr ab dem zweiten Jahr eingeführt, wie das folgende Beispiel zeigt:
|
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1 Jahr |
2 Jahr |
3 Jahr |
4 Jahr |
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Bratsche |
16,00 € |
18,00 € |
20,00 € |
22,00 € |
|
Cello |
19,00 € |
21,00 € |
23,00 € |
25,00 € |
|
E-Bass |
13,00 € |
15,00 € |
17,00 € |
19,00 € |
|
Fagott |
19,00 € |
21,00 € |
23,00 € |
25,00 € |
|
Fagottino |
19,00 € |
21,00 € |
23,00 € |
25,00 € |
|
Geige |
16,00 € |
18,00 € |
20,00 € |
22,00 € |
|
Gitarre / E-Gitarre |
13,00 € |
15,00 € |
17,00 € |
19,00 € |
|
Horn |
19,00 € |
21,00 € |
23,00 € |
25,00 € |
|
Klarinette |
19,00 € |
21,00 € |
23,00 € |
25,00 € |
|
Kontrabass |
19,00 € |
21,00 € |
23,00 € |
25,00 € |
|
Kornett |
16,00 € |
18,00 € |
20,00 € |
22,00 € |
|
Oboe |
19,00 € |
21,00 € |
23,00 € |
25,00 € |
|
Posaune |
19,00 € |
21,00 € |
23,00 € |
25,00 € |
|
Querflöte |
19,00 € |
21,00 € |
23,00 € |
25,00 € |
|
Saxophon |
19,00 € |
21,00 € |
23,00 € |
25,00 € |
|
Trompete |
16,00 € |
18,00 € |
20,00 € |
22,00 € |
|
Tuba |
19,00 € |
21,00 € |
23,00 € |
25,00 € |
Diese Gebühren und nutzungszeitabhängigen Erhöhungen gelten allerdings nicht für die Instrumente in den Instrumentalklassen und in den AGs in Kooperation mit den allgemein bildenden Schulen. Hierfür gelten separate Nutzungsgebühren.
Anlagen
| Nr. | Name | Original | Status | Größe |
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1
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(wie Dokument)
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24,9 kB
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2
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(wie Dokument)
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11,7 kB
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3
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(wie Dokument)
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16,5 kB
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4
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(wie Dokument)
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37,5 kB
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