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Beschlussvorschlag mit finanziellen Auswirkungen - 2024/142

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Beratungsfolge

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Beschlussvorschlag

1) Dem Aufbau eines Regenwasserreservoirs wird zugestimmt.

2) Der Umsetzung der 3 Standorte, Lange Furche (Engelberg Nordhang), Alte Autobahntrasse Brombeerweg und Eschenweg Warmbronn bis 2029 wird zugestimmt.

3) Die Verwaltung wird beauftragt, die Errichtung einer Regenwasserzisterne nach

vergaberechtlichen Grundlagen auszuschreiben und entsprechend den Wertgrenzen zu

vergeben und umzusetzen.

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Sachverhalt

 

Sachverhalt mit der Stellungnahme der Verwaltung

Nach allgemeinen Wetter- und Klimaprognosen bzw. Erfahrungen aus zurückliegenden Jahren ist zukünftig mit längeren Trocken- und Hitzeperioden zu rechnen. Es hat sich schon gezeigt, dass je nach Dauer und Intensität der Trockenphase auch Jahrzehnte alte Bäume im Stadtgebiet an ihre Grenzen stoßen. Eine künstliche Bewässerung der Bäume war unumgänglich.

Die plötzlichen Starkregenereignisse und die langen Trockenperioden sind die zentralen Herausforderungen für die Wasserwirtschaft der Zukunft. Hier müssen wir tätig werden.

In der Landesregierung gibt es bereits Überlegungen zu Gesetzesvorgaben, die den Einsatz von Trinkwasser zukünftig in den Trockenphasen einschränken, man spricht von der sogenannten „Trinkwasser-Ampelregelung“.

In einigen Bundesländern haben Kommunen oder Kreise solche Regelungen bereits seit längerer Zeit umgesetzt.

Die „Ampel“ gibt dann vor, dass bei:

Grün - dass Trinkwasser uneingeschränkt benutzt werden darf

Gelb - dass Trinkwasser nicht mehr zur PKW Wäsche, Pool Befüllung, Gartenbewässerung usw. verwendet werden darf

Rot - dass Trinkwasser nur noch zum Trinken und für Körperhygiene eingesetzt werden darf

Der Bedarf an Wasser steigt für die Pflanzen (Bäume) aber genau zu diesem Zeitpunkt, an dem kein Trinkwasser mehr zur Verfügung steht.

Die Folge wäre auf Dauer gesehen, dass großflächig Bäume im gesamten Stadtgebiet absterben und nicht nur ein wirtschaftlicher Schaden entsteht, sondern das Stadtklima verschlechtert wird.

Eine Maßnahme, die dieser Veränderung entgegenwirkt, ist der Aufbau eines unterirdischen Regenwasserreservoirs im Stadtgebiet.

Die mittelfristige Planung sieht vor, dass über das Stadtgebiet verteilt, an geeigneten Plätzen Zisternen mit einem Fassungsvermögen von 100 m³ Unterflur angelegt werden. Bis 2029 sind folgende Standorte geplant: Lange Furche (Engelberg Nordhang), Alte Autobahntrasse Brombeerweg und Eschenweg Warmbronn.

Technisch gesehen handelt es sich um gebrauchte Erdtanks die für diese Zwecke gereinigt und innen antikorrosiv behandelt sind. Das Fassungsvermögen liegt bei 100 m³ je Erdtank.

Diese Zisternen sollen mit Oberflächenwasser befüllt und mit jeweils einer kleinen Pumpstation inkl. Wasserstandsmelder ausgestattet werden.

Somit können die Gießfahrzeuge vor Ort betankt werden.

Es handelt sich ausschließlich um Oberflächenwasser, welches im Trennsystem den Zisternen zugeführt wird. Ein Beitrag zum Hochwasserschutz bei Starkregenereignissen wird zusätzlich geleistet.

Sollte in der längerfristigen jährlichen Wetterprognose von weiteren Niederschlägen in absehbarer Zeit die Rede sein, könnte in der Zwischenzeit das angesammelte Wasser auch für andere Zwecke verwendet werden (Kanalspülung, Fahrzeugwäsche im BBH, Laufbahnreinigung auf Sportanlagen evtl. auch für die Brandbekämpfung durch die Feuerwehr oder anderweitige Pflanzenbewässerung etc.)

Die Verwendung von teuer aufbereitetem Trinkwasser zur Pflanzenbewässerung muss auf lange Sicht vermieden werden.                                             

Die vergangenen Jahre haben gezeigt, dass bereits 1.000.000 Liter Trinkwasser jährlich   zum Gießen verwendet wurden.

Prognose zu den Ausgaben für Trinkwasser:                                                                       Eine Preissteigerung des Wasserzins 2023 auf 2024 von ca. 8% pro Kubikmeter Wasser ist derzeit zu verzeichnen.

Bis 2041 wird eine Umlageerhöhung um das 3-fache prognostiziert.

Der Trinkwasserverbrauch 2023 innerhalb der Stadt Leonberg betrug im Grünbereich (Grünanlagen und Bäume) ca. 1.100 Kubikmeter. Aus ökologischer und betriebswirtschaftlicher Sicht, ist das Anlegen von Regenwasserreservoirs unumgänglich.

 

In diesem Zusammenhang muss darauf hingewiesen werden, dass zur Verwendung des Regenwassers ein entsprechendes Fahrzeug mit Gießeinheit im BBH bereitgestellt werden muss. Die Beschaffung eines solchen Fahrzeuges inkl. Gießeinheit verursacht Kosten in Höhe von ca. 80.000,- Euro.

 

Die Gesamtkosten, der Ausbaustufe bis 2029 betragen:

 

Zisternen      300.000,-EUR

Fahrzeug mit Gießeinheit                    80.000.-EUR 

Gesamtkosten     380.000,- EUR

 

 

 

 

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Finanz. Auswirkung

JA

x

 

NEIN

 

 

Kontierung

Jahr

verfügbares Budget

Finanzbedarf

Bemerkung

 

 

 

 

 

755400037002

2025

0

100.000

Unterirdische Zisterne. Die erforderlichen Mittel sind im Entwurf des Haushalts 2025 angemeldet

711250056005

2025

0

80.000

Fahrzeug mit Gießeinheit Die erforderlichen Mittel sind im Entwurf des Haushalts 2025 angemeldet.

 

2027

0

100.000

 

 

2029

0

100.000

 

 

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Anlagen

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