Ratsinformationssystem
Kenntnisnahme ohne finanzielle Auswirkungen - 2024/146
Grunddaten
- Betreff:
-
Schulbericht 2023/2024
- Status:
- öffentlich (Vorlage freigegeben)
- Vorlageart:
- Kenntnisnahme ohne finanzielle Auswirkungen
- Federführend:
- Amt für Jugend, Familie und Schule
- Beteiligtes Amt:
- Amt für IT und Digitalisierung; Gebäudemanagement
Beratungsfolge
| Status | Datum | Gremium | Beschluss | NA |
|---|---|---|---|---|
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●
Geplant
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Schulbeirat
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Kenntnisnahme
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●
Geplant
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Ortschaftsrat Warmbronn
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Kenntnisnahme
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24.06.2024
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●
Erledigt
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Ortschaftsrat Gebersheim
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Kenntnisnahme
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25.06.2024
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●
Erledigt
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Ortschaftsrat Höfingen
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Kenntnisnahme
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26.06.2024
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●
Erledigt
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Sozial- und Kultusausschuss
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Kenntnisnahme
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03.07.2024
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●
Erledigt
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Gemeinderat
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Kenntnisnahme
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09.07.2024
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Sachverhalt
Sachverhalt mit der Stellungnahme der Verwaltung
Der Schulbericht 2023/24 ist eine Fortschreibung des Schulberichts des letzten Jahres unter Berücksichtigung der aktuellen Schülerzahlen und der schulischen Maßnahmen sowie der zukünftigen Entwicklungen auf dem Leonberger Schulsektor.
Die Schülerzahlen sind in Leonberg mit insgesamt 4.363 Schülerinnen und Schülern (SuS) im Vergleich zum Vorjahr weiter steigend (+ 194). Die Anzahl der Schulanfängerinnen und
-anfänger wird im Prognosezeitraum (von 2024/25 bis 2029/30) stabil bei ca. 500 Schulkindern pro Jahrgang liegen. Kurzfristig wird die gesamte Schülerzahl in Leonberg, bedingt v. a. durch höhere Geburtenraten, aber auch durch Zuzüge im Rahmen von Siedlungserweiterungen, ansteigen.
Die Gesamtschülerzahl wird im Prognosezeitraum unter Berücksichtigung dieser Faktoren voraussichtlich von 4.363 Schulkindern um 880 Schulkinder auf 5.243 Schulkinder ansteigen (+ rd. 20 %), die Anzahl der Grundschülerinnen und -schüler steigt von 1.786 auf ca. 2.000 Grundschulkinder an (+ rd. 12 %).
Die Schülerzahlenentwicklung an den weiterführenden Schulen deutet für die Zukunft v. a. im Bereich der Gymnasien auf einen überproportionalen Anstieg hin. Im Rahmen der Schulbauplanung muss geprüft werden, wie neue Raumkapazitäten geschaffen werden können.
Bei den Investitionen stehen im baulichen Bereich für das Jahr 2024 u. a. nachstehende Maßnahmen an:
- GS Warmbronn: Interim einer 2-Zügigen Grundschule mit Betreuungsräumen und Neubau einer 2-Zügigen Grundschule mit Betreuungsräumen und Mensa
- Sophie-Scholl-Schule: Mensa mit Betreuungsräumen im Zuge der Bebauung der 8 gruppigen Kita des Bildungscampus Ezach.
- Planungsleistungen für die Erstellung von Betreuungsräumen und Mensa an der Grundschule Schellingschule
Die Stadtverwaltung hat aus dem Förderprogramm DigitalPakt Schule Fördermittel in Höhe von 1.518.000 Euro/brutto reserviert und durch Förderanträge gebunden. Eine Erhöhung des Budgets um 40.300 Euro/brutto wurde Ende 2022 beantragt und bewilligt.
Folgende Maßnahmen konnten im Jahr 2023 abgeschlossen werden:
- Ausstattung der Unterrichtsräume mit Präsentationstechnik
- Ertüchtigung der strukturierten Netzwerkverkabelung der Schulen
Im Jahr 2024 sind folgende Maßnahmen weiter in Arbeit:
- Aufbau eines leistungsfähigen, flächendeckenden WLAN
- Modernisierung und Neubeschaffung Schulserverlösungen
- Ausbau der Breitbandanbindung Schulen
Das Schulleiterbudget für das Haushaltsjahr 2024 beträgt insgesamt 651.940 Euro. Für die Leonberger Schulen in städtischer Trägerschaft besteht insgesamt ein Nettoressourcenbedarf in Höhe von 9.818.361 Euro.
Inhalt
1. Daten zur Statistik der Entwicklung der Schülerzahlen
2. Prognosen zur Entwicklung der Schülerzahlen
3. Aktuelle Entwicklungen an den Schulen in Baden-Württemberg
3.1 Juniorklassen und Sprachförderung an Schulen
3.2 Einführung des G9 an Gymnasien
4. Maßnahmen im Rahmen der Schulbauplanung
4.1 Grundschulen in den Ortsteilen
4.2 Weiterführende Schulen
4.3 Grundschulen in der Kernstadt
4.4 Realschulen
4.5 Gymnasien
4.6 Sonderpädagogisches Bildungs- und Beratungszentrum
4.7 Weiteres Vorgehen
5. Digitalisierung an Leonberger Schulen
5.1 Digitalisierung an Schulen
5.2 Maßnahmen im Schuljahr 2023/24
6. Die baulichen Maßnahmen an den Schulen
6.1 Grundschulen
6.2 Gemeinschaftsschule
6.3 Realschulen
6.4 Gymnasien
6.5 Sonderpädagogisches Bildungs- und Beratungszentrum
7. Schulhaushalt 2024
8. Schulartübergreifende Angebote
8.1 Schulverpflegung
8.2 Jugendsozialarbeit an Schulen
8.3 Übergang Schule - Beruf/Berufsorientierung
8.4 Schulsport
9. Angebote und Maßnahmen an Grundschulen
9.1 Kooperation Kindertageseinrichtungen - Grundschulen
9.2 Verlässliche Grundschule
9.3 Hort an der Spitalschule
9.4 Flexible Nachmittagsbetreuung
9.5 Ganztagsgrundschulen
9.6 Begabtenförderung an Grundschulen - Hector-Kinderakademie Leonberg
1 Daten zur Statistik der Entwicklung der Schülerzahlen
Die Schülerzahlen im Schuljahr 2023/24 sind im Vergleich zum Schuljahr 2022/23 insgesamt ansteigend (+ 194 SuS), siehe Anlage 1 bis 3.
|
Schulart |
Vorjahr |
2023/2024 |
|
Grundschulen/GMS |
+ 40 |
+ 161 |
|
Grundschulförderklassen |
- 3 |
+ 7 |
|
GMS |
+ 17 |
+ 16 |
|
Realschulen |
+ 44 |
- 34 |
|
Gymnasien |
+ 36 |
+ 33 |
|
SBBZ |
+ 2 |
+ 11 |
|
Gesamt |
+ 136 |
+ 194 |
Die Anzahl der Grundschulkinder steigt im Schuljahr 2023/24 deutlich an (+ 161).
Die Anzahl der Schulanfängerinnen und -anfänger (ohne Grundschulförderklassen) liegt in diesem Schuljahr bei 473 Kindern, 47 Kinder mehr als im letzten Schuljahr.
Zu berücksichtigen hierbei ist, dass der Stichtag der Einschulung ab dem Schuljahr 2020/21 bis zum Schuljahr 2022/23 sukzessive vom 30. September auf den 30. Juni vorverlegt wurde. Mit der Verlagerung des sog. „Einschulungskorridors“ kommt es zunächst kurzzeitig zu einer Entzerrung der Schülerzahlen an den Grundschulen bzw. zeitversetzt an den weiterführenden Schulen.
Im Schuljahr 2023/24 ist bei der Gemeinschaftsschule (+ 16) und den Gymnasien (+ 33) ein Anstieg der Schülerzahlen zu verzeichnen:
Die Aufnahmekapazitäten am SBBZ (+ 11) und in den Grundschulförderklassen (+ 7) sind ausgeschöpft. Die Realschulen verzeichnen einen vorübergehenden Rückgang (- 34).
Die Zahl der auswärtigen SuS ist in den Anlagen 6 bis 8 dargestellt. Die Schulkinder verteilen sich auf die einzelnen Schularten wie folgt:
|
Schulart |
Vorjahr |
2023/2024 |
|
Grundschulen/GMS |
19 |
23 |
|
Realschulen |
43 |
38 |
|
Gymnasien |
147 |
154 |
|
SBBZ |
28 |
35 |
|
Gesamt |
237 |
250 |
Die Pestalozzischule besuchen knapp 29 % auswärtige Schulkinder.
Die Anzahl der auswärtigen SuS an Grundschulen bzw. der Gemeinschaftsschule in der Primarstufe und Sekundarstufe I beträgt insgesamt 1,1 %.
Die Anzahl der auswärtigen SuS an den Realschulen liegt bei 5,1 %, bei den Gymnasien bei 11,3 %.
Der Anteil der auswärtigen SuS an den weiterführenden Schulen liegt insgesamt bei 9,1 %.
Die meisten auswärtigen SuS der Realschulen kommen aus den Landkreisen Böblingen (Schwerpunkte Rutesheim, Weissach) bzw. Ludwigsburg (Schwerpunkte Gerlingen, Ditzingen), die der Gymnasien aus dem Landkreis Böblingen (Schwerpunkte Rutesheim, Weissach) bzw. dem Landkreis Ludwigsburg (Schwerpunkte Gerlingen, Ditzingen).
Übergänge aus Klassenstufe 4 an weiterführende Schulen
Die Übergänge der Leonberger SuS aus Klassenstufe 4 an die weiterführenden Schulen Leonbergs haben sich wie folgt entwickelt (siehe Anlage 9):
|
Schulart |
2022/23 |
2023/24 |
LK BB (2021/22) |
BW (2023/24) |
|
GMS |
67 (17,5 %) |
60 (16,8 %) |
13,3 % |
13,4 % |
|
Realschulen |
107 (27,9 %) |
72 (20,1 %) |
34,3 % |
33,0 % |
|
Gymnasien |
208 (54,3 %) |
255 (62,8 %) |
47,3 % |
45,0 % |
|
Sonstige |
1 (0,3 %) |
1 (0,3 %) |
2,6 % |
5,3 % |
|
Gesamt |
383 |
388 |
|
|
Die Grund- und Werkrealschule in Rutesheim besuchen insgesamt 62 Leonberger Schulkinder, davon 31 Kinder die Primarstufe, 31 Kinder die Sekundarstufe I. Hierbei kommen insgesamt 29 Kinder aus dem Wohngebiet Silberberg, das mit dem Rutesheimer Schulzentrum direkt durch eine Buslinie verbunden ist.
Auf die Realschule in Rutesheim gehen insgesamt 67 Leonberger Schulkinder. Das Gymnasium Rutesheim besuchen derzeit insgesamt 234 Leonberger SuS.
In Summe 46 Leonberger SuS besuchen die weiterführenden Schulen in Renningen, wobei besonders bei den Realschülerinnen und -schülern sowie bei den Gymnasiasten der Großteil in Warmbronn wohnhaft ist. 2 weitere Warmbronner SuS besuchen die Grundschulen in Renningen.
2. Prognosen zur Entwicklung der Schülerzahlen
Vorbemerkung
Die Prognose für den Zeitraum bis 2029/30 (siehe Anlagen 1 bis 3, 10 bis 23) beruht auf der Hochrechnung der Schülerzahlen anhand der aktuellen Geburtenstatistik unter Einbeziehung der Geburten der letzten sechs Jahre. Wanderungsbewegungen sind nicht berücksichtigt. Vorgesehene Siedlungserweiterungen in Leonberg (u. a. Neue Stadtmitte, Postareal, Berliner Straße und in den Ortsteilen) wurden bei der Schülerzahlenentwicklung berücksichtigt.
Die Anzahl der Schulanfängerinnen und -anfänger wird im Prognosezeitraum (von 2024/25 bis 2029/30) künftig auf ca. 500 SuS pro Jahrgang ansteigen. Bedingt durch o.g. Faktoren wird die Gesamtschülerzahl voraussichtlich von 4.363 Schulkindern um 880 Schulkinder
(+ rd. 20 %) auf 5.243 Schulkinder ansteigen.
Die Prognose deutet insgesamt auf eine Schülerzunahme hin, wie sie bereits Ende der 90-er Jahre über 5 Jahre bestand, allerdings ist aus heutiger Sicht kein Rückwärtstrend erkennbar. An den Grundschulen sind im Prognosezeitraum folgende Schülerzahlen zu erwarten:
|
Schule/Schuljahr |
2023/24 |
2029/30 |
Differenz |
+/- Prozent |
|
Marie-Curie-Schule |
255 |
240 |
- 15 |
- 5,9 % |
|
Mörikeschule |
251 |
301 |
+ 50 |
+ 19,9 % |
|
Schellingschule |
310 |
343 |
+ 33 |
+ 10,6 % |
|
Spitalschule |
288 |
355 |
+ 67 |
+ 23,3 % |
|
GS Gebersheim |
94 |
88 |
- 6 |
- 6,4 % |
|
GS Höfingen |
243 |
291 |
+ 48 |
+ 19,7 % |
|
GS Warmbronn |
159 |
165 |
+ 6 |
+ 3,8 % |
|
Sophie-Scholl-Schule |
186 |
201 |
+ 15 |
+ 8,1 % |
|
Gesamt |
1.786 |
1.984 |
+ 198 |
+ 11,1 % |
Die Anzahl der Grundschülerinnen und -schüler nimmt gemäß der Prognose bis zum Schuljahr 2029/30 um 198 Kinder zu (+ 11 %).
Die Schulräume v. a. der Grundschulen werden im Hinblick auf die Nutzung auch von Betreuungsräumen aktuell neu bewertet (siehe Anlagen 4 und 5).
Die Raumkapazitäten an den Grundschulen sind im Vergleich zu seitherigen Belegungen derzeit insgesamt zwar noch vorhanden, doch müssen angesichts des jährlichen Zuwachses der Geburten und im Rahmen des Ausbaus der Ganztagsbetreuung künftig weitere Raumkapazitäten geschaffen werden. Um die Vereinbarkeit von Familie und Beruf besser zu ermöglichen, verständigten sich im September 2021 Bund und Länder auf das Gesetz zum Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung an Grundschulen zum Schuljahr 2026/27. Zunächst wird dieser für die Klassenstufe 1 eingeführt und in den Folgeschuljahren sukzessive ausgeweitet. Ab dem Schuljahr 2029/30 wird er dann in allen vier Klassenstufen gegeben sein. Der hieraus resultierende Platzbedarf in der Schulkindbetreuung wird die Verwaltung und Schulleitungen der Grundschulen in den kommenden Jahren vor zusätzliche Herausforderungen stellen.
Die Schülerzahlenentwicklung an den weiterführenden Schulen deutet für die Zukunft v. a. im Bereich der Gymnasien auf einen überproportionalen Anstieg der Schülerzahlen hin. Auch hier werden Lösungen zur Raumgewinnung erarbeitet.
3. Aktuelle Entwicklungen an den Schulen in Baden-Württemberg
3.1 Juniorklassen und Sprachförderung an den Schulen
Für Grundschulen ist ein umfassendes Paket zur Sprachförderung im Anschluss an die erweiterte Kita-Sprachförderung durch Einrichtung von Juniorklassen in Vorbereitung. Juniorklassen verlängern die Schulzeit vor Klasse 1 („Klasse 0“, 22 Stunden pro Woche) ab dem Schuljahr 2025/2026. Grundschulförderklassen werden im Gegenzug aufgelöst. Für Juniorklassen ist eine gesetzliche Regelung erforderlich, auch weil für deren SuS eine Schulpflicht bestehen wird.
Bei 30 Prozent eines Jahrgangs wird im Rahmen der Einschulungsuntersuchung (ESU) landesweit ein Sprachförderbedarf festgestellt. Das neue Programm SprachFit soll die Sprachbildung und Sprachförderung im frühkindlichen Bereich sowie in der Grundschule stärken. Über das Programm sollen künftig alle Kinder bereits im Jahr vor der Einschulung eine verbindliche Sprachförderung erhalten, wenn bei ihnen im Rahmen der ESU ein entsprechender Bedarf festgestellt wurde. Kinder, die zum Zeitpunkt der Einschulung weiterhin nicht die nötigen Voraussetzungen für die erste Klasse mitbringen, werden zunächst in den Juniorklassen die notwendigen sprachlichen aber auch mathematischen und kognitiven Vorläuferqualifikationen erlernen, um dann schulreif in die erste Klasse zu starten. Auch im Verlauf der Grundschule wird bei Kindern mit entsprechendem Bedarf die verbindliche Sprachförderung fortgesetzt.
Der enorme Umfang dieser Maßnahme erfordert auch im Hinblick auf die Stellenbedarfe ein schrittweises Vorgehen. Der flächendeckende Ausbau ist für das Schuljahr 2028/2029 avisiert. Die Mörikeschule startet als Modellstandort bereits zum kommenden Schuljahr 2024/2025. Die Planungen in Zusammenarbeit mit den Kindertageseinrichtungen sind bereits gestartet.
3.2 Einführung des G9 an Gymnasien
Entsprechend dem Bevölkerungswillen führt die Landesregierung G9 als Regelangebot an allgemeinbildenden Gymnasien wieder ein, beginnend mit dem Schuljahr 2025/26 in den Klassenstufen 5 und 6. G8-Züge an G9-Gymnasien sollen im Rahmen der zur Verfügung stehenden Lehrerstunden ermöglicht werden. Wer über die Einrichtung solcher Züge entscheidet, ist noch unklar. Wie auch bei den derzeit G9-Schulversuchsgymnasien kann vermutet werden, dass die jeweiligen Schulträger gemäß §22 Schulgesetz darüber entscheiden. Durch die G8-Einführung fiel an den beiden Leonberger Gymnasien eine Klassenstufe weg. Die dadurch frei gewordenen Raumressourcen stehen nicht mehr zur Verfügung, weil die Gymnasialschülerzahlen seither angestiegen sind und innerhalb der 8 gymnasialen Klassenstufen die gleiche Anzahl an Schulräumen benötigt wird. Durch den zu erwartenden Anstieg der Schülerzahlen an den weiterführenden Schulen in den kommenden 5 Jahren wird dieser Bedarf weiter verstärkt. Aktuell wird der zukünftig benötigte Raumbedarf geprüft und an möglichen Lösungen gearbeitet.
4. Maßnahmen in Rahmen der Schulbauplanung
4.1 Grundschulen in den Ortsteilen
In der Grundschule Gebersheim wird das Einpendeln der Schüler- und Betreuungszahlen auf hohem Niveau erwartet. An den Grundschulen Warmbronn und Höfingen wird ein moderater Anstieg prognostiziert, jedoch nicht über ein in der Vergangenheit bereits vorhandenes Niveau.
Der Anbau der drei Klassenräume an der Grundschule Gebersheim sowie die geplante Grundschule Warmbronn bieten für die zu erwartenden Schülerzahlen sowie den Ganztagsanspruch ausreichend räumliche Voraussetzungen.
4.2 Weiterführende Schulen
An den weiterführenden Schulen ist in den kommenden Jahren ebenfalls mit einem Anstieg der Schülerzahlen zu rechnen. Inwieweit die zusätzlichen SuS der Grundschulen im Zeitverzug von vier Jahren auch die weiterführenden Schulen über die Kapazitätsgrenze bringen, wird aktuell geprüft. Zwischen den jeweiligen Schularten können durch Schülersteuerung (auswärtige SuS, Verteilung etc.) etwaige Spitzenzahlen besser aufgefangen werden.
4.3 Grundschulen in der Kernstadt
Die Zunahme der Schülerzahlen in Eltingen (Mörikeschule) und Ezach wird durch die Umgestaltung der Sophie-Scholl-Schule zur Ganztagsgrundschule und den flankierenden Neubau der Mensa und der Schulkindbetreuungsräume am Bildungscampus Ezach aufgefangen.
Für die zu erwartende 4- zügige Ganztagsgrundschule Schellingschule wird ein Zuwachs der Schülerzahl auf bis zu 400 SuS erwartet. Verstärkt wird dies durch die Abwanderung der SuS der Spitalschule, die aufgrund des Ganztagesangebots der Schellingschule einen Umschulungsantrag stellen.
Das Angebot eines Mittagessens ist für den Betrieb einer Ganztagsschule verpflichtend. Bereits im Schuljahr 2023/24 kann die Mittagessensversorgung der Schulkinder in der Mensa Schellingschule nicht mehr aufrechterhalten werden. Die Kinder der 3. und der 4. Klassen besuchen an vier Mittagen die Triangel. Doch auch die Triangel wird aufgrund steigender Schülerzahlen aller Schulen die Versorgung der Schellingschülerinnen und -schüler nicht langfristig sicherstellen können. Zudem sind zusätzliche Personalkosten von 10.700 EUR pro Schuljahr notwendig, um die Betreuung beider Mensen sowie die Begleitung des Weges zu gewährleiten. Hinzu kommen organisatorische und logistische Schwierigkeiten. Die Triangel ist bautechnisch nicht für den Grundschulbereich vorgesehen und so kommt es bei der Nutzung durch Grundschülerinnen und Grundschüler zu Schwierigkeiten bei der Geschirrrückgabe wegen einer zu hohen Theke oder nicht grundschulgerechtem Mobiliar. Des Weiteren bilden sich zu den Stoßzeiten schon heute lange Schlangen an der Essensausgabe, wodurch den Kindern in der Mittagspause die Zeit fehlt, einen Ausgleich durch Bewegung und Freispiel zu erlangen.
Für die weitere Fortführung der vierzügigen Ganztagsschule (Schellingschule) sind weitere Klassenzimmer und die Gewährleistung des Mittagessens erforderlich. Die notwendigen Klassenzimmer sowie das Mittagessen können nur durch die Umsetzung des Projektes „Mensa und Betreuungsräume Schellingschule“ zur Verfügung gestellt bzw. gewährleistet werden. Die Umsetzung des Projektes ist daher zwingend erforderlich.
Die Spitalschule soll zukünftig ebenfalls zur Ganztagsschule entwickelt werden. Ziel ist eine stabile 4-Zügigkeit der Spitalschule mit ca. 400 SuS. Notwendig wäre das Angebot einer Mensa und ausreichend Betreuungsräumen, um im Schulgebäude Platz für zusätzliche Klassenräume zu schaffen. Die Betreuungsquote in den Ganztagsangeboten liegt bei 30 % (flexible Nachmittagsbetreuung und Hort). 22 % der Grundschulkinder besuchen derzeit die Verlässliche Grundschule. Bereits heute reichen die verfügbaren 75 Plätze im Hort nicht aus. Die Einführung des Ganztagsbetreuungsanspruchs ab dem Schuljahr 2026/2027 wird die Situation verstärken. Der Schulträger erarbeitet mit der Schulleitung ein Konzept für die vorrübergehende Sicherstellung der Ganztagesbetreuung bis zum Neubau der Mensa und der Betreuungsräume.
4.4 Realschulen
Die Raumkapazitäten an den beiden Realschulen reichen aus heutiger Sicht für die zu erwartenden Schülerzahlen aus. Allerdings muss das Übertrittsverhalten auf die weiterführenden Schulen insgesamt weiter beobachtet werden. Auch die Einführung von G9 wird eine Auswirkung auf die Realschulen haben. Es kann von einer Zunahme an Umschulungen von den Gymnasien an die Realschulen ausgegangen werden.
4.5 Gymnasien
Die in Kapitel 3 beschriebenen Entwicklungen sowie die prognostizierten Schülerzahlen weisen in den kommenden Jahren auf einen stark erhöhten Raumbedarf beider Gymnasien hin. Auch die zu erwartende zurückgehende Abwanderung an das Gymnasium Rutesheim aufgrund der Vereinheitlichung zu G9 lässt einen zusätzlichen Anstieg der Schülerzahlen an Gymnasien vermuten. Sowohl kurz- wie auch langfristig werden Lösungen für den zusätzlichen Raumbedarf benötigt und ein Maßnahmenpaket für das ASG und das JKG entwickelt.
4.6 Sonderpädagogisches Bildungs- und Beratungszentrum
In den vergangenen Jahren sind die Zahlen der Schülerinnen und Schüler auf über 120 angestiegen, wobei das Schulgebäude auf maximal 100 Schülerinnen und Schüler ausgelegt ist. Grund für den Anstieg der Schülerzahlen ist der Wegfall eines SBBZ Lernen im Landkreis.
Die Pestalozzischule besuchen im Schuljahr 2023/24 ca. 30% auswärtige Schulkinder. Davon jeweils ca. 10% aus Rutesheim und Weissach und ca. 7% aus Renningen. Aus diesem Grund wurde ab dem Schuljahr 2024/25 ein Schulbezirkswechsel beschlossen (Vorlage 2024/002). Da Renningen und Malmsheim verkehrstechnisch gleich bzw. besser an Weil der Stadt angeschlossen sind als an Leonberg, soll der Schulbezirk Renningen der Peter-Härtling-Schule Weil der Stadt zugeteilt werden.
4.7 Weiteres Vorgehen
Die Schulhöfe der GHR und der Schellingschule werden aktuell neu geplant und der „Eisplatz“ steht zukünftig zur gemeinsamen Nutzung auch als Grundschulhof der Schellingschule zur Verfügung. Einschränkungen kann es aufgrund der Auslagerung der Klassenräume des „A-Gebäudes“ (zwischen dem ASG, der Schellingschule und der GHR liegend) während der in Vorlage 2024/087 beschlossenen Baumaßnahme kommen.
In einem weiteren Schritt sollen die künftig erforderlichen Kapazitäten an Sport- und Schwimmhallenflächen ermittelt werden. Hierfür gibt es bereits gemeinsam mit dem Amt für Kultur und Sport Planungen für eine Sporthallenbedarfsanalyse.
5. Digitalisierung an Leonberger Schulen
Mit großer Dynamik nimmt die Digitalisierung der Schulen Gestalt an. Die in Pandemiezeiten entstandenen Konzepte zu Fortführung und Gestaltung des Unterrichts wurden mittlerweile weiterentwickelt. Der Fokus liegt dabei nun auf der Digitalisierung des Präsenzunterrichts.
5.1 Digitalisierung an Schulen
Die Stadtverwaltung hat aus dem Förderprogramm DigitalPakt Schule Fördermittel in Höhe von 1.518.000 Euro/brutto reserviert und durch Förderanträge gebunden. Eine Erhöhung des Budgets um 40.300 Euro/brutto wurde Ende 2022 beantragt und bewilligt.
Die zur Verfügung gestellten Fördermittel setzt die Stadt Leonberg im Rahmen einer zusammen mit den Schulen erarbeiteten Digitalisierungsstrategie ein.
Die als Voraussetzung für die Bewilligung der Förderung erforderlichen und durch das Landesmedienzentrum zertifizierten Medienentwicklungspläne der Schulen liegen fast vollständig vor. Im Medienentwicklungsplan einer Schule wurde unter anderem der Bedarf an technischer Ausstattung festgehalten, der sich aus der gemeinsamen Digitalisierungsstrategie und dem individuellen Unterrichtskonzept der Schule ergibt.
Zur technischen Ausstattung gehören folgende Themenfelder:
Breitbandanbindung Schulen
Durch den privatwirtschaftlichen Ausbau der Telekom im Stadtgebiet Leonberg haben sich Änderungen in der Förderfähigkeit der Standorte ergeben.
Für alle Schulen im Gigabit-Ausbaugebiet der Telekom wurden daher vorsorglich Glasfaser- Hausanschlüsse beauftragt, um auf zukünftige Anforderungen schnell reagieren zu können.
Netzwerkinfrastruktur passiv und aktiv/flächendeckendes WLAN
Eine Grundvoraussetzung für digitalen Unterricht in der Schule ist eine strukturierte Verkabelung der Schulgebäude nach Vorgaben der DIN EN 50173 (passive Netzwerkinfrastruktur) und eine leistungsfähige, auch für zukünftige Anforderungen ausgelegte, flächendeckende WLAN-Ausstattung. Vorhandene Netzwerkinfrastruktur der Schulgebäude wurde nach diesen Vorgaben ertüchtigt.
Für das LAN/WLAN Projekt und für den Aufbau der strukturierten Verkabelung einiger Schulstandorte wurden Fördermittel aus dem „DigitalPakt Schule“ beantragt und bewilligt.
Endgeräte (PCs/Tablets/Notebooks)
Im Rahmen der Medienentwicklungsplanung haben die Schulen entschieden, welche Endgeräte am besten in den Unterricht integriert werden können. Die vorgesehene Ausstattung mit Notebooks und Tablets wurde beschafft. Die Geräte werden zurzeit für den Einsatz in den Schulen vorbereitet und anschließend ausgeliefert.
Für alle Schulen wurden weitere Tablets für den Einsatz im Unterricht, zum Verleih an SuS und Lehrkräfte beschafft. Diese werden zurzeit in das zentrale Management (MDM)-System integriert und anschließend im Unterricht eingesetzt.
Weiterhin wurde der Bedarf an PCs und Laptops zur Ausstattung von Computerräumen bestellt und geliefert. Diese werden im NWT-/ IT-Unterricht, für Arbeitsgemeinschaften und spezielle Projekte genutzt.
Präsentationstechnik Unterrichtsräume
Im Rahmen der Medienentwicklungsplanung wurde von den Schulen festgelegt, welche Ausstattungsvariante am besten geeignet ist, um diese in den Unterricht zu integrieren. Ein gemeinsames Ausstattungskonzept für die Grundschulen wurde vereinbart und umgesetzt. Schulungen zum Einsatz der neuen Technik im Unterricht haben stattgefunden. Zusätzliche Displays wurden zum Jahresende beschafft. Die Planung zur Montage der Geräte ist in Arbeit.
Ausstattung Schulverwaltung
Einige Schulverwaltungen waren über Richtfunk-Technik an das Netzwerk der Stadtverwaltung angebunden. Die Betriebserlaubnis für Richtfunk durch die Bundesnetzagentur ist zum 31.12.2022 ausgelaufen und war nicht mehr leistungsfähig genug.
Die Richtfunk-Technik wurde über eine leistungsfähige Firewall-VPN-Technik abgelöst. Das Projekt Modernisierung der Stadtnetz-Anbindungen über Firewall-Site-to-Site-VPN- Technik wurde im April 2023 begonnen und dauert im Jahr 2024 an.
5.2 Maßnahmen im Schuljahr 2023/24
Folgende Maßnahmen wurden begonnen bzw. umgesetzt:
Projekte für alle Schulstandorte
- Digitalisierung Schulen LAN / WLAN: Inbetriebnahme Ausbaustufe 1 - WLAN für Tablets - zum Beginn SJ 2022/23 und Stufe 2 – Netzerweiterungen zur Integration der Schulserverlösungen; Stufe 3 – Netzwerkverkabelung SJ 2023/24
- Beschaffung Schulserver-Hardware
- Beschaffung PCs und Airprint-fähige Drucker. Die Installation erfolgt im Rahmen der Inbetriebnahme der Schulserverlösungen.
- Projekt Präsentationstechnik
Ausblick auf Projekte die in diesem Schuljahr begonnen und im nächsten Schuljahr fortgeführt werden:
- Projekt Digitalisierung Schulen LAN / WLAN – Inbetriebnahme der WLAN-Lösung Ausbaustufe 3
- Projekt Modernisierung der Stadtnetz-Anbindungen über Firewall-Site-to-Site-VPN- Technik
- Projekt Gast-WLAN an allen Schulen
- Projekt Austausch veralteter Schulserverhardware
- Projekt Green-UCC/Telefonie
6. Die baulichen Maßnahmen an den Schulen
Die Verwaltung hat zur Verbesserung des schulischen Angebots und der schulischen Infrastruktur im Jahr 2023 eine große Zahl an Maßnahmen umgesetzt. Sämtliche für 2024 vorgesehene bauliche Maßnahmen sind im Folgenden dargestellt. Diese wurden für den investiven Haushalt angemeldet bzw. bereits eingeleitet.
6.1 Grundschulen
Schellingschule
Die Schulhoffläche ist für eine künftig vierzügige Grundschule in der jetzigen Art nicht ausreichend. Der seitherige öffentliche Durchgang über den Schulhof wurde mit der Fertigstellung des gegenüberliegenden Neubaus teilweise verlegt. In 2021 wurden Vorüberlegungen angestellt, in 2022 wurden die Planungen konkretisiert. Im Jahr 2024 sollen für Teilbereiche des Pausenhofs Maßnahmen festgelegt und weiter geplant werden. Ausführung für diese Bereiche ist für 2025 geplant.
Die Schellingschule muss im Zuge des Ganztagsbetriebs um eine Mensa und Betreuungsräume erweitert werden. Hierzu wurde eine Machbarkeitsstudie erstellt. Das Gremium hat den Teilabriss und den An- und Umbau vom Nebengebäude beschlossen.
Das Verfahren zur Beauftragung eines geeignetes Architekturbüro soll im Jahr 2024 durchgeführt werden. Mit den Planungen soll dann Anfang 2025 begonnen werden.
Bauliche Maßnahmen im Jahr 2023:
Allgemeine Bauunterhaltungsarbeiten, Erneuerung Schallabsorber in Klassenräumen (Teilbereiche), Pflanzen eines Baums vor dem Haupteingang
Geplante bauliche Maßnahmen im Jahr 2024:
Allgemeine Bauunterhaltungsarbeiten, Erneuerung Schallabsorber in Klassenräumen (Teilbereiche), Bodenbelagsarbeiten (Teilbereiche), Austausch der Brandmeldeanlage, Planung für die Sanierung der Sanitäranlagen (Teilbereiche), Ertüchtigung Elektroinstallation, Planungen für den Ausbau der Ganztagsschule, Installation digitaler Heizkörperthermostate
Mörikeschule
Bauliche Maßnahmen im Jahr 2023:
Allgemeine Bauunterhaltungsarbeiten, Aufstellung von zwei neuen Spielgeräten, Sanierung Lehrertoilette im Langbau, Umgestaltung zwei Klassenzimmer (räumliche Anpassung auf flexible Klassenraummöbel)
Geplante bauliche Maßnahmen im Jahr 2024:
Allgemeine Bauunterhaltungsarbeiten, Erweiterung und Instandsetzung des Fallschutzes unter Kletterwand, Sanierung Lehrertoilette im Altbau, Umgestaltung zwei Klassenzimmer (räumliche Anpassung auf flexible Klassenraummöbel)
Spitalschule
Mittelfristig steht ein Neubau mit Betreuungsräumen und Mensa an.
Bauliche Maßnahmen im Jahr 2023:
Allgemeine Bauunterhaltungsarbeiten, erste Maßnahmen zur Verbesserung der Trinkwasserqualität (Legionellen) in Abstimmung mit einem Sachverständigenbüro.
Geplante bauliche Maßnahmen im Jahr 2024:
Allgemeine Bauunterhaltungsarbeiten, weitere Maßnahmen zur Verbesserung der Trinkwasserqualität (Legionellen). Umrüstung auf LED-Beleuchtung (Teilbereiche), Maler- und Bodenbelagsarbeiten im Verwaltungsbereich bzw. Aufenthaltsbereich der Lehrkräfte, Erneuerung der Bodenbeläge (Teilbereiche) im Schulhaus
Sophie-Scholl-Schule
Die Planungen für den Neubau des Bildungscampus Ezach mit der Mensa und den Betreuungsräumen für die Sophie-Scholl-Schule als Grundlage für den Ganztagsschul- betrieb wurden begonnen. Die Fertigstellung der Maßnahme ist für 2026 geplant.
Bauliche Maßnahmen im Jahr 2023:
Allgemeine Bauunterhaltungsarbeiten, Fertigstellung des Spielhügels, Sanierungsarbeiten Wasserschaden
Geplante bauliche Maßnahmen im Jahr 2024:
Allgemeine Bauunterhaltungsarbeiten
Grundschule Gebersheim
Vor dem Hintergrund des stetig wachsenden Bedarfs an Schulkindbetreuung wurde die Schule im Jahr 2023 um drei Räumen in Klassenraumgröße (plus Nebenflächen) erweitert. Die Räume werden seit April 2024 genutzt, die Fertigstellung der Außenanlagen erfolgt bis Ende Juni 2024.
Bauliche Maßnahmen im Jahr 2023:
Allgemeine Bauunterhaltungsarbeiten, Erstellung Erweiterungsbau
Geplante bauliche Maßnahmen im Jahr 2024:
Allgemeine Bauunterhaltungsarbeiten, Malerarbeiten (Teilbereiche), Fertigstellung Erweiterungsbau inkl. Außenanlagen, Installation eines Sonnenschutzes für den Pausenhof
Grundschule Warmbronn
Interim einer 2-zügigen Grundschule mit Betreuungsräumen und Neubau einer 2-zügigen Grundschule mit Betreuungsräumen und Mensa.
Bauliche Maßnahmen im Jahr 2023:
Neben den durchgeführten allgemeinen Bauunterhaltungsarbeiten wurden zwei Klassenräume ertüchtigt. Zudem erfolgten weitere Umrüstungen im Bereich der Beleuchtung. Es wurde ein Trinkbrunnen installiert.
Geplante bauliche Maßnahmen im Jahr 2024:
Neben allgemeinen Bauunterhaltungsarbeiten, werden neben der Sporthalle neue Roller-/ Scooter-Ständern errichtet und die Fläche unter den Fahrradstellplätzen auf dem Schulhof mit Pflaster befestigt. Zudem wurde eine Machbarkeitsstudie mit dem Inhalt einer 2-zügigen Interims-Grundschule in Modulbauweise beauftragt.
Grundschule Höfingen
Bauliche Maßnahmen im Jahr 2023:
Allgemeine Bauunterhaltung, Heizkörpererneuerung, Sanierung der Gebäudehülle – Start Planung
Geplante bauliche Maßnahmen im Jahr 2024:
Allgemeine Bauunterhaltungsarbeiten, Sanierung der Gebäudehülle – Baubeginn: Herbst 2024, Gefahrstoffsanierung, Dachsanierung
6.2 Gemeinschaftsschule
Marie-Curie-Schule
Bauliche Maßnahmen im Jahr 2023:
Neben den durchgeführten allgemeinen Bauunterhaltungsarbeiten erfolgte die Fertigstellung vom Umbau der Bestandsmensa im Hauptbau zu Klassenräumen und einem Multifunktionsraum.
Geplante bauliche Maßnahmen im Jahr 2024:
Neben allgemeinen Bauunterhaltungsarbeiten werden Sitzmöglichkeiten um die drei neuen Bäume auf dem Schulhof errichtet. Außerdem wird der Beet-Bereich hinter dem Spielgerät mit robuster Bepflanzung und 3 Sitzbänken erneuert.
Weitere Maßnahmen sind die Erneuerung der Bodenbeläge auf den Treppen und im Jungen WC des Langbau, sowie die Erstellung eines Sanierungsfahrplans für die Sporthalle. Die neue Mensa und die Beschilderung der Parkplätze erhalten nach der Namensänderung noch den Schriftzug ‚Marie-Curie-Schule‘.
6.3 Realschulen
Gerhart-Hauptmann-Realschule
Bauliche Maßnahmen im Jahr 2023:
Allgemeine Bauunterhaltungsarbeiten, Sanierung Technik- inkl. Maschinenraum
Geplante bauliche Maßnahmen im Jahr 2024:
Allgemeine Bauunterhaltungsarbeiten, Fertigstellung Sanierung Technik- und Maschinenraum
Ostertag-Realschule
Bauliche Maßnahmen im Jahr 2023:
Allgemeine Bauunterhaltungsarbeiten, Gründungsertüchtigung - Sanierung der Gebäudesetzung
Geplante bauliche Maßnahmen im Jahr 2024:
Allgemeine Bauunterhaltungsarbeiten, Projektabschluss Erneuerung ELA Anlage, Sanierung Lehrküche
6.4 Gymnasien
Albert-Schweitzer-Gymnasium
Bauliche Maßnahmen im Jahr 2023:
Allgemeine Bauunterhaltungsarbeiten, Schaffung barrierefreies WC, Planung und Ausführungsbeginn zum Anbau eines Aufzugs
Geplante bauliche Maßnahmen im Jahr 2024:
Allgemeine Bauunterhaltungsarbeiten, Fertigstellung des Anbaus eines Aufzugs, Installation Leinwand im Atrium, Bauliche Maßnahmen für die Umgestaltung eines Raums zur Nutzung als NwT-Raum, Planung Umgestaltung Chemie-Praktikum in NwT-Raum.
Johannes-Kepler-Gymnasium
Bauliche Maßnahmen im Jahr 2023:
Allgemeine Bauunterhaltungsarbeiten
Geplante bauliche Maßnahmen im Jahr 2024:
Allgemeine Bauunterhaltungsarbeiten, Aufstellung einer freistehenden Boulderwand, Umbauarbeiten Physikraum, Errichtung außenliegende Treppenanlage
6.5 Sonderpädagogisches Bildungs- und Beratungszentrum
Pestalozzischule
Bauliche Maßnahmen im Jahr 2023:
Allgemeine Bauunterhaltungsarbeiten
Geplante bauliche Maßnahmen im Jahr 2024:
Neben allgemeinen Bauunterhaltungsarbeiten wird ein Sanierungsfahrplan für die Dach- und Fassadensanierung inkl. Fenster und Heizungsanlage erstellt. Weiterhin ist ein Gerätehäuschen für die Spielzeugablage geplant.
7. Schulhaushalt 2024
Der Teilhaushalt 03/Produktbereich 21 des Ergebnis- und Finanzhaushalts 2024 einschließlich der Darstellung der baulichen Maßnahmen ist in der Vorlage 2023/225 dargestellt.
Die Mittelzuweisung des Schulbudgets erfolgt über Pauschalbeträge pro Schüler*in und Klasse. Die Beiträge orientieren sich an der Berechnungsgrundlage für die einzelnen Schularten auf Basis der amtlich prognostizierten Schülerzahlen. Den Schulleitungen stehen zur eigenständigen Bewirtschaftung in 2024 Aufwendungen in Höhe von insgesamt 651.940 Euro zur Verfügung (Ergebnishaushalt, ohne Investitionen).
Der Nettoressourcenbedarf aller Leonberger Schulen in städtischer Trägerschaft beträgt insgesamt 9.818.361 Euro.
8. Schulartübergreifende Angebote
8.1 Schulverpflegung
Für die Schulkinder in Leonberg wird für 11 Schulen in 8 Schulmensen und in einem Hort an der Schule eine warme Mittagsverpflegung angeboten. Der Betrieb der Schulmensen bzw. das Angebot der Mittagsverpflegung ist mit Ausnahme der Triangel an externe Dienstleister vergeben.
Die Stadt Leonberg schließt mit den Cateringunternehmen jeweils verbindliche Liefer- oder Dienstleistungsverträge ab. In diesen sind die Qualität der Speisen, das Hygienemanagement sowie die Abläufe der Essensausgabe und Küchenreinigung festgeschrieben. Die Leistungsbeschreibung lehnt sich an die jeweils aktuellen Empfehlungen des „Qualitätsstandard für die Schulverpflegung“ der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE), Bonn, an.
Seit 01.09.2022 beträgt der einheitliche Eigenanteil an der Mittagsverpflegung an Schulen in städtischer Trägerschaft für die Eltern 4,00 Euro pro Portion. (Ausnahme Grundschulen Warmbronn, Gebersheim und Spitalschule). Die Abrechnung des Eigenanteils erfolgt direkt zwischen den Sorgeberechtigten /Eltern und dem beauftragen Dienstleister.
Der Triangel e. V. erhebt mittlerweile ebenfalls einen Eigenanteil in Höhe von 4,00 Euro pro Mahlzeit. In der Triangel wird von Montag bis Donnerstag ein warmes Mittagessen gegen Voranmeldung ausgegeben. Für Spontanesser wird ein geringes Kontingent eingeplant. Seit September 2023 essen wegen Platzgründen die 3.+ 4. Klässler der Schellingschule von Montag bis Donnerstag in der Triangel. Dieses Angebot nutzen auch montags und mittwochs etwa 20 bis 30 SuS sowie Betreuungspersonal der Pestalozzischule.
Für die SuS der 11 Schulen werden zu Schulbetriebszeiten wöchentlich im Schnitt fast 3.500 Essen bzw. monatlich etwa 15.000 Essen ausgegeben.
|
Mensa |
Essensportionen/ |
Essensportionen/ |
Essensportionen/ |
|
Triangel |
300 |
1.200 |
5.160 |
|
MCS |
105 |
525 |
2.257 |
|
ORS |
8 |
40 |
172 |
|
Schellingschule |
50 |
250 |
1.075 |
|
Mörikeschule |
90 |
450 |
1.935 |
|
Spitalschule |
75 |
375 |
1.612 |
|
GS Höfingen |
60 |
300 |
1.290 |
|
GS Warmbronn |
25 |
125 |
537 |
|
GS Gebersheim |
26 |
130 |
559 |
|
Summe |
739 |
3.395 |
14.597 |
8.2 Jugendsozialarbeit an Schulen
Jugendsozialarbeit an Schulen nach §13 SGB VIII wird in Leonberg innerhalb der sozialräumlichen Kinder- und Jugendarbeit an den Grundschulen, der Gemeinschaftsschule, den beiden Realschulen, den beiden Gymnasien und dem Sonderpädagogisches Bildungs- und Beratungszentrum mit dem Förderschwerpunkt Lernen/Pestalozzischule angeboten. Die Grundlage dafür bildet die Rahmenkonzeption „Jugendsozialarbeit an Leonberger Schulen“.
Derzeit stehen den Schulen folgende Stellenanteile für Jugendsozialarbeit zur Verfügung:
Grundschulen
- Ganztagsgrundschulen Grundschule Höfingen, Mörikeschule, Schellingschule und Marie-Curie- Schule jeweils 50 %
- Halbtagsgrundschulen Grundschule Gebersheim, Grundschule Warmbronn, Sophie- Scholl-Schule und Spitalschule jeweils 25 %
Weiterführende Schulen
- Marie-Curie-Schule 75 %
- Gerhart-Hauptmann-Realschule 75 %
- Ostertag-Realschule 75 %
- Johannes-Kepler-Gymnasium 50 %
- Albert-Schweitzer-Gymnasium 50 %
- Pestalozzischule (inkl. Grundschule) 50 %
Trotz des Fachkräftemangels konnten die Jugendhilfeträger alle vakanten Stellen in der Jugendsozialarbeit an Schulen nachbesetzen. Somit besteht derzeit in diesem Bereich eine Vollbesetzung. Für eine bedarfsgerechte Ausstattung an Stellenressourcen, wird die Bemessungsgrundlage der Jugendsozialarbeit an Schulen regelmäßig evaluiert.
Schulübergreifende Angebote der Jugendsozialarbeit an Schulen
Ein weiterer Arbeitsschwerpunkt der Jugendsozialarbeit an Schulen ist die Förderung von schulübergreifenden Projekten.
Seit über zehn Jahren finden regelmäßig mind. 2x pro Jahr schulübergreifende SMV-Treffen zum Informationsaustausch und zur Planung gemeinsamer Projekte statt. In diesem Rahmen organisiert die SMV in Kooperation mit Mitarbeitenden der Kinder- und Jugendarbeit auch eigene schulübergreifende Veranstaltungen. Im Jahr 2023 wurde erstmals seit Corona wieder das schulübergreifende Fußballturnier „Let’s kick“ durchgeführt. Bereits zum zweiten Mal wurde als übergreifende Aktion der Jugendsozialarbeiten an Grundschulen eine große Kinderspielstraße im Stadtpark organisiert.
Neben den schulübergreifenden Aktionen fanden im Schuljahr 2023/24 auch wieder die trägerübergreifenden Projekte wie der Saturday Night Jam oder die Pferdemarktdisco statt. Neben den bereits erfolgten Veranstaltungen sind für das Schuljahr 2024 noch eine schulübergreifende Sportveranstaltung mit unterschiedlichen Betätigungsmöglichkeiten, sowie die dritte Auflage der Kinderspielstraße geplant.
Jugendforum
Das Leonberger Beteiligungsverfahren „Mach mit³ - ... mitdenken, ... mitreden, ...mitgestalten“ wurde 2023 mit dem Jugendforum zum achten Mal durchgeführt. Insgesamt haben am 23.10.2023 rund 110 SuS im Alter von 13 bis 21 Jahren aus allen weiterführenden Schulen am Jugendforum teilgenommen.
Das Jugendforum 2024 wird am 08.10.2024 stattfinden.
Jugendausschuss
Der Jugendausschuss wurde nach dem Jugendforum 2018 am 02.07.2018 gebildet. Die Regularien sind in der Geschäftsordnung des Jugendausschusses der Stadt Leonberg festgelegt (siehe Vorlage 2019/042). Aktuell wird die Geschäftsordnung überarbeitet (Vorlage 2024/065).
Die Jugendlichen bzw. der Jugendausschuss haben u. a. Arbeitsgruppen zu schulischen Themen gebildet. Sie berichten regelmäßig zu den jeweiligen Ergebnissen im Sozial- und Kultusausschuss.
Für das Schuljahr 2024 hat der Jugendausschuss eine Informationsveranstaltung zu den Kommunalwahl- und Europawahlen für die Erstwählerinnen und Erstwähler in Leonberg geplant. Die Veranstaltung am 07.06.2024 wurde als schulische Veranstaltung im Vorfeld der Wahlen durchgeführt, um möglichst viele Jugendliche zu erreichen und zum Wählen zu motivieren. Die Fachkräfte der Jugendsozialarbeit haben den Jugendausschuss und das Stadtjugendreferat im Rahmen der Umsetzung der Veranstaltung unterstützt.
8.3 Übergang Schule - Beruf/Berufsorientierung
Am 05.10.2023 fand die 15. interkom - interkommunale Ausbildungsbörse im Landkreis Böblingen - in der Rankbachhalle und der Stegwiesenhalle in Renningen statt. Über 60 regionale und überregionale Firmen, Institutionen, Verbände und Vereine präsentierten ihre Ausbildungsplatz- und Studienangebote. 17 Firmen und Einrichtungen aus Leonberg waren dabei. Auch die Stadt Leonberg stellte am Gemeinschaftsstand der Kommunen die Ausbildungs- und Studienmöglichkeiten in der Verwaltung vor.
Insgesamt konnten sich die Schülerinnen und Schüler über ca. 100 Ausbildungsberufe und 45 duale Studiengänge informieren. An der interkom 2023 nahmen ca. 1.700 SuS aus Leonberg, Renningen, Rutesheim, Aidlingen, Grafenau, Magstadt, Weil der Stadt und Weissach teil.
In Zusammenarbeit mit dem Zeitungsverlag wurde eine Gesamtauflage von 29.000 Messezeitungen im Altkreis per LKZ-Beilage sowie direkt an Schulen und öffentlichen Einrichtungen verteilt.
Die diesjährige interkom findet am Donnerstag, den 10.10.2024 in Leonberg statt.
Berufliches Schulzentrum Leonberg
Am Beruflichen Schulzentrum Leonberg (BSZ) waren im Schuljahr 2023/24 insgesamt 2.971 SuS angemeldet, davon 384 am Beruflichen Gymnasium im 3-jährigen Bildungsgang. Das Berufliche Gymnasium wird in folgenden fünf Bereichen angeboten: Wirtschaftswissenschaftliches Gymnasium (Profil Wirtschaft und Internationale Wirtschaft), Technisches Gymnasium (Profil Mechatronik und Technik und Management) und Sozialwissenschaftliches Gymnasium (Profil Soziales).
8.4 Schulsport
Sportflächenbedarfsanalyse
Die steigenden Schülerzahlen über alle Schularten hinweg werden in den kommenden Jahren auch auf die Sportstättennutzung Auswirkungen haben. Es muss mit einem Mehrbedarf an Sporthallenflächen gerechnet werden. Gemeinsam mit dem Amt für Kultur und Sport soll in den kommenden Monaten eine Sportflächenbedarfsanalyse erstellt werden. Hierfür wird ein externer Dienstleister bei der Analyse unterstützen.
Kostenloser Schwimmunterricht
Über die Spende des Fördervereins Leobad e.V. und in Kooperation mit den Wasserfreunden Leonberg e.V. können seit Sommer 2023 kostenlose Schwimmkurse für Kinder aus finanziell schwächeren Familien angeboten werden. Im Rahmen des Sommerferienprogramms gab es bereits einen Kurs in den Sommerferien 2023. Im laufenden Schuljahr werden in Summe 4 Kurse für jeweils bis zu 12 Kinder à ca. 10 Termine angeboten, sodass durch diese Maßnahme über 50 Kinder bereits teilnehmen konnten. Ca. die Hälfte der Kinder hat nach Abschluss der Kurse das Seepferdchen-Abzeichen erhalten.
9. Angebote und Maßnahmen an Grundschulen
9.1 Kooperation Kindertageseinrichtungen - Grundschulen
Die Verwaltungsvorschrift des Kultusministeriums Baden-Württemberg zur Kooperation zwischen Kindergarten und Schule hat zum Ziel, den Übergang möglichst fließend zu gestalten und die Kooperation mit vergleichbaren Standards in der Stadt zu gewährleisten. Dies soll eine Kontinuität in der Bildungsbiografie der Kinder sicherstellen.
Vor diesem Hintergrund werden zum Schuljahresanfang von Grundschul- Kooperationslehrkräften gemeinsam mit Erzieherinnen und Erziehern Jahresplanungen mit Kooperationsmaßnahmen erstellt und gegebenenfalls Förderbedarfe einzelner Kinder definiert.
Seit April 2018 ist jeder Kindertageseinrichtung eine Schule als Hauptkooperationspartner zugeordnet. Diese Regelung hat sich bewährt.
Als Standard für die Kooperation wurden mindestens vier Stunden für den Zeitraum zwischen Oktober und März festgelegt. Nach Corona-bedingten Einschränkungen der vergangenen Jahre wird eine Rückkehr zu den bewährten Standards angestrebt und sukzessive umgesetzt.
9.2 Verlässliche Grundschule
Die Betreuung im Rahmen der Verlässlichen Grundschule (VGS) wird an allen Leonberger Grundschulen angeboten. Die Nachfrage ist weiterhin sehr groß. Insgesamt nehmen aktuell 523 Schulkinder das Betreuungsangebot wahr (Stand der Zahlen: Januar 2024). Je nach Schule sind zwei bis drei VGS-Gruppen eingerichtet.
Das von Seiten der Stadt zusätzlich eingerichtete Angebot der Ferienbetreuung wird an allen Grundschulen zusammen von insgesamt 292 VGS-Kindern genutzt. Das entspricht ca. 56 % der im Rahmen der Verlässlichen Grundschule betreuten Kinder.
Aktuell wird der Bedarf an einer Schulkindbetreuung an der Pestalozzischule geprüft. Nach aktuellen Planungen könnte diese mit dem Schuljahr 2025/2026 eingeführt werden.
9.3 Hort an der Spitalschule
Neben der Betreuung im Rahmen der Verlässlichen Grundschule wird an der Grundschule Spitalschule die Betreuungsform „Hort an der Schule“ angeboten. In drei Gruppen können maximal 75 Kinder betreut werden. Der Bedarf an Betreuungsplätzen im Hort steigt und ist im kommenden Schuljahr höher als die zur Verfügung stehenden Plätze. Daher müssen die Plätze nach einer Priorisierung aufgrund des Beschäftigungsgrades der Eltern und der familiären Lebenssituation vergeben werden.
Um langfristig den Betreuungsbedarf an der Spitalschule decken zu können, wird ein Neubau mit Mensa und Betreuungsräumen benötigt. Auch im Zuge des Anspruchs auf Ganztagesbetreuung für Grundschulkinder ab dem Schuljahr 2026/27 ist die Entwicklung der Spitalschule zur Ganztagsgrundschule notwendig.
9.4 Flexible Nachmittagsbetreuung
An der Grundschule Warmbronn sowie der Grundschule Gebersheim findet seit dem Jahr 2021 die Kombination aus der Betreuung im Rahmen der Verlässlichen Grundschule mit flexibler Nachmittagsbetreuung statt. Eine Betreuung ist dabei bis 17:00 möglich.
An der Spitalschule wurde aufgrund des hohen Drucks auf das Hortbetreuungsangebot des Spitalhofs zusätzlich eine flexible Nachmittagsbetreuung mit einer Betreuungszeit bis 15:00 Uhr eingerichtet. Diese Betreuungsform kann hier jedoch aufgrund der fehlenden räumlichen Ressourcen für ein Mittagessensangebot nicht bis 17:00 Uhr erweitert werden.
9.5 Ganztagsgrundschulen
An den Leonberger Ganztagsschulen Marie-Curie-Schule, Schellingschule, GS Höfingen und Mörikeschule besteht für die Ganztagsgrundschulkinder die Möglichkeit, zusätzlich ein städtisches Betreuungsangebot in Anspruch zu nehmen: Vor Unterrichtsbeginn ab 7.00 Uhr, im Anschluss an die Ganztagsgrundschule bis 17.00 Uhr, die Betreuung Freitagnachmittags sowie die Ferienbetreuung.
Für Grundschulen, die gemäß § 4a des Schulgesetzes BW als Ganztagsgrundschulen eingerichtet sind, besteht die Möglichkeit der Monetarisierung. Dies bedeutet, dass die von Seiten des Landes für den Ganztagsbetrieb der Schule zusätzlich zur Verfügung gestellten Lehrerwochenstunden zu 50 % in Geld zur Finanzierung externer Betreuungskräfte umgewandelt werden können. Je Lehrerwochenstunde und Schuljahr sind dies 2.142 Euro.
Im Schuljahr 2023/24 hat die Schulleitung der Mörikeschule 12 Lehrerwochenstunden (LWS) zum Einsatz von externen Honorarkräften umgewandelt (monetarisiert), die Schellingsschule hat 6 LWS monetarisiert.
Nachfolgend einige Erläuterungen zum Ganztagsschulbetrieb an den einzelnen Ganztagsgrundschulen in Leonberg:
Marie-Curie-Schule
Am Ganztagsschulbetrieb der Marie-Curie-Schule nehmen aktuell 196 Kinder teil, 86 Kinder davon nehmen zusätzliche Betreuungszeiten in Anspruch. Weitere 56 Kinder besuchen die Betreuung im Rahmen der Verlässlichen Grundschule.
Schellingschule
An der Schellingschule nehmen derzeit 150 Kinder am Angebot der Ganztagsgrundschule teil, von denen 56 Kinder zusätzliche Betreuungszeiten in Anspruch nehmen. Weitere 79 Kinder besuchen die Betreuung im Rahmen der Verlässlichen Grundschule.
Mörikeschule
Am Ganztagsschulbetrieb der Mörikeschule nehmen 147 Kinder teil, von denen 43 Kinder zusätzliche Betreuungszeiten in Anspruch nehmen. 52 Kinder besuchen außerdem die Betreuung im Rahmen der Verlässlichen Grundschule.
Grundschule Höfingen
Das Ganztagsschulangebot der Grundschule Höfingen nehmen 124 Kinder wahr, von denen 46 zusätzliche Betreuungszeiten in Anspruch nehmen. Zusätzlich besuchen 88 Kinder die Betreuung im Rahmen der Verlässlichen Grundschule.
Auch im Ganztagsbereich wird von Seiten der Stadt eine Ferienbetreuung für die Ganztagskinder angeboten. Das Angebot wird aktuell von 137 Kindern genutzt, das entspricht 18% aller Ganztagskinder.
Unterstützung bei den Hausaufgaben
An Ganztagsgrundschulen ist die Hausaufgabenbetreuung Teil des pädagogischen Konzepts und wird von Lehrkräften und Ehrenamtlichen im Rahmen des Jugendbegleiterprogramms, aufgestockt mit finanziellen Mitteln der Stadt Leonberg, betreut. Die Grundschulen, die keine Ganztagsschule sind, bieten über das Jugendbegleiterprogramm Lerngruppen an.
Freiwilliges Soziales Jahr in Ganztagsgrundschulen
Seit dem Schuljahr 2018/19 sind an den Leonberger Ganztagsgrundschulen FSJ-Kräfte (Freiwilliges soziales Jahr) tätig. Die jungen Erwachsenen unterstützen sowohl die Schulkindbetreuung vor und nach dem Unterricht, in den Mittagspausen und in den Ferien, als auch im schulischen Bereich. Hier bringen sich die Freiwilligen beispielsweise in speziellen Förderangeboten in einzelnen Klassen oder in der Lernzeit ein. Insgesamt stellen die FSJ-Kräfte eine positive zusätzliche Unterstützung des Ganztagsschulbetriebs dar.
9.6 Begabtenförderung an Grundschulen - Hector-Kinderakademie Leonberg
Seit dem Schuljahr 2012/13 ist die Hector-Kinderakademie (HKA) Leonberg ein fester Eckpfeiler in der Begabtenförderung des Landes Baden-Württemberg. Die Stadt Leonberg fungiert dabei als Trägerin und stellt die Klassenräume zur Verfügung. Die Dozentenkosten und die Sachmittel werden von der Hector Stiftung getragen. Die Geschäftsführung der Leonberger Hector-Kinderakademie teilen sich Frau Arnold (Lehrerin an der Mörikeschule) und Frau Gelec (Schulleiterin an der Mörikeschule).
Die Anmeldung der einzelnen Kinder für die Kurse erfolgt über die Lehrkräfte der teilnehmenden Grundschulen in und um Leonberg. Die Kurse der Hector-Kinderakademie werden von Lehrkräften und Experten außerhalb der Schulzeit angeboten. Kursorte sind die Mörikeschule, die Schellingschule und die Sophie-Scholl-Schule in Leonberg.
Das Angebot zur Förderung besonders interessierter und motivierter Grundschulkinder wurde im Berichtsjahr 2023/24 weiter ausgebaut. Es werden auch weiterhin einige Kurse in einem Online-Format angeboten.
53 Kurse wurden angeboten, davon ca. 64 % im Bereich MINT (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft, Technik). Beinahe 400 Grundschulkinder haben die Kurse besucht. Dabei hielten sich Jungen und Mädchen nahezu die Waage.
Anlagen
| Nr. | Name | Original | Status | Größe |
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1
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(wie Dokument)
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2,4 MB
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