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Beschlussvorschlag mit finanziellen Auswirkungen - 2022/342
Grunddaten
- Betreff:
-
Radverkehrsplanung Glemseckstraße
- Status:
- öffentlich (Vorlage freigegeben)
- Vorlageart:
- Beschlussvorschlag mit finanziellen Auswirkungen
- Federführend:
- Referat für innovative Mobilität
- Beteiligtes Amt:
- Stadtplanungsamt; Tiefbauamt
Beratungsfolge
| Status | Datum | Gremium | Beschluss | NA |
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●
Erledigt
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Planungsausschuss
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Vorberatung
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30.03.2023
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Geplant
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Gemeinderat
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Entscheidung
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04.04.2023
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Beschlussvorschlag
- Die Machbarkeitsstudie zur Radverkehrsplanung in der Glemseckstraße, von der Karajan Ingenieure GmbH, Stuttgart wird zur Kenntnis genommen.
- Die Verwaltung wird beauftragt, die Radverkehrsplanung der Glemseckstraße auf Grundlage der beiliegenden Entwurfsskizze, Variante 1 fortzuführen.
- Die Verwaltung wird beauftragt, die erforderlichen Planungsleistungen im Rahmen einer Verhandlungsvergabe ohne Teilnahmewettbewerb auszuschreiben und unter Maßgabe, dass die Kostenschätzung eingehalten wird, an den wirtschaftlichsten Bieter zu vergeben.
- Die Verwaltung wird beauftragt die Planung stufenweise zu vergeben und nach Abschluss der Leistungsphase 3 über das weitere Vorgehen im Gremium zu beraten.
- Die Verwaltung wird beauftragt, im Zuge der Planung einen Förderantrag nach LGVFG beim Verkehrsministerium BW einzureichen.
Sachverhalt
Sachverhalt mit der Stellungnahme der Verwaltung
Radverkehrsnetz Leonberg
Im Radverkehrsnetz Leonberg besteht hoher Nachholbedarf. Mit dem Radverkehrskonzept 2013 hat der Gemeinderat und die Verwaltung beschlossen das Radwegenetz im Stadtgebiet auszubauen und zu verbessern. Bisher wurde davon wenig umgesetzt, weshalb das Radnetz in Leonberg sehr lückenhaft ist. Bei der im September 2022 abgehaltenen Bürgerbeteiligung zum Thema Stadt für Morgen, wurde der Wunsch der Bevölkerung nach einem durchgängigen und sicheren Radwegenetz in Leonberg verdeutlicht.

Abbildung 1: Maßnahmenplan Radverkehrskonzept 2013
Die Glemseckstraße ist im beschlossenen Radverkehrskonzept 2013 als Hauptradroute definiert. Im Bereich zwischen der Bruckenbachstraße und der Berliner Straße ist im Maßnahmenplan der Bau einer Radverkehrsanlage entlang der Straße veranschlagt.
Planungsraum
Der Planungsraum umfasst die Glemseckstraße zwischen den signalgesteuerten Knotenpunkten Leonberger Straße / Bruckenbachstraße / Glemseckstraße und Berliner Straße / Glemseckstraße.
Abbildung 2: Übersicht Planungsraum Glemseckstraße
Mit insgesamt 3 Fahrstreifen für Kfz-Verkehr ist die Straße vom Pkw dominiert, eine Radinfrastruktur nicht vorhanden. Aufgrund der Straßenbreite ist ausreichend Platz für die Anlage eines Radverkehrsangebots vorhanden.
Es wurde das Ingenieurbüro Karajan Ingenieure aus Stuttgart beauftragt, im Zuge einer Variantenuntersuchung die Machbarkeit einer Radverkehrsanlage zu prüfen.
Machbarkeitsstudie
Die Machbarkeitsstudie des Büro Karajan, inklusive Pläne und Bewertung ist in Anlage 1 als Bericht und in Anlage 2 als Präsentation enthalten.
In allen Varianten wird die Strecke zwischen den beiden signalisierten Knotenpunkten gleichermaßen umgestaltet. Aus 3 Kfz-Fahrstreifen werden 2 Kfz-Fahrstreifen mit jeweils 2 Radfahrstreifen. Die Bordsteinkanten bleiben erhalten, es werden größtenteils Markierungsarbeiten erforderlich.
Abbildung 3: Umgestaltung Glemseckstraße von 3 Kfz- auf 2 Kfz- & 2 Radfahrstreifen [Karajan Ing.]
In allen Varianten wird der Knotenpunkt Leonberger / Glemseckstraße (K2) gleichermaßen umgestaltet. Stellplätze nördlich der Glemseckstraße müssen zu Gunsten des zusätzlichen Radangebots entfallen. Es entstehen 2 Radfahrstreifen, die in die Signalsteuerung integriert werden.
Abbildung 4: Umgestaltung Knoten Leonberger / Glemseckstraße (K2) [Karajan Ing.]
Für den Knotenpunkt Glemseck- / Berliner Straße wurden verschiedene Varianten betrachtet. Aus Gründen der Verkehrssicherheit, sowie der Übersichtlichkeit wurde die Variante 1 als Vorzugsvariante empfohlen. Die Leistungsfähigkeit des Kfz-Verkehrs wird in allen Varianten nur unwesentlich beeinflusst.
Abbildung 5: Umgestaltung Knoten Glemseck- / Berliner Straße (K1) [Karajan Ing.]
Die Verwaltung folgt der Empfehlung des Gutachters und schlägt dem Gremium vor, die Planungen auf Grundlage der Variante 1 fortzuführen.
Die aktuelle Grobkostenschätzung geht von folgenden Kosten (brutto) aus:
- Planungskosten Lph 1-3 50.000 EUR
- Planungskosten Lph 4-9 50.000 EUR
- Baukosten 700.000 EUR
- Fördermittel (ca. 50%) 350.000 EUR
- Kostenanteil Stadt 450.000 EUR
Nach aktuellen Förderrichtlinien ist mit einer Förderung von mindestens 50% der Baukosten zu rechnen.
Verknüpfung Autohaus Weeber
Im Bereich des Knotenpunkts Glemseck- / Berliner Straße befindet sich ein städtebauliches Projekt der Firma Weeber. Hier wird derzeit vom Dez. III, Stadtplanungsamt der zugehörige Bebauungsplan sowie der städtebauliche Vertrag erarbeitet. In diesem Zuge gibt es Verknüpfungen zwischen der Städtebaulichen Entwicklung und der Straßenplanung. Die vorgestellte Variante des Radverkehrsangebots soll mit der Straßenplanung des Bauprojekts verknüpft und integrativ geplant werden.
Abbilung 6: Entwurf Bebauungsplan „Brühl-Anwand - 4. Änderung „Östlich Badstraße“
Die Kosten für den Straßenbau werden anteilig von der Stadt Leonberg und dem Bauherrn zu tragen sein. Alle vom Bauvorhaben ausgelösten Maßnahmen werden vom Investor getragen, alle von der Stadt ausgelösten Maßnahmen werden von der Stadt getragen. Dies wird im Städtebaulichen Vertrag entsprechend geregelt. Die Planung des Investors hat die städtische Entwurfsskizze der Radverkehrsplanung gemäß Variante 1 einzubeziehen.
Vergabe / Weiteres Vorgehen
Im Rahmen einer Verhandlungsvergabe ohne Teilnahmewettbewerb gem. § 50 i.V.m. § 12 UVgO sollen drei qualifizierte Fachbüros zur Angebotsabgabe durch die Verwaltung aufgefordert werden. Es werden Angebote für die Planungsleistungen nach HOAI, Leistungsbild Verkehrsanlagen, Leistungsphase 1-9 eingeholt und unter der Maßgabe, dass die Kostenschätzung eingehalten wird vergeben.
In einer stufenweisen Beauftragung werden zunächst die Leistungsphasen 1-3 vergeben. Im Zuge der Planung wird ein Förderantrag nach LGVFG beim Landesverkehrsministerium gestellt um Finanzierungsmittel vom Land zu aquierien. Das Ziel ist eine 50% Förderung der Baukosten zu erhalten.
Die Verwaltung schlägt eine stufenweise Beauftragung vor, so dass nach Abschluss der Leistungsphasen 1-3 über das weitere Vorgehen im Gremium beraten werden kann. Es fallen zunächst Planungskosten von ca. 50.000 EUR für die Leistungsphasen 1-3 an. Nach Abschluss der Leistungsphase 3 wird die Planung im Gremium vorgestellt und über das weitere Vorgehen der Leistungsphasen 4-9 beraten.
Finanz. Auswirkung
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JA |
x |
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NEIN |
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Kontierung |
Jahr |
verfügbares Budget |
Finanzbedarf |
Bemerkung |
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754100167007 Radverkehrsanlage Glemseckstraße |
2023 |
120.000 |
50.000 |
Planungskosten, Leistungsphase 1-3 |
Es fallen zunächst Planungskosten von ca. 50.000 EUR an. Die derzeitige Baukostenschätzung beträgt ca. 700.000 EUR. Nach Abschluss der Leistungsphase 3 wird über das weitere Vorgehen erneut im Gremium beraten.
Anlagen
| Nr. | Name | Original | Status | Größe |
|---|---|---|---|---|
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1
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(wie Dokument)
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14 MB
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