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Beschlussvorschlag mit finanziellen Auswirkungen - 2023/049
Grunddaten
- Betreff:
-
On Demand Shuttles - Stärkung des ÖPNV Angebots in Leonberg
- Status:
- öffentlich (Vorlage abgeschlossen)
- Vorlageart:
- Beschlussvorschlag mit finanziellen Auswirkungen
- Federführend:
- Referat für innovative Mobilität
Beratungsfolge
| Status | Datum | Gremium | Beschluss | NA |
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●
Erledigt
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Ortschaftsrat Warmbronn
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Vorberatung
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20.03.2023
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Erledigt
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Ortschaftsrat Gebersheim
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Vorberatung
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21.03.2023
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●
Erledigt
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Ortschaftsrat Höfingen
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Vorberatung
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22.03.2023
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Geplant
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Planungsausschuss
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Vorberatung
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30.03.2023
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Gestoppt
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Finanz- und Verwaltungsausschuss
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Vorberatung
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Geplant
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Gemeinderat
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Entscheidung
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04.04.2023
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Beschlussvorschlag
- Das Betriebskonzept zur Einführung eines On-Demand-Shuttle-Angebots wird zur Kenntnis genommen.
- Die Stadtverwaltung wird beauftragt die Planung eines On-Demand-Angebots auf Grundlage des Szenario 1 und des Szenario 3, weiterzuverfolgen.
- Die Stadtverwaltung wird beauftragt in Abstimmung mit regionalen Aufgabenträgern sowie Fördermittelgebern zu gehen und eine Strategie zur Umsetzung eines On-Demand Angebots zu erarbeiten.
Sachverhalt
Sachverhalt mit der Stellungnahme der Verwaltung
Grundlage
Im Jahr 2018 wurde ein interfraktioneller Antrag zum Projekt Autonome Shuttle-Busse in Leonberg gestellt. Hierfür wurden Mittel in Höhe von 200.000 EUR zur Vorbereitung und Eigenbeteiligung veranschlagt, mit dem Ziel Stärkung des ÖPNV sowie Reduktion der innerstädtischen Verkehrsbelastungen.
Im Mai 2022 (SV 2022/112) hat das Referat für innovative Mobilität die aktuelle Sachstandslage skizziert und das Gremium informiert, dass autonome Projekte derzeit noch Forschungsprojekte sind, die Kosten im Millionenbereich verursachen und für Leonberger Bürgerinnen und Bürger nur einen begrenzten Nutzen bringen. Stattdessen wurde eine Strategie vorgestellt, die zunächst ein On-Demand-Shuttle-System aufbauen soll. Dieses hat direkt einen konkreten Nutzen, deutlich geringere Kosten und kann in Zukunft durch autonom fahrende Fahrzeuge (sobald diese marktreif sind) ergänzt werden.
Darauf aufbauend wurde in Zusammenarbeit mit der Firma Door2Door ein Betriebskonzept erarbeitet, rechnerisch simuliert, analysiert und ausgewertet.
Funktionsweise
Fahrgäste können Shuttle-Busse zu bestimmten Zeiten für vorhandene Fahrtwünsche buchen. Dies kann online, per App oder per Telefon erfolgen. Fahrten werden über virtuelle Haltepunkte von einem Algorithmus erfasst und gebündelt. Fahrer holen mehrere Fahrgäste ab und bekommen die Route vom System vorgeschlagen.
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Abbildung 1: Skizze Funktionsweise
Analyse
Die Verkehrsbelastungen in Leonberg sind insbesondere tagsüber zwischen 6-20 Uhr auf einem hohen Niveau. In den Neben- und Nachtzeiten gehen die Verkehrsmengen stark zurück. Des Weiteren zeigt eine Auswertung der Verkehrsanteile in der Innenstadt, die Verteilung zwischen Binnenverkehr (Start und Ziel innerhalb Leonberg), Quell-Ziel-Verkehr (Start oder Ziel außerhalb Leonberg) und Durchgangsverkehr (Start und Ziel außerhalb Leonberg) welche Potenziale für On-Demand-Verkehr genutzt werden können.
Abbildung 2: Potenziale für On-Demand-Verkehr in Leonberg
Das bestehende ÖPNV Netz in Leonberg erscheint auf den ersten Blick gut. Allerdings gibt es innerhalb des Stadtgebiets fehlende Direktverbindungen. Viele Fahrtwünsche des Binnenverkehrs haben dadurch hohe Reisezeiten und mehrfaches Umsteigen zur Folge. Des Weiteren sind verschiedene Reisen des Pendlerverkehrs durch Umsteigezeiten oder lange Laufwege unattraktiv. Der ÖPNV ist in seiner jetzigen Form für viele Fahrtbeziehungen nicht konkurrenzfähig zum MIV (motorisierten Individualverkehr). In den Nebenzeiten und darüber hinaus wird die Taktung der ÖPNV-Linien deutlich geringer, wodurch die Attraktivität weiter sinkt.
Die im September 2022 durchgeführte Bürgerbeteiligung unter dem Titel „Stadt für Morgen“ hat zudem die Wünsche aus der Bürgerschaft nach verbesserten und günstigen ÖPNV Angeboten, sowie den Wunsch nach einer Reduktion der Pkw-Verkehrsmengen zum Ausdruck gebracht.
- „Wir würden gerne weniger Auto fahren. Heute ist das aber nicht möglich, da es kaum gute alternative Angebote gibt. Das muss sich ändern.“
- „Die derzeitigen Busangebote sind nur auf Pendler und den Bahnhof ausgerichtet. Wenn ich innerhalb Leonbergs mit dem Bus von A nach B will, brauche ich teilweise 4-mal so lange wie mit dem Auto.“
- „Es wäre wichtig, dass wir tangentiale ÖPNV-Verbindungen bekommen. Im Moment läuft alles nur sternförmig auf den Bahnhof zu und ist innerhalb Leonbergs wahnsinnig unpraktisch.“
Zielsetzung
Das Hauptziel eines möglichen On-Demand-Angebots besteht in der Verringerung der Verkehrsbelastungen in Leonberg und der Stärkung des bestehenden ÖPNV Angebots.
Dadurch sollen Abgas-, Lärm- und Staubelastungen in Leonberg reduziert und die Lebensqualität in der Stadt verbessert werden. Das Mobilitätsangebot für Leonberger Bürgerinnen und Bürger soll erweitert und verbessert werden und damit eine bessere Daseins-Fürsorge schaffen.
Dies erhöht die Attraktivität der Stadt als Wohn- und Wirtschaftsstandort. Sowohl für jüngere Menschen als auch ältere Menschen ohne Auto sollen mehr Mobilität erhalten und nutzen können. Unternehmen und Handel sollen einen Standortvorteil innerhalb der Region Stuttgart entwickeln.
Um diese Ziele zu erreichen und die Potenziale in Leonberg zu nutzen werden die folgenden Use-Cases betrachtet und untersucht.
Abbildung 3: Mögliche Anwendungsfälle Leonberg
Szenarien
Es wurden verschiedene Szenarien mit Hilfe einer Betriebssimulation untersucht und bewertet. Die Grundlage bildet ein Rechenmodell mit Simulationsparametern, die spezifisch auf die Stadt Leonberg bzw. das betreffende Szenario konfiguriert wurden. Dabei wird hauptsächlich differenziert zwischen den beiden Faktoren:
- Betriebsgebiet: Leonberg innerorts vs. Leonberg gesamt
- Betriebszeiten: Stoß-/Kernzeiten vs. Ganztags
Das „Betriebsgebiet A – Leonberg innerorts“ umfasst ein Gebiet von ca. 8 km² und beinhaltet die Kernstadt Leonberg und Eltingen, sowie alle zugehörigen Wohn- und Gewerbegebiete.
Das „Betriebsgebiet B – Leonberg gesamt“ umfasst darüber hinaus alle Teilorte Gebersheim, Höfingen, Warmbronn und Silberberg und entspricht einer Fläche von ca. 49 km²
Abbildung 4: Darstellung Betriebsgebiete
Die „Betriebszeit 1 – Stoßzeitenverkehr“ umfasst die üblichen Werktageszeiten. Montag bis Freitag jeweils 6 bis 20 Uhr und deckt damit die verkehrlichen Spitzenzeiten sowie den Großteil des Berufs- und Freizeitverkehrs ab.
Die „Betriebszeit 2 – Ganztagesverkehr“ umfasst darüber hinaus die Nacht- und Wochenendverkehre. Montag bis Freitag jeweils 5 bis 1 Uhr nachts und Samstag und Sonntag ganztägig 0-24 Uhr.
Abbildung 5: Darstellung Betriebszeiten
Simulationsparameter
Die Inputwerte der Betriebssimulation beruhen auf umfangreichen Erfahrungswerten bereits aktiver Ridepooling Projekte in Kombination mit Strukturdaten und Zielsetzungen der Stadt Leonberg. Die folgenden Parameter werden zur Bewertung der Szenarien herangezogen.
Abbildung 6: Bewertungsparameter
Der wichtigste Parameter für die Kundenzufriedenheit und damit die Akzeptanz des Angebots ist die Service-Verfügbarkeit. Diese gibt an, wie häufig eine Buchungsanfrage akzeptiert und damit ein Fahrtwunsch erfüllt werden kann und sollte >80% ausfallen. Die Parameter Produktivität und Auslastung geben an, wie effizient das System genutzt wird (je höher desto besser).
Für das „Betriebsgebiet A – innerorts“ wurden mit 3 eingesetzten Fahrzeugen bereits gute Werte erreicht. Für das „Betriebsgebiet B – Gesamtstadt“ wurde die Anzahl der eingesetzten Fahrzeuge iterativ zwischen drei und sieben Fahrzeugen geprüft. Für alle Simulationsläufe wurden die festen Parameter für jedes Fahrzeug gewählt: 6 Sitzplätze, max. 15 Minuten Umweg, max. 20 Minuten Wartezeit.
Simulationsergebnisse
Die verschiedenen zeitlichen und räumlichen Szenarien wurden kombiniert und mit der entsprechenden Anzahl an Fahrzeugen simuliert. Die Ergebnisse sind in der Abbildung 7 dargestellt.





Abbildung 7: Simulationsergebnisse
Dabei ergeben sich für die „Simulation A“ innerorts, zu den Stoßzeiten sehr gute Werte mit hoher Serviceverfügbarkeit und Produktivität. Bei der Erweiterung auf den Ganztagesbereich gehen die Werte erwartungsgemäß etwas zurück, da in den Nachtzeiten die Nachfrage sinkt. Die Berechnungsergebnisse zeigen, dass drei Fahrzeuge das Potential haben, das Gebiet innerorts zu jeder Zeit gut abdecken zu können.
Die Untersuchungsergebnisse der „Simulationen BI bis BIII“ zeigen, dass in den Stoßzeiten mindestens fünf, besser jedoch sieben Fahrzeuge notwendig sind um das ganze Gebiet mit einer hohen Verfügbarkeit abzudecken. Dies liegt an dem großen Gebiet, in dem die Fahrzeuge verkehren müssen, wodurch sich die Fahrzeiten deutlich erhöhen. In den Randzeiten unter der Woche sind fünf Fahrzeuge und im Wochenendverkehr drei Fahrzeuge ausreichend, da die Nachfrage erwartungsgemäß niedriger ist.
Die folgenden fünf Szenarien kommen für die weitere Untersuchung in Frage:
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Simulation (Abb. 7) |
Betriebs-gebiet |
Eingesetzte Fahrzeuge |
Betriebs-zeiten |
Service-Verfügbarkeit |
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Szenario 1 |
1 A |
Innerorts |
3 Fzg |
Stoßzeiten |
91 % |
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Szenario 2 |
2 A |
Innerorts |
3 Fzg |
Ganztags |
87 – 91 % |
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Szenario 3 |
1 B III |
Gesamtgebiet |
7 Fzg |
Stoßzeiten |
86 % |
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Szenario 4 |
2 B III |
Gesamtgebiet |
7 Fzg |
Ganztags |
81 – 88 % |
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Szenario 5 |
1 B II |
Gesamtgebiet |
5 Fzg |
Stoßzeiten |
73 % |
Tabelle 1: Mögliche Szenarien in Leonberg
Aus einer operativen Perspektive zeichnen sich 5 Szenarien durch eine sehr gute Serviceverfügbarkeit (~+80%) für Kunden aus. Da diese aus Kundenperspektive wichtigster Indikator für die Durchdringung des Service von größter Bedeutung ist, wurde für diese Szenarien eine wirtschaftliche Betrachtung durchgeführt.
Tarifstruktur
Aus bereits laufenden und gut akzeptierten Projekten wurde eine Tarifstruktur angelehnt an die vorhandenen ÖPNV-Preisstrukturen entwickelt. Dieser Tarif besteht dem Grunde nach aus einem Grundpreis + Zuschlag Komfort + Zuschlag Langestrecke. Die Anlehnung an die ÖPNV-Struktur führt zu leichtem Verständnis durch die Nutzer und stärkt die Verknüpfung zum ÖPNV-Angebot. Durch den Komfort Zuschlag soll ein höherer Preis dazu führen, dass bei vorhandenem ÖPNV Angebot, dieser bevorzugt genutzt wird. Eine weitere Maßnahme, um die „Kanibalisierung“ des ÖPNV zu verhindern, ist die Einbeziehung der räumlichen und zeitlichen Verfügbarkeit des regulären ÖPNV-Angebots. Wenn für den Fahrtwunsch auch eine vorhandene Busverbindung in annehmbarer Entfernung und Wartezeit besteht, wird diese angezeigt und keine Fahrt mit dem On-Demand-Shuttle angeboten. Dadurch wird primär der ÖPNV bevorzugt und das On-Demand als Ergänzung für nicht vorhandene oder schlechte Verbindungen genutzt. Der Langstreckenzuschlag ermöglicht es den erhöhten Fahraufwand preislich abzubilden.
Die folgenden Tarife wurden entwickelt und der Wirtschaftlichkeitsberechnung zu Grunde gelegt. Das Konzept kann auch weiterentwickelt werden. Grundsätzlich lässt sich folgende Hypothese vertreten: Je höher die Preise, desto höher die Wirtschaftlichkeit. Je geringer die Preise, desto höher die Nutzerakzeptanz.
Abbildung 8: Tarifstruktur (Abo-Karte steht für z.B. vorhandene Monats- oder Jahrestickets)
Wirtschaftlichkeitsberechnung
Auf Grundlage der definierten Tarife, sowie der Ergebnisse der Simulation wurde eine grobe Wirtschaftlichkeitsberechnung durchgeführt. Es wurden Ansätze aus Beispielprojekten für die folgenden Parameter erarbeitet:
- Personalkosten: Fahrerinnen & Fahrer, Dispatch-Team
- Flotte: Fahrzeuge, Ausrüstung & Hardware, Versicherungen, Wartung, Reinigung, Verbrauch
- Software
- Marketing (Branding & Kommunikation)
- Infrastruktur
Je nach Flottengröße und Größe der Bedienzeiten und Betriebsgebiete, steigen die Kosten an.
Dem gegenüber stehen die Einnahmen aus den prognostizierten Buchungen. Auch diese steigen mit zunehmender Flottengröße und Bedienzeiten an.
Abbildung 9: Ergebnisse der Wirtschaftlichkeitsbetrachtung
Die Kosten für die Szenarien 1 und 2, die nur das Stadtgebiet Leonberg erschließen, fallen am geringsten aus, wobei die Kostendeckung in diesen Fällen nur bei ca. 40 % liegt. Die Kosten für die Szenarien 3-5, die auch die Ortsteile erschließen, fallen höher aus, der Kostendeckungsgrad steigt auf 45-50%.
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Simulation (Abb. 7) |
Gesamtkosten |
Erlöse (bei Tarif 2) |
Kosten Stadt |
Kosten-deckung |
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Szenario 1 |
1 A |
440.000 € |
170.000 € |
270.000 € |
39 % |
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Szenario 2 |
2 A |
650.000 € |
260.000 € |
390.000 € |
40 % |
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Szenario 3 |
1 B III |
1.030.000 € |
460.000 € |
570.000 € |
45 % |
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Szenario 4 |
2 B III |
1.550.000 € |
740.000 € |
810.000 € |
47 % |
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Szenario 5 |
1 B II |
770.000 € |
380.000 € |
390.000 € |
50 % |
Tabelle 2: Übersicht der Wirtschaftlichkeit der Szenarien
Empfehlung und weiteres Vorgehen
Das Betriebskonzept sieht alle fünf Szenarien als operativ sinnvolle Konzeptionen und empfiehlt zunächst das „Szenario 1“ als Pilot-Projekt umzusetzen und dann stufenweise – auf Grundlage der dann gewonnenen Erfahrungen – auszubauen.
Ergänzend dazu empfiehlt das Referat für innovative Mobilität folgende Punkte:
Um einen Nutzen für die gesamte Leonberger Bürgerschaft zu erlangen und damit auch die Akzeptanz des Systems zu erhöhen, sollte ein Szenario für das gesamte Stadtgebiet weiterverfolgt werden (Szenario 3-5). Auf Grund der geringen Service-Verfügbarkeit von nur 73 % sollte das „Szenario 5“ nicht weiterverfolgt werden. Die Akzeptanz des Angebots scheint dadurch nicht gewährleistet. Auf Grund der deutlich höheren Kosten um auch Wochenend- und Randzeiten abzudecken und der damit verringerten Fahrzeug-Produktivität, sollte das „Szenario 4“ zunächst nicht weiterverfolgt werden.
Dies bedeutet ganz konkret folgende Vorschläge:
- Das „Szenario 1“ soll weitergehend untersucht werden.
- Das „Szenario 3“ soll weitergehend untersucht werden.
- Die „Tarifstruktur 2“ soll weiterverfolgt werden, um einen höheren Kostendeckungsgrad zu erhalten.
Abbildung 10: Ergebnisse des empfohlenen „Szenario 3“
Weitere Entwicklungen / Weiteres Vorgehen
Der erste Schritt zur Konzeption und Machbarkeit eines On-Demand-Shuttles ist erfolgt. Auf dieser Grundlage kann die Umsetzung eines Angebots weitergeführt und geplant werden. Als nächstes sind weitere Details zur technischen und betrieblichen Umsetzung, sowie Abstimmungen mit den lokalen und regionalen Aufgabenträgern wie z.B. Landratsamt, VVS oder dem Land Baden-Württemberg zu führen.
Das Landratsamt Böblingen plant die Durchführung von Pilot-Projekten im Raum Renningen durchzuführen. Es sollen Abstimmungen bzgl. einer möglichen Koppelung der Projekte bzw. Erweiterung des Pilot-Projekts auf Leonberg durchgeführt werden.
Des Weiteren wird es voraussichtlich ein neues Förderprogramm von Land Baden-Württemberg zum Thema On-Demand-Verkehr geben. Es sollen Gespräche und Abstimmungen bzgl. einer möglichen Förderung des Projekts durchgeführt werden.
Grundlage für die weiteren Abstimmungen sollen das „Szenario 1“ und das „Szenario 3“ sein.
Finanz. Auswirkung
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JA |
x |
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NEIN |
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Kontierung |
Jahr |
verfügbares Budget |
Finanzbedarf |
Bemerkung |
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5470000 - 42910000 Machbarkeitsstudie On-Demand Shuttle |
2022 |
50.000 |
22.848 |
Bisherige Kosten Betriebskonzept |
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5470000 - 42910000 Machbarkeitsstudie On-Demand Shuttle |
2023 |
30.000 |
30.000 |
Kosten für weitere Planung und Strategie zur Umsetzung |
Anlagen
| Nr. | Name | Original | Status | Größe |
|---|---|---|---|---|
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1
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(wie Dokument)
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9,6 MB
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