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Beschlussvorschlag mit finanziellen Auswirkungen - 2021/421

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Beratungsfolge

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Beschlussvorschlag

  1. Der Umsetzung der notwendigen baulichen Änderungen in der Zufahrt zum Gewerbegebiet Am Längenbühl zur Verbesserung der Verkehrssicherheit wird zugestimmt.
  2. Der Errichtung einer Lichtsignalanlage zur Verbesserung der Verkehrssicherheit und Vermeidung von hohen Wartezeiten an der Einmündung Brennerstraße/ Am Längenbühl wird zugestimmt.
  3. Die Verwaltung wird beauftragt, die erforderlichen Tiefbauleistungen sowie die erforderliche Signaltechnik nach VOB/A auszuschreiben und mit der Maßgabe, dass durch die Ausschreibungsergebnisse die Kostenschätzung i.H.v. EUR 75.000 eingehalten und diese sich im Rahmen des Gesamtkostenansatzes belaufen, an den wirtschaftlichsten Bieter zu vergeben.
  4. Die Mittel werden im Haushaltsplan 2022 veranschlagt.

 

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Sachverhalt

 

 

 

 

 

Sachverhalt mit der Stellungnahme der Verwaltung 

 

Das Gewerbegebeit Am Längenbühl hat sich als Wirtschaftsstandort etabliert. Die Anzahl der Gewerbeansiedlungen wächst stetig. Aktuell befinden sich weitere Ansiedlungen im Bau.

Die Stadt Leonberg plant den Umbau der Mittelinsel in der Nebenrichtung sowie die Errichtung eine Lichtsignalanlage mit nicht vollständiger Signalisierung nach Abschnitt 5.1.3 RiLSA 2015 auf Basis der Vorplanung.

 

Umbau der Mittelinsel:

Die aktuelle Lage der Mittelinsel hat sich in der Praxis aus ungünstig erwiesen. Insbesondere für Fahrzeuge des Schwerverkehrs entstehen durch zwei unmittelbar hintereinander liegende Kurvenradien fahrdynamische Schwierigkeiten die viele Fahrer dazu verleiten, die Mittelinsel südlich, entgegen der Fahrtrichtung, zu passieren. Es wird also oft die Ausfahrt statt die Einfahrt des Knotenarmes genutzt.

Die aktuell existierende Mittelinsel soll deshalb nach Süden versetzt werden. Die Anzahl der Fahrstreifen für die Ausfahrt soll von zwei auf einen überbreiten Fahrstreifen reduziert werden.

Von der Firma Scholpp wird der Knotenpunkt häufig mit Sonderfahrzeugen (Krane, Tieflader) befahren. Aufgrund der besonderen Fahrzeugeigenschaften weicht der Flächenbedarf auf der Fahrbahn, insbesondere beim Abbiegen, stark von der üblichen Norm ab. Vor diesem Hintergrund stellt die Mittelinsel in der Nebenrichtung in der derzeitigen Gestaltung ein Hindernis dar. Nebend der Verlegung der Mittelinsel soll diese daher künftig auch überfahrbar ausgestaltet werden und frei von Hindernissen (Beschilderung) bleiben. Der Entfall der Beschilderung (VZ222, VZ626) soll durch entsprechende Fahrbahnmarkierungen und die Oberflächengestaltung der Mittelinsel (Rundbord 3cm überfahrbar, Pflasterung der Fläche mit GranitGroßpflaster) kompensiert werden.

 

Lichtsignalanlage:

Auf dem betreffenen Streckenabschnitt wird die Brennerstraße im Querschnitt mit ca. 13.500Fz/24h bzw. ca. 1.300Fz/Spitzenstunde belastet. Die Ausfahrt Am Längenbühl weist eine tägliche Belastung von ca. 600-900Fz/24h bzw. 75-140Fz/Spitzenstunde auf. Die Nachfrage schwankt stark und ist besonders abhängig von den betrieblichen Abläufen der angesiedelten Gewerbe. Es kann davon ausgegangen werden, dass die Nachfrage durch künftige Neuansiedlungen (z.B. Großbäckerei Trölsch) signifikant ansteigen wird.

Das Gewerbegebiet wird mit der Linie 641 und der Haltestelle Am Längenbühl durch den öffentlichen Verkehr erschlossen.

In Abhängigkeit der Verkehrsbelastung auf der Brennerstraße kommt es bereits heute innerhalb kurzer Zeitbereiche zu langen Wartezeiten für die Nebenrichtung. Dies gilt insbesondere dann, wenn die Brennerstraße als Umleitungsstrecke bzw. von Ausweichverkehren der BAB A8 und A81 genutzt wird. Eine ähnliche Situation führte bereits zur Errichtung der benachbarten Lichtsignalanlage Brennerstraße/ Wasserbachstraße.

Um der aktuellen und künftig zu erwartenden Verkehrssituation auch für das Gewerbegebeit Am Längenbühl Rechnung zu tragen, ist die Errichtung einer Lichtsignalanlage vorgesehen. Diese soll mehrere Aufgaben erfüllen:

-          Begrenzung der Wartezeiten für die Nebenrichtung für den Wirtschaftsverkehr bei hoher Verkehrsbelastung in der Hauptrichtung

-          Vermeidung von Wartezeiten für den Busverkehr

-          Verbesserung der Verkehrssicherheitbei der Ausfahrt aus der Nebenrichtung, insbesondere bei der Ausfahrt von Sonderfahrzeugen des Schwerverkehrs

Aufgrund der stark schwankenden Verkehrsbelastungen der Haupt- und Nebenrichtung ist eine nicht vollständige Signalisierung vorgesehen. Die Fahrzeugerfassung soll über Verkehrsdetektoren in der Fahrbahn erfolgen. Fahrzeuge des öffentlichen Linienverkehrs sollen sich über ein standardisiertes Funksystem anmelden können. Bei entsprechender Anmeldung oder längeren Detektorbelegung wird der Verkehr auf der Brennerstraße kurzzeitig angehalten. Dazu wechseln die Lichtsignale von Grundzustand Dunkel über 5s Gelb nach Rot. Damit entsteht für Fahrzeuge der Nebenrichtung eine Zeitlücke für das Einbiegen in die Brennerstraße. Anschließend wechseln die Signale der Hauptrichtung wieder zurück auf Dunkel.

Es ist vorgesehen, die Lichtsignalanlagen an den Verkehrsrechner der Stadt Leonberg anzuschließen.

 

Tiefbauleistungen:

Der überwiegende Teil der notwendigen Rohre und Schächte, die für die Lichtsignalanlage notwendig sind, ist vor Ort bereits vorhanden und kann erweitert werden.

Die bestehende Mittelinsel muss vollständig rückgebaut und an der geplanten Stelle neu errichtet werden.

Für die Tiefbauleistungen liegen derzeit noch keine Angebote vor. Die aktuelle Schätzung geht von Kosten i.H.v. ca. 40.000 EUR aus. Nach Beschlusszustimmung ist die Durchführung und Vergabe entsprechend dem Vergabeverfahren im Februar 2022 vorgesehen.

 

Signaltechnische Planungen und Signalbauleistungen

Auf Basis der vorliegenden Pläne werden die Planungsleistungen für die Signaltechnik vom Referat für innovative + intermodale Mobilität durchgeführt. Für Lieferung, Errichtung und Wartung der Lichtsignalanlage muss eine Signalbaufirma beauftragt werden. Zu beachten sind hierbei die Kompatibilität sowohl mit dem Leonberger Verkehrsrechnersystem als auch mit der Kommunikationsschnittstelle der Ringzentrale der regionalen Mobilitätsplattform, die derzeit bei allen Lichtsignalanlagen in der Stadt vorhanden ist. Für die Signalbauleistungen liegen derzeit noch keine Angebote vor. Die Schätzung geht von Kosten i.H.v. ca. EUR 35.000 aus. Nach Beschlusszustimmung ist die Durchführung und Vergabe entsprechend dem Vergabeverfahren im Februar 2022 vorgesehen.

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Finanz. Auswirkung

JA

x

 

NEIN

 

 

Kontierung

Jahr

verfügbares Budget

Finanzbedarf

Bemerkung

 

 

 

 

 

754100037001

Leo-West

2021

75.000

1.500

Umbau des Verkehrsknoten Leo-West / Planungsleistung

754100037001

Leo-West

2022

0

73.500 1)

Umbau des Verkehrsknoten Leo-West / Umsetzung 2)

Kostenstelle 54100010;

Sachkonto 42120150

Verkehrsrechner und Lichtsignalanlagen

2022

200.600

1.200

jährliche Kosten durch Betrieb, Wartung, Instandhaltung, Softwarepflege der zusätzlichen städtischen Verkehrsinfrastruktur

1)       Die geschätzte Höhe der Gesamtausgaben ändert sich nicht. Die Maßnahme kann allerdings erst 2022 umgesetzt werden.

2)       Die Mittel sind im Haushaltsplanentwurf noch nicht veranschlagt und sind nach Beschlussfassung über die Änderungsliste in den Haushaltsplan 2022 aufzunehmen.

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