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Kenntnisnahme ohne finanzielle Auswirkungen - 2017/173

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Beratungsfolge

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Beschlussvorschlag

 

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Sachverhalt

 

Zusammenfassung des Sachverhalts

Im Mai 2017 stellte der Gemeinderat auf Initiative von Herrn Stadtrat Pfitzenmaier einen interfraktionellen Antrag aufzuzeigen, wie sichergestellt werden kann, dass nach der Sanierung des Leobades ausreichend Personal für einen vollumfänglichen Betrieb zur Verfügung steht.

 

Ziel der Verwaltung ist es durch verschiedene Maßnahmen, den erforderlichen Personalstand sicherzustellen.

Ziele der Maßnahme

Gleichzeitiger Betrieb des Leobades und der Sauna im Hallenbad in den Sommermonaten.

Sachverhalt/Sachstand

Auf Grund der derzeitigen Arbeitsmarktlage im Bereich der Aufsichtskräfte für Bäderbetriebe wird es immer schwieriger ausreichend Personal zu finden. Derzeit stehen in Deutschland rund 2.500 Stellen für Aufsichtspersonal offen. Besonders problematisch ist die Situation im Großraum Stuttgart auf Grund der hohen Dichte an Bädern und dem damit verbundenen Konkurrenzkampf bei der Personalakquise.

 

Bereits seit Oktober 2016 wurden die Stellen auf verschiedensten Portalen und Medien ausgeschrieben. Hierdurch wurde ausreichend Personal für den Betrieb in der Wintersaison gefunden. Die Saisonstellen für die Leobadsaison 2017 waren ebenfalls seit Herbst ausgeschrieben. Trotz mehrfacher Ausschreibung der offenen Stellen erhielten wir nur eine überschaubare Anzahl an Bewerbungen.

 

Für den vollumfänglichen und sicheren Betrieb des Leobades und der Sauna werden in den Sommermonaten 15 Mitarbeiter im Bereich Aufsicht zu Abdeckung der Schichtpläne benötigt.

 

Durch intensive Bemühungen war der Personalstand für die Sommermonate, trotz des unerwarteten Ausscheidens zweier Mitarbeiter, Anfang April bei 12 Mitarbeitern (Sollstand Leobad). Durch die kurzfristige Kündigung eines langjährigen Mitarbeiters, der Absage eines als sicher geglaubten Bewerbers und des Wegfalls zweier geplanter Mitarbeiter unseres Personaldienstleisters verringerte sich die Anzahl der für das Leobad zur Verfügung stehenden Mitarbeiter innerhalb weniger Stunden auf acht Aufsichtskräfte. Hierüber wurden die Gremien umgehend informiert.

 

Durch die Fortführung der intensiven Bemühungen zur Personalgewinnung und einen veränderten Ausschreibungstext sowie die Gewährung einer Arbeitsmarktzulage ist es gelungen bis zur Eröffnung des Leobades ausreichend Personal für den Freibadbetrieb einzustellen.

 

Trotz aller Bemühungen war es nicht möglich die zusätzlichen drei Mitarbeiter für den Sommerbetrieb der Sauna zu finden.

 

Im interfraktionellen Antrag vom Mai 2017 wird ein Konzept zur Sicherstellung des Personalstandes zum Betrieb des Leobades und der Sauna für das Jahr 2020 gefordert.

 

Mit folgenden Maßnahmen plant die Verwaltung zur Sicherstellung des erforderlichen Personalstandes:

 

-          Stellenausschreibungen auf verschiedenen Portalen und Medien (lokale Tageszeitungen; Fachzeitschriften wie z.B. Archiv des Badewesens; Internetportale usw.)

-          enge Zusammenarbeit mit der Agentur für Arbeit

-          Homepage der Stadt Leonberg

-          noch engere Zusammenarbeit mit den wassersporttreibenden Vereinen, Kooperationspartnern und Rettungsorganisationen (Anschreiben an Prüflinge der DLRG; Anfragen bei Trainerscheininhabern usw.)

-          Aushänge an Hochschulen und Fachhochschulen

-          Aushänge in den Bädern und städtischen Einrichtungen

-          Werbeflächen im Kino und z.B. McDonalds

-          Werbung bei internen Veranstaltungen

-          Nutzung persönlicher Kontakte auf allen Ebenen

-          längerfristige Vertragsbindung an Dienstleister

-          Suche nach Auszubildenden

-          Unterstützung bei der Wohnraumsuche

-          Übertarifliche Bezahlung (Arbeitsmarktzulage)

-          Akquise möglichst vieler Aushilfen zur Überbrückung personeller Engpässe

 

Die Kosten für die Ausschreibungen im oben genannten Umfang liegen im unteren fünfstelligen Bereich. Hierzu kommen Mietkosten für die Werbeflächen im Kino (ca. 3.000 Euro für 6 Monate) oder McDonalds (ca. 150 Euro pro Monat).

 

Die Zahlung der Arbeitsmarktzulage für das Aufsichtspersonal wurde pauschaliert und verursacht jährliche Kosten von knapp 20.000 Euro.

 

Für eine dauerhafte Vorhaltung von Wohnraum schätzt die Verwaltung jährliche Kosten von bis zu 10.000 Euro.

 

Die geschätzten Gesamtkosten liegen somit bei rund 40.000 Euro.

 

Trotz all dieser Maßnahmen kann die Verwaltung aus verschiedenen Gründen (z.B. Arbeitsmarktlage; konjunkturelle Entwicklung; gesellschaftliche Trends; Wettbewerbssituation; öffentliche Diskussion und Berichterstattung; Gesundheitsstand der Mitarbeiter) keine Garantie geben, dass mittelfristig immer das erforderliche Personal in vollem Umfang zur Verfügung steht. Eine Garantieerklärung wäre unseriös, da niemand die Zukunft voraussagen kann.

 

Aus dem Gemeinderat wurde berichtet, dass im Badepark Ellental mit nur zwei Aufsichten je Schicht gearbeitet würde.

Recherchen der Verwaltung haben ergeben, dass bei sehr schlechter Witterung und sehr geringem Besuch mit zwei Aufsichtskräften gearbeitet wird, die von zwei ständig anwesenden Mitarbeitern der Technik unterstütz werden. Ab etwa 1.200 Besuchern werden auch in Bietigheim vier Aufsichtskräfte eingesetzt. An Spitzentagen werden im Badepark Ellental bis zu 12 Mitarbeiter im Aufsichtsdienst beschäftigt. Da Bietigheim ständig drei Bäder sowie die Eishalle und die Ege-Trans-Arena betrieben, steht ein weit größerer Pool an Mitarbeitern zur Verfügung. Außerdem besteht durch den Betrieb der oben genannten Anlagen die Möglichkeit die Mitarbeiter im Rahmen ihrer Dienstzeiten intern innerhalb der Einrichtungen zu verschieben.

 

Auch im Leobad werden bei geringen Besucherzahlen im Rahmen der personalrechtlichen Möglichkeiten weniger Mitarbeiter im Beckendienst eingesetzt.

Weiteres Vorgehen

Die Verwaltung wird im Rahmen ihrer Möglichkeiten versuchen, auch weiterhin den Betrieb der Bäder und der Sauna durch die Vorhaltung von ausreichend Aufsichtspersonal sicherzustellen.

Alternativen zum Beschlussvorschlag

keine

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Finanz. Auswirkung

 

 

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