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Beschlussvorschlag mit finanziellen Auswirkungen - 2019/006

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Beratungsfolge

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Beschlussvorschlag

  1. Der Gemeinderat nimmt Kenntnis vom Schlussbericht des Rechnungsprüfungsamtes über die örtliche Prüfung des Jahresabschlusses 2017 des Eigenbetriebs Stadtwerke Leonberg (Anlage 1 bis 4).

 

  1.                Der Gemeinderat stellt den Jahresabschluss 2017 wie folgt fest:

     Bilanzsumme  42.939.169,31 EUR

     davon entfallen auf der Aktivseite auf
     - das Anlagevermögen  40.072.258,09 EUR
     - das Umlaufvermögen  2.860.885,89 EUR
     - die Rechnungsabgrenzungsposten  6.025,33 EUR

     davon entfallen auf der Passivseite auf
     - das Eigenkapital  18.132.793,45 EUR
     - die empfangenen Ertragszuschüsse  2.153.402,61 EUR
     - die Rückstellungen  225.769,00 EUR
     - die Verbindlichkeiten  22.427.069,79 EUR

- die Rechnungsabgrenzungsposten 134,46 EUR

 Jahresverlust 331.925,94 EUR
 

Summe der Erträge 7.936.907,90 EUR
 Summe der Aufwendungen 8.268.833,84 EUR
 

 

 Verwendung des Jahresverlustes:
 

 Der Jahresverlust i. H. v. 331.925,94 EUR soll auf neue Rechnung vorgetragen werden.

 

3. Vom Bericht zum 31.12.2017 wird Kenntnis genommen.

4. Der Gemeinderat erteilt der Betriebsleitung Entlastung für das Geschäftsjahr 2017.

 

 

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Sachverhalt

 

Zusammenfassung des Sachverhalts

Der Jahresabschluss 2017 des Eigenbetriebs Stadtwerke Leonberg (SWL) wurde vom Rechnungsprüfungsamt geprüft und bestätigt.

 

Für die Betriebssparten Wasserversorgung und Parken der SWL wurden auf der Grundlage des Jahresabschlusses Kennzahlen zur Beurteilung der Entwicklung des Betriebs ermittelt.

 

Ziele der Maßnahme

Gewährleistung der Ordnungsmäßigkeit der Buchführung und Geschäftsführung des Eigen­betriebs Stadtwerke Leonberg und Entlastung der Betriebsleitung.

 

Information des Aufsichtsgremiums über die Entwicklung des Eigenbetriebs Stadtwerke Leonberg zum 31.12.2017.

 

Sachverhalt/Sachstand

Der Sachverhalt ist dem Jahresabschluss sowie dem Bericht über die örtliche Prüfung des Jahresabschlusses 2017 zu entnehmen, die als Anlagen 1 bis 4 beigefügt sind.

 

Der Jahresverlust i. H. v. 331.925,94 EUR soll auf neue Rechnung vorgetragen werden.

Darüber hinaus wurden die bereits für die Wirtschaftsjahre 2010 bis 2016 für die Betriebssparten Wasserversorgung und Parken entwickelten Kennzahlensysteme fortgeschrieben. Die entsprechenden Übersichten sind als Anlagen 5 und 6 beigefügt.

 

Wirtschaftsplan

Im Wirtschaftsplan für das Jahr 2017 wurden veranschlagt:
 

Festsetzungen

Wirtschaftsplan

Jahresergebnis

Erfolgsplan

Erträge

Aufwendungen

ein Jahresergebnis von

 

8.444.033 EUR

8.385.910 EUR

58.123 EUR

 

7.936.907,90 EUR

8.268.833,84 EUR

-331.925,94 EUR

Gesamtbetrag der Kreditaufnahmen

2.129.478 EUR

0,00 EUR

Gesamtbetrag der Tilgungen

979.313 EUR

839.313,40 EUR

Konzessionsabgabe

550.000 EUR

600.218,11 EUR

+ 53.447,20 EUR Korrektur Vorjahr

 


 

 

Erfolgsplanabwicklung / Investitionsplanabwicklung

In den nachfolgenden Tabellen sind die Zahlen der Gewinn- und Verlustrechnung sowie der Investitionsplanung zum 31.12.2017 den jeweiligen Planzahlen für das Wirtschaftsjahr 2017 gegenübergestellt und die daraus entstehenden Differenzen sowie die jeweilige prozentuale Planerfüllung dargestellt:

Die wesentlichen Abweichungen zwischen Erfolgsplan und GuV lassen sich wie folgt erläutern:

 

Position

Abweichung

Erläuterung

Umsatzerlöse Wasser

./. 102.357 €

Planansatz zu hoch. Abrechnung der Zählerstände am Ablesetag, keine Hochrechnung auf den 31.12.2017.

Umsatzerlöse ÖPNV

./. 409.905 €

Davon 877.787,75 € Zuschüsse, Verbuchung in der Rücklage, d. h. die tatsächliche Differenz beträgt + 467.883 € (siehe Erläuterung im Lagebericht). Planansatz zu niedrig.

Erträge insgesamt, bereinigt um die Rücklagenbuchung von ÖPNV-Einnahmen

+ 294.519 €

 

Umsatzerlöse Verkehrsbetrieb Parken

./. 128.385 €

Planansatz zu hoch, 70.000 € Planansatz für Parkraumbewirtschaftung.

Umsatzerlöse BHKW

./. 65.000 €

Betrieb BHKW erst in 2018

Sonstige Betriebliche Erträge

+ 93.293 €

Periodenfremde Erträge, im Wesentlichen Jahresabrechnung 2016 der Bodenseewasserversorgung und VVS.

Aufwendungen für Strom und Gas

+ 46.158 €

Planansatz für Strom zu niedrig.

Fremdleistungen Wasser

./. 411.252 €

Planansatz zu hoch.

Fahrleistungen Busbetriebe

+ 442.319 €

Planansatz zu niedrig.

Instandhaltung und Betrieb BHKW

./. 20.000 €

Betrieb BHKW erst in 2018

Abschreibungen

./. 105.374 €

Planansatz zu hoch. Der Investitionsplan wurde nicht vollständig umgesetzt.

Konzessionsabgabe Korrektur Vorjahr

+ 53.447 €

Korrektur der Berechnung für das Jahr 2016.

Jahresergebnis insgesamt, bereinigt um die Rücklagenbuchung von ÖPNV-Einnahmen

+ 487.739 €

Bereinigtes Jahresergebnis: + 545.862 €.

Im Wirtschaftsplan 2017 wurden die Zuschüsse noch in die Umsatzerlöse ÖPNV eingeplant. Im Wirtschaftsplan 2018 ff erfolgte die Planung bei der Rücklagenzuführung.

 

Ohne den Sondereffekt in der Verbuchung von ÖPNV-Einnahmen hätte die SWL mit einem Jahresgewinn von 545.861,75 € abgeschlossen.

 

 

 

 


Bericht zum 31.12.2017

 
Kennzahlen Wasserversorgung

              Die Kennzahlen sind in der als Anlage 5 beigefügten Tabelle dargestellt.

 

Produktivität:


Die Beschaffungsmenge ist insgesamt um 14.307 cbm gestiegen, wobei der Anteil Wasser-gewinnung um 0,21 Prozentpunkte gestiegen und der Anteil Fremdbezug um 0,21 Prozent­punkte gefallen ist. Die Wasserabgabe ist je Einwohner um 3,78 Liter/Tag gesunken. Der Netzverlust ist mit 0,12 m³/h*km um 0,01 m³/h*km gestiegen. Die Zahl der Wasserzähler ist im Vergleich zum Vorjahr um insgesamt 18 Stück gestiegen.

.
 

Wirtschaftlichkeit:

 

Die spezifischen Gewinnungskosten sind mit 0,24 €/cbm im Vergleich zum Vorjahr konstant geblieben. Die spezifischen Bezugskosten haben sich um 0,01 EUR/cbm auf 0,59 EUR/cbm erhöht.

 

Die Betriebskosten Netz pro Netzkilometer können von Jahr zu Jahr stark schwanken, da sich hier die Betriebs- und Unterhaltungsmaßnahmen wiederfinden, die teilweise nicht plan­bar sind oder aus verschiedenen Gründen verschoben oder vorgezogen werden. Im Jahr 2017 haben sich die Betriebskosten um 198,69 EUR/km auf 1.015,45 EUR/km reduziert.

 

Die Erneuerungsrate des Wassernetzes blieb im Vergleich zum Vorjahr im Bereich Hausanschlüsse (1 %) gleich. Im Bereich Versorgungsleitungen hat sich die Erneuerungsrate um 0,05 Prozentpunkte auf 0,75 % erhöht.

 

Qualität:

 

Die Anzahl der Leitungsschäden je 100 km Leitungsnetz ist um 2 Schäden je 100 km Leitungsnetz gestiegen. Im Jahr 2017 waren 78 Rohrbrüche zu verzeichnen.

 

Kennzahlen Gesamtbetrieb:

 

Sicherheit der Einnahmerealisierung:

 

Die Abbucherquote ist gegenüber dem Vorjahr gesunken. Sie hat sich um 1,16 Prozent-punkte auf 94,42 % reduziert.

 

Bilanz:

 

Die Eigenkapitalquote ist um 0,30 Prozentpunkte auf 42,2 % gestiegen. Die Investitionsquote ist im Vergleich zum Vorjahr (4,48 %) um 3,36 Prozentpunkte auf 1,11 % gefallen.

 

Personaldaten:

 

Die Gesamtlohnkosten sind je Mitarbeiter um 1.968,99 Euro auf 57.941,30 Euro je Mitarbeiter gestiegen.

 

Gewinn- und Verlustrechnung:

 

Der Umsatz je Mitarbeiter ist um ca. 23.400 EUR gestiegen. Die Personalaufwandsquote hat sich im Vergleich zum Vorjahr um 0,29 Prozentpunkte auf 13,46 % reduziert.


Wasserdarbietung in den Jahren 2016 und 2017

 

Das folgende Schaubild zeigt den Verlauf der Wasserdarbietung, aufgeteilt in Fremdbezug (BWV) und Eigenwasser, sowie die Gesamtkurve im Vergleich der Wirtschaftsjahre 2016 und 2017.


 


Qualitätsdaten


Die Beschaffenheit des Wassers gemäß Trinkwasserverordnung vom 21.05.2001 ist der folgenden Tabelle zu entnehmen. Die Werte liegen sämtlich unterhalb der von der TrinkwV vorgegebenen Grenzwerte und entsprechen denen des Bodenseewassers.

n.n. nicht nachweisbar
 

Bei den Messewerten SWL handelt es sich um einen Querschnitt aller umfassenden Trinkwasseruntersuchungen aus dem Jahr 2017. Insgesamt werden 29 Entnahmestellen beprobt.

 

 

Kennzahlen Verkehrsbetrieb

 

Die Kennzahlen zur Betriebssparte Parken sind der als Anlage 6 beigefügten Tabelle zu entnehmen.
 

Gesamtzahl der Stellplätze:

 

Die Gesamtzahl der Stellplätze beläuft sich auf 1.147 Stellplätze.

 
Anzahl an Dauerbelegungsrechten:


Im Parkhaus Altstadt ist die Anzahl der Dauernutzer im Vergleich zum Vorjahr um 16 gesunken. Die Dauerparker im Parkhaus Altstadt wurden erst zum 01.01.2017 von der Firma Brixner übernommen.


Anzahl an Einfahrten durch Kurzparker:

 

Im Parkhaus Altstadt wurden in 2017 61.413 Parkscheine verkauft. Da der Betrieb des Parkhauses zum 01.10.2016 von der Firma Brixner zu den Stadtwerken Leonberg überging und die Stadtwerke vom Schrankenbetrieb auf Parkscheinautomaten umgestellt haben, ist ein Vergleich zum Vorjahr schwierig. Von Oktober bis Dezember 2016 wurden 16.220 Tickets an den Parkscheinautomaten verkauft. Diese können aber auch Monats- bzw. Wochentickets betreffen.

 

Die Anzahl der verkauften Parkscheine im Parkhaus Bahnhof beläuft sich im Jahr 2017 auf 12.093 Parkscheine (Vorjahr: 5.269, ab 07/2016).

 

Umsatz gesamt:

 

Der Gesamtumsatz ist bei den vier Parkierungsbetrieben im Vergleich zum Vorjahr um 356.735 Euro gestiegen. Die Einnahmensteigerung in Höhe von 132.216 € im Parkhaus Bahnhof ist mit dem halbjährigen Betrieb in 2016 zu Begründen. Im Parkhaus Altstadt konnte im Jahr 2017 302.736 € Umsatz erzielt werden. Im Vorjahr wurden von Oktober bis Dezember 78.217 € eingenommen. Die Umsatzerlöse der Tiefgarage Höfingen (2.857 €) und des Parkplatzes Glemseckstr. West (26.880 €) sind konstant geblieben.

 

Umsatz Dauerparker:

 

Die Dauerparker im Parkhaus Altstadt wurden erst zum 01.01.2017 von der Firma Brixner übernommen. Der Umsatz für 2017 beträgt 89.528 €. Im Parkhaus Bahnhof wurden durch die Dauerparker Umsätze in Höhe von 216.619 erzielt.

 

Umsatz Kurzparker:

 

Insgesamt belaufen sich die Umsätze für Kurzparker für die Parkhäuser Altstadt und Bahnhof bei 193.022 EUR.

 

Die Erhöhung der Umsätze um 17.251 € auf 54.409 € im Parkhaus Bahnhof im Vergleich zum Vorjahr, ist mit dem ganzjährigen Betrieb des Parkhauses in 2017 zu Begründen. Hier ist noch zu beachten, dass durch den Betrieb von Parkscheinautomaten nicht nur Kurzparkscheine, sondern auch Monats- bzw. Wochentickets gelöst werden können.

 

Die Umsätze durch Kurzparker im Parkhaus Altstadt belaufen sich auf 138.613 €. Auch hier ist zu beachten, dass durch den Betrieb von Parkscheinautomaten nicht nur Kurzparkscheine, sondern auch Monats- bzw. Wochentickets gelöst werden können.

Weiteres Vorgehen

Nach dem Gemeinderatsbeschluss ist der Jahresabschluss öffentlich bekannt zu machen.

Alternativen zum Beschlussvorschlag

Keine.

 

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Finanz. Auswirkung

 

Kontierung

Jahr

verfügbares Budget

Finanzbedarf

Bemerkung

 

 

 

 

 

Keine finanziellen Auswirkungen

 

 

 

 

 

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Anlagen

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