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Beschlussvorschlag und Kenntnisnahme - 2018/283

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Beratungsfolge

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Beschlussvorschlag

  1. Von der durch das Büro ARP Architektenpartnerschaft Stuttgart, Rotebühlstraße 169/1, 70197 Stuttgart ausgearbeiteten Machbarkeitsstudie zum Neubau einer Kindertageseinrichtung mit Wohnbebauung und Mensa wird Kenntnis genommen.

 

  1. Der Gemeinderat stimmt der von der Verwaltung vorgeschlagenen Variante 2 zur weiteren planerischen Bearbeitung im Zuge eines VgV-Verfahrens zu.

 

  1. Die Verwaltung wird beauftragt, zur Durchführung des VgV-Verfahrens zur Planerauswahl ein geeignetes Projektsteuerungs-Büro zu beauftragen.
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Sachverhalt

Zusammenfassung des Sachverhalts

Angesichts des hohen und durch das Neubaugebiet Ezach III zusätzlich ansteigenden Bedarfs an Kindergartenplätzen im Wohngebiet Ezach sowie des baulichen Zustandes des Ezach- und Schopfloch-Kindergartens ist es notwendig, eine neue Kindertageseinrichtung zu errichten.

Sollte die angrenzende Sophie-Scholl-Schule zukünftig zu einer Ganztagesschule ausgebaut werden so besteht die Möglichkeit, in einem weiteren Schritt auf dem Gelände eine Mensa mit Betreuungsräumen zu errichten.

Ziele der Maßnahme

Bedarfsgerechte und rechtzeitige Bereitstellung von Kinderbetreuungsplätzen in Leonberger Kindertageseinrichtungen gem. § 24 SGB VIII.

Sachverhalt/Sachstand

Am Ende des Kindergartenjahrs 2018/19 entsteht im Wohngebiet Ezach ein Fehlbedarf von 20 Kindergartenplätzen, am Ende des darauf folgenden Kindergartenjahrs von 19 Plätzen.

Im Stadtteil Eltingen geht aufgrund der Hochrechnung eines zusätzlichen Bedarfs von 58 Plätzen im März 2019 der 2-gruppige Interimskindergarten Hohheckstraße in Betrieb. Diese Interimslösung ist zunächst auf eine Laufzeit von 30 Monaten ausgelegt.

 

Sowohl der Schopfloch- als auch der Ezach-Kindergarten weisen einen erheblichen Sanierungsbedarf auf. Gleichzeitig kommen die Einrichtungen durch den umfangreichen Betreuungsbedarf an ihre Kapazitätsgrenzen, weshalb die Prüfung einer Neukonzeption der Kinderbetreuung in diesem Bereich notwendig wird.

 

Darüber hinaus beauftragte der Gemeinderat die Verwaltung, den Ausbau der Sophie-Scholl-Schule zur Ganztagsgrundschule mit begleitenden Schulkindbetreuungsangeboten zu berücksichtigen und dafür einen Bedarf von bis zu 100 % der am Essen teilnehmenden Schulkinder einzuplanen.

 

Derzeit sind im Ezach-Kindergarten in 3 Gruppen (75 Regel-/vÖ-Plätze) 3 U3-Plätze und 69 Ü3-Plätze ausgewiesen.

 

Im Schopfloch-Kindergarten sind derzeit in 2 Gruppen 3 U3-Plätze und 38 Ü3-Plätze ausgewiesen (aus räumlichen Gründen durch die Betriebserlaubnis begrenzt auf 44 Regel-/ vÖ-Plätze).

 

Die Sophie-Scholl-Schule besuchen in diesem Schuljahr 151 Schulkinder. In der mittelfristigen Hochrechnung bis zum Schuljahr 2023/24 weist die Schule bis zu 192 Grundschulkinder auf.

 

 

Für die Erstellung der Machbarkeitsstudie wurden folgende Parameter festgelegt:

 

  • Planung von 1 Krippengruppe und 7 Gruppen Regel-/vÖ- und Ganztagsbetreuung vom 2. Geburtstag bis zum Schulanfang, insgesamt 20 U3-Plätze und 130 Ü3-Plätze.

 

  • Neubau einer Mensa und 3 Betreuungsräumen für bis zu 190 Schulkinder der Sophie-Scholl-Schule.
     
  • Realisierung von bezahlbarem Wohnraum.

 

Das Büro ARP Architektenpartnerschaft Stuttgart wurde, aufbauend zu ihrer Vorstudie aus dem Jahr 2014, mit der Prüfung von 2 Varianten beauftragt:

 

Variante 1

 

Alle Nutzungen sollen auf dem Grundstück untergebracht werden. Lösung ohne den Ankauf des Gebäudes Ökumenisches Zentrum Ezach (ÖZE)

 

1. Neubau einer 8-gruppigen Kindertageseinrichtung mit Küche

2. Neubau von 6 Wohnungen (Anzahl und Größe ergeben sich entwurfsbedingt)

3. Neubau einer Schulmensa (ohne Küche, diese liegt im Bereich Kita)

4. Bereitstellung von 3 Betreuungsräumen für Schulkinder

5. Ausreichende Anzahl an PKW-Stellplätzen

6. Eine Interimsunterbringung für den bisherigen Ezach-Kindergarten (75 Plätze)

 

Variante 2

 

Verzicht auf Interimscontainer durch den Kauf und Umbau des ÖZE (2 Gruppen), Reduzierung der Programmfläche auf eine 6-gruppige Kindertageseinrichtung mit Küche

 

1. Neubau einer 6-gruppigen Kindertageseinrichtung mit Küche

2. Neubau von 12 Wohnungen (Anzahl und Größe ergeben sich entwurfsbedingt)

3. Neubau einer Schulmensa (ohne Küche, diese liegt im Bereich Kita)

4. Bereitstellung von 3 Betreuungsräumen für Schulkinder

5. Ausreichende Anzahl an PKW-Stellplätzen

6. Kauf und Umbau des ÖZE

 

Bei beiden Varianten muss der Schopfloch-Kindergarten bis zur Inbetriebnahme der neuen Kindertageseinrichtung in Betrieb bleiben. Für die Kinder aus dem Ezach-Kindergarten ist zwingend eine Interimslösung bereit zu stellen. Sei es über den Ankauf und Umbau des ÖZE oder Interimscontainer.

 

Folgende Varianten wurden vom Büro ARP Architektenpartnerschaft Stuttgart erarbeitet: 

 

Variante 1

 

1.  Kein Ankauf und Umbau des Gebäudes Ökumenisches Zentrum

2. Neubau einer 8-gruppigen Kindertageseinrichtung (Nutzung im EG und 1. OG) mit Küche

3.  Im 1. OG + 2. OG Neubau von insgesamt 6 Wohnungen

4. Weiterbetrieb des Schopfloch-Kindergartens mit 2 Gruppen.

 → Bei Bedarf spätere Sanierung bzw. Neubau einer größeren Einrichtung auf dem Gelände des Schopfloch-Kindergartens

5. Optional Neubau einer Mensa mit Betreuungsräumen als zusätzlicher Gebäudekomplex mit Anschluss an die Küche der Kindertageseinrichtung

6. Erstellung von 8 oberirdischen PKW-Stellplätze und einer Tiefgarage mit 38 weiteren Stellplätzen

7.) Interimscontainer für 3 Gruppen aus dem Ezach Kindergarten

 

Bei der Variante 1 ist es notwendig, nach dem Abriss des Ezach-Kindergartens, die 3 Gruppen in einem Interimscontainer unterzubringen. Erfahrungswerte zeigen, dass die Anmietung von Containern für 3 Gruppen für bis zu 24 Monaten ca. 470.000,00 € (mit Erschließung, Außenanlagen, etc.) kostet. Durch den Neubau von 8 Gruppen und den Erhalt des Schopfloch-Kindergartens entstehen in diesem Lösungsvorschlag ebenfalls insgesamt 9,5 Kindergartengruppen. Durch die Unterbringung von 2 Gruppen im OG können hier nur 6 Wohnungen realisiert werden. Für die Wohnungen und den Betrieb der Kindertageseinrichtungen stehen hier ebenfalls 38 Stellplätze in der Tiefgarage und 8 oberirdische Stellplätze zur Verfügung.

 

Bei dieser Variante wird die Möglichkeit einer Aufstellfläche für die größere Containeranlage in unmittelbarer Nähe kritisch gesehen und müsste bei dieser Variante noch genauer untersucht werden.

 

Die Grobkostenschätzung des Büros ARP Architektenpartnerschaft Stuttgart sieht für Variante 1 folgende Kosten vor:

 

8-gruppige Kita mit Küche ca. 7.150.000,00 €

6 Wohnungen ca. 1.495.000,00 €

Tiefgarage (38 Stpl.)  ca. 1.380.000,00 €

Kosten der Anmietung von Containern (3 Gruppen für ca. 24 Monate) ca. 470.000,00 €

Optional Mensa+Betreuung (ca.2.340.000 €)                                    

Gesamt (brutto inkl. NK) ca. 10.495.000,00 €

 

Optional Mensa+Betreuung                                    ca. 2.340.000,00 €

Gesamt mit Mensa+Betreuung (brutto inkl. NK) ca. 12.838.000,00 €

 

Einnahmen durch Vermietung von 6 Wohnungen    jährlich ca. 69.000,00 €

(ca. 721 m² x 8 €/m² x 12 Monate)

 

Variante 2

 

  1. Ankauf und Umbau des Gebäudes Ökumenisches Zentrum

→ Unterbringung von 2 Kindergartengruppen

2. Neubau einer 6-gruppigen Kindertageseinrichtung (Nutzung im EG untergebracht) mit Küche

3. Neubau von insgesamt 12 Wohnungen im 1. OG + 2. OG

4. Weiterbetrieb des Schopfloch-Kindergartens mit 2 Gruppen.

 → Bei Bedarf spätere Sanierung bzw. Neubau einer größeren Einrichtung auf dem Gelände des Schopfloch-Kindergartens.

5. Optional Neubau einer Mensa mit Betreuungsräumen als zusätzlicher Gebäudekomplex mit Anschluss an die Küche der Kindertageseinrichtung

6. Erstellung von 8 oberirdischen PKW-Stellplätzen und einer Tiefgarage mit 38 weiteren Stellplätzen

7. Interimscontainer für 1 Gruppe aus dem Ezach Kindergarten

 

Die Variante 2 ermöglicht nach dem Abriss die Unterbringung von 2 Gruppen des Ezach-Kindergartens im Gebäude des Ökumenischen Zentrums. Lediglich 1 Gruppe muss interimsweise während der Bauphase z. B. in einen Container ziehen. Durch den Neubau von 6 weiteren Gruppen entstehen bei dieser Variante insgesamt 9,5 Kindergartengruppen und 12 Wohnungen. Für die Wohnungen und den Betrieb der Kindertageseinrichtungen stehen 38 Stellplätze in der Tiefgarage zur Verfügung. Gleichzeitig entstehen 8 oberirdische Stellplätze, die zum Holen und Bringen der Kinder vorgesehen sind.

Mittelfristig wäre Platz für den Bau einer 4-gruppigen Einrichtung anstelle des Schopfloch-Kindergartens (derzeit 1,5-gruppig).

 

 

Die Grobkostenschätzung des Büros ARP Architektenpartnerschaft Stuttgart sieht für Variante 2 folgende Kosten vor:

 

6-gruppige Kita mit Küche ca. 5.920.000,00 €

12 Wohnungen ca. 2.980.000,00 €

Tiefgarage (38 Stpl.)  ca. 1.380.000,00 €

Umbau ÖZE ca. 545.000,00 €

Kauf ÖZE 438.000,00 € 

Kosten der Anmietung von Containern (1 Gruppe für ca. 24 Monate) ca. 100.000,00 €

Optional Mensa+Betreuung (ca.2.340.000 €)                                    

Gesamt (brutto inkl. NK) ca. 11.363.000,00 €

 

Optional Mensa+Betreuung                                    ca. 2.340.000,00 €

Gesamt mit Mensa+Betreuung (brutto inkl. NK) ca. 13.703.000,00 €

 

Einnahmen durch Vermietung von 12 Wohnungen:   jährlich ca. 138.000,00 €

(ca. 1.442 m² x 8 €/m² x 12 Monate)

 

Die Kostenschätzungen beinhalten keine Abrisskosten.

 

Parkierung:

Durch den Wegfall von oberirdischen Stellplätzen und dem gestiegenen Bedarf an Park-plätzen für Schule, Kindertageseinrichtungen und Wohnungen ist die Planung einer größeren Tiefgarage unumgänglich. In der Schule und der Kindertageseinrichtung arbeiten dann ca. 65 Personen. Für die 12 Wohnungen sind baurechtlich 18 Stellplätze zu errichten.

 

Die Verwaltung favorisiert die Variante 2. Durch die komplette 1-geschossige Unterbringung der Kindertageseinrichtung besteht die Möglichkeit, deutlich mehr bezahlbaren Wohnraum zu schaffen. Des Weiteren stellt der der Ankauf und Umbau des Ökumenischen Zentrums nicht nur eine interimsweise Nutzung von 2 Kindergartengruppen dar. Es gewährleistet auch z. B. bei einem eventuell späteren Abriss oder einer Nutzungsänderung des Schopfloch-Kindergartens die Unterbringung der Kinder. Dadurch können dauerhaft mindestens 8 Kindergartengruppen ohne Verzicht auf Wohnraum untergebracht werden.

 

 

 

 

Weiteres Vorgehen

Nach der Entscheidung des Gemeinderats für eine Variante werden umgehend weitere Planungsschritte eingeleitet und Angebote von Projektsteuerungs-Büros zur Durchführung eines VgV-Verfahrens eingeholt.

Alternativen zum Beschlussvorschlag

Die Verwaltung wird beauftragt die Variante 1 weiter zu verfolgen und das VgV Verfahren hierfür durchführen zu lassen. 

 

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Finanz. Auswirkung

Je nach Verfolgung einer Variante, werden die Kosten dann dargestellt.

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Anlagen

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