Events Auf den Spuren des KZ Leonberg
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Eine Führung entlang des Gedenkpfades zur KZ-Gedenkstätte Leonberg
Am Sonntag, 25. Oktober, führt ein Mitglied der KZ-Gedenkstätte entlang verschiedener Stationen des Leonberger KZ-Gedenkpfades. Dabei erfahren die Teilnehmenden eindrucksvoll von den Lebens- und Arbeitsbedingungen der Häftlinge. Im zweiten Teil der Führung wird die Dokumentationsstätte im alten Engelbergtunnel vorgestellt.
Von Frühjahr 1944 bis April 1945 befand sich in Leonberg ein von der SS betriebenes Konzentrationslager. Es handelte sich um ein Außenlager des KZ Natzweiler-Struthof. Häftlinge aus mehr als 23 europäischen Ländern mussten dort unter unmenschlichen Bedingungen für die Firma Messerschmitt arbeiten – zwölf Stunden täglich, sieben Tage die Woche. Produziert wurden Tragflächen für den Düsenjäger Messerschmitt Me 262, deren Fertigung in den bombensicheren Autobahntunnel am Engelberg verlegt worden war. Das Lager selbst befand sich am Ende der Seestraße.
Viele Gefangene waren zuvor bereits durch mehrere Konzentrationslager deportiert worden. Sie kamen unter anderem aus dem KZ Dachau und dessen Außenlagern rund um Augsburg sowie aus dem KZ Auschwitz, von wo aus Ende 1944 und Anfang 1945 weitere Häftlinge nach Leonberg verschleppt wurden.
An das Schicksal der Gefangenen erinnert seit dem 8. Mai 2005 eine Gedenkwand vor dem alten Engelbergtunnel. Sie trägt die Namen von fast 3.000 Häftlingen und mahnt bis heute an dieses dunkle Kapitel der Geschichte.
Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Die Führung ist kostenfrei, Spenden werden gerne angenommen.
Treffpunkt ist um 10:30 Uhr in der Seestraße, am Haupteingang Alten Friedhof (gegenüber dem Seedamm-Center) bei der Info-Tafel 1 des "Weges der Erinnerung"
- Ort:
- Seestraße, beim Alten Friedhof, Tafel 1 "Weg der Erinnerung"
- Datum:
- Uhrzeit:
- 10:30 bis 13:00 Uhr
- Veranstalter:
- Stadtmarketing