Sommerkonzert des Sinfonieorchesters Leonberg
Das Sinfonieorchester Leonberg lädt am Sonntag, 5. Juli 2026, zum Sommerkonzert in die Leonberger Stadthalle ein. Beginn ist um 19.30 Uhr, um 18.45 Uhr findet eine Konzerteinführung statt. Die musikalische Leitung hat Alexander G. Adiarte. Als Solist konzertiert der hochdekorierte Violinist Yungi Kaneko.
Bernstein, Mendelssohn Bartholdy und Tschaikowski
Das Publikum erwartet ein Abend voller großer Gefühle, packender Rhythmen und sinfonischer Klanggewalt. Den Auftakt bildet Leonard Bernsteins mitreißende Ouvertüre zur "West Side Story". Kaum ein anderes Werk verbindet klassische Orchesterklänge so selbstverständlich mit Jazz, lateinamerikanischen Rhythmen und Broadway-Energie. Mit ihrer ganz eigenen Dynamik und voller Kraft eröffnet das Werk das diesjährige Sommerkonzert.
Im Zentrum: Mendelssohn Bartholdys Violinkonzert e-Moll op. 64
Es ist eines der beliebtesten Werke der romantischen Konzertliteratur, Felix Mendelssohn Bartholdys Violinkonzert e-Moll op. 64. Zwischen lyrischer Eleganz, virtuoser Brillanz und kammermusikalischer Feinheit entfaltet das Konzert eine außergewöhnliche emotionale Tiefe. Sechs Jahre lang, bis 1844, dauerte die Entstehung des Werkes, das dann 1845 im Leipziger Gewandhaus erstmals aufgeführt wurde. Das Violinkonzert gilt als "Schöner Zwischenfall der deutschen Musik" (Friedrich Nietzsche), denn mit ganz sparsamen harmonischen Mitteln und einer filigranen und grazilen Orchestertechnik lässt Mendelssohn hier noch einmal den Geist der Klassik aufleben.
Yungi Kaneko – ein vielversprechender junger Geiger
Solist des Abends ist der erst zwanzigjährige Yungi Kaneko. Der 2006 in Stuttgart geborene Violinist begann bereits im Alter von vier Jahren mit dem Violinspiel. 2018 wurde er Jungstudent an der Musikhochschule Karlsruhe bei Prof. Christian Ostertag. Zum Wintersemester 2024/25 hat er in Frankfurt sein Bachelor-Studium begonnen. Er wurde bereits vielfach ausgezeichnet, unter anderem beim Bundeswettbewerb "Jugend musiziert" sowie bei internationalen Wettbewerben in Deutschland, Frankreich und Tschechien. Seit 2022 spielt er auf einer Violine von Giovanni Battista Guadagnini aus dem Jahr 1773 aus der Landessammlung Baden-Württemberg.
Monumentale Klangfülle zum Abschluss des Konzerts
Mit Pjotr Iljitsch Tschaikowskis Sinfonie Nr. 4 f-Moll op. 36 endet der Abend in monumentaler Klangfülle. Die Sinfonie entstand in einer persönlichen Krise des Komponisten und kreist um die Macht des Schicksals – mal düster und aufgewühlt, mal voller Hoffnung und Energie. Besonders das markante Eröffnungsmotiv und das leidenschaftliche Finale machen das Werk zu einem der eindrucksvollsten Beiträge der romantischen Sinfonik.
Sinfonieorchester Leonberg – mehr als 70 Musikerinnen und Musikern
Das Sinfonieorchester Leonberg wurde 1970 gegründet und hat sich über die Jahrzehnte zu einem vollständig besetzten Sinfonieorchester mit mehr als 70 Musikerinnen und Musikern entwickelt. Getragen von der Jugendmusikschule und der Stadt Leonberg, verbindet das Ensemble musikalischen Anspruch mit großer Begeisterung und langjährigem gemeinsamen Musizieren. Das Repertoire reicht von Barock bis zu Crossover-Projekten mit Pop und Rock.
Seit 2006 steht das Orchester unter der Leitung von Alexander G. Adiarte. Der amerikanische Dirigent und Geiger studierte Musikwissenschaft und Violine an der Yale University sowie an der Hochschule für Musik und Theater "Felix Mendelssohn Bartholdy" in Leipzig. Er arbeitete unter anderem mit Kurt Masur, Christoph von Dohnányi und Rafael Frühbeck de Burgos zusammen und ist seit 2007 Orchesterleiter der Stuttgarter Musikschule.
Eintrittspreise und Karten
Karten sind in der Stadthalle Leonberg, bei allen Reservix-Vorverkaufsstellen, online unter www.reservix.de sowie an der Abendkasse erhältlich. Karten kosten im Vorverkauf je nach Kategorie 20 bis 24 Euro, an der Abendkasse 23 bis 27 Euro. Schülerinnen und Schüler, Studierende sowie Schwerbehinderte erhalten 50 Prozent Ermäßigung.