Stadtverwaltung Leonberg probt Großschadensereignis und simuliert Bombenfund
Die Stadtverwaltung Leonberg hat am Donnerstag, 21. Mai, in enger Zusammenarbeit mit der Freiwilligen Feuerwehr Leonberg und der Polizei ein Großschadensereignis erprobt. Die simulierte Lage war ein Bombenfund im Postareal.
Simulation: Bombenfund im Postareal
Um 7.20 Uhr wurde die Feuerwehr Leonberg durch die Leitstelle über den Fund einer möglichen Weltkriegsbombe auf der Baustelle des Postareals alarmiert. Bereits um 7.30 Uhr erhielten ausgewählte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stadtverwaltung die entsprechende Meldung per Alarmierungsapp. Die zweite Meldung folgte 45 Minuten später: Der Stab für außergewöhnliche Ereignisse wird einberufen.
Dann folgten Absprachen und Aktivierungen weiterer Stellen inner- und außerhalb der Verwaltung: Das Ordnungsamt kümmerte sich um Straßensperrungen, die Stadtwerke aktivierten Busunternehmen für Evakuierungen, das Hauptamt richtete eine Telefon-Hotline ein, der Bevölkerungsschutz legte die Notfalltreffpunkte und Sammelstellen fest, während die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit die Informationen für die Bevölkerung vorbereitete.
Stabsleiter zeigt sich zufrieden
Wie lange braucht es, um 2.600 Personen zu evakuieren? Dürfen Haustiere in die Sammelunterkünfte? Auf welchen Sprachen müssen Informationen bereitgestellt werden? Die Simulation machte sichtbar, wo es noch Lücken in der Koordination gab, aber auch, dass das Zusammenspiel der Akteure effizient und verlässlich war.
Das betonte auch Ralf Kotte, Leiter des Bevölkerungsschutzes und im Krisenfall Leiter des Verwaltungsstabs für außergewöhnliche Ereignisse: „Die Stadt Leonberg hat ein funktionierendes System für ein Großschadensereignis, das hat uns die Übung gezeigt. Sie hat aber auch deutlich gemacht, welche Fragen wir noch vor einer Lage beantworten müssen. Das können wir nun überarbeiten und im Krisenfall die größtmögliche Sicherheit für Leonbergerinnen und Leonberger gewährleisten.“
Oberbürgermeister Tobias Degode ergänzt: „Leonbergerinnen und Leonberger können sich im Ernstfall auf die Stadtverwaltung verlassen. Vor allem auch durch die ehrenamtliche Unterstützung der Feuerwehr und die gute Zusammenarbeit mit der Polizei. Ich bin stolz auf das Engagement, das sich bei der Übung gezeigt hat und dankbar für den großen Einsatz, den viele geleistet haben.“