Leonberger Beiträge zu den Internationalen Wochen gegen Rassismus im Landkreis Böblingen

Die Stadt Leonberg beteiligt sich gemeinsam mit Projektpartnern an den Internationalen Wochen gegen Rassismus. Diese finden vom 16. bis 29. März im Landkreis Böblingen statt. In Leonberg setzen mehrere Veranstaltungen ein Zeichen für Menschenwürde und gegen Rassismus. 


100% Menschenwürde. Zusammen gegen Rassismus

Unter dem bundesweiten Motto "100% Menschenwürde. Zusammen gegen Rassismus" setzt Leonberg ein Zeichen gegen Rassismus, Antisemitismus und jede Form von gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit. Alle Bürgerinnen und Bürger sind eingeladen, bei den Veranstaltungen der Aktionswochen teilzunehmen. Folgende Veranstaltungen werden in Leonberg angeboten: 

Fotoausstellung "Gemeinsam geht es besser"

Die Lokale Agenda-Gruppe "Leonberg bleibt bunt" zeigt mit Unterstützung des Integrationsbüros von Sonntag, 22. März, bis Donnerstag, 2. April, die Herrenberger Fotoausstellung "Gemeinsam + Halten wir die Stadt am Laufen" im Bürgerzentrum Stadtmitte. Die Ausstellung zeigt auf zahlreichen Bildern Menschen mit und ohne Migrationshintergrund als starke berufliche Teams und setzt damit ein Zeichen für Vielfalt, Zusammenhalt und gelebte Integration im Arbeitsalltag. Die Ausstellung ist kostenfrei zugänglich.

Die Eröffnung findet am Sonntag, 22. März, 15 Uhr, in Kooperation mit der Quartiersarbeit Leonberg-Mitte im Bürgerzentrum Stadtmitte statt. Grußworte sprechen voraussichtlich Bürgermeister Klaus Brenner sowie das Sprecherteam der Agenda-Gruppe. Bei Kaffee und Kuchen erwartet die Besucherinnen und Besucher ein abwechslungsreiches Mitmachprogramm für Groß und Klein: Es können Spiele mit Heimatbezug gestaltet und Heimatgefühle gemalt werden. Zudem sind Neubürgerinnen und Neubürger aufgerufen, zusammen mit langjährigen Leonbergerinnen und Leonbergern im Rahmen einer gemeinsamen "Brückenbau-Aktion", eine symbolische Brücke zu bauen als Zeichen für Dialog und Zusammenhalt – auch über Sprachbarrieren hinweg.

Weiter besteht die Möglichkeit Wünsche und Ideen für weitere gemeinsame Aktivitäten von Neu- und Altbürgern einzubringen. Ziel ist es, den Austausch weiter zu stärken und künftige Aktionen gemeinsam zu gestalten. 

Workshops "100% Menschenwürde" mit Geflüchteten und Migrantinnen und Migranten

Die Flüchtlingsbeauftragte führt in Kooperation mit der VHS, der AWO Böblingen, dem AK Asyl Netzwerk Gartenstadt und dem AK Asyl Leonberg derzeit mehrere Workshops mit Geflüchteten und Migrantinnen und Migranten durch.

In Begegnungscafés, einem Integrationskurs sowie einem MiA-Kurs ("Migrantinnen einfach stark im Alltag", gefördert durch das BAMF) werden zu unterschiedlichen Themenschwerpunkten wie etwa gesellschaftliche Teilhabe, Menschenwürde, Sprache als Schlüssel zur Integration und Frauenrechte gemeinsam Plakate erstellt. Diese werden vom 22. März bis 2. April zusammen mit der Fotoausstellung im Bürgerzentrum Stadtmitte präsentiert. 

Kreativwettbewerb "Deine Stimme. Dein Zeichen. #gegenRassismusfürDemokratie"

Die Familien-Bildungsstätte Leonberg e.V. veranstaltet gemeinsam mit der Stadt Leonberg den Kreativwettbewerb "Deine Stimme. Dein Zeichen. #gegenRassismusfürDemokratie" für Kinder und Jugendliche im Alter von 6 bis 21 Jahren. Unter der Schirmherrschaft von Oberbürgermeister Tobias Degode werden junge Menschen dazu ermutigt, sich kreativ mit demokratischen Werten, Vielfalt und dem Thema Rassismus auseinanderzusetzen und eigene Ideen für ein respektvolles Miteinander zu entwickeln.

Eingereicht werden können Einzel- und Gruppenbeiträge in vielfältigen Formaten – von Plakaten, Texten und Kurzfilmen über Poetry Slam, Songs und Tanz bis hin zu Projektideen. Eine Jury aus Vertreterinnen und Vertretern des Jugendausschusses, des Internationalen Rats, der Agenda-Gruppe "Leonberg bleibt bunt" sowie dem Oberbürgermeister bewertet die Beiträge. Der Wettbewerb schlägt mit dem Slogan "Deine Stimme" auch eine Brücke zur Landtagswahl am 8. März.

Nach einer Auftaktveranstaltung mit Workshop im Januar können Beiträge noch bis 15. März eingereicht werden. Die Präsentation mit Preisverleihung findet am Mittwoch, 25. März, im Rahmen einer öffentlichen Ausstellung im Haus der Begegnung als Teil der Internationalen Wochen gegen Rassismus statt. 

Schulprojekt "Nein zu Alltagsdiskriminierung"

Der Internationale Rat der Stadt Leonberg setzt sich gemeinsam mit dem Gemeinderat für mehr Sensibilisierung gegenüber Alltagsdiskriminierung ein. Das Projekt richtet sich an Schülerinnen und Schüler verschiedener Altersstufen und thematisiert Ausgrenzung, Diskriminierung und Rassismus – insbesondere im Zusammenhang mit Herkunft.

Im Rahmen einer interaktiven Unterrichtseinheit werden Kinder und Jugendliche durch die Arbeit mit einem Film dafür sensibilisiert, wie Ausgrenzung entsteht und welche Auswirkungen sie hat. Dabei wird deutlich, dass "gut gemeint" nicht immer "gut gemacht" ist. Ziel ist es, eigene Vorurteile zu reflektieren und zu erkennen, wie jede und jeder Einzelne zu einem respektvollen und wertschätzenden Miteinander beitragen kann.

Die Umsetzung erfolgt in der Regel in zwei Unterrichtsstunden und wird individuell mit der jeweiligen Schule abgestimmt. Jeweils ein Mitglied des Internationalen Rates führt die Veranstaltung gemeinsam mit einer Gemeinderätin oder einem Gemeinderat durch. Inhalte, Altersanpassung und thematische Schwerpunkte werden vorab gemeinsam mit den Lehrkräften festgelegt. 

Kino inclusive

Die Evangelische Erwachsenenbildung veranstaltet in Kooperation mit der Quartiersarbeit Ramtel sowie mit Atrio e.V. einen Familien-Filmnachmittag am Samstag, 21. März, 15 Uhr, im Treff 37 des Atrio e.V. Der für drei Oscars nominierte Film behandelt auf Grundlage einer wahren Geschichte die Frage, wie man als schwarze Frau in einer weißen Männerwelt bestehen kann und handelt vom Leben dreier schwarzer Wissenschaftlerinnen. Sie haben einen entscheidenden Beitrag zur US-amerikanischen Apollomission und der Mondlandung im Jahr 1969 geleistet. Der Film eignet sich für Kinder ab etwa 10 Jahren. Es gibt Kaffee und Kuchen, der Eintritt ist frei. 

Theaterstück "Ein deutsches Mädchen"

Im Rahmen der Leonberger Theatertage zeigt das Junge Landestheater Tübingen am Mittwoch, 15. April, 19.30 Uhr, in der Beatbaracke Leonberg das Theaterstück "Ein deutsches Mädchen".

Das Stück basiert auf der gleichnamigen Autobiografie von Heidi Benneckenstein und erzählt eindringlich von einer Kindheit und Jugend in der rechtsextremen Szene. Schonungslos und differenziert zeigt das Stück die Mechanismen ideologischer Abschottung, familiärer Prägung und schleichender Radikalisierung. Gleichzeitig macht die Inszenierung deutlich, wie wichtig Begegnung, Bildung und Ausstiegshilfen sind.

Die Aufführung des Landestheaters Tübingen richtet sich an Jugendliche ab 13 Jahren. Die Veranstaltung wird vom Jugendhaus Leonberg e.V. und dem Team der Beat Baracke unterstützt. Der Eintritt beträgt 15 Euro, ermäßigt 7 Euro. 

Einblicke in das Hoffnungshaus

Am Mittwoch, 25. März, öffnet das Hoffnungshaus Leonberg von 17 bis 19 Uhr seine Türen für Interessierte. Mitarbeitende und Bewohnende erzählen über diese besondere Form des gemeinschaftlichen Lebens verschiedener Kulturen, Religionen und Generationen und laden zum Mitwirken ein.

Ein Überblick über alle Veranstaltungen im Landkreis Böblingen ist unter www.lkbb-bb.de/veranstaltungen zu finden. 

Über den Verein Landkreis Böblingen bleibt bunt e.V.

Der Landkreis Böblingen engagiert sich seit Jahren aktiv gegen Rassismus, unter anderem durch den Verein Landkreis Böblingen bleibt bunt e.V. Ziel der Aktionswochen ist es, gemeinsam ein starkes Zeichen gegen Rassismus, Antisemitismus und jede Form von gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit zu setzen. Durch vielfältige Veranstaltungsangebote soll der interkulturelle Dialog gefördert und das Bewusstsein für Vielfalt gestärkt werden.