Kurse zu Notfallversorge von Bevölkerungsschutz und DRK 

Der Bevölkerungsschutz bietet in Leonberg regelmäßig Kurse zur persönlichen Krisenvorsorge an. Gemeinsam mit dem Ortsverein Leonberg des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) werden wieder Kurse am Mittwoch, 5. August, angeboten. 

Wie verhalte ich mich in Notlagen?

Die Bedeutung solcher Angebote machten die Stromausfälle in Berlin und zuletzt in Reutlingen am 8. Juni deutlich. Bürgerinnen und Bürgern wurde vor Augen geführt, wie schnell alltägliche Abläufe durch eine solche Krise beeinträchtigt werden können. Ereignisse wie diese zeigen, wie wichtig eine gute persönliche Vorbereitung und das richtige Verhalten im Ernstfall sind.

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Ralf Kotte und Philipp Württemberger.

Vor diesem Hintergrund haben der Leiter des Leonberger Bevölkerungsschutzes Ralf Kotte und Philipp Württemberger vom DRK einige Fragen beantwortet:

  • Wie häufig kommt es in Deutschland zu größeren Stromausfällen, und wie gut ist der Bevölkerungsschutz darauf vorbereitet?
    Ralf Kotte: Größere Stromausfälle sind in Deutschland selten. Unser Stromnetz gehört zu den zuverlässigsten Europas. Dennoch nehmen Risiken durch Extremwetter, technische Störungen oder Cyberangriffe zu. Der Bevölkerungsschutz ist auf solche Szenarien vorbereitet: Es gibt Notfallpläne und regelmäßige Krisenübungen. Zuletzt hat der Verwaltungsstab der Stadt Leonberg im Mai eine große Übung durchgeführt.

  • Wie können sich Bürgerinnen und Bürger informieren und vorbereiten?
    Ralf Kotte: Neben der eigenen Vorsorge setzen wir auch auf Information und Aufklärung. Deshalb bieten wir regelmäßig Kurse und Informationsveranstaltungen zum Thema Krisenvorsorge an. Unser Ziel ist es, den Bürgerinnen und Bürgern praxisnahe Tipps zu vermitteln und sie für mögliche Krisensituationen zu sensibilisieren.

  • Was sollten Bürgerinnen und Bürger im Ernstfall als Erstes tun, wenn der Strom ausfällt? Philipp Württemberger: Das Wichtigste ist: Ruhe bewahren und zunächst prüfen, ob nur die eigene Wohnung oder auch die Nachbarschaft betroffen ist. Anschließend sollten batteriebetriebene Informationsquellen genutzt und unnötige Telefonate vermieden werden, um die Netze nicht zu belasten. Hält der Ausfall länger an, können in Leonberg die Notfalltreffpunkte als verlässliche Anlaufstellen genutzt werden.

  • Welche drei wichtigsten Maßnahmen empfehlen Sie den Bürgerinnen und Bürgern, um sich gut auf einen Stromausfall vorzubereiten?
    Philipp Württemberger:
    Zur Grundausstattung gehören vor allem ausreichend Trinkwasser und haltbare Lebensmittel, wichtige Medikamente, Hygieneartikel. Bürgerinnen und Bürger sollten sich für drei Tage, am besten aber bis zu zehn Tage, selbst versorgen können.
    Zweitens: Unabhängige Informationsmöglichkeiten bereithalten, zum Beispiel eine Taschenlampe, Ersatzbatterien und ein batteriebetriebenes oder Kurbelradio, eine Powerbank sowie Bargeld.
    Ralf Kotte:
    Drittens: Sich vorab über lokale Anlaufstellen informieren, etwa die Leonberger Notfalltreffpunkte, damit man im Ernstfall weiß, wo man Hilfe und Informationen erhält. Mit diesen drei einfachen Maßnahmen lässt sich die persönliche Vorsorge bereits deutlich verbessern.

  • Wenn ein Stromausfall länger andauert: Ab wann und wie greift der Bevölkerungsschutz ein und welche Unterstützung gibt es vor Ort?
    Ralf Kotte: Wir sind rund um die Uhr erreichbar. Bei einem länger andauernden Stromausfall wird ab etwa vier Stunden die Koordinierungsgruppe des Verwaltungsstabs einberufen. Je nach Lage aktivieren wir dann Notfallkonzepte, besetzen Notfalltreffpunkte und stellen die Information und Unterstützung der Bevölkerung sicher. 

Nächste Kursrunde am 5. August 2026

Im Krisenfall sollen sich Bürgerinnen und Bürger also zunächst eigenständig auf die Situation einstellen können. Dabei bekommen sie Unterstützung: In den kostenfreien Kursen des Leonberger Bevölkerungsschutzes und des DRK Ortsverbands Leonberg werden Leonbergerinnen und Leonberger geschult, wie sie sich auf Krisensituationen vorbereiten können.

Denn wer eigenverantwortlich Vorsorge trifft und sich frühzeitig mit möglichen Notlagen auseinandersetzt, stärkt seine persönliche Resilienz. Die Kurse sind bewusst praxisnah gestaltet und vermitteln konkrete Handlungsanleitungen.

Die nächste Schulung findet am Mittwoch, 5. August, in der Feuerwache Leonberg (Römerstraße 134) statt. Angeboten werden drei Kurse à 1,5 Stunden, jeweils um 14 Uhr, 16 Uhr und 18.30 Uhr.

Die Anmeldung zu den Kursen erfolgt über die Volkshochschule Leonberg unter www.vhs.leonberg.de:

  • 14 Uhr: Kursnummer 261-1616L
  • 16 Uhr: Kursnummer: 261-1617L
  • 18.30 Uhr: Kursnummer: 261-1618L