Fast vier Jahrzehnte im Dienst der Stadt – Peter Höfer geht in den Ruhestand
Es gibt berufliche Wege, die genau geplant werden, und es gibt Lebenswege, die sich aus einem richtigen Impuls zur richtigen Zeit entwickeln. Für Peter Höfer war es der Satz seiner Mutter: "Ist das nicht etwas für dich?"
Gemeint war eine Ausschreibung für einen Praktikumsplatz im gehobenen Dienst. Ursprünglich hatte er nach dem Technischen Gymnasium ein Studium der Elektrotechnik geplant. Doch das Leben lenkte ihn auf einen anderen Weg, einen Weg, der ihn 39 Jahre lang mit der Stadt Leonberg verband.
Seinen ersten Tag bei der Stadtverwaltung begann Peter Höfer am 16. November 1987 im Bauamt. Bereits nach zweieinhalb Jahren wechselte er ins Hauptamt, wo er über viele Jahre in unterschiedlichsten Aufgabenbereichen tätig war. Dazu gehörten unter anderem der Fuhrpark, Versicherungsangelegenheiten und die Organisation der Telefonanlagen.
"Ich wollte immer verstehen, wie Dinge funktionieren, und sie dann verbessern", blickt Peter Höfer zurück.
Diese Denkweise spiegelt sich auch in dem Erlebnis der Kommunalwahl 1994 wider. Eine Wahl, an die sich Peter Höfer vermutlich noch lange zurückerinnern wird. Die Stimmen wurden damals noch komplett papierbasiert ausgezählt, was sich bis tief in die Nacht zog. "So etwas wollte ich nicht noch einmal erleben", erinnert sich Peter Höfer. Er machte sich auf die Suche nach einer Lösung. Das Ergebnis: Die nächste Wahl konnte bereits computergestützt durchgeführt werden, ein Fortschritt, der bis heute Wirkung zeigt.
Seit 2015 leitete er das Hauptamt der Stadtverwaltung Leonberg. Besonders geschätzt hat Peter Höfer hier die Arbeit mit Menschen. "Von 1990 bis 2010 hatte ich viele Freiheiten und konnte Projekte umsetzen. Jetzt als Hauptamtsleiter ist das schwieriger geworden. Spannend ist nun vor allem die Arbeit mit den Menschen", sagt er.
Vertrauen ist für ihn der wichtigste Grundsatz in der Führung:
"Menschen groß machen" lautet einer seiner zentralen Ratschläge an seinen Nachfolger. "Es ist mir wichtig, den Mitarbeitenden etwas zuzutrauen, sie machen zu lassen und aus Fehlern kein Drama zu machen."
Sein fachliches Wissen ist nur ein Teil dessen, wer er als Mensch ist. Wer mit Peter Höfer gearbeitet hat, weiß: Es ist nicht nur das, was er tut, sondern wie er es tut. Er ist ein Mensch, der mit beiden Beinen im Leben steht, der ruhig bleibt, auch wenn es schwierig wird, und der negatives nicht lange mit sich trägt. Gleichzeitig bereicherte er den Arbeitsalltag seiner Kolleginnen und Kollegen mit Humor.
Mit dem Eintritt in den Ruhestand beginnt nun ein neuer Lebensabschnitt.
Peter Höfer freut sich auf mehr Zeit für die Familie und für all die Dinge, für die in den vergangenen Jahren wenig Raum war.
Rückblickend fasst er seine Arbeit bei der Stadt mit folgenden Worten zusammen: "Es war eine erfüllende Arbeit." Die Spuren, die er hinterlässt, in Projekten, Abläufen und vor allem in den Menschen, mit denen er zusammengearbeitet hat, werden noch lange sichtbar sein.