Bienen beziehen die Dachterrasse des Neuen Rathauses
Auf der Dachterrasse des Neuen Rathauses summt es: Zwei Bienenvölker haben dort ein neues Zuhause gefunden. Mit diesem Projekt setzt die Stadt Leonberg gemeinsam mit der „BienenBleibe“ ein sichtbares Zeichen für Klimaschutz, Biodiversität und Umweltbildung im urbanen Raum.
Von der Idee zur Umsetzung
Die Idee für das Projekt entstand im Jahr 2025 seitens der BienenBleibe. Ende Oktober 2025 wandten sich die Imker Jakob Schwarz und Franz Reinharz der „BienenBleibe“ an die Stadt Leonberg. Bei einem ersten Kennenlerngespräch im Dezember 2025 überzeugten sie mit ihrer Motivation und Vision auf Anhieb.
In den folgenden Monaten haben Klimaschutzreferat und Citymanagement das Projekt innerhalb der Stadtverwaltung weiterentwickelt: Nach interner Abstimmung und einer gemeinsamen Projektvorstellung im Februar 2026 nahm das Vorhaben zunehmend Gestalt an. Schließlich wurde im März 2026 der Vertrag zwischen der Stadt Leonberg und der BienenBleibe unterzeichnet. Der Einzug der Bienen erfolgte am Abend des 1. April zunächst in bestehende Beuten, ein paar Tage später in die neuen Bienenbeuten, als die Temperaturen ausreichend warm waren.
Leidenschaft für Bienen vermitteln
Die Imker Jakob Schwarz und Franz Reinharz sind hauptberuflich Lehrer in Leonberg. Ihre Leidenschaft für die Imkerei und für Bienen möchten sie weitergeben. So gestalten sie Bildungsangebote rund um Bienen – sowohl im schulischen Kontext als auch ehrenamtlich in Kindergärten. Mit der BienenBleibe möchten sie die Faszination für Bienen und das Bewusstsein für Umwelt- und Naturschutz gezielt in die Bevölkerung tragen.
Mehrwert für Umwelt und Gesellschaft
Mit den „Rathausbienen“ verfolgt die Stadt Leonberg mehrere Ziele:
- Unterstützung der Bestäubung: Bienen leisten einen unverzichtbaren Beitrag zur Sicherung lokaler Ökosysteme und Nahrungsketten.
- Umweltbildung und Sensibilisierung: Mitarbeitende, Bürgerinnen und Bürger sowie Besucher erhalten Einblicke in die Bedeutung von Bestäubern.
- Nachhaltigkeit im urbanen Raum: Die Dachterrasse wird zum Lebensraum für Bienen und fördert die ökologische Vielfalt mitten in der Stadt.
- Vorbildfunktion der Verwaltung: Die Stadt zeigt, dass nachhaltige Maßnahmen auch im Verwaltungsalltag konkret umgesetzt werden können.
„Rathaushonig“ als regionales Aushängeschild
Ein besonderes Highlight des Projekts ist der künftig gewonnene „Rathaushonig“. Dieser soll exklusiv im städtischen i-Punkt erhältlich sein und als besonderes Präsent für Anlässe dienen. Lokal produziert, ergänzt er das bestehende Sortiment – etwa Fairtrade-Kaffee und Fairtrade-Schokolade.
Darüber hinaus ist geplant, den Rathaushonig in individuell zusammengestellte Geschenkkörbe zu integrieren. So wird das Projekt auch für Bürgerinnen und Bürger sowie Gewerbetreibende sichtbar und erlebbar.
Zusätzlich soll das Bienenprojekt in das Stadtführungsprogramm aufgenommen werden: Einmal jährlich erhalten Interessierte die Möglichkeit, bei einer Vor-Ort-Führung mit den Imkern spannende Einblicke in die Welt der Bienen zu gewinnen.
Ein Projekt mit Signalwirkung
Mit den neuen Bienenvölkern auf dem Rathausdach verbindet die Stadt Leonberg ökologische Verantwortung mit bürgernaher Vermittlung und regionaler Wertschöpfung. Das Projekt zeigt beispielhaft, wie nachhaltige Ideen gemeinsam mit lokalen Akteuren erfolgreich umgesetzt werden können.