Header Stadt für Morgen

Ratsinformationssystem

Kenntnisnahme ohne finanzielle Auswirkungen - 2023/139

Reduzieren

Beratungsfolge

Reduzieren

Sachverhalt

 

Sachverhalt mit der Stellungnahme der Verwaltung

 

Ausgangslage: Städtebau der 1970er Jahre

Die Entwicklung der Leonberger Innenstadt entspricht nicht mehr den heutigen Ansprüchen einer attraktiven Innenstadt. Die in den 1970er Jahren gewachsene städtebauliche und verkehrliche Struktur ist mittlerweile ein halbes Jahrhundert alt. Was in den 70er Jahren durchaus seine Berechtigung hatte, ist unter den heutigen Gesichtspunkten der Ansprüche an ein attraktives Wohn- und Arbeitsumfeld, sowie den großen Herausforderungen des Klimawandels nicht mehr zeitgerecht.

Die Bundes- und Landespolitik haben Klimaziele vorgegeben und entsprechende Förderprogramme aufgelegt, die eine klare Richtung vorgeben. Mehr Aufenthaltsqualität für Menschen in den Innenstädten und eine Transformation zur sozial- und klimagerechten Stadt. Eine deutschlandweite Aufgabe, der sich die Stadt stellen muss. Deshalb investiert Leonberg mit einem nachhaltigen Stadtumbau in seine Zukunft als attraktiver Wohn- und Wirtschaftsstandort.

 

Um dem sich zuspitzenden Fachkräftemangel zu begegnen, muss Leonberg Standortvorteile nutzen und seine starke Wirschaftskraft bewahren und zukunftsfähig machen. Die Dringlichkeit, jetzt in eine zukunftsgerechte Stadtentwicklung zu investieren ist größer denn je.

Stadt für Morgen: Zukunftsgerechte Stadtentwicklung für eine attraktive Innenstadt

Leonberg soll sich von der autogerechten Stadt zu einer modernen, lebens- und liebenswerten Stadt entwickeln, die „Stadt für Morgen“. Damit verbunden ist das Ziel, attraktive Arbeitsplätze zu sichern und einem Fachkräftemangel entgegenzuwirken, damit sich das Gewerbe- und Einkommensteueraufkommen und somit die Sicherung der komplexen und vielfältigen Infrastruktur der Stadt Leonberg positiv entwickeln kann. Die Entscheidung ist somit eine Investition der Zukunft, die mit Mut und Vertrauen verbunden ist.

 

Zur Sicherung des Standortes Stadtmitte als Einkaufs- und Versorgungsbereich mit Kultur- und Freizeiteinrichtungen, zentraler Verkehrsschnittpunkt und Anspruch an eine hohe Aufenthaltsqualität ist dringend einer Neudefinition des zentralen Bereichs, aber auch seines Umfeldes erforderlich.

 

"Stadt für Morgen" zielt mit zwei eng verknüpften Projekten auf eine attraktive Innenstadt zwischen (Alt-) Eltingen, Römerstraße mit Neuköllner Platz und der Leonberger Altstadt.

 

In den kommenden Jahren sollen Antworten auf die drängenden Fragen der Innenstadtentwicklung gegeben werden, die sowohl den aktuellen als auch den zukünftigen Herausforderungen gerecht werden. Kurzfristige Maßnahmen sollen mit langfristigen Perspektiven zusammengeführt werden.

 

Dabei werden zwei Projekte eng miteinander verknüpft, die aus unterschiedlichen Perspektiven auf die Entwicklung der Leonberger Innenstadt schauen und mit unterschiedlichen Mitteln des Landes bzw. Bundes gefördert werden.

 

Abbildung 1: Übersicht der integrativ geplanten Projekte zwischen Mobilität und Stadtplanung

 

Mobilität in der „Stadt für Morgen“

Dieses Projekt wird mit Landesmitteln des Verkehrsministeriums Baden-Württemberg gefördert und orientiert auf eine nachhaltige Mobilitätsplanung in Kombination mit integrierter städtebaulicher Innenstadt- und Ortskernentwicklung. Eine klimaverträgliche und zukunftsgerichtete Stadt- und Verkehrsplanung steht hier im Fokus. Mit der Umgestaltung wesentlicher Verkehrsachsen sollen Chancen ergriffen werden, die urbanes Zusammenleben und kurze Wege in multifunktional gemischten Stadträumen ermöglichen.


Stadtplanung für “Leonberg 2040: Vernetzte Zentren der Stadt für Morgen“

Dieses Projekt wird unterstützt mit Fördermitteln aus dem Bundesprogramm "Zukunftsfähige Innenstädte und Zentren (ZIZ)" und ist eingebettet in den gesamtstädtischen Stadtentwicklungsprozess zur Neuaufstellung des Flächennutzungsplans Leonberg 2040. Durch Mehrfachnutzung und Nutzungsmischung sollen neue Innenentwicklungspotentiale in der Innenstadt erschlossen und ein sinnvoller und effektiver Umgang mit den begrenzt verfügbaren Innenstadtflächen gefunden werden.

Integration und Bürgerbeteiligung 

Aufgrund der im November 2022 bereitgestellten Bundesmittel aus dem Bundesprogramm "Zukunftsfähige Innenstädte und Zentren (ZIZ)" können nun beide Projekte zu einem gemeinsamen "Stadt für Morgen"-Prozess zusammengeführt werden.

 

Die für die Stadtentwicklung wesentlichen Themen werden dabei integrativ betrachtet und miteinander verknüpft, um dem Ziel einer "Stadt für Morgen" gerecht zu werden.

 

Bild vergrößern: Dies sind die acht Handlungsfelder, die in den kommenden Jahren integrativ geplant und erarbeitet werden.

Abbildung 2: Integrierte Innenstadtplanung auf Grundlage acht wesentlicher Handlungsfelder

 

Die Bürgerbeteiligung ist dabei ein wesentliches Element, um für und mit den Leonberger Bürgerinnen und Bürgern zu planen. Dabei werden zentrale Themen aus acht verschiedenen Handlungsfeldern mit der Bürgerschaft diskutiert und zu einer Innenstadtstrategie ausgearbeitet. Dies sind die acht Handlungsfelder, die in den kommenden Jahren integrativ geplant und erarbeitet werden.

 

Abbildung 3: Rahmenplan der laufenden Bürgerbeteiligung

 

Beschlusslage

 

Grundsatzbeschluss Mobilität (2021/180)

Einer baulichen Neugestaltung der Straßenräume „Stadt für Morgen“ unter der Prämisse „Sozial- und Klimagerechte Stadt“ wird zugestimmt. Die Zustimmung der Neugestaltung erfolgt auf der Grundlage der Annahme, dass die Stadt Leonberg in entsprechende Förderprogramme mit einer Förderquote von mind. 50 % des jeweiligen Straßeninvestitionsvolumens aufgenommen wird.

 

Für die nachfolgend genannten Bereiche/Straßenabschnitte soll zum 31.10.2022 ein Antrag zur Aufnahme in das Förderprogramm unter Beteiligung der Bürgerschaft erarbeitet werden

 

Abbildung 4: Straßenabschnitte, Planungsbereich

 

Grundsatzbeschluss Stadtplanung (2021/449)

Der Gemeinderat bekennt sich zum Förderprojekt „Leonberg 2040 - Vernetzte Zentren für eine attraktive Innenstadt von morgen“.

 

Abbildung 5: Übersicht Projektraum Stadtplanung

 

Die Vernetzung der drei Innenstadtzentren ist eingebettet in einen Zukunftsdialog mit der Bürgerschaft, gesellschaftlichen Akteuren und dem Gemeinderat über die zukünftige Flächennutzung in der Innenstadt im Speziellen (und der Gesamtstadt im Allgemeinen). In Fachforen wird zu sieben verschiedenen Handlungsfeldern den Fragen nachgegangen, wie die räumliche Zukunft Leonbergs im Jahre 2040 aussieht und wie wir zukünftig wohnen, arbeiten, zusammenleben, uns versorgen, fortbewegen und (weiter-) bilden sowie unsere Freizeit verbringen werden. In zielgruppenspezifischen Befragungs- und Beteiligungsformaten wird intensiv über die wesentlichen gesellschaftlichen Makrotrends und über die Auswirkungen des ökologischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Strukturwandels auf die Flächennutzung und die Entwicklung der (Innen-) Stadt diskutiert.

 

Vergabe der Planungsleistungen (2022/033)

Die Planungsleistungen der Leistungsphasen 1-9 für die bauliche Neugestaltung der Straßenräume „Stadt für Morgen“ (Sozial- und Klimagerechte Stadt) werden […] vergeben.

 

Nach Abschluss der Leistungsphase 3 wird über den Fortgang ab Leistungsphase 4 erneut im Gremium beraten und entschieden.

 

Abbildung 6: Visualisierung Beschlüsse und Planungsstand

 

Loading...