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Beschlussvorschlag mit finanziellen Auswirkungen - 2022/315
Grunddaten
- Betreff:
-
Neugestaltung "Alte BAB-Trasse" im Rahmen des Landschaftsparkprogramms des Verbands Region Stuttgart - Bau eines Boulderblocks im Bereich der "Alten BAB-Trasse", südlich des Brombeerwegs - Antrag auf Kofinanzierung beim Verband Region Stuttgart, Förderperiode ab dem Jahr 2023
- Status:
- öffentlich (Vorlage freigegeben)
- Vorlageart:
- Beschlussvorschlag mit finanziellen Auswirkungen
- Federführend:
- Amt für Kultur und Sport
- Beteiligtes Amt:
- Stadtplanungsamt; Tiefbauamt
Beratungsfolge
| Status | Datum | Gremium | Beschluss | NA |
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●
Erledigt
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Planungsausschuss
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Vorberatung
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22.09.2022
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Erledigt
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Gemeinderat
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Entscheidung
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27.09.2022
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Beschlussvorschlag
- Die dargelegten Ausführungen und der Lageplan werden als Grundlage für die weitere Planung und Umsetzung eines Boulderblocks im Rahmen der Neugestaltung der „Alten BAB-Trasse“ zur Kenntnis genommen und genehmigt.
- Die Verwaltung wird beauftragt, für den Bau eines Boulderblocks fristgerecht einen Förderantrag (Kofinanzierung) im Rahmen des Landschaftsparkprogramms des Verbands Region Stuttgart zu stellen.
- Die Verwaltung wird beauftragt, die Mittel im Haushaltsplanentwurf 2023 zu veranschlagen.
Sachverhalt
Hintergrund
Am 20.03.2018 (vgl. SV 2018/038) hat der Gemeinderat dem Plankonzept „Grünraumvernetzung Kernstadt Leonberg“ einstimmig zugestimmt und die Verwaltung gleichzeitig beauftragt, zur Planung und Umsetzung der einzelnen Projekt- und Bauabschnitte die notwendigen Beschlüsse und Maßnahmen einzuleiten sowie mögliche Fördermittel zu beantragen. Beinhaltet war dabei auch unter anderem die Neugestaltung der „Alten BAB-Trasse“ als „StadtNaturRaum“, der die innerörtlichen Vernetzungen aufnehmen und die Verbindungen zum Leobad sowie zur Leonberger und Gerlinger Heide schaffen sollte.
Auszug aus dem vom Gemeinderat am 20.03.2018 beschlossenen Konzept
„Grünraumvernetzung Kernstadt Leonberg“ (siehe auch hierzu SV 2018/038):
„[...] Der StadtNaturRaum eröffnet Freizeit-, Erholungs- und Rückzugsräume in einem topographisch stark bewegten Gelände auf ca. 1,5 km Länge. Landart, Kunst, eine Gastronomie sowie z.B. Bereiche für Spielen, Klettern und Skaten ergänzen die Abfolge der landschaftlichen Elemente. [...]“
Diesem Gemeinderatsbeschluss folgend wurde durch die Verwaltung für einen ersten Projektabschnitt der „Alten BAB-Trasse“ (Brombeerweg – Marienbader Str.) erfolgreich ein Antrag auf Kofinanzierung im Rahmen des Landschaftsparkprogramms Region Stuttgart des Verbands Region Stuttgart gestellt. Dieser Abschnitt wurde bereits umgesetzt und abgeschlossen.
Aus den Ergebnissen der Online-Bürgerbeteiligung (siehe Übersicht Anlage 1, SV 2021/076), die im Rahmen der Planungen des bereits abgeschlossenen Projektabschnitts durchgeführt wurde, resultieren einige Folgeprojekte (z.B. Pumptrackanlage, Boulderblock), die sukzessive aufgegriffen und umgesetzt werden sollen. Der Boulderblock ist ein weiterer Baustein im Gesamtkonzept.
Nachdem für den Bau einer Pumptrackanlage die ersten Umsetzungsschritte bereits eingeleitet wurden (Verweis auf Bezugsvorlage SV 2022/211), soll der neue Koinanzierungsantrag den Bau eines Boulderblocks im Bereich der „Alten BAB-Trasse“, südlich des Brombeerwegs beinhalten (s. Anlage 2, Lageplan).
Es ist vorgesehen, erneut eine Kofinanzierung (50%-Förderung) im Rahmen des Landschaftsparkprogramms Region Stuttgart beim Verband Region Stuttgart zu beantragen. Die Frist zur Einreichung des Antrags für die Förderung ab dem Jahr 2023 endet am 30.09.2022.
Sachverhalt
Bei der im Januar 2021 von der Stadtverwaltung durchgeführten Bürgerbefragung wurde von der Bezirksgruppe Leonberg (BG Leo), Deutscher Alpenverein (DAV) Sektion Stuttgart der Vorschlag zur Errichtung einer Boulderanlage eingereicht.
Nach Prüfung durch die Verwaltung in Zusammenarbeit mit dem Büro Ukas, Freie Landschaftsarchitekten, lässt sich ein Boulderblock problemlos in das Gesamtkonzept integrieren und wurde zur Umsetzung vorgemerkt (siehe Übersicht Anlage 1, SV 2021/076).
Im Sommer 2021 kam der Deutsche Alpenverein (DAV) Sektion Stuttgart, Bezirksgruppe Leonberg auf die Verwaltung zu, mit dem Wunsch zur Umsetzung des Boulderblocks (s. Anlage 3, Präsentation DAV).
Die Bezirksgruppe Leonberg besteht seit 25 Jahren und zählt aktuell ca. 800 Leonberger Mitglieder, davon 130 Kinder und Jugendliche. Regelmäßige Kletteraktivitäten wie z.B. monatliche Gruppenabende, das jährliche Engelbergsteigen sowie Ausflüge in die Alpen erfreuen sich reger Teilnahme. Das wöchentliche Kinderkletterangebot in der Georgii-Halle ist restlos ausgebucht, sodass regelmäßig 30-50 Kinder auf der Warteliste stehen. Durch die Erweiterung des Sportangebots und der kommunalen Infrastruktur mittels eines Boulderblocks könnte Abhilfe geschaffen werden, da in Leonberg nur die Georgii- Halle über eine Kletterwand verfügt und somit die räumlichen Kapazitäten stark eingeschränkt sind.
Bouldern bedeutet Klettern ohne Seil und Klettergurt an Felsblöcken, Felswänden oder an künstlichen Kletterwänden in Absprunghöhe – also einer Höhe, aus der noch ohne Verletzungsgefahr abgesprungen werden kann. Es ist eine eigene Disziplin des Sportkletterns und hat in den vergangenen Jahren eine rasante Entwicklung durchlaufen und enorm an Popularität gewonnen.
„Gebouldert“ wird in Boulderhallen oder an künstlichen Kletteranlagen im Freien.
Die Kletterrouten bestehen aus farbigen Kunststoffgriffen in allen möglichen Formen. Die jeweiligen Routen sind in einer einheitlichen Farbe gekennzeichnet und in Schwierigkeitsgrade eingeteilt. Um die Attraktivität der Kletteranlage aufrecht zu erhalten, können die Kletterrouten regelmäßig abgeändert werden indem die Griffe um geschraubt werden.
Es gibt eine kleine Anzahl an Naturkletterfelsen in der näheren Umgebung von Leonberg, künstliche Kletter- und Boulderanlagen im Freien hingegen sind selten zu finden und stellen für die jeweilige Kommune und die Region ein Alleinstellungsmerkmal hinsichtlich der Freizeitaktivitäten sowie des Erlebniswertes dar. In der näheren Umgebung von Leonberger gibt es einen Boulderblock der Stadt Stuttgart in Feuerbach (Entfernung 15km), einen naturbelassenen Boulderblock (nur Felsstruktur ohne Griffe) in Kernen/ Stetten im Remstal (Entfernung 38km) sowie eine Boulderanlage in Allmersbach im Tal bei Winnenden (Entfernung 51km).
Klettern an Sich ist eine natürliche und schon seit je her angewendete Fortbewegungsart des Menschen. Gerade bei Kindern ist Klettern ein wichtiger Baustein und Bestandteil zur Entwicklung der motorischen Fähigkeiten sowie der Koordination. Spielerisch werden grundlegende Elemente der Bewegungsentwicklung erlernt und verfeinert.
Der Einstieg ins Bouldern ist leicht, da man ohne Vorkenntnisse, ohne spezielles Training und ohne große Ausrüstung die ersten Kletterversuche durchführen kann. Durch die Vielzahl an verschiedenen Kletterrouten werden alle Könnerstufen und jegliches Alter angesprochen.
Kommunale Sportangebote erhöhen die Attraktivität und den Freizeitwert einer Stadt und Leonberg folgt bereits dem Trend, Sport im Freien zu Treiben. Auf der alten Autobahntrasse wird in unmittelbarer Nähe ein Pumptrack entstehen sowie Outdoor Fitnessgeräte aufgestellt, im Stadtpark soll eine Calisthenics-Anlage gebaut werden.
Die zunehmende Bedeutung von Bewegung, vor allem an der frischen Luft, wird immer präsenter und fördert das physische als auch psychische Wohlbefinden.
Ausführung, Bau- und Unterhaltskosten
Geplant ist ein individuell gestalteter, mittelgroßer Boulderblock mit etwa 80m² Kletterfläche. Dies entspricht ca. 6-8 Personen die gleichzeitig klettern können. Die max. Gesamthöhe der Kletteranlage liegt bei 3 Meter, als Fallschutz wird Kies bevorzugt gemäß den Sicherheitsanforderungen der EU Norm DIN EN 12572-2. Um den Boulderblock bei jeder Witterung nutzen zu können sollte ein Dach als Regenschutz vorhanden sein, dieses darf nicht überkletterbar sein (s. Anlage 4, Bilder Boulderblock Lindau).
Die Vorteile eines individuell geplanten Boulderblocks sind, u.a., dass er in Farbe und Form an die geographischen Gegebenheiten und die Landschaft rund um den Standort angepasst werden kann. Somit fügt sich der Boulderblock passend in die Umgebung und das Stadtbild ein.
Es kann auch, anders wie bei vorgefertigten Standard Boulderblocks, eine Mischung aus flachen und überhängenden Wandelementen konstruiert werden, sodass sowohl Anfänger als auch Fortgeschrittene Freude an der Anlage finden werden. Bei reger Nutzung ist der Boulderblock problemlos erweiterbar.
An Kosten sind für die Planung und den Bau des Boulderblocks an sich ca. 80.000 € zu erwarten. Für das Fundament und den Fallschutz sind 25.000 € zu veranschlagen sowie 21.000 € (20% der Baunebenkosten) für die Erstellung von Genehmigungsunterlagen (Baugenehmigung, LSG Genehmigung etc.) sowie weiteren Planungskosten.
In Gesprächen mit der Unteren Naturschutzbehörde des Landratsamtes Böblingen wurde der Standort bereits abgestimmt sowie die notwendige Erlaubnis nach LSG Verordnung in Aussicht gestellt.
Analog der Kontrolle von Spielplätzen erfolgt eine wöchentliche visuelle Routinekontrolle des Boulderblocks, alle 1-3 Monate eine detaillierte Inspektion sowie eine jährliche Hauptinspektion durch eine sachkundige externe Firma, bspw. TÜV Süd. Der Verein würde die visuelle Routinekontrolle mit unterstützen sowie die Pflege der Anlage, aus versicherungstechnischen Gründen ist aber keine weitere Unterstützung durch den Verein möglich. Eine spezielle Reinigung der Griffe regelmäßig mittels Ultraschall ist notwendig, da diese speckig werden und man abrutschen könnte.
Finanz. Auswirkung
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JA |
x |
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NEIN |
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Kontierung |
Jahr |
verfügbares Budget |
Finanzbedarf |
Bemerkung |
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755100063002 Alte Autobahntrasse Boulderblock Zuwendung Verband Region Stuttgart |
2023 |
0 |
52.500 |
Der mögliche Zuschuss des Verbands Region Stuttgart wird im Haushaltsplanentwurf 2023 veranschlagt |
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755100067002 Investitionsauftrag Auszahlung für sonstige Baumaßnahmen |
2023 |
0 |
126.000 |
Der Finanzbedarf wird im Haushaltsplanentwurf 2023 veranschlagt.
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42120000 Sachkonto 55100002 Kostenstelle Spielplätze etc. |
2023 ff |
0 |
2.350 |
Kosten für Betrieb und Unterhalt. Wartung und Reparaturen durch externe Dienstleister. Die Mittel werden im Haushaltsplanentwurf 2023 veranschlagt. |
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48110010 Sachkonto 55100002 Kostenstelle Spielplätze etc. |
2023 ff |
0 |
5.200 |
BBH Leistungen. Wöchentliche Kontrollen, ggf. Umstecken der Kletterrouten durch den BBH. Die Mittel werden im Haushaltsplanentwurf 2023 veranschlagt. |
Anlagen
| Nr. | Name | Original | Status | Größe |
|---|---|---|---|---|
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1
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(wie Dokument)
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455 kB
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2
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(wie Dokument)
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4,4 MB
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3
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(wie Dokument)
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2,4 MB
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4
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(wie Dokument)
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1 MB
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