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Beschlussvorschlag und Kenntnisnahme - 2021/097

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Beratungsfolge

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Beschlussvorschlag

  1. Der Gemeinderat nimmt Kenntnis von dem nachstehend beschriebenen Sachverhalt.
  2. Der Gemeinderat beauftragt die Verwaltung ein „Leitbild zukunftsfähiges Bauen“ für die Stadt Leonberg auf der Basis der nachstehend erläuterten und in der Anlage dargestellten Entscheidungsgrundlage zu entwickeln.
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Sachverhalt

Sachverhalt mit der Stellungnahme der Verwaltung

 

Mit Vorlage 2020/196 ist die Verwaltung dem Auftrag des Gemeinderats, die Bau-, Qualitäts- und Ausstattungsstandards für Kindertageseinrichtungen zu aktualisieren, nachgekommen und unterbreitete einen ersten Vorschlag. Die Gremien beauftragten daraufhin das Gebäudemanagement in der Sozial- und Kulturausschusssitzung am 11.11.2020, übergeordnete Themen in einer ergänzenden Vorlage für einen Leitfaden für alle Neubauten der Stadt Leonberg zu entwickeln.

 

Unter dem Begriff „Zukunftsfähiges Bauen“ möchte die Verwaltung zusammen mit den Gremien ein Leitbild entwerfen, das bei allen Bauprojekten Anwendung findet.

 

Längst spielt nicht nur die Betrachtung der Kosten und Bauzeit eine Rolle. Das Thema „Nachhaltigkeit“ tritt immer mehr in den Vordergrund. Der Leitfaden soll daher vorrangig auf der Betrachtung folgender - 3 Säulen - aufgebaut sein: 

 

  • A. Planungs- und Bauzeiten

 

  • B. Agenda 2030/Klimavorbehalt

 

  • C. Kostenoptimierung

 

In der beigefügten Anlage 1 sind von der Verwaltung entwickelte Entscheidungsgrundlagen stichwortartig aufgeführt und erläutert, welche in dem Leitbild weiter ausgearbeitet werden sollen.

Diese Säulen sollen hinsichtlich der Kriterien Bauaufgabe + Grundstück / Optimierung CO2 Emissionen /Lebenszyklus+Bedarf+Bauland in jedem Einzelfall untersucht und bewertet werden. Im Idealfall findet diese Bewertung bereits direkt nach der Bedarfsanmeldung für ein Bauvorhaben, jedenfalls so früh wie möglich statt. Dieser 1. Schritt kann auch mit der Hilfe und Unterstützung externer Dienstleister erfolgen, die der Stadt Leonberg die entsprechende Fachexpertise zukommen lassen und damit die jeweilige Bewertung ermöglichen. Es kann davon ausgegangen werden, dass dabei einzelne Expertisen nicht immer wieder neu zu erstellen, sondern über mehrere Bauaufgaben hinweg übertragbar sind. Als Beispiel sein hier ein Vergleich der Emissionen bei unterschiedlichen Bauweisen wie Massiv-, Holz-, Modul-, Element- oder Hybridbau genannt.  

 

  1. Bauaufgabe und Grundstück:

 

Bauaufgabe und Grundstück klären

 

Nach Benennung der anstehenden Bauaufgabe erfolgt in einem ersten Schritt die Untersuchung, ob ein dafür geeignetes Grundstück (Größe, Lage, Baugrund, etc.)  vorhanden ist.

Anschließend sind die Eigentumsverhältnisse zu klären. Im Idealfall ist das Grundstück im Besitz der Stadt und kann anhand der Bauaufgabe bebaut werden. Sollte hierzu eine Anpassung des Bebauungsplanes erforderlich werden, ist dies im Vorfeld abzuklären.

Hat die Stadt kein derartiges Grundstück im Besitz, ist die Ankaufmöglichkeit unter den gleichen Voraussetzungen wie gerade beschrieben zu untersuchen und diese Option zur Entscheidung zu stellen.

 

Optimale Bauweise

 

Aufgrund der Bauaufgabe, der Lage des Grundstücks, eventuell bereits vorhandener Gebäudeteile, Transport Material- und Entsorgungswege ist/sind die geeignete/en Bauweise/en zu klären. Übergeordnet stehen hier Leichtbau (Holzbau), Massivbau (Stahlbeton + Mauerwerk) sowie Hybridbauweisen (Mischung z.B. Holz/Beton) zur Verfügung.

Daraus abgeleitet ergeben sich verschiedene Optionen. Diese können eine konventionelle Bauweise wie auch eine Modulbau (3-dimensionale Raummodule) oder Elementbauweise (2-dimensionale Bauelemente) sein.

 

Geeignete Baustoffe wählen

 

Idealerweise werden Baustoffe verwendet und abhängig von der Nutzung festgelegt, die sowohl in der Herstellung, der Verarbeitung, dem Transport, Einbau, der Nutzungsdauer und zuletzt auch der Wiederverwendung nach dem Rückbau ein Minimum an Ressourcen verbrauchen. Diese Betrachtung und auch Verwendung ermöglicht, über die gesamte Verwendungszeit betrachtet, eine optimierte Energie- und CO2 Bilanz.

 

Baustandards

 

Eine rechtzeitige Auswahl der Baustandards kann parallel zu den vorangegangenen Schritten erfolgen und später als Basis für die weitere gleiche Bauaufgabe herangezogen werden. Dadurch wird ebenfalls eine Optimierung der Bau – und Planungszeiten erreicht. Nicht zuletzt ermöglicht dies auch eine Bewertung der Kosten zu einem früheren Zeitpunkt mit einer höheren Genauigkeit als bei schrittweiser Festlegung der Standards.

 

Planungs- und Steuerungsbedarf

 

Auf der Grundlage der zuvor ermittelten Kriterien ist der Steuerungs- und Planungsbedarf zu ermitteln. Dies betrifft sowohl interne Abläufe, wie auch den Einkauf von externen Dienstleistungen.

Der Planungs- und Steuerungsbedarf ist bei der konventionellen Bauweise, bedingt durch eine Vielzahl an zu klärenden Fragen und Planungsschritten (jedes Detail ist neu, muss geplant, abgestimmt, ausgeschrieben, vergeben und anschließend gebaut, überwacht, sowie abgerechnet werden) höher als bei einer Modul- oder Elementbauweise. Diese beiden Bauweisen haben den Vorteil, dass sie auf immer wiederkehrende Bauteile oder Raummodule zurückgreifen.

Dadurch kann sich ein minimierter Planungsaufwand und kürzere Bauzeiten ergeben. Erreicht wird dies z.B. durch vorgefertigte witterungsunabhängig erstellte Bauteile und die durch maschinelle Vorfertigung erreichte höhere Präzision, sowie eine schnellere Ausführungszeit vor Ort. Parallel können auf der Baustelle bereits vorbereitende Maßnahmen wie Grundstück freimachen, Erschließung und Gründung erfolgen.

Bei der konventionellen Bauweise liegen die Vorteile in der Verarbeitung gleicher Baustoffe wie im Bestand bei Anbauten, Umbauten oder Erweiterungen. Dies hat gegebenenfalls positiven Einfluß auf die Gefahr der Bildung von Anschlußrissen oder der statischen Ausbildung der Anschlüße bei vorgegebenen Anschlußhöhen. Ebenfalls positiv ist die Flexibilität in der Formensprache (rund) bei vorgegebenem Bestand oder einem entsprechendem Entwurf.

 

Optimierung der Bauabläufe

 

Mit Hilfe der bis zu diesem Schritt bereits getroffenen Entscheidungen können die Bauabläufe optimiert werden. Ein hoher Grad an Vorfertigung ermöglicht weniger Zeitaufwand für Planungszeit, weniger Transporte zur Baustelle, kürzere Bauzeiten, optimierte Unterhalts- und Betriebskosten, sowie geringere Belastung der angrenzenden Bewohner und Gebäude durch Baulärm, Verschmutzung und Bauzeit. Voraussetzung dafür sind aber auch frühzeitige Festlegungen der aus der Bauaufgabe und geplanten Nutzung des Gebäudes resultierenden Fragen. Spätere Änderungen sind dann nur noch bedingt möglich und mit zusätzlichen Kosten verbunden.

 

Zusammenfassung Planungs- und Bauzeiten:

 

Frühzeitige Festlegung der Punkte Baustandard, Bauweise und Baustoffe haben erheblichen Einfluss auf Bauzeit und Baukosten. Werden die möglichen Potentiale durch vorangegangene Betrachtung dieser Punkte genutzt, können in den Bereichen

Planungs- und Bauzeit, Agenda 2030 + Klimavorbehalt und Kosten Optimierungen erreicht und genutzt werden. Dies hat für alle Bauarten Gültigkeit.

Grundvoraussetzung ist das Abarbeiten der genannten Punkte um daraus die entsprechenden Vorteile und Optimierungen erzielen zu können. Wichtig ist hier die Langzeitbetrachtung und der entsprechende Arbeits- und auch Mitteleinsatz zu Beginn der Planungs- und Bauaufgabe.

 

 

  1. Optimierung CO2 Emissionen

 

Energieverbrauch ≤ -erzeugung

 

Idealerweise erzeugt ein Gebäude mehr Energie als es verbraucht. Um dieses Ziel zu erreichen oder aber auch um ihm möglichst nahe zu kommen gibt es verschiedene Wege, die nicht einzeln zu betrachten sind, sondern in ihrer Gesamtheit wirken. Es kann der Energieverbrauch minimiert, der Einsatz der Ressourcen optimiert oder  auch die Betrachtung eines Gebäudes über die gesamte Lebenszeit erfolgen.

Durch den letztgenannten Punkt sind Anpassungen, am besten in der Planungsphase, an allen Stellschrauben fortlaufend möglich. So kommen  Materialien hinzu, die Energiegewinnung verändert sich und/oder wird optimiert. Dadurch können Einsparungen im Energieverbrauch, der Energiegewinnung und damit der Gesamtbilanz eines Gebäudes entstehen.

 

CO2 Emissionen und -reduzierung

 

Eine intelligente und gesamtheitliche Betrachtungsweise hinsichtlich der Anforderungen und Randbedingungen an ein Gebäude ermöglichen den Weg zu diesem Ziel. So stehen Baustoffe zur Verfügung, die für eine Vielzahl an Gebäudetypen die Anforderungen an die gängigen Normen (Brandschutz, Schallschutz und Bauphysik) erfüllen und gleichzeitig zur Verringerung von CO2 Emissionen und Energieverbrauch führen. Aber nicht nur der Baustoff, sondern auch seine zielgerichtete Verwendung, die Herkunft und Recycelbarkeit sind bei der CO2-Reduktion wichtig.

Beispielhaft sei hier der Baustoff Holz genannt, der vielfältige Anfoderungen erfüllt und für unterschiedlichste Gebäudetypen eingesetzt werden kann. Holz selber ist nahezu klimaneutral. Für die Ausstattung eines Gebäudes gibt es bereits heute viele Materialien, die aus recycelten Baustoffen hergestellt werden oder eben selbst nach Ablauf ihrer Lebenszeit wieder in den Kreislauf rückführbar sind.

 

100% recycelbar

 

Über eine entsprechende Materialwahl und Wiederverwendung von Baustoffen und Baumaterialien kann dieses Ziel angegangen werden.

 

Gesicherte Qualität / Optimierte Logistik

 

Eine Fertigung in der Fabrik ist einer Herstellung direkt auf der Baustelle in verschiedenen Punkten überlegen. Dies sind beispielsweise höhere Qualität in der Genauigkeit und Schnelligkeit, sowie im Bereich der Kosten Einsparpotential durch optimierte Logistik (Transport) und je nach Bauweise auch Mehrfachfertigung (Module oder Bauelemente).   

Die Kombination verschiedener Bauweisen kann ebenfalls zu Qualitätsverbesserungen führen, da sich vielfältige Gebäudetypen und Nutzungen abbilden lassen.

 

Ressourcenverbrauch minimieren

 

Auch hier spielt die Materialwahl (nachwachsende Rohstoffe) eine große Rolle. Zusätzlich sind aber auch eine intelligente Logistik, kurze Wege, reduzierte Transportaufkommen, kurze Bauzeiten, weniger Abfall beim Rückbau und optimierte Unterhalts- und Betriebskosten von wesentlicher Bedeutung. Daher sind diese Festlegungen an den Anfang einer Planung zu stellen und auch hinsichtlich der Kosten über den gesamten Lebenszyklus zu betrachten und nicht nur auf die Gestehungskosten zu reduzieren.

 

Reduzierte Planungs- und Bauzeit

 

Nicht zuletzt haben alle vorgenannten Punkte Auswirkungen auf Planungsaufwendungen und Bauzeit. Die Summe optimierter Auswahl- und Umsetzungsentscheidungen führt auch in den Bereichen Planung und Bauzeit zu Einsparungen. Somit können auch hier CO2 Emissionen, Energie- und Ressourcenverbrauch verringert werden.

 

Zusammenfassung Optimierung CO2 Emissionen:

 

In die unmittelbare Zukunft gedacht sind Einsparungen im Bereich der CO2 Emissionen, des Ressourcen- und Energieverbrauchs ein Teil der anstehenden Aufgaben und unabdingbar um die Ziele der Agenda 2030 zu erreichen.  Die Bauaufgabe mit ihrer Vielzahl an zu entscheidenden Punkten und Optimierungsmöglichkeiten kann eine mitentscheidende Rolle beim der Erreichen des Ziels spielen. So ist es notwendig eine Optimierung in den Bereichen Planungs- und Bauzeit, Agenda 2030 + Kllimavorbehalt und Kosten zu erreichen.

 

  1. Lebenszyklus + Bedarf + Bauland

 

 Gesamtlebenszyklus betrachten

 

Dies ist ein entscheidender Punkt für die Gesamtbilanz eines Gebäudes. Das gilt sowohl für den Bereich Kosten und Emissionen (Klimaagenda, Umweltschutz, etc.), wie auch für eine nachhaltige Ausrichtung einer Stadtplanung. Denn nicht nur Material und Recycelbarkeit spielen eine Rolle, sondern auch die Betrachtung der Nutzung, einschließlich einer möglichen Nutzungsänderung eines Gebäudes im Laufe der Zeit. Eine frühzeitige Untersuchung und Klärung dieser Frage kann Kosten, Bauland und Ressourcen einsparen.

 

Frühe Entscheidung Bauweise

 

Je früher die Bauweise geklärt wird und je weniger unterschiedliche Möglichkeiten in Bezug auf Material, Statik, Gebäudetechnik und Nutzungsvarianten über die Planungs- und Nutzungszeit des Gebäudes berücksichtigt und eingeplant werden müssen, desto leichter ist eine kosten- und nutzungsoptimierte Bauplanung möglich.

 

Investkosten / Betriebskosten

 

Diese Betrachtung gehört unbedingt in eine Gesamtbilanz. Ein vermeintlich günstiges Bauvorhaben kann über eine Nutzungszeit von beispielweise 50 Jahren teurer werden, als ein am Anfang gründlich, optimiert und durchaus mit höherem Anfangsinvest geplanter Bau. Die Gesamtbilanz/Lebenszyklusanalyse führt u.a. zu einer Senkung der Betriebskosten, geringeren Kosten im Falle eines Umbaus bei einer Umnutzung und dem günstigeren Austausch von defekten und abgenutzten Bauteilen. Des Weiteren können Emissionen und Materialrückführungen bei Rückbau von Gebäuden optimiert werden. 

 

Vergabeverfahren

 

Auch hier muss durch Optimierung und verschiedene Lösungsansätze ein Optimum gefunden werden. Leistungen, die teilweise gebündelt werden können, wie z.B. im Modulbau sparen Zeit und damit Kosten.

 

Preis- und Leistungsoptimierung

 

Eine rechtzeitige und den vorgenannten Punkten gerechte Auswahl an Materialien, gerade in Bezug auf die Betrachtung über die gesamte Lebenszeit, die Emissionen bei Herstellung und Rückbau und die Kosten im laufenden Betrieb, müssen in ein ausgeglichenes Verhältnis gesetzt werden. Auch hier gilt, dass die Betrachtung der Kosten und Leistungsfähigkeit eines Produktes über eine längere, im Idealfall über die gesamte Gebäudenutzungsdauer, zu berücksichtigen sind, um das tatsächlich beste Ergebnis zu erreichen.

 

Strategische Überlegungen und Grundstückskauf

 

Eine nachhaltige Planung erfordert eine Betrachtungsweise über den akuten Bedarf eines Gebäudes und seiner Nutzung hinaus. Das Stichwort ist hier die Nutzungsänderung, die sich im Laufe der Zeit ergeben kann.

Dies gilt sicher auch für die Auswahl geeigneter Grundstücke. Möglicherweise ist ein für eine KITA geeignetes Grundstück einer Städteplanung unter dem Gesichtspunkt demographischer Entwicklungen nicht förderlich, bzw. soll und kann dann so geplant werden, dass beide Nutzungen mit geringen Änderungen und Umbaumaßnahmen möglich werden.

Ein weiterer Punkt ist die Beschaffung und Haltung von Grundstücken. Hier ergeben sich Möglichkeiten im Bereich der Städteplanung und unter Berücksichtigung eines Gesamtkonzeptes, die sich bei eigenen Grundstücken leichter und nachhaltiger verfolgen lassen.

Auch einem überhitzten Markt mit überzogenen Grundstückspreisen kann entgegengewirkt werden.

 

Zusammenfassung Lebenszyklus + Bedarf + Bauland:

 

Ziel ist es, für die vielfältigen und speziellen Aufgaben und Nutzungen den jeweils optimalen Entscheidungs-, Planungs- und Ausführungsweg zu finden. Dabei werden die für die jeweilige Bedarfsanmeldung zuständigen Ämter, wie zum Beispiel das Amt für Jugend, Familie und Schule hinsichtlich der Anforderungen an Raumprogramm wie bisher eingebunden.

Der tragende Gedanke entspricht der Optimierung der unterschiedlichen Aufgaben unter Zuhilfenahme der 3 Säulen.

Am Anfang entsteht hier sicher ein höherer Aufwand, da verschiedene Betrachtungen und auch damit verbundenen Leistungen zum Einsatz kommen, die ausgeführt und auch bezahlt werden müssen. Allerdings ist eine gesamtheitliche Betrachtung nötig, um Vor- und auch Nachteile zu erkennen und zu bewerten.

Eine massive, modulare oder Elementbauweise soll zukünftig keine der jeweils anderen Bauweisen ersetzen sondern so ergänzen, dass eine Optimierung in der Summe erreicht wird.

Da es sich bei verschiedenen Untersuchungen, die auf den vorangegangenen Seiten beschrieben sind (wie z.B. Auswahl Materialien Konstruktion, Materialien Ausbau, Emissionsverhalten Bauteile, Einsatz welcher Haustechnik, Kosten- Nutzungsvergleich Energieoptimierungsmaßnahmen etc.) um wiederkehrende Prozesse handelt, ergibt sich ein Synergieeffekt. So kann davon ausgegangen werden, dass sich Kosten für die Erbringung dieser Leistungen nicht nur auf das die jeweilige Untersuchung anstoßende Bauvorhaben, sondern auf mehrere Bauvorhaben umlegen lässt.

 

 

Ausblick

 

Die Verwaltung empfiehlt den Maßnahmenkatalog in Abstimmung mit dem Rat zu spezifizieren und nach Freigabe des Leitbildes zukünftige Bauvorhaben unter diesen Gesichtspunkten zu begleiten, bewerten und Entscheidungen herbeizuführen. Das Leitbild selbst soll dabei fortlaufend angepasst werden, sobald zielführende Veränderungen wie z.B. im Bereich Energiegewinnung, Dämmstandards, Materialen, technische Ausrüstungen usw., die den anerkannten Regeln der Technik entsprechen, marktreif sind.

 

Über ein entsprechendes Monitoring können dann relevante Daten erhoben und teilweise auch mit bestehenden Gebäuden verglichen werden. Dies kann z.B. in den Bereichen Energieverbrauch und Kosten erfolgen. Auf diesem Weg ist somit auch eine Nachhaltigkeit der Maßnahmen messbar und nötige Veränderungen werden erkannt.

 

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Anlagen

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