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Beschlussvorschlag mit finanziellen Auswirkungen - 2021/075

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Beratungsfolge

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Beschlussvorschlag

  1. Die KZ-Gedenkstätteninitiative wird mit bis zu 6.000 Euro jährlich für die Jahre 2021, 2022 und 2023 beim Aufbau eines Archivs unterstützt.
  2. Der Finanzierung der Aufwendungen für das Jahr 2021 aus den veranschlagten Mitteln für das Jubiläum der KZ-Gedenkstätteninitiative wird zugestimmt. 
  3. Die Verwaltung wird beauftragt, die entsprechenden Mittel für die Jahre 2022 und 2023 im Haushalt zu veranschlagen.

 

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Sachverhalt

 

Sachverhalt mit der Stellungnahme der Verwaltung

Die KZ-Gedenkstätteninitiative Leonberg e.V. besteht seit März 1999, seit dem Jahr 2000 als gemeinnütziger, eingetragener Verein. Ziel der Gedenkstätteninitiative ist es, die Erinnerung an das Konzentrationslager Leonberg zu bewahren. Dies erfolgt durch Kontakt mit noch lebenden ehemaligen Häftlingen bzw. deren Nachkommen und den Erhalt insbesondere des alten Engelbergtunnels, einer ehemaligen Produktionsstätte der Rüstungsfirma Messerschmitt, in der mehrere tausend KZ-Häftlinge und Zwangsarbeiter eingesetzt wurden.

Ein zentraler Aspekt der Arbeit des Vereins ist die Erforschung und Vermittlung der Geschichte von KZ und Zwangsarbeit in Leonberg. Zu diesem Zweck baut die Initiative seit 2017 ein eigenes Archiv auf, um das teils über Jahrzehnte gesammelte Material ordnungsgemäß zu verwahren, wissenschaftlich aufzuarbeiten und der Öffentlichkeit –  insbesondere für die politische Bildung Heranwachsender – zugänglich zu machen. Hierfür engagierte sie eine qualifizierte Fachkraft mittels Werkvertrag. Die Personalkosten für den Aufbau des Archivs wurden für die Jahre 2018 und 2019 durch Mittel der Landeszentrale für politische Bildung getragen. Diese Förderung ist zwischenzeitlich ausgelaufen, die Arbeiten sind aber noch nicht abgeschlossen. Dies soll voraussichtlich im Jahr 2023 erfolgen. Daher erbittet der Vorstand des Vereins Mittel in Höhe von bis zu 6.000 Euro jährlich für insgesamt 3 Jahre. Die KZ-Gedenkstätteninitiative weist die Aufwendungen gegenüber dem Amt für Kultur und Sport nach.

 

Aus Sicht der Verwaltung stellt das Archiv der KZ-Gedenkstätteninitiative eine historisch bedeutsame Quellen- und Literatursammlung dar. Das Archiv wird voraussichtlich in den kommenden Jahren in das Stadtarchiv überführt werden. Je besser es im Vorfeld sortiert und strukturiert ist, umso weniger Arbeitszeit wird für die Eingliederung in die städtischen Bestände benötigt werden – was schlussendlich Personalkosten spart

Das Erinnern an den Zweiten Weltkrieg und die Bewahrung des Andenkens an die Opfer des Holocausts ist eine zentrale Aufgabe bundesdeutscher Erinnerungskultur. Die „Erinnerungskultur, die Verantwortung, die sich aus der Vergangenheit ableitet, ist mittlerweile Teil der deutschen ‚Staatsräson‘.“ (Bundeszentrale für politische Bildung) Insbesondere vor dem Hintergrund des Verschwindens der Zeitzeugen muss eine nachhaltige Bewahrung und zeitgemäße Vermittlung der historischen Dokumente gewährleistet werden. Hierbei hat die KZ-Gedenkstätteninitiative, ein ehrenamtlich betriebener, gemeinnütziger Verein, für Leonberg und die Region Außerordentliches geleistet, was eine entsprechende langfristige finanzielle Unterstützung seitens der Stadt begründet.

 

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Finanz. Auswirkung

JA

x

 

NEIN

 

 

Kontierung

Jahr

verfügbares Budget

Finanzbedarf

Bemerkung

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Sachkonto 42710000

Kostenstelle 25200000

Kommunale Museen

2021

30.000

6.000

Jubiläum KZ-Gedenkstätteninitiative entfällt 2021 wegen Corona. Die Finanzierung erfolgt aus dem Haushaltsansatz.

2022

0

6.000

Neuveranschlagung.

Der geänderte Finanzbedarf wird im HH-Planentwurf 2022 berücksichtigt.

2023

0

6.000

 

 

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Anlagen

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