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Anfrage in einer Sitzung - 2021/062

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Beratungsfolge

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Frage

Anfrage aus dem Gemeinderat vom 02.02.2021

Herr Prof. Ziegler berichtet, die Buslinie 651 werde voraussichtlich für längere Zeit wegen der Bauarbeiten über Gebersheim geführt.

Er beschreibt, ein Halt in der Carl-Zeiss-Straße in Gebersheim und am Krankenhaus sei nicht vorgesehen. Bürger aus Höfingen, die ins Krankenhaus möchten, müssten daher bis zum Bahnhof fahren, um dort umzusteigen, obwohl der Bus am Krankenhaus vorbeifährt. Auf dem Rückweg sei dies ebenfalls der Fall. Er vermutet, dass es schwer zu verstehen und zu vermitteln wäre, dass dies im gleichen Verkehrsbund nicht möglich sein sollte. Er schlägt vor, notfalls wäre der Halt am Krankenhaus Richtung Leonberg als ein Stopp „Nur aussteigen“ einzurichten.

 

Er bittet, die Stadt Leonberg möge sich dafür einsetzen, dass bei der geänderten Linienführung eine Haltestelle in der Carl-Zeiss-Straße in Gebersheim und die Haltestelle am Krankenhaus in Leonberg bedient werden.

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Antwort

Stellungnahme der Verwaltung

Die Anfrage wurde an die zuständige Stelle beim VVS zur Überprüfung weitergeleitet und führte zu folgendem Ergebnis:

Die Sperrung der L 1136 zwischen Höfingen und Leonberg bringt für die ÖPNV-Fahrgäste aus Hemmingen, Schöckingen, Hirschlanden und Höfingen Beschwernisse wie geänderte/verlängert Abfahrtszeiten sowie veränderte Anschlüsse in Leonberg mit sich. Bei der Erstellung eines Umleitungsfahrplans gilt es primär, diese negativen Auswirkungen so gut wie möglich aufzufangen und abzumildern, um diese Kunden trotz Umleitung weiterhin an den ÖPNV zu binden. Somit sind im Zuge des Umleitungsfahrplans möglichst alle bisher vorhandenen Verkehrsbedürfnisse möglichst optimal zu berücksichtigen. Von der Berücksichtigung zusätzlicher Verkehrsbedürfnisse, welchen eben auch nur temporär ein ÖPNV-Angebot unterbreitet werden könnte, ist grundsätzlich abzusehen.

Die Verbindung Gebersheim - Leonberg verfügt bereits über ein hinreichendes ÖPNV-Angebot, sodass eine Verstärkung desselben nicht nötig erscheint. Die Buslinie 651 als relativ nachfragestarke Buslinie verfügt bereits heute schon über sehr gut nachgefragte Kurse, sodass - auch mit Blick auf die Corona-Regeln - ein zusätzliches Verkehrsangebot, welches weitere Nachfrage generiert, gar nicht notwendig ist.

Bei den Diskussionen um die barrierefreie Ausgestaltung der Bushaltestelle Leonberg (Krankenhaus) wurde deutlich, dass dort aufgrund der beengten Verhältnisse sowie der Fußgängersicherheit eher eine Reduktion denn eine Ausweitung der Busverkehre vom Landkreis und den dort ansässigen Einrichtungen gewünscht ist, vom Fahrzeitmehraufwand (zweimaliges wartepflichtiges Linksabbiegen) im Zulauf auf den Verknüpfungspunkt Leonberg, Bahnhof einmal ganz abgesehen.

Sowohl die grundsätzlichen Leitlinien als auch die dezidierte Betrachtung der lokalen Situation sprechen eindeutig gegen eine vorübergehende Mitbedienung der beiden im Antrag genannten Haltestellen (Carl-Zeiss-Straße in Gebersheim und Krankenhaus Leonberg).

Außerdem ist zu bedenken, dass eine temporäre Aufnahme der beiden Haltestellen in den Fahrplan der Linie 651 dazu führen könnte, dass über den Zeitraum der Sperrung hinaus Forderungen zum Erhalt der zusätzlichen Verbindungen erhoben werden könnte. Diese dann einzurichten, würde den Einsatz zusätzlicher Busse und Fahrpersonale erfordern, ohne dass den dadurch jährlich entstehenden Kosten im mittleren sechsstelligen Bereich hinreichende Fahrgelderlöse entgegenstünden.

Aus Sicht des VVS kann deshalb dem vorliegenden Antrag nicht entsprochen werden.

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