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Beschlussvorschlag mit finanziellen Auswirkungen - 2019/301
Grunddaten
- Betreff:
-
Pilotprojekt E-Learning in der Abteilung Städtische Kindertageseinrichtungen/Amt für Jugend, Familie und Schule
- Status:
- öffentlich (Vorlage freigegeben)
- Vorlageart:
- Beschlussvorschlag mit finanziellen Auswirkungen
- Federführend:
- Amt für Jugend, Familie und Schule
- Beteiligtes Amt:
- Amt für IT und Digitalisierung; Hauptamt; Personalabteilung
Beratungsfolge
| Status | Datum | Gremium | Beschluss | NA |
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Erledigt
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Sozial- und Kultusausschuss
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Vorberatung
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19.02.2020
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Erledigt
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Gemeinderat
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Entscheidung
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03.03.2020
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Beschlussvorschlag
Das Amt für Jugend, Familie und Schule wird ermächtigt, im Rahmen eines Pilotprojekts eine geeignete E-Learning-Plattform anzuschaffen sowie ein internetbasiertes Fortbildungskonzept und -angebot für die Abteilung Städtische Kindertageseinrichtungen aufzubauen. Die Kosten für das Jahr 2020 in Höhe von 32.500 Euro sind im Haushaltsplan 2020 veranschlagt.
Sachverhalt
Sachverhalt mit der Stellungnahme der Verwaltung
E-Learning als Pilotprojekt in der Abteilung Städtische Kindertageseinrichtungen
Das Amt für Jugend, Familie und Schule bietet speziell für die Beschäftigten der städtischen Kindertageseinrichtungen ein umfangreiches internes und externes Fortbildungsangebot an. Derzeit betrifft dies ca. 220 Personen mit weiterhin stark steigender Tendenz, sodass auch der Fortbildungsbedarf zunehmen wird.
Einen großen Anteil haben die so genannten „Pflichtfortbildungen“, die jede*r Kita-Beschäftigte in der Regel alle 2 bis 3 Jahre auffrischen muss, wie Erste Hilfe, Brandschutz, Sicherheit im Außenbereich, Kinderschutz und Lebensmittelhygiene. Darüber werden regelmäßig Schulungen oder Fortbildungen wie Konfliktmanagement, Präsentationstechniken, Arbeitssicherheit, Gesundheit am Arbeitsplatz, Datenschutz-Grundlagen, Unternehmerpflichten u. a. angeboten.
Besonders diese genannten Themen könnten bereits heute im Rahmen von E-Trainingseinheiten regelmäßig geschult werden.
E-Learning bezeichnet das selbständige Lernen mit elektronischen Medien. Es ist eine Weiterentwicklung des klassischen „Fernkurses“ und entwickelt sich seit den 2000er Jahren in alle Bildungsnischen hinein. Durch die Kombination verschiedener medialer Vermittlungsformen kann Lernen optimiert werden. Viele der standardisierten Lerninhalte können besser aufgenommen oder bereits bekannte Inhalte ergänzend und interaktiv erarbeitet werden.
Zu den weiteren Vorteilen des E-Learning gehören ökonomische Aspekte. Die Lernenden sind beim berufsbegleitenden Lernen räumlich und zeitlich unabhängig. Lerninhalte können z. B. auch im Rahmen der Vor- und Nachbereitungszeit flexibel bearbeitet werden.
Auf der Grundlage von Erkenntnissen der Mediendidaktik zeigen sich die Vorteile des E-Learning u. a. darin, dass:
- die Kurse im Gegensatz zu traditionellen Lehrmitteln interaktiv sind,
- abstrakte Inhalte mithilfe von Simulationen anschaulich gemacht werden können,
- die traditionellen linearen Denk- und Lernkonzepte aufgebrochen und flexiblere, netzwerkartige Konzepte verwirklicht werden können,
- Lernkontrollen individualisiert werden können und Wiederholungs- bzw. Vertiefungsaufgaben variieren können,
- Themen und Inhalte an bestimmte Bedürfnisse angepasst werden können,
- Lernen mit betrieblichem Wissensmanagement verbunden werden kann,
- asynchron zusammengearbeitet werden kann,
- zeit- und ortsunabhängig gelernt werden kann,
- arbeitsprozessintegriert gelernt werden kann,
- Dokumentation und Wiederholungen einfacher gehen,
- Lernobjekte wieder verwendbar sind,
- Audio und Videodokumente leicht einzubinden sind,
- ein eigenverantwortliches, individuelles bzw. individualisiertes Lernen (abhängig z. B. von den Vorkenntnissen, dem Lerntempo, der Reihenfolge der Lerninhalte) möglich ist,
- unterschiedliches Vorwissen besser ausgeglichen wird,
- Aufnahmekanäle (Lesen, Audio, Video, Animation etc.) für jeden Lerntyp vorhanden sind,
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die Attraktivität eines Arbeitsplatzes gesteigert werden kann
- und nicht zuletzt durch den Wegfall von Anfahrtswegen und Mitarbeiterausfall Zeit und Kosten reduziert werden können.
Die Lernenden können selbst entscheiden, wann sie auf die Lerninhalte zugreifen wollen. Kontrolle bieten Online-Tests oder Präsenzworkshops. Der Lernerfolg kann von den Teilnehmer*innen und von den Lehrenden bei Bedarf überprüft werden. Über Statistikfunktionen oder Lernfortschrittsanalysen können die Lernprozesse besser überblickt und gezielt verbessert werden. Im E-Learning können alle Sinne angesprochen und gefördert werden.
Die Lernplattform soll umfassen:
Planung
Hierzu gehören das Planen und Zusammenstellen von (Online-)Kursen/Seminaren, die Erstellung personalisierter Lehrpläne aufgrund von Einstufungstests bzw. bereits absolvierter Lehreinheiten und das Erstellen von Lernprofilen für bestimmte Arbeits- oder Zielgruppen.
Anmeldung
Die Online-Anmeldung zu allen angebotenen Kursen, oft mit integrierter Schnittstelle zu einem E-Commerce-System, um bspw. Unterlagen zu bestellen.
Bereitstellung von Kursunterlagen
Die gespeicherten Inhalte werden in verschiedenen Bereitstellungsformen vorgehalten.
Zertifizierung
Das Erfassen von Schulungsvorgängen und Kursabschlüssen.
Erfolgsmessung
Das Messen der Nutzung, sowie die Verwaltung der Ergebnisse.
Folgende Voraussetzungen müssen erfüllt sein:
Inhalt/Korrektheit
- Tiefe, Schwierigkeitsgrad, Aktualität, Umfang, Komplexität sind angemessen
- Praxisbezug (Inhalte entsprechen dem aktuellen Kenntnisstand bzw. den aktuellen Erfordernissen)
- Fehlerfreiheit (Keine inhaltlichen oder fachlichen Fehler)
Didaktische Gestaltung
- Das Vorwissen wird beachtet (ggf. Einstiegstest),
- Lerninhalte werden darauf abgestimmt
- Hilfen und Rückmeldungen sind vorhanden
- Interaktionsmöglichkeiten mit anderen Lernenden (Kommunikation, Kooperation und Kollaboration) ist gegeben
- Möglichkeit zu Selbstbestimmung (Lehrstoff, Aufgaben, Aufgabenschwierigkeit usw.)
- Lernwirksamkeitskontrolle, Lernergebnisse werden dargestellt
- Didaktische Prinzipien werden umgesetzt
Anwenderfreundlichkeit, Nutzbarkeit
- Selbstbeschreibungsfähigkeit: Das Produkt ist einfach zu benutzen bzw. selbstbeschreibend
- Benutzerfreundlichkeit: Funktionsumfang und Leistungsfähigkeit des Produkts entsprechen dem aktuellen didaktischen und technologischen Stand
- Benutzerführung, Navigationsstruktur, Navigationsmöglichkeiten sind benutzerfreundlich (es ist stets erkennbar, wo man sich im Programm befindet, wie man dorthin gelangt ist und welche weiteren Alternativen gegeben sind)
- Orientierungs- und Navigationselemente sind klar in ihrer Funktion erkennbar
- Orientierung: Ist vor Lernbeginn der persönliche Nutzen für den Lernaufwand abzuschätzen?
- Ein Interaktionsfeedback ist vorhanden
Mediendesign
- Das Produkt ist ansprechend, einheitlich und funktional gestaltet
- Das Design unterstützt die Interaktion zwischen Benutzer und Produkt
- Medienelemente wie Text, Bild, Audio, Video, farbliche Gestaltung usw. sind angemessen eingesetzt
- Es werden verständliche, der Zielgruppe bekannte Metaphern und Icons eingesetzt
Ein modernes E-Learning-System verfügt über flexible und adaptive Strukturen, die auf die Lernenden eingehen. Es liegen netzwerkartige Dialogstrukturen zugrunde, die bezogen auf den gesamten Lernprozess den Vorteil haben, über eine viel höhere Interaktivität zu verfügen.
E-Learning als Pilotprojekt für die Stadtverwaltung
Aufgrund der Anzahl der - verpflichtend - zu schulenden Beschäftigten im Bereich der städtischen Kindertageseinrichtungen soll das Amt für Jugend, Familie und Schule im Rahmen eines Pilotprojekts Angebote des E-Learning testen und ggf. als Multiplikator in die Stadtverwaltung agieren.
Ämterübergreifend zu schulen sind z. B. die Themen
- Erste Hilfe
- Brandschutz
- Arbeitssicherheit, Arbeitsschutz,
- Gesundheit am Arbeitsplatz,
- Datenschutz,
- Hygienerichtlinien,
- Unternehmerpflichten,
- Präsentationstechniken,
- Konfliktmanagement.
Aktuelle Lern- bzw. Fortbildungsansätze kombinieren E-Learning mit der persönlichen Vermittlung. Ziel dieser Ansätze ist es, die Vorteile des Präsenzunterrichts mit denen des mediengestützten Lernens zu verbinden und Nachteile beider Methoden zu vermeiden.
Finanzbedarf für das Pilotprojekt in der Abteilung städtische Kindertageseinrichtungen
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Eigenes Lernmanagementsystem bei einer Vertragslaufzeit von 5 Jahren
- einmalige Kosten im 1. Jahr/2020 ca. 4.500 Euro (zuzüglich ggf. noch erforderlicher
interner IT-Maßnahmen) plus ca. 28.000 Euro (E-Trainings zu verschiedenen Themen,
eigenes Lernmanagement-System, Internet-Hosting, Wartung, Updates, Introvideo,
eigene Konzeptentwicklung),
- weitere 4 Jahre jew. 28.000 Euro p.a.
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Testphase mit einem Lehrthema (z. B. Arbeitssicherheit) für die Beschäftigten der städtischen Kindertageseinrichtungen ca. 11.900 Euro p.a.
Finanz. Auswirkung
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JA |
x |
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NEIN |
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Kontierung |
Jahr |
verfügbares Budget |
Finanzbedarf |
Bemerkung |
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36500000 – 42710000 Allg. Pesonalkosten Kinder 0 - 6 Jahre |
2020 |
64.500 Euro |
ca. 32.500 Euro |
Lernmanagementsystem, 5 Jahre Vertragslaufzeit. Für Pilotprojekt E-Lear-ning 30.000 Euro veranschlagt, ggf. Rest aus Aus- und Fortbildungsmitteln zu decken. |
In den Jahren 2021 ff werden die Aufwendungen über die Mittel für Aus- und Fortbildungen (jährlich rd. 28.000 Euro) gedeckt.
