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Beschlussvorschlag mit finanziellen Auswirkungen - 2019/242

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Beratungsfolge

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Beschlussvorschlag

  1. Der Gemeinderat nimmt Kenntnis vom Schlussbericht des Rechnungsprüfungsamts über die örtliche Prüfung des Jahresabschlusses 2018 des Eigenbetriebs Stadtwerke Leonberg.
     
  2. Der Gemeinderat stellt den Jahresabschluss 2018 wie folgt fest:
     

Bilanzsumme

42.639.876,93 EUR

 

 

davon entfallen auf der Aktivseite auf

 

- das Anlagevermögen

40.031.414,62 EUR

- das Umlaufvermögen

2.604.112,40 EUR

- die Rechnungsabgrenzungsposten

4.349,91 EUR

 

 

davon entfallen auf der Passivseite auf

 

- das Eigenkapital

18.605.199,88 EUR

- die empfangenen Ertragszuschüsse

2.106.345,62 EUR

- die Rückstellungen

361.843,00 EUR

- die Verbindlichkeiten

21.566.488,43 EUR

- die Rechnungsabgrenzungsposten

0,00 EUR

 

 

Jahresverlust

665.845,34 EUR

 

 

Summe der Erträge

8.235.439,96 EUR

Summe der Aufwendungen

8.901.285,30 EUR

 

 

 

 

Verwendung des Jahresverlustes:

 

 

 

Der Jahresverlust i.H.v. 665.845,34 EUR soll auf neue Rechnung vorgetragen werden.

 

  1. Vom Bericht zum 31.12.2018 wird Kenntnis genommen.
     
  2. Der Gemeinderat erteilt der Betriebsleitung Entlastung für das Geschäftsjahr 2018.

 

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Sachverhalt

 

Sachverhalt mit der Stellungnahme der Verwaltung

Der Sachverhalt ist dem Jahresabschluss 2018 mit Lagebericht sowie dem Bericht des Rechnungsprüfungsamts über die örtliche Prüfung des Jahresabschlusses zu entnehmen, die als Anlagen 1 bis 4 beigefügt sind.

 

Der Jahresverlust i. H. v. 665.845,34 EUR soll auf neue Rechnung vorgetragen werden.

 

Darüber hinaus wurden die bereits für die Wirtschaftsjahre 2010 bis 2017 für die Betriebssparten Wasserversorgung und Parken entwickelten Kennzahlensysteme fortgeschrieben. Die entsprechenden Übersichten sind als Anlagen 3 und 4 beigefügt.

 

 

Wirtschaftsplan

 

Im Wirtschaftsplan für das Jahr 2018 wurden veranschlagt:

 

Festsetzungen

Wirtschaftsplan

Jahresergebnis

Erfolgsplan

Erträge

Aufwendungen

ein Jahresergebnis von

 

8.313.156 EUR

8.949.189 EUR

-636.033 EUR

 

8.235.439,96 EUR

8.901.285,30 EUR

-665.845,34 EUR

Gesamtbetrag der Kreditaufnahmen

3.050.000 EUR

0,00 EUR

Gesamtbetrag der Tilgungen

974.313 EUR

824.313,40 EUR

Konzessionsabgabe

634.000 EUR

618.498,00 EUR

-0,11 EUR
Korrektur Vorjahr

 

 

Erfolgsplanabwicklung/Investitionsplanabwicklung

 

In den nachfolgenden Tabellen sind die Zahlen der Gewinn- und Verlustrechnung sowie der Investitionsplanung zum 31.12.2018 den jeweiligen Planzahlen für das Wirtschaftsjahr 2018 gegenübergestellt und die daraus entstehenden Differenzen sowie die jeweilige prozentuale Planerfüllung dargestellt.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die wesentlichen Abweichungen zwischen Erfolgsplan und GuV lassen sich wie folgt erläutern:

 

Position

Abweichung [EUR]

Erläuterung

Umsatzerlöse Wasser

+ 40.271

Planansatz zu niedrig. Abrechnung der Zählerstände am Ablesetag, keine Hochrechnung auf den 31.12.2018.

Umsatzerlöse Verkehrsbetrieb Parken

./. 120.278

Planansatz zu hoch.

Umsatzerlöse ÖPNV

+ 28.308

Davon 965.735,53 EUR Verbuchung in der Rücklage, d. h. die tatsächliche Differenz beträgt          + 994.044 EUR (siehe Erläuterung im Lagebericht). Planansatz zu niedrig.

Umsatzerlöse BHKW

./. 113.413

Planansatz zu niedrig. Neue Sparte erst übernommen, daher keine Vergleichszahlen zur Planung vorhanden gewesen.

Auflösung passiver Ertragszuschüsse

+ 17.644

im Wesentlichen WVB für das Baugebiet LEO West, war bei Planung noch nicht sicher wann die gesamte Erschließung stattfindet.

Andere aktivierte Eigenleistungen

./. 8.026

Planansatz zu hoch, Orientierung an den Vorjahren.

Aufwand Wasserbezug

+ 55.792

Höhere Wasserabnahme durch die Endverbraucher

Fremdleistungen Wasser

./. 156.402

Planansatz zu hoch. Orientierung an den Vorjahren.

Fahrleistungen Busbetriebe

+ 136.277

Planansatz zu niedrig.

Fremdleistungen Parkhäuser

+ 88.342

Planansatz zu niedrig.

Instandhaltung und Betrieb BHKW

+ 18.770

Betrieb BHKW erst in 2018, Planung ohne Vergleichszahlen gemacht.

Löhne und Gehälter

./. 126.554

Planung von Fremdunternehmen angesetzt.

Abschreibungen

./. 24.910

Planansatz zu hoch. Der Investitionsplan wurde nicht vollständig umgesetzt.

Konzessionsabgabe Korrektur Vorjahr

./. 15.502

Planansatz zu hoch

Restliche sonstige betriebliche Aufwendungen

+ 68.146

Durch konsequente Forderungseintreibung konnten die Forderungsausfälle sehr stark reduziert werden. Der sehr starke Anstieg der periodenfremden Aufwendungen beläuft sich im Wesentlichen auf die Nachforderung der Reinigung des Busbahnhofs im Jahr 2017.

Jahresergebnis insgesamt, bereinigt um die Rücklagenbuchung von ÖPNV-Einnahmen

+ 935.924

Bereinigtes Jahresergebnis: + 299.891 EUR

 

Ohne den Sondereffekt in der Verbuchung von ÖPNV-Einnahmen hätten die SWL mit einem Jahresgewinn von 299.890,19 EUR abgeschlossen.

 

 

 

Bericht zum 31.12.2018

 
Kennzahlen Wasserversorgung

Die Kennzahlen sind in der als Anlage 3 beigefügten Tabelle dargestellt.

 

Produktivität:


Die Beschaffungsmenge ist insgesamt um 43.376 cbm gestiegen, wobei der Anteil Wasser-gewinnung um 0,33 Prozentpunkte gesunken und der Anteil Fremdbezug um 0,33 Prozent­punkte gestiegen ist. Die Wasserabgabe ist je Einwohner um 6,01 Liter/Tag gestiegen. Der Netzverlust ist mit 0,07 m³/h*km um 0,05 m³/h*km gesunken. Die Zahl der Wasserzähler ist im Vergleich zum Vorjahr um insgesamt 13 Stück gestiegen.

 

Wirtschaftlichkeit:

 

Die spezifischen Gewinnungskosten sind mit 0,24 €/cbm im Vergleich zum Vorjahr konstant geblieben. Die spezifischen Bezugskosten haben sich um 0,01 EUR/cbm auf 0,60 EUR/cbm erhöht.

 

Die Betriebskosten Netz pro Netzkilometer können von Jahr zu Jahr stark schwanken, da sich hier die Betriebs- und Unterhaltungsmaßnahmen wiederfinden, die teilweise nicht plan­bar sind oder aus verschiedenen Gründen verschoben oder vorgezogen werden. Im Jahr 2018 haben sich die Betriebskosten um 155,93 EUR/km auf 1.171,38 EUR/km erhöht.

 

Die Erneuerungsrate des Wassernetzes blieb im Vergleich zum Vorjahr konstant. Im Bereich Hausanschlüsse beläuft sich die Rate auf 1 %. Im Bereich Versorgungsleitungen liegt die Rate unverändert bei 0,75%.

 

Qualität:

 

Die Anzahl der Leitungsschäden je 100 km Leitungsnetz ist um 0,78 Schäden je 100 km Leitungsnetz gesunken. Im Jahr 2018 waren 65 Rohrbrüche zu verzeichnen. Davon 48 Stück in Versorgungsleitungen.

 

Kennzahlen Gesamtbetrieb

 

Sicherheit der Einnahmerealisierung:

 

Die Abbucherquote ist gegenüber dem Vorjahr gestiegen. Sie hat sich um 2,46 Prozent-punkte auf 96,88 % erhöht.

 

Bilanz:

 

Die Eigenkapitalquote ist um 1,40 Prozentpunkte auf 43,63 % gestiegen. Die Investitionsquote ist im Vergleich zum Vorjahr (1,11 %) um 0,55 Prozentpunkte auf 1,66 % gestiegen.

 

Personaldaten:

 

Die Gesamtlohnkosten sind je Mitarbeiter um 1.425,93 Euro auf 56.515,38 Euro je Mitarbeiter gesunken.

 

Gewinn- und Verlustrechnung:

 

Der Umsatz je Mitarbeiter ist um 23.271,42 EUR gestiegen. Die Personalaufwandsquote hat sich im Vergleich zum Vorjahr um 1,00 Prozentpunkte auf 12,45 % reduziert.

 

 

 

Wasserdarbietung in den Jahren 2016 bis 2018

 

Das folgende Schaubild zeigt den Verlauf der Wasserdarbietung, aufgeteilt in Fremdbezug (BWV) und Eigenwasser, sowie die Gesamtkurve im Vergleich der Wirtschaftsjahre 2016 bis 2018.

 

 

 

Qualitätsdaten


Die Beschaffenheit des Wassers gemäß Trinkwasserverordnung vom 21.05.2001 ist der folgenden Tabelle zu entnehmen. Die Werte liegen sämtlich unterhalb der von der TrinkwV vorgegebenen Grenzwerte und entsprechen denen des Bodenseewassers.

 

 

Parameter

Einheit

Prüfverfahren

Grenzwert TrinkwV 2001

Messwert SWL   Jahresmittel-werte 2018

Messwert BWV   Jahresmittel-werte 2018

Mikrobiologische Parameter

 

 

 

 

Escherichia coli (E. coli)

Anzahl/100ml

DIN EN ISO 9308-1(K 12)

0

n.n.

n.n.

Enterokokken

Anzahl/100ml

DIN EN ISO 7899-2(K 15)

0

n.n.

n.n.

 

 

 

 

 

 

Chemische Parameter

 

 

 

 

 

Nitrat

mg/l

DIN EN ISO 10304-1(D 20)

50

4,2 - 8,1

4,2

Fluorid

mg/l

DIN EN ISO 10304-1(D 20)

1,5

0,07 - 0,10

0,07

 

 

 

 

 

 

Indikatorparameter

 

 

 

 

 

Koloniezahl bei 22° C

Anzahl/ml

TrinkwV 1990, Anlage 1

20/ml

n.n.

n.n.

Koloniezahl bei 36° C

Anzahl/ml

TrinkwV 1990, Anlage 1

100/ml

n.n.

n.n.

Coliforme Bakterien

Anzahl/100ml

DIN EN ISO 9308-1(K 15)

0

n.n.

n.n.

Natrium

mg/l

DIN 38406 (E 14)                    DIN EN ISO 17294-2(E 29)

200

5,4 - 6,0

5,4

 

 

 

 

 

 

Zu untersuchende Parameter gemäß Wasch- und Reinigungsmittelgesetz vom 29.04.2007

 

Calciumcarbonat

mmol/L

DIN 38409 (H 6)

 

1,6 - 2,57

1,6

(Gesamthärte)

°dh

DIN 38406(E 3-3)

 

8,9 - 14,4

9

Härtebereich

 

 

 

mittel

mittel

 

 

 

 

 

 

Sonstige Parameter

 

 

 

 

 

Calcium

mg/l

DIN EN ISO 7980 (E 3a)          EN ISO 17294-2(E 29)

 

48 - 61

48

Magnesium

mg/l

DIN EN ISO 7980 (E 3a)          EN ISO 17294-2(E 29)

 

8,1 - 16

8,1

n.n. nicht nachweisbar
 

Bei den Messwerten SWL handelt es sich um einen Querschnitt aller umfassenden Trinkwasseruntersuchungen aus dem Jahr 2018. Insgesamt werden 29 Entnahmestellen beprobt.

 

 

Kennzahlen Verkehrsbetrieb

 

Die Kennzahlen zur Betriebssparte Parken sind der als Anlage 4 beigefügten Tabelle zu

entnehmen.

 

Gesamtzahl der Stellplätze:

 

Die Gesamtzahl der Stellplätze beläuft sich auf 1.147 Stellplätze.

 

Anzahl an Dauerbelegungsrechten:

 

Im Parkhaus Altstadt ist die Anzahl der Dauerparker im Vergleich zum Vorjahr um 16

gestiegen. Die Anzahl Dauernutzer im Parkhaus Altstadt hat sich im Vergleich zum Vorjahr verändert. Von den vorhandenen 328 Stellplätzen sind 275 vergeben. Auf Parkdeck 4 sind 45 Stellplätze gesperrt und auf Parkdeck 3 sind 8 nicht vergeben.

 

Anzahl an Einfahrten durch Kurzparker:

 

Im Parkhaus Altstadt wurden in 2018 69.595 Parkscheine verkauft (Vorjahr: 61.413). Das sind 8.182 Parkscheine mehr als im Vorjahr. Diese können aber auch Monats- bzw.

Wochentickets betreffen.

 

Die Anzahl der verkauften Parkscheine im Parkhaus Bahnhof beläuft sich im Jahr 2018 auf

13.438 Parkscheine (Vorjahr: 12.093).

 

Umsatz gesamt:

 

Der Gesamtumsatz ist bei den vier Parkierungsbetrieben im Vergleich zum Vorjahr um

34.447 Euro gestiegen. Im Parkhaus Bahnhof ist eine Einnahmensteigerung in Höhe von 13.106 € zu verzeichnen.

Im Parkhaus Altstadt konnten im Jahr 2018 324.077 € Umsatz erzielt werden. Im Vorjahr wurden 302.736 € eingenommen.

Die Umsatzerlöse der Tiefgarage Höfingen (2.857 €) und des Parkplatzes Glemseckstr. West (26.880 €) sind konstant geblieben.

 

Umsatz Dauerparker:

 

Der Umsatz für 2018 beträgt 103.608 € (2017: 89.528 €). Im Parkhaus Bahnhof wurden durch die Dauerparker Umsätze in Höhe von 225.442 € erzielt.

 

 

 

 

Umsatz Kurzparker:

 

Insgesamt belaufen sich die Umsätze für Kurzparker für die Parkhäuser Altstadt und

Bahnhof auf 201.709 EUR. Hierbei ist eine Einnahmensteigerung in Höhe von 8.687 € zu verzeichnen.

Die Umsätze durch Kurzparker im Parkhaus Altstadt belaufen sich auf 143.017 €, im Parkhaus Bahnhof auf 58.692€.

Hier ist noch zu beachten, dass durch den Betrieb von Parkscheinautomaten nicht nur

Kurzparkscheine, sondern auch Monats- bzw. Wochentickets gelöst werden können.

Weiteres Vorgehen

Nach dem Gemeinderatsbeschluss ist der Jahresabschluss öffentlich bekannt zu machen.

 

 

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Finanz. Auswirkung

JA

 

 

 

NEIN

x

 

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Anlagen

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