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Beschlussvorschlag mit finanziellen Auswirkungen - 2018/185

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Beratungsfolge

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Beschlussvorschlag

  1.                                                                                                                                                          Der Bau des Radhauses neben dem P+R Parkhaus als Bestandteil des regionalen Mobilitätspunktes am Bahnhof Leonberg auf Grundlage der dargestellten Entwurfsplanung des Architekturbüros Chris Mischke (siehe Anlage) wird genehmigt.

 

  1.                                                                                                                                                          Das Architekturbüro Chris Mischke wird mit den weiteren Planungsleistungen nach HOAI beauftragt.

 

  1.                                                                                                                                                          Die Verwaltung wird beauftragt, die Ausschreibung der Massnahme durchzuführen.

 

 

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Sachverhalt

 

Zusammenfassung des Sachverhalts

Der Mobilitätspunkt „Bahnhof Leonberg“ beinhaltet unterschiedliche Elemente, die teilweise auch realisiert sind. Der Bau des Fahrradhauses neben dem bestehenden P+R Parkhaus rundet die baulichen Aktivitäten im Bereich der Bahnhofstrasse ab. Um den städtebaulichen Kontext zu wahren und eine ausreichende gestalterische Homogenität zu bieten, wurde ein Neubaukonzept in der Formensprache des Parkhauses entwickelt.

 

In diesem Radhaus können insgesamt 52 Räder, davon 44 Fahrräder in Doppelstockständen nachgewiesen werden, außerdem ist eine Ladefunktion für EBikes und Pedelecs sowie eine Schließfachanlage (für Helme etc.) vorgesehen. Der Zugang soll auf die zahlenden Nutzer beschränkt werden, sodass dem Vandalismus und der Beschädigung von Rädern bestmög­lich vorgebeugt werden kann.

 

Der Bau des Radhauses wird im Rahmen des Förderprogramms „Regionale Mobilitätspun­k­te“ vom Verband Region Stuttgart gefördert. Der Zuschuss liegt bei ca. 70 % der Kosten, maximal Euro 98.700,--.

 

Ziele der Maßnahme

Vervollständigung des Regionalen Mobilitätspunktes „Bahnhof Leonberg“ durch einen weiteren Baustein.

 

Sachverhalt/Sachstand

Die Optimierung des regionalen Mobilitätspunktes „Bahnhof Leonberg“ basiert auf verschie­denen „Mobilitätsbausteinen“:

-          Schaffung von 3 CarSharing- Parkplätzen für Stadtmobil e.V.

-          Schaffung einer E-Ladestation

-          Erneuerung und Erweiterung der bestehenden Radabstellanlage neben Gleis 1

-          Bau einer öffentlichen Toilettenanlage

-          Errichtung einer elektronischen Informationsstele

-          Einrichtung eines leistungsstarken WLAN`s

-          Bau und Betrieb einer Fahrrad- und Pedelecverleihstation innerhalb von RegioRad-Stuttgart

-          Bau und Betrieb eines Radhauses mit E-Ladeinfrastruktur.

 

Die jeweiligen Massnahmen werden im Rahmen des Förderprogramms „Regionale Mobili­täts­punkte“ vom Verband Region Stuttgart gefördert.

 

Gegenüber dem Bahnhof und neben dem P+R- Parkhaus soll in der bestehenden „Baulücke“ das Radhaus realisiert werden. Der zur Verfügung stehende Raum wird dabei komplett bis an die neue Treppenanlage angeschlossen. Die Gebäudehöhe liegt bei ca. 3,5 m, sodass die bestehende Wand gestalterisch kaum noch in Erscheinung tritt.

 

Quelle: Architekturbüro Chris Mischke

 

In Anlehnung an die Architektur des Parkhauses soll ein eigenständiger Baukörper ent­stehen, der jedoch wesentliche Fassadenmerkmale des Hauptgebäudes übernimmt und zu einer gestalterisch homogenen Lösung als prägnante Raumkante im Bahnhofsumfeld beiträgt. Hierzu wird bei­spielsweise die Fassadenblende fortgeführt und an die kleinteiligeren Gegebenheiten ange­passt.

 

Quelle: Architekturbüro Chris Mischke

 

Quelle: Architekturbüro Chris Mischke

 

Der Zugang zum Fahrradhaus erfolgt in Form eines Seiteneingangs („Mittelgang“), sodass die beidseitig anzuordnenden Abstellanlagen gut erreichbar sind. Strassenabgewandt sind Doppelparker vorgesehen, die jedoch durch einen entsprechenden Mechanismus gut und einfach zu be­dienen sind. Vergleichbare Parkstände haben sich bereits in anderen Bahn­höfen gut be­währt. Zur Bahnhofstraße sind noch Schrägparker aufgestellt. Insoweit lassen sich die vergleichs­weise schweren Räder auch bequem abstellen. Ergänzt wird das Angebot durch eine Schliessfach­an­lage in Verbindung mit einer E-Lademögklichkeit.

 

In diesem (baugenehmigungspflichtigen) Gebäu­de sollen, ergänzend zur „normalen“ Radab­stellanlage (Bügel), Abstellangebote in einer ge­schützten Form geschaffen werden. Beson­der­es Merkmal dieses Angebots wird eine Gebäu­dezugangsbeschränkung sein. Das Ein­stell­an­gebot soll kostenpflichtig sein.

 

Zusätzlich zu den 52 Radabstellplätzen im Radhaus stehen weitere 102 Stellplätze an der zentralen Abstellfläche neben Gleis 1 wettergeschützt zur Verfügung, was einem Zugang von ca. 40 Abstellplätze entspricht. Weitere Abstellmöglichkeiten könnten im Parkhaus ge­schaffen werden.

 

Der voraussichtliche Förderrahmen für dieses Vorhaben liegt (inkl. Baunebenkosten) bei maximal Euro 98.700,--.

 

Da nach einer aktuellen Abschätzung die zu erwartenden Honorare den aktuellen Schwellen­wert (netto Euro 221.000,--)  zur Anwendung der Vergabeverordnung (VgV) i.V.m. dem Ge­setz gegen Wettbewerbsbeschränkungen (GWB) für öffentliche Auftraggeber nicht erreichen bzw. gar nicht überschreiten werden, bedarf es keinem VgV- Verfahren (§ 74 ff. VgV). Die

Beauftragungen können vielmehr im sog. Unterschwellenvergabebereich im Rahmen einer freihändigen Vergabe auf Grundlage der HOAI an geeignete, qualifizierte Büros durch die Verwaltung (vgl. Beschlussantrag) vergeben werden.

 

Weiteres Vorgehen

  1. Die detaillierte technische Ausgestaltung im Fahrradhaus wird im Rahmen der Sitzung der Kommission für nachhaltige Mobilität am 23. Oktober 2018 besprochen.

 

  1. Die entfallenden Radboxen werden durch das Radhaus ersetzt und in Höfingen neu aufgestellt und zur Belegung angeboten.

 

  1. In der Woche vom 16. bis 22. September d.J. findet die von der EU ausgerufene  „EUROPEMOBILITY-WEEK“ als Teil der Charta 2018 statt. Städte und Gemeinden sind zur Teilnahme aufgerufen. Das diesjährige Thema lautet "mix and move". Die Stadt Leonberg beteiligt sich durch einen Mobilitätstag am Freitag, 21. Septem­ber. Im Rahmen dieser Veranstaltung geben Infostände verschiedener Projektpartner Aus­kunft zu Fragen der (Inter-)Modalität/ Mobilität. Themen sind
    - Bewerbung des Fahrrad- und Pede­lec­verleihsystem RegioRadStuttgart
    - Carsharing in Leonberg (Stadtmobil e.V.)
    - Vor­stellung von Elektroautos und Ladestationen (EnBW- angefragt)
    - Radhaus Leonberg (Planunterlagen).

 

Alternativen zum Beschlussvorschlag

Auf den Bau des „Radhauses“ wird verzichtet oder die bauliche Ausführung erfolgt in einer anderen Form/ Umfang.

 

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Finanz. Auswirkung

 

Kontierung

Jahr

verfügbares Budget

Finanzbedarf

Bemerkung

 

 

 

 

 

754100167003

Regionaler Mobilitätspunkt Bhf.

2018

151.500,--

141.000,--

Auszahlungen

754100163001 

Regionaler Mobilitätspunkt Bhf.

2018

106.050,--

98.700,--

Einzahlungen

 

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