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Beschlussvorschlag mit finanziellen Auswirkungen - 2018/096

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Beratungsfolge

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Beschlussvorschlag

 

  1. Die Ergebnisse des Investorenauswahlverfahrens „Postareal“ werden zur Kenntnis genommen.
  2. Die Verwaltung wird beauftragt, auf Grundlage der Empfehlungen des Preisgerichtes mit dem 1. Preisträger in das Verhandlungsverfahren einzutreten. Sollte sich binnen 6 Monate keine konkreten Verhandlungsergebnisse abzeichnen, werden ergänzend die Verhandlungen mit dem 2. Preisträger aufgenommen.

 

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Sachverhalt

 

Zusammenfassung des Sachverhalts

Auf Grundlage eines Präqualifikationsverfahrens wurde nach einer europaweiten Ausschrei­bung entsprechend den Beschlüssen des Gemeinderats ein Investorenauswahlverfahren durchgeführt, an dem sich 10 Investoren/ Planungsbüros als Teams beteiligt haben.

 

Im Rahmen der Preisgerichtssitzung am 14.05.2018 wurden die Arbeiten mit den anony­misierten Nummern 3013 und 3015 zur weiteren Bearbeitung und zu den weiteren Ver­hand­lungen empfohlen, wobei in einer ersten Priorität die Verhandlungen mit dem 1. Preisträger geführt werden. Sollten sich binnen angemessener Frist keine konkreten Ergebnisse ab­zeichnen, werden ergänzend die Verhandlungen mit dem 2. Preis­träger aufgenommen.

 

Ziele der Maßnahme

Fortführung der Stadtumbaumaßnahme „Leonberg-Mitte“ innerhalb des Postareals im Sinne einer Nachnutzung und städtebaulich- funktionalen Innenentwicklung.

 

Sachverhalt/Sachstand

Aus der zentralen Lage des Projektareals und der hohen Bedeutung für die Quartiersent­wicklung ergibt sich ein hoher Qualitätsanspruch für das Postareal und den sog. Brücken­schlag in Leonberg.

Mit der Entwicklung des Areals sollen Synergieeffekte mit den angrenzenden Bereichen sowie eine Erhöhung der Frequentierung und Verweildauer geschaffen werden. Das Post­areal soll gelungenes Verbindungselement zwischen der Stadtmitte und der Altstadt werden. Damit legt die Stadt Leonberg als Ausloberin besonderen Wert auf die architektonische und städtebauliche Qualität der Arbeiten sowie auf eine dem Standort angemessene Nutzungs­durchmischung im Sinne einer gelungenen Quartiersentwicklung.

Als Instrumentarium zur Gewinnung von Plankonzepten und Inverstoren/ Projektentwicklern  wurde ein Investorenauswahlverfahren als nichtoffenes Verfahren mit vorgeschalteter Prä­qualifikation durchgeführt.

 

Ziel der jetzt abgeschlossenen Phase 2 des Investorenauswahlverfahrens war die Entste­hung eines gelungenen innerstädtischen Quartiers. In diesem Zusammenhang wurde auch die Kaufpreisvorstellung für die geplante Entwicklungsmaßnahme abgefragt.

 

Folgender Zeitplan lag der bisherigen Projektentwicklung zugrunde:

01.11.2017 Veröffentlichung der Präqualifikationsunterlagen

30.11.2017  Abgabe der Referenzen für die Präqualifikation
08.12.2017 Auswahl der Teilnehmer und Ausgabe der Auslobungsunterlagen

 

13.04.2018 Abgabe der Beiträge

14.05.2018 Sitzung des Auswahlgremiums/ Preisgerichts

anschließend Mitteilung der Ergebnisse an die Teilnehmenden .

 

Insgesamt wurden 10 Arbeiten vollständig abgegeben, die alle nach formaler Prüfung im Wettbe­werb zuge­lassen wurden. Diese Arbeiten sind in einem Vorprüfbericht (Stand: 02.05.2018) dokumentiert, der als Anlage dieser Vorlage beigefügt ist.

 

Im Rahmen der Preisgerichtssitzung am 14.05.2018 wurden zwei Arbeiten mit den Nummern 3013 und 3015 zur weiteren Bearbeitung und zu den weiteren Verhandlungen empfohlen.

 

Die beiden ausgewählten Arbeiten wurden durch das Preisgericht, bestehend aus 15 Fach- und Sachpreisrichtern, mit deutlicher Mehrheit als die besten Arbeiten bewertet.

 

Die Arbeit mit der Nr. 3013 (1. Rang) verantwortet auf der Investorenseite die Strabag Real Estate GmbH mit den Planungsbüros h4a Gessert + Randecker Generalplaner GmbH (Stadtplanung/ Architektur) sowie Glück Landschaftsarchitekten.

 

 

Die Verfasser entwerfen das neue Postareal als gemischt genutztes Quartier, welches als „gebauter Brückenschlag“ die Altstadt von Leonberg geschickt mit der „neuen Stadtmitte“ verknüpft. Das Quartier ent­wickelt einen eigenen Charakter, welcher die Topografie sehr gut nutzt und die Stadt Leon­berg mit einem gut gestalteten Platz in zentraler Lage bereichert.

 

Vielfältige Verknüpfungen zur Eltinger Straße, wie zum zukünftigen Stadtgarten und der Brücke zum Eltinger Fußweg als auch zum neuen Rathausvorplatz ermöglichen eine gute Durchwegung ohne Rückseiten. Die Baukörper reagieren in ihrer Höhenstaffelung auf die Nachbarschaft.


Quelle: Strabag Real Estate GmbH/ Planungsbüro h4a Gessert + Randecker Generalplaner GmbH/ Glück Landschaftsarchitekten.

 

Der Quartiersplatz mit seiner angenehmen Gliederung und attraktiven Sichtachsen wird mit seiner belebten Erdgeschosszone (Einzelhandel) ein abwechslungsreiches räumliches Er­leb­nis bieten. Aus­drücklich begrüßt wird, dass der Quartiersplatz auch Verknüpfungspunkte zur Eltinger Straße offenhält und sich hier Blickbezüge ergeben.

 

Das Preisgericht empfiehlt eine weitere Qualifizierung des Plankonzeptes und macht hierzu eine Reihe von Themenvorschlägen (Brückenschlag, Nutzungsbesatz, räumliche Anschlüsse zum Stadtgarten etc.), die im Zuge des anstehenden Verhandlungs­verfahrens inhaltlich be­setzt und geprüft werden sollen.

 

Insgesamt entsteht ein an Kubaturen reiches und vielfältiges Baukonzept, das eine eigen­ständige Charakteristik in einem Stadtquartier zwischen Altstadt und Stadtmitte ermöglicht. Das Konzept enthält Potential zur Schaffung einer eigenen städtebaulichen Identität. Der geplante Platz und die umgebende Bebauung mit den geplanten Nutzungen lässt eine hohe Aufenthaltsqualität erwarten. Die vom Platz abgehenden Sichtachsen inszenieren die Alt­stadt. Die geplanten Nutzungen (z.B. Einzelhandel, Gastronomie, Boardinghaus, Wohnen) lassen einen ausgewogenen Mix erwarten, der zu einer dem Standort angemessenen Ur­bani­tät führen kann. Vor diesem Hintergrund stellt die Arbeit eine sehr gute Grundlage für die weitere Projektentwicklung dar.

 

Die Arbeit mit der Nr. 3015 (2. Rang) verantwortet auf der Investorenseite die Conceptaplan & Kalkmann Wohnwerte GmbH & Co. KG mit den Planungsbüros Auer + Weber Assoziierte (Stadtplanung/ Architektur) sowie Becker & Haindl, Stadtplaner und Landschaftsarchitekten.

 


 

Conceptaplan & Kalkmann Wohnwerte GmbH & Co. KG/ Auer + Weber Assoziierte/ Becker & Haindl, Stadtplaner und Landschaftsarchitekten.

 

Die Arbeit zeichnet ein städtebauliches Gerüst mit der geplanten Stadtachse, den Plätzen und der umgebenden Bebauung. Einen wesentlichen Beitrag leistet die urbane Brücke zwischen Altstadt und dem Neuem Rathaus als Teil des neuen Stadtquartiers. Diese städte­bauliche Ordnung ist im Schwarz­plan (siehe oben) abzulesen. Alle Erdgeschoss­flächen werden entlang der Stadtachse gewerblich genutzt.

 

Es werden im Wesentlichen drei Baufelder angeboten. Diese Baufelder formulieren eine Stadtachse für den fußläufigen Verkehr, die eine Reihe von Räumen bereithält und durch kleinteiligen Han­del sowie einem kleinen Vollsortimenter urbane Qualitäten aufweist. Von der Altstadt kommend, ist eine beidseitig gefasste Brücke vorgesehen, im zentralen Bereich be­fin­det sich ein kleiner Quartiersplatz, der auch mit dem großen Bestandsge­bäude zurecht­kommt und als Abschluss dieser Verbindungslinie wird ein baulicher Hochpunkt als Hotel platziert.

 

Auch bei dieser Arbeit empfiehlt das Preisgericht eine weitere thematische Qualifizierung des Konzeptes, z.B. in den Bereichen des Brückenschlags, der Fassaden etc.

Weiteres Vorgehen

Eintritt in das Verhandlungsverfahren, zunächst mit dem Bieter des 1. Rangs. In dieses Ver­handlungsverfahren werden die Empfehlungen des Preisgerichts zur Weiterentwicklung der Plankonzepte einbezogen.

 

Alternativen zum Beschlussvorschlag

keine.

 

 

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Anlagen

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