Header Stadt für Morgen

Ratsinformationssystem

Beschlussvorschlag mit finanziellen Auswirkungen - 2018/094

Reduzieren

Beratungsfolge

Reduzieren

Beschlussvorschlag

  1.                                                                                                                                                          Von der Abrechnung der Gesamtkosten für die Sanierungsmaßnahmen in der Jugendmusikschule in mehreren Bauabschnitten wird Kenntnis genommen.
     
  2.                                                                                                                                                          Von den Gesamtabrechnungskosten in Höhe von 416.474,82 EURO brutto wird Kenntnis genommen.

 

 

Reduzieren

Sachverhalt

 

Zusammenfassung des Sachverhalts

Seit Anfang der 80er Jahre ist die Jugendmusikschule im städt. Teileigentum der Wohn-ungseigentümergemeinschaft der Lindenberger Straße 16-18 untergebracht.

Mittelfristig waren daher erforderliche Sanierungen in unterschiedlichen Bereichen in die Finanzplanung eingestellt worden.

Bei einem Starkregen im September 2014 floss gestautes Oberflächenwasser vom Außenbereich in die Räumlichkeiten der Jugendmusikschule ein. Infolge der Durchfeuchtung entstanden durch Ausdünstungen der eingebauten Materialien starke Belastungen der Raumluft. Die Verwaltung reagierte unter Einbeziehung des Gesundheitsamtes mit der Erstellung eines gestaffelten Sanierungskonzepts.

Noch im Dezember 2014 wurde der Gemeinderat mit Drucksache 2014 Nr. S44 über den aktuellen Sachstand unterrichtet und die Sanierungsmaßnahmen mit Gesamtkosten in Höhe von 455.000,- EUR brutto genehmigt.

 

Die Sanierungsmaßnahme zur Beseitigung der Schadstoffbelastungen wurde im Frühjahr 2015 begonnen. Der Verwaltungsbereich wurde kurzfristig in Räumlichkeiten des Rathauses ausgelagert. Die Unterrichtsräume einschl. Foyer wurden in der unterrichtsfreien Zeit saniert.

 

Die Gesamtabrechnungssumme für die einzelnen Sanierungsmaßnahmen beläuft sich auf 416.474,82 EUR brutto.

Diese Summe liegt ca. 8,5% unter den genehmigten Haushaltsmitteln. 

 

Ziele der Maßnahme

Durch die Sanierungsmaßnahmen wurden die Geruchsbelastungen der Raumluft, sowie mögliche Schadstoffbelastungen infolge der Durchfeuchtung eliminiert. Gleichzeitig führten die baulichen Maßnahmen zu einer Verbesserung der Aufenthaltsqualität. Durch die Erneuerung der Fassadenelemente ist eine energetische Verbesserung erreicht worden.

Sachverhalt/Sachstand

Nachdem das Starkregenereignis im September 2014 zu einem schweren Wasserschaden in den Räumlichkeiten der Jugendmusikschule führte war dringender Handlungsbedarf gegeben. Auf Grund der Geruchsbildung wurden Luftkonzentrationsmessungen und Materialproben von dem vorhandenen Teppichboden mit Estrich und den hölzernen Trag-ständerwänden entnommen. Es stellte sich heraus, dass die foyerseitige Trennwand aus furniertem Holzfasermaterial als „starker Formaldehydausscheider“ eingestuft wurde. Daraus schlussfolgernd, war die Quelle der Belastung auch in den Holzfaserplatten der Wandein-bauschränken und den Holzelementen an der Foyer-Decke zu finden. Daher musste die Quelle der Formaldehydabsonderungen durch eine möglichst rasche und zeitnahe Sanierung entfernt werden.

 

In Teilbereichen waren Sanierungsmaßnahmen bei der mittelfristigen Finanzplanung vor-gesehen und mussten nun in 3 möglichen Bauabschnitten nach Prioritäten abgewickelt werden.

Für die kommenden Jahre waren daher im Haushaltsplan 4 unterschiedliche Haushaltsstellen bzw. Investitionsaufträge angelegt.

 

Die Darstellung der einzelnen Sanierungsmaßnahmen spiegelt die zeitliche Reihenfolge wieder.

 

 

HH-Stelle 2 I 33300001 940100 / Investitionsauftrag 7 2630001 7 004

Austausch der Trennwände / Bodenbelagserneuerung / Baunebenkosten

Vorrangig war im I. Bauabschnitt die Sanierung der Trennwände und die zugehörenden Ein-bauschrankelemente mit baubegleitenden Maßnahmen auszuführen. Gleichzeitig waren auch in diesem Zug die Bodenbelagserneuerungen im Foyer, in den Unterrichtsräumen 5 und 6, sowie im gesamten Verwaltungsbereich vorzunehmen. Durch die Schadstoffbelastung war es erforderlich ein qualifiziertes Entsorgungskonzept mit entsprechender Dokumentation durchzuführen. Weiterhin war zur Beleuchtungserneuerung und der elektrotechnischen Neuinstallation in den Sanierungsbereichen ein Fachplanungsbüro einzuschalten. Daher fielen durch die erforderlichen Fachplanungsleistungen Baunebenkosten an.

 

 

HH-Stelle 2 I 33300001 940300

Erneuerung von abgehängten Deckenbereichen

Da die abgehängten Holzelemente aus dem gleichen Material wie die Raumzwischenwände bestanden, war die Sanierung im I.BA ebenfalls notwendig. Es wurden geeignete akustische Deckenfelder eingebaut und eine neue Beleuchtung mit integriert.

 

 

HH-Stelle 2 I 33300001 940200 / Investitionsauftrag 7 2630001 7 002

Fenstererneuerung in Teilbereichen

Auf Grund des Wasserschadens war insbesondere die Fenster-/Fassadenfläche des Ver-waltungsbereichs zu erneuern. Durch den bodentiefen Einbau der Elemente wurde ein Brüstungsbereich mit zusätzlichem Abdichtungsschutz ausgebildet. Da alle Fenster- und Fassadenelemente im Teileigentum sind, war für das äußere Erscheinungsbild die Zu-stimmung der Eigentümergemeinschaft notwendig. So dürfen die äußere Farbgestaltung und Aufteilung nicht verändert werden!

Der II. Bauabschnitt erfolgte in den Sommerferien 2016. Hierbei wurden die Fensterflächen in den Unterrichtsräumen auf der Südseite komplett erneuert.

Die restlichen Fenster-/ Fassadenelemente des Flachbaus können nur bei einer Gesamtsanierung in Abstimmung mit den restlichen Teileigentümern erneuert werden.

Es ist allerdings noch vorgesehen, mit verbliebenen Finanzmitteln das Fassadenelement des Unterrichtsraumes 4 auch wegen der starken Lärmbelastung von der Eltinger Straße, im gleichen Erscheinungsbild in den Sommerferien 2018 zu erneuern. In der Kostendarstellung sind diese Restmittel berücksichtigt.

 

HH-Stelle 2 I 33300001 940000 / Investitionsauftrag 7 2630001 7 001

Sanitärsanierung

Als letzter Bauabschnitt waren die sanitären Anlagen im Sanierungspaket aufgenommen.

Auf Grund der hygienischen Belange wurde diese Maßnahme in den Sommerferien 2017 ausgeführt. Hierbei wurden die Damen und Herren WC-Bereiche nach aktuellem Bedarf konzipiert und baulich erneuert.

 

 

Die Kostenfortschreibung der einzelnen Sanierungsabschnitte ist in Anlage 1 dargestellt.

 

Die zusammengefassten Kostengruppen belaufen sich wie folgt in EUR brutto:

 

Kostengruppe                   Kostenschätzung                       Abrechnungssumme         -Mehr / +Minderk.

KG 300 Baukonstruktion            340.200,00                                     306.087,14                 +  34.112,86
KG 400 Techn. Anlagen              49.800,00                                       59.315,59                 -     9.515,59
KG 700 Baunebenkosten            65.000,00                                       51.072,09                 +  13.927,91

 


Gesamtkosten                          455.000,00                                     416.474,82                 + 38.525,18

 

 

Im Einzelnen stellen sich die Kostenansätze folgendermaßen dar:

 

Kostengruppe 300 Baukonstruktion rd. 73,5% der Gesamtkosten

In der beigefügten Kostenfortschreibung ist ersichtlich, dass sich die unterschiedlichen Gewerke bei den Mehr- und Minderausgaben gegenüber dem Kostenansatz ausgleichen und insgesamt der Kostenrahmen unterschritten wird.

 

Kostengruppe 400 Techn. Anlagen rd. 14,2% der Gesamtkosten

Mehrkosten entstanden beim Gewerk Elektro im I. Bauabschnitt. Durch die umfangreiche Neuinstallation in Teilbereichen konnte der Kostenansatz nicht eingehalten werden.

 

Kostengruppe 700 Baunebenkosten rd. 12,3% der Gesamtkosten

Durch planerische Eigenleistungen des Gebäudemanagements konnte der Kostenansatz unterschritten werden.

 

Weiteres Vorgehen

Die Sanierungsmaßnahmen sind abgeschlossen.

 

Alternativen zum Beschlussvorschlag

______

Reduzieren

Finanz. Auswirkung

 

 

 

 

 

 

 

Reduzieren

Anlagen

Loading...