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Beschlussvorschlag und Kenntnisnahme - 2017/086

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Beratungsfolge

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Beschlussvorschlag

 

-            Die konzeptionelle Weiterentwicklung des Kids-Café Höfingen wird zur Kenntnis genommen.

 

-            Der Verlagerung der Stelle des Studierenden der Dualen Hochschule Baden Württemberg im Bereich Sozialwesen von der Kinder- und Jugendarbeit im Stadtteil Ramtel zum Stadtteil Höfingen zur Anstellung durch den Verein für Jugendhilfe Böblingen e. V. wird zugestimmt.

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Sachverhalt

 

Zusammenfassung des Sachverhalts

Das Kidscafé Höfingen kommt mit der Anzahl der die Angebote nutzenden Kinder an seine räumlichen und pädagogischen Grenzen. Da eine räumliche Erweiterung derzeit nicht möglich ist soll mit konzeptionellen und personellen Veränderungen auf die Situation reagiert werden. Mit einer Verlagerung einer Praxisstelle der Dualen Hochschule im Bereich Sozialwesen aus dem Stadtteil Ramtel in den Stadtteil Höfingen können z. B. auch die Sporthalle/Aula oder - je nach Wetterlage - der Tartanplatz für Angebote genutzt werden.

Ziele der Maßnahme

- Fortführung des Kidscafé Höfingen ohne Begrenzung der Kinderzahl

- Ausbildung pädagogischer Fachkräfte zur Nachwuchssicherung für die Kinder- und
  Jugendarbeit in Leonberg

Sachverhalt/Sachstand

Das Kidscafé Höfingen ist seit vielen Jahren ein beliebtes Angebot für Kinder bis 12 Jahren im ehemaligen Vereinsraum der Strohgäuhalle.

 

Der Verein für Jugendhilfe Böblingen e. V. ist seit 01. April 2006 mit der Durchführung der Kinder- und Jugendarbeit/Jugendsozialarbeit in Höfingen betraut. Im Rahmen dieses Arbeitsfeldes ist das Kids-Café ist ein Angebot für Kinder zwischen 2 bis 12 Jahren, das zweimal pro Woche stattfindet.

 

Kinder können in einem offenen, ungezwungenen Setting Spielen, Basteln, Verweilen. Die Fachkräfte bieten ein vielfältiges freizeitpädagogisches Programm an, sind aber auch wichtige Ansprechpartner bei Konflikten, kleineren und größeren Problemen und bei alltäglichen Themen wie Medien, Freunde, Schule usw.

 

Das Kidscafé erfreut sich großer Beliebtheit. Durch die zentrale Lage im Stadtteil und die Nähe zur Schule kommen mittlerweile durchschnittlich 40 bis 50 Kinder. Vor allem auch die jüngeren Kinder aus den städtischen Gebäuden Hirschlander Straße 57 und 59 besuchen gern die Angebote. Das Kidscafé ist zu einem wichtigen Ort der gelebten und gelingenden Integration geworden.

 

Das Kidscafé kommt mit der Anzahl der Kinder an die räumlichen und pädagogischen Grenzen. Platzmangel, Sprachbarrieren und ein sehr hoher Lärmpegel führen regelmäßig zu Rangeleien und Konflikten. Gute pädagogische Arbeit ist unter diesen Bedingungen mittlerweile nahezu unmöglich.

 

Die starke Nutzung des Angebots zeigt den Bedarf der Kinder sich in einem ungezwungenen offenen Rahmen treffen zu können. Neben den freizeitpädagogischen Angeboten nutzen die Kinder insbesondere auch das Gesprächs- und Beziehungsangebot der pädagogischen Fachkräfte. Die im Kidscafé aufgebauten Beziehungen bilden die Grundlage über die Grundschulzeit hinaus mit den Jugendlichen in Kontakt zu bleiben. Viele der Besucher und Besucherinnen des Kidscafé nutzen später auch die Angebote des Höfinger Jugendhauses.

 

Um die derzeitig angespannte Situation zu entlasten gibt es verschiedene Möglichkeiten:

  1. Räumliche Erweiterung des Kidscafé
  2. Begrenzung der Kinderzahlen auf max. 20 Kinder
  3. Erhöhung der Personaldecke um andere Räumlichkeiten wie z. B. das Foyer der Strohgäuhalle, den angrenzenden Parkplatz oder auch den Tartanplatz mit zu nutzen.

 

  1. Räumliche Erweiterung des Kidscafé:

Aus Sicht des Amts für Jugend, Familie und Schule wäre dies mittelfristig die beste Lösung, die allerdings nur mit einer  evtl. Erweiterung der Strohgäuhalle umzusetzen wäre. Die Sanierung der Strohgäuhalle wurde zunächst verschoben. Die Option zur Erweiterung der Räumlichkeiten des Kids-Café sollte mit der Sanierung der Strohgäuhalle geprüft werden.

 

  1. Begrenzung der Besucherzahlen:

Eine Begrenzung der Kinderzahlen hätte z. B. eine Anmeldepflicht oder feste Gruppenangebote und damit die Veränderung des Charakters der offenen Angebote zur Konsequenz. Dies würde eine erhebliche Anzahl von Kindern von den Angeboten ausschließen.

 

  1. Erhöhung der Personaldecke:

Eine räumliche Entspannung kann kurzfristig z. B. über die Nutzung des Tartanplatzes, des Parkplatzes und der Sporthalle/Aula erreicht werden. Um dabei sowohl die Aufsichtspflicht gewährleisten und die pädagogische Arbeit fortführen zu können ist es erforderlich während der Angebotszeiten 2 Fachkräfte vor Ort zu beschäftigen. Das Team des Verein für Jugendhilfe Böblingen e. V. besteht derzeit aus 2 Fachkräften mit jeweils 75 % Stellenanteilen und einer Studentin der Dualen Hochschule Baden-Württemberg (DHBW). DHBW-Studenten sind jeweils über den Zeitraum von drei Jahren in 3-monatigem Wechsel an der Hochschule und 3 Monate im Praxisfeld tätig. Während der Theoriephase entsteht somit eine Lücke in der Personaldecke. Mit der Ansiedlung eines weiteren Studierenden der Dualen Hochschule kann diese Lücke geschlossen werden.

 

Die DHBW-Praxisstelle Kinder- und Jugendarbeit im Stadtgebiet Ramtel war in den letzten Jahren nicht besetzt. Die Verlagerung der Stelle zur Kinder- und Jugendarbeit Höfingen bietet eine zeitnahe Möglichkeit der Entlastung. Die Stelle kann bereits zum Wintersemester ab dem 1. Oktober 2017 besetzt werden.

 

Mit der Besetzung der Stelle wird zudem dem großen Fachkräftemangel im Bereich der Kinder- und Jugendarbeit entgegengewirkt. Gute Erfahrung haben die Träger der Jugendarbeit mit der Übernahme eigens ausgebildeter Fachkräfte gemacht. So konnte z. B. eine Studentin, die ihre Praxisstelle bei einem Träger in Leonberg absolviert hatte, nach ihrem erfolgreichen Abschluss in das Arbeitsfeld eines anderen Jugendhilfeträgers vermittelt und damit in Leonberg gehalten werden.

 

Die Mittel sind im Haushalt 2017 verfügbar.

Weiteres Vorgehen

Besetzung der Stelle des Studierenden der Dualen Hochschule Baden-Württemberg Bereich Sozialwesen durch den Verein für Jugendhilfe Böblingen e. V. zum 1. Oktober 2017.

Alternativen zum Beschlussvorschlag

- Begrenzung der Besucherzahl auf maximal 20 Kinder.
- Einstellung einer weiteren pädagogischen Fachkraft mit 50 %.
- Räumliche Erweiterung des Kidscafé.

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Finanz. Auswirkung

 

Kontierung

Jahr

verfügbares Budget

Finanzbedarf

Bemerkung

 

36200006

  2017

 

  955.000

 

955.000

  Förderung der offenen Jugendarbeit

 

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