Weiteres Vorgehen

Die Planungen zum Stadtumbau schreiten voran. Das Plankonzept wurde seit dem Wettbewerbsergebnis weiter planerisch optimiert und konkretisiert. Das Stadtplanungsamt hat auf Grundlage des aktuellen Städtebaulichen Entwurfs einen Bebauungsplan erstellt, der Voraussetzung für die Baumaßnahme ist.

Mit Aufstellungsbeschluss vom 26. März 2019 durch den Gemeinderat, wurde das Bebauungsplanverfahren förmlich eingeleitet. Die frühzeitige Beteiligung der Öffentlichkeit und der betroffenen Behörden gemäß § 3 Abs. 1 und § 4 Abs. 1 BauGB sowie die Öffentlichkeitsbeteiligung mit paralleler Behördenbeteiligung gemäß § 3 Abs. 2 und § 4 Abs. 2 BauGB fanden statt. Auf der Grundlage von Fachgutachten, Stellungnahmen der Öffentlichkeit und der Behörden sowie eines städtebaulichen Entwurfes für die geplanten Nutzungen, wurde unter Berücksichtigung der örtlichen Gegebenheiten der Bebauungsplan entwickelt. Die öffentlichen und privaten Belange wurden vom Gemeinderat untereinander und gegeneinander gerecht abgewogen und am 24. September 2024 wurde der Bebauungsplan mit den örtlichen Bauvorschriften jeweils als Satzung vom Gemeinderat beschlossen.

Die 16. Flächennutzungsplanänderung im Geltungsbereich des Bebauungsplans „Stadtumbau Leonberg - Mitte, Teil 2 - Postareal“ wurde seitens des Regierungspräsidiums Stuttgart am 5. Dezember 2024 genehmigt. Am 18. Dezember 2024 ist der Bebauungsplan in Kraft getreten und die 16. FNP-Änderung wirksam geworden.

Derzeit führt die Stadt Leonberg die Abbruchmaßnahmen zur Freilegung des Postareals durch. Hierfür können nach Möglichkeit Fördermittel aus dem Bund-Länderprogramm Stadtumbau West eingesetzt werden. Im ersten Schritt werden die sechs Gebäude entrümpelt. Sind sie leergeräumt, folgt die sogenannte Schadstoffsanierung. Dabei werden Schad- und Baustoffe getrennt und fachgerecht entsorgt beziehungsweise recycelt - insgesamt rund 30.000 Kubikmeter.

Die Gebäude der Alten Post sowie das Gebäude an der Ecke Eltinger Straße/ Lindenstraße sind bereits vollständig rückgebaut. Im nächsten Schritt werden die Gebäude an der Bahnhofstraße leergeräumt und abgebrochen.

Nach Beendigung der Abbruchmaßnahmen auf dem Postgelände soll die Verlegung der Umspannstation Eltinger Straße durch die Netze BW sowie erforderliche Leitungsverlegungen beginnen und etwa 6 Monate dauern. Anschließend erfolgt die Errichtung des Brückenbauwerks durch die Stadt.

Auf dem Areal entsteht ein neues, urbanes, gemischt genutztes Stadtquartier mit dem Motto: Für Stadt, Mensch und Zukunft. Zwischen dem Abbruch der Gebäude und dem Baubeginn des neuen Quartiers sollen zwischen Frühjahr und Herbst 2025 temporäre Nutzungen ermöglicht werden und so ein buntes Programm für vielfältige Nutzungen mitten in der Stadt entstehen.

Zwischen Mai und September 2025 besteht die Möglichkeit, auf dem Postareal aktiv zu werden. Das kommende Quartier soll temporär erlebbar gemacht werden und ein Ort zum Austauschen, Begegnen, Gestalten und Experimentieren entstehen - egal ob urbanes Gärtnern, Flohmarkt, Kultur, Kunst, Bildung, Angebote für Kinder und Jugendliche, Gastronomie und Events oder einfach als Aufenthaltsraum.

Der Projektentwickler STRABAG Real Estate GmbH möchte zusammen mit der Stadtverwaltung Leonberg, der Internationalen Bauausstellung 2027 (IBA'27) StadtRegion Stuttgart sowie dem Büro Planbar hochdrei die Bürgerinnen und Bürger im Prozess weiter eng einbinden und lädt die Öffentlichkeit ein, Ideen hierzu einzubringen.

Weitere Informationen unter www.postareal-leonberg.de.

Im Jahr 2026 wird mit dem Bau des neuen Quartiers begonnen, den Hochbau verantwortet die Ed. Züblin AG. Mit der Fertigstellung aller Bauabschnitte ist bis Ende 2028 zu rechnen.

Die Entwicklung des Quartiers inklusive der erstmaligen Herstellung der notwendigen Erschließungsanlagen wird durch den Projektentwickler vorgenommen. Die öffentlichen Verkehrs- und Grünflächen werden durch die Stadt Leonberg hergestellt. Für den Großteil der öffentlichen Verkehrsflächen (Herstellung der Brücke und des Radweges sowie Umgestaltung der Eltinger Straße) können durch das LGVFG-Programm des Landes Baden-Württemberg voraussichtlich Fördermittel generiert werden.