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Grundstücksentwicklung "Unterer Schützenrain"

Offenes europaweites Investorenauswahlverfahren mit Präqualifikation für die Fläche "Unterer Schützenrain". 

Projektgrundstück in stadtbildprägender Ortsrandslage

Die Stadt Leonberg plant, die Fläche "Unterer Schützenrain" einer wohnbaulichen Entwicklung zuzuführen.

Das Projektgrundstück befindet sich am nordöstlichen Ortsrand in Leonberg und hat eine Größe von etwa 2,4 ha. Hiervon sollen ca. 0,8 ha für ein Wohngebiet mit Kindertagesstätte entwickelt werden. Die weiteren Bereiche des Plangebiets sind dem Erhalt und der Aufwertung bestehender Grünstrukturen vorbehalten. Die stadtbildprägende Lage am Ortsrand zur freien Landschaft hin sowie die sich aus der Topografie ergebende, besondere Hanglage machen die Bedeutung dieser Fläche für die Stadtentwicklung Leonbergs aus.


Anlass und Ziel


Die Stadt Leonberg hat im Oktober 2020 beschlossen, für den Bereich ein Investorenauswahlverfahren mit Ideenteil durchzuführen, um so bestmögliche Ergebnisse für die zukünftige Bebauung des Areals zu erzielen. Mit dem Verfahren wird ein Investor gesucht, welcher das Grundstück kauft, bebaut und die Wohnungen oder ganze Gebäude an die Endnutzer vermietet oder verkauft.

Gegenstand des Investorenauswahlverfahrens ist die Neuschaffung eines Wohnquartiers im "Unteren Schützenrain", in Leonberg. Gewünscht ist die Entwicklung eines lebendigen Wohngebiets für vielerlei Zielgruppen (wie Familien, Alleinstehende, Senioren, Paare) und möglichst alle Einkommensgruppen. Daher sind für das Wohnquartier die Kriterien des bezahlbaren Wohnraums in der Planung zu berücksichtigen.

Ergänzend zum Wohnungsbau ist auf dem Grundstück als Ideenteil die Integration einer Kindertageseinrichtung in das Planungskonzept vorgesehen. Die Kindertagesstätte soll vier Gruppen mit 75 Plätzen umfassen. Eine Einbindung in die Gesamtplanung mit Erschließung und Parkierung ist sicherzustellen. Die Fläche der Kindertagesstätte ist nicht Bestandteil des Kaufvertrages.


Projektareal


Innerhalb des Plangebiets darf nicht mehr als eine zusammenhängende Fläche von 0,8 ha Bauland überplant werden. Das Gebiet von 0,8 ha gliedert sich in zwei Teilbereiche: Die Planung des Wohnquartiers mit Mehrfamilienhausbebauung im Realisierungsteil im nördlichen Bereich und in einen Ideenteil. Der Ideenteil beinhaltet die Planung und Verortung einer Kindertagestätte auf dem Areal (Standort nicht festgelegt, ca. 1.500 m² Fläche) sowie einer kleinteiligen Familienhausbebauung im Süden des Plangebiets (festgelegter Bereich, ca. 1.500 m² Fläche). Eine Einbindung in die Gesamtplanung mit Erschließung und Parkierung ist sicherzustellen. Die öffentlichen Erschließungsanlagen im Baugebiet sowie die Anbindung des Plangebiets über die Straße Unterer Schützenrain an die Goethestraße im Süden, wird durch die Stadt Leonberg hergestellt. Der Ideenteil mit den Flächen für die Kita und die Familienhausbebauung sind nicht Bestandteil des Kaufgegenstandes.

Planungsrechtlich soll das Gebiet als allgemeines Wohngebiet (WA) nach § 4 BauNVO ausgewiesen werden. Die zulässige Grundflächenzahl (GRZ) von 0,4 ist einzuhalten, für die Tiefe der Abstandsflächen sind 0,4 der Wandhöhe anzusetzen. Bzgl. der Höhenentwicklung ist für die Wohnbaufläche des Investors im Durchschnitt eine max. 3,5-Geschossigkeit anzustreben. Die BGF des Wohnungsbaus im Bereich der Investorenfläche darf insgesamt maximal 5.800 m² betragen.

Innerhalb des Gebietes soll nach dem Grundsatzbeschluss der kommunalen Wohnraumstrategie 2030 bezahlbarer Wohnraum nach den Grundsätzen der VwV-Wohnungsbau BW in der aktuellen Fassung (VwV-Wohnungsbau BW 2020/2021 vom 01.07.2021) errichtet werden. Mindestens 25% der realisierten Bruttogrundfläche sind in Form von Sozialmietwohnungen dem bezahlbaren Wohnraum zuzuordnen, um in Leonberg auch Wohnraum für untere und mittlere Einkommensgruppen anbieten zu können.

Es handelt sich um eine Ortsrandslage zur freien Landschaft hin, mit wertvollen Grünflächen. Besonderer Augenmerk ist hierbei auf die unmittelbare Nähe zu den nach § 24a NatSchG geschützten Biotopen zu legen. Um einen schonenden Übergang in die Landschaft zu schaffen, ist eine behutsame bzw. qualitätvolle Einbindung in die Landschaft vorzunehmen.

Mit dem Sieger des Auswahlverfahrens soll ein Kaufvertrag mit zugehöriger Bebauungsverpflichtung abgeschlossen werden. Die Verhandlungen sollen nach Abschluss des Investorenauswahlverfahrens beginnen.


Teilnahmeberechtigung


Teilnahmeberechtigt sind Investoren und Bauträger in Zusammenarbeit mit Architekten und Landschaftsarchitekten, die die geforderten fachlichen Anforderungen erfüllen.

Zur Erfüllung der fachlichen Anforderungen muss die Berufsbezeichnung eines/einer Architekt/in und eines/einer Landschaftsarchitekt/in vorliegen. Eine Zusammenarbeit mit einem Stadtplaner / einer Stadtplanerin wird darüber hinaus sehr empfohlen.


Abgabefristen und Dokumente für die Teilnahme


Das Auswahlverfahren ist als nichtoffenes zweistufiges Verfahren mit vorhergehender Präqualifikation europaweit ausgelobt.

Eine Bewerbung ist nicht mehr möglich, da die Präqualifikationsphase bereits abgeschlossen ist.