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Auftakt "Bosch-Campus" an der Poststraße 70 

Im Westen der Leonberger Kernstadt befindet sich ein überwiegend durch gewerbliche Nutzungen geprägtes Quartier: Zwischen Römer-, Gebersheimer- und Brennerstraße.

Am nordöstlichen Rand des Gewerbegebiets "Brennerstraße" befand sich das seit 2016 brachgefallene Betriebsgelände eines Möbelhauses. Der damals rechtsgültige Bebauungsplan ließ lediglich Sondergebietsnutzungen im Segment "Möbel" zu. Da sich das Areal an einem städtebaulich prägnanten Bereich an der Römerstraße befindet, sollte einem weiteren Brachfallen entgegengewirkt werden.

 

Schaffung von Planungsrecht

Um ein größeres Spektrum an Folgenutzungen abdecken und dem Markt anbieten zu können, musste das Planungsrecht geändert werden. Ausgewiesen wurde ein eingeschränktes Gewerbegebiet. Ziel war es, das Quartier durch eine ansprechende Architektur städtebaulich aufzuwerten. Als privater Investor entwickelte die Firma Bosch das Areal. Die Robert Bosch GmbH errichtet an diesem Standort ein neues Firmengebäude für rund 2.000 Mitarbeiter mit dem Projektschwerpunkt "autonomes Fahren".

Die Maßnahme diente vordringlich dem Erhalt, der Sicherung und der Schaffung von Arbeitsplätzen, es bestand neben privaten Interessen somit auch ein öffentliches Interesse an der Bebauungsplanänderung.

Standortentwicklung Neubau Bürogebäude

An der Poststraße 70 entsteht ein Bürogebäude in Form eines Terrassenbaus für die Firma Robert Bosch GmbH. Federführendes Architekturbüro des Gebäudeentwurfs sind H4a Architekten, Stuttgart.

Es entsteht ein Bürogebäude mit Laboren für Versuchszwecke (Automobilzulieferer). Die Erdgeschosszone soll für öffentlich zugängliche Nutzungen bereitstehen (Kita, Veranstaltungsräume, Gastronomie, Fitnessstudio, etc.). Der Römerstraße sowie dem oberen Abschnitt der Poststraße kommen hierbei als Raumkanten aus stadtgestalterischer Sicht eine wesentliche Bedeutung zu, weshalb für das Gebäude eine Baulinie, auf der das Gebäude errichtet werden muss, planungsrechtlich vorgegeben ist.

Im Bereich Römerstraße hat das Gebäude seinen Hochpunkt, eine Abstaffelung der Gebäudehöhen in Richtung Süden gewährleistet das städtebauliche Einfügen gegenüber der kleinteiligen Bebauung an der Max-Eyth-Straße. Das Gebäude erhält einen zentralen Hauptzugang aus der Poststraße; somit fällt der Poststraße die Haupterschließungsfunktion zu. Eine Tiefgarage über zwei Untergeschosse ist vorgesehen.

Projektverlauf

Mit der zügigen Schaffung von neuem Planungsrecht für das Quartier, konnte im Jahr 2020 die Baugenehmigung durch die Firma Bosch eingereicht werden. Die Baugenehmigung konnte im selben Jahr erteilt werden, worauf zügig der Abriss des alten Bestandsgebäudes von statten ging sowie mit dem Neubau des geplanten Bürogebäudes begonnen wurde. Das Gebäude befindet sich zum aktuellen Zeitpunkt im Rohbau (Stand Januar 2022).


Ausblick

Die Entwicklung des Areals an der Poststraße 70 stellt den Auftakt zur Entstehung des s.g. "Bosch-Campus" im Gewerbegebiet Brennerstraße dar.