Jugendforum 2026: Viele Ideen für Leonbergs Zukunft

Die Stadthalle ist gut gefüllt. Überall wird diskutiert, gelacht und skizziert. Die Stimmen kommen von den vielen Jugendlichen, die sich über ihre Ideen für Leonberg austauschen. Am Donnerstag, 24. September, fand das Jugendforum 2026 statt. Schnell wurde deutlich: Die jungen Leonbergerinnen und Leonberger haben viel vor. 

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Die Teilnehmenden des Jugendforums gemeinsam mit Vertreterinnen und Vertretern aus Verwaltung und Gemeinderat nach dem Gallery Walk.

Entwicklung von eigenen Projektideen

Am Vormittag entwickelten die Jugendlichen in verschiedenen Gruppen eigene Projektideen. Sie diskutierten, welche Themen Leonberg bewegen und erarbeiteten konkrete Strategien, wie sich ihre Vorschläge in der Stadt umsetzen lassen. Aus ersten Gedanken wurden dabei Schritt für Schritt greifbare Projektideen. 

Ein Jugendlicher Blick auf Leonberg

Am Nachmittag stand der Gallery Walk auf dem Programm. Es kamen Vertreterinnen und Vertreter aus Verwaltung und Gemeinderat in die Stadthalle, um sich die Ideen der Jugendlichen anzuhören. Die Projektgruppen präsentierten ihre Vorschläge und hatten dabei ein klares Ziel: Sie wollten Patinnen und Paten gewinnen, die sie auf dem Weg von der Idee zur Umsetzung begleiten.

Unterstützung aus der Verwaltung oder dem Gemeinderat kann dabei entscheidend sein. Sie hilft, Kontakte zu vermitteln, Zuständigkeiten zu klären und aus einem Plan ein tatsächliches Projekt zu machen. Doch die Jugendlichen wissen auch: Auf die Patinnen und Paten allein kommt es nicht an. Wer etwas verändern möchte, muss selbst aktiv werden, Verantwortung übernehmen und gemeinsam mit anderen anpacken.

Deshalb wurden die Jugendlichen ermutigt, direkt auf die Amtsleitungen zuzugehen und um Unterstützung zu bitten. So können sie ihre Ideen und Interessen einbringen und gleichzeitig erfahren, welche Möglichkeiten es innerhalb der Stadtverwaltung gibt.

Auch nach dem Jugendforum geht die Arbeit weiter: Die Projektgruppen haben die Möglichkeit, ihre Ideen weiterzuentwickeln und gemeinsam mit ihren Patinnen und Paten die Umsetzung voranzutreiben. Außerdem wählen die neuen Projektgruppen aus ihren Reihen Vertreterinnen und Vertreter für den Jugendausschuss des kommenden Jahres.

Über den Ausschuss werden die Themen der Jugendlichen kontinuierlich in die gemeinsamen Sitzungen mit Stadtverwaltung und Gemeinderat eingebracht. So können konkrete Vorhaben beraten und gemeinsam weiterentwickelt werden. 

Mitreden, sich einbringen und gemeinsam die Zukunft Leonbergs gestalten

Wie viel sich mit Engagement bewegen lässt, zeigt die geplante Schlittschuhbahn. Beim vergangenen Jugendforum war sie zunächst nur eine Idee. Inzwischen wurde der Eröffnungstermin festgelegt: Am 28. November 2026 wird die Eisbahn eröffnet.

Auch in diesem Jahr präsentierten die Jugendlichen zahlreiche Vorschläge. Darunter die Idee der Gruppe "Mobility": Sie möchten weitere Radservicestationen in Leonberg installieren, darunter auch Stationen mit Ladepunkten für E-Bikes. Die Gruppe "Schule und Bildung" beschäftigte sich unter anderem mit den Chancen und Herausforderungen künstlicher Intelligenz. Ihre Idee: KI-Workshops, in denen Schülerinnen und Schüler lernen, wie sie KI sinnvoll zum Lernen einsetzen können.

Die Themen waren vielfältig, doch alle Projektgruppen verband ein gemeinsamer Wunsch: Leonberg soll lebenswerter werden und Jugendliche sollen dabei mitentscheiden können.

Das Jugendforum gab ihnen die Gelegenheit, ihre Perspektiven sichtbar zu machen und ihre Ideen direkt mit den Verantwortlichen zu teilen. Oberbürgermeister Tobias Degode bedankte sich bei den Jugendlichen für ihr Engagement und die vielen konkreten Vorschläge. Denn eines wurde an diesem Tag besonders deutlich: Gute Ideen brauchen Menschen, die für sie einstehen und sie gemeinsam umsetzen. In Leonberg gibt es dafür zahlreiche Ressourcen und Unterstützungsmöglichkeiten. Jetzt liegt es an den Jugendlichen, ihre Ideen weiterzuverfolgen und den nächsten Schritt zu gehen.