Erste-Hilfe-Kurs für außergewöhnliche Situationen

Was tun, wenn es zu einem medizinischen Notfall kommt, professionelle Hilfe aber nicht innerhalb der gewohnten Zeit verfügbar ist? Wie können Verletzte oder Erkrankte versorgt werden, wenn Rettungsdienst und andere Einsatzkräfte aufgrund einer außergewöhnlichen Lage stark gefordert sind? Antworten darauf gibt der kostenfreie Kurs "Medizinische Hilfe in außergewöhnlichen Situationen" der DLRG Ortsgruppe Leonberg am Samstag, 24. Oktober 2026, von 13 bis 18 Uhr, im Leobad. 

Erste Hilfe unter außergewöhnlichen Bedingungen

Normalerweise überbrückt Erste Hilfe in der Regel die Zeit bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes. Bei außergewöhnlichen Ereignissen können jedoch andere Bedingungen herrschen: Ein großflächiger Stromausfall, Unwetter, eine Vielzahl gleichzeitig Betroffener oder beeinträchtigte Verkehrswege können dazu führen, dass professionelle Hilfe nicht überall in der gewohnten Zeit verfügbar ist.

Die DLRG Ortsgruppe Leonberg möchte mit dem Kurs "Medizinische Hilfe in außergewöhnlichen Situationen" die Bevölkerung auf diese Fälle vorbereiten. Die Teilnehmenden lernen praxisnah, welche Besonderheiten bestehen können und wie Hilfe auch unter erschwerten Bedingungen geleistet werden kann.

"In einer größeren Schadenslage kann niemand davon ausgehen, dass professionelle Hilfe überall gleichzeitig zur Verfügung steht. Umso wichtiger ist es, dass Menschen sich etwas zutrauen und wissen, was sie mit einfachen Mitteln tun können", sagt Jan Mühlberger von der DLRG Ortsgruppe Leonberg. "Mit dem Lehrgang möchten wir Sicherheit im Handeln vermitteln und zeigen, dass jeder einen Beitrag leisten kann." 

Bevölkerungsschutz beginnt vor der Krise

Damit Bevölkerungsschutz im Ernstfall funktioniert, braucht es nicht nur gut vorbereitete Einsatzkräfte und funktionierende Strukturen. Auch die Bürgerinnen und Bürger können einen wichtigen Beitrag leisten, indem sie wissen, wie sie in einer Notlage richtig reagieren und sich gegenseitig helfen können. Elena Manghard vom Bevölkerungsschutz der Stadt Leonberg erklärt, warum die Vorbereitung bereits lange vor einer Krise beginnt: "Bevölkerungsschutz beginnt nicht erst mit dem Eintritt einer Krise. Wir müssen Strukturen vorbereiten, Einsatzmittel vorhalten – vor allem aber den Menschen das Wissen vermitteln, wie sie sich selbst und anderen helfen können. Unsere Notfalltreffpunkte, die Bürgerkurse zur Krisenvorsorge und Angebote wie dieser Lehrgang verfolgen deshalb dasselbe Ziel: Die Menschen in Leonberg sollen auch dann handlungsfähig bleiben, wenn die gewohnten Strukturen vorübergehend nicht oder nur eingeschränkt zur Verfügung stehen."

Dabei geht es nicht darum, Rettungsdienst oder Hilfsorganisationen zu ersetzen. Vielmehr sollen Bürgerinnen und Bürger lernen, wie sie die Zeit bis zum Eintreffen professioneller Hilfe sinnvoll überbrücken und in einer außergewöhnlichen Situation richtig reagieren. 

Jetzt anmelden

Der Lehrgang findet am Samstag, 24. Oktober, von 13 bis 18 Uhr im Leobad, Badstraße 18 in Leonberg, statt. Die Teilnahme ist kostenfrei und auch für Personen möglich, die nicht Mitglied der DLRG sind. Das Mindestalter beträgt zehn Jahre. Die Teilnehmerzahl ist auf 20 Personen begrenzt.

Anmeldeschluss ist der 12. Oktober. Weitere Informationen und die Anmeldung sind auf der Internetseite der DLRG Ortsgruppe Leonberg unter https://leonberg.dlrg.de/ verfügbar.