Die Interimsgrundschule Warmbronn nimmt Gestalt an

Noch ist das Gelände am Schulberg abgesperrt, Bauzäune versperren den direkten Zugang. Doch bei einer Besichtigung bietet sich ein spannender Einblick in das, was hier gerade entsteht: die neue Interimsgrundschule Warmbronn. Gemeinsam mit dem Bauleiter und der Projektkoordination aus dem Gebäudemanagement geht es hinein in das Gebäude – und schnell wird klar: Hier wird intensiv gearbeitet, damit bald Leben einziehen kann. Schon beim Betreten fällt auf, wie weit die Arbeiten im Inneren fortgeschritten sind. Die Flure wirken überraschend fertig, sie sind frei von Baumaterial, die Brandschutztüren sind bereits eingebaut. Rechts und links gehen Türen zu den zukünftigen Räumen ab. Doch wirft man einen Blick hinein, zeigt sich ein lebendiges Bild einer Baustelle im Endspurt. 

Bild vergrößern: Vorlage für Upload von PM-Fotos Bild: © Leila Fendrich
Die Fassade der Südseite ist bereits ohne Gerüst.

Tapezieren, schleifen, bohren

In manchen Räumen sind Handwerker gerade dabei, die Übergänge zwischen den einzelnen Modulen zu verspachteln. Noch sind die Verbindungen sichtbar, doch mit jedem Handgriff verschwinden die Fugen mehr und mehr. Daneben stehen Platten für die Deckenverkleidung, ordentlich gestapelt und bereit für den Einbau. In anderen Räumen hängen Teile der Decke bereits.

Überall sind Spuren des Innenausbaus zu sehen: Farbeimer stapeln sich, frisch verputzte Wände trocknen, an manchen Stellen ist schon gestrichen. Es riecht nach Baustelle, nach Holz, Farbe und Staub. Werkzeuge liegen bereit, Schleifmaschinen surren, und Kabel hängen noch sichtbar aus den Wänden oder verlaufen entlang der Decken. Sie gehören zur modernen technischen Ausstattung der Schule, etwa für digitale Tafeln, die später in den Klassenzimmern zum Einsatz kommen.

Ein besonders technischer Raum ist der Bereich mit dem Server- und Schaltschrank. Hier laufen die vielen Leitungen zusammen – gewissermaßen das digitale Herzstück der Schule. Noch ist alles offen zugänglich, doch es lässt sich erahnen, wie hier später die gesamte IT-Infrastruktur gesteuert wird. 

Mehrzwecksaal: Platz für Kunst und Musik

Im Erdgeschoss öffnet sich ein größerer Raum: der zukünftige Mehrzwecksaal. Noch wirkt er wie eine klassische Baustelle, doch seine Größe lässt bereits erkennen, dass hier bald Musik gemacht, gebastelt und gemeinsam gefeiert wird. Ebenfalls im Erdgeschoss liegen die Räume der Schulkindbetreuung – mit Sanitärbereichen und einer eigenen kleinen Teeküche.

Eine Etage höher reihen sich die Klassenzimmer aneinander. Auch hier zeigt sich das gleiche Bild: manche Räume fast fertig, andere noch mitten im Ausbau. Das Lehrerzimmer im ersten Stock ist ebenfalls schon gut erkennbar, ebenso die angrenzenden Verwaltungsräume und das Sekretariat im zentralen Bereich des Gebäudes. 

Modulbauweise: nachhaltig, schnell, flexibel

Das gesamte Gebäude besteht aus114 Modulen, die wie große Bausteine zusammengesetzt wurden. Diese Bauweise macht das Gebäude nicht nur schnell erreichbar, sondern auch flexibel: Es kann später wieder abgebaut und an anderer Stelle weiter genutzt werden.

Draußen wird ebenfalls noch gearbeitet. Ein Gerüst umgibt Teile der Fassade, an der noch letzte Elemente angebracht werden. Dem neuen Schulhof steht noch der Umbau bevor, doch auch hier gibt es bereits konkrete Pläne: Spielgeräte sollen aufgestellt, das Gelände neu umzäunt und der Eingangsbereich gestaltet werden. Besonders interessant ist der Weg zum Haupteingang – er wird aus verschiedenfarbigen Pflastersteinen gelegt, die aus Restbeständen anderer städtischer Projekte stammen. Daraus entsteht ein individuelles Muster, das Nachhaltigkeit und Kreativität verbindet.

Trotz der vielen offenen Arbeiten ist eines deutlich spürbar: Die Schule steht kurz vor der Fertigstellung. Alles läuft nach Plan. Bis zu den Pfingstferien soll das Gebäude bezugsfertig sein. Noch vor den Ferien packen die Schülerinnen und Schüler sowie die Lehrkräfte ihre Sachen, in den Ferien wird umgezogen – und direkt danach wird die neue Schule mit Leben gefüllt.