Conceptaplan nimmt Abstand von der Entwicklung des Baugebiets "Berliner Straße"
Die Stadt Leonberg und die Conceptaplan GmbH aus Dossenheim teilen mit, dass die Baugebietsentwicklung "Berliner Straße" nicht gemeinsam weiterverfolgt wird. Nach sorgfältiger Prüfung der aktuellen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen hat sich das Unternehmen entschieden, von der Realisierung des Wohnbauprojekts zwischen Stadtpark und Berliner Straße Abstand zu nehmen.
Veränderte wirtschaftliche Rahmenbedingungen
Das Vorhaben beruhte auf dem Siegerentwurf eines Investorenwettbewerbs. Über einen längeren Zeitraum hatten die Stadtverwaltung, die Conceptaplan GmbH und die beteiligten Planerinnen und Planer das Projekt gemeinsam entwickelt und vorangetrieben.
Nach Auffassung des Unternehmens haben sich die wirtschaftlichen Voraussetzungen in den vergangenen Monaten grundlegend verändert. Der Projektentwickler verweist auf die Strukturkrise der deutschen Automobilwirtschaft, die in besonderer Weise den Großraum Stuttgart treffe. Vor diesem Hintergrund wird von Seiten der Conceptaplan GmbH derzeit keine ausreichende Grundlage für eine wirtschaftlich erfolgreiche Umsetzung des Projekts gesehen.
"Hochqualifizierte Arbeitskräfte machen unseren breit aufgestellten Wirtschaftsstandort aus und diese benötigen Wohnraum", sagt Oberbürgermeister Tobias Degode. "Wir bedauern, dass dieses städtebaulich besondere Projekt nicht gemeinsam umgesetzt werden kann. Viele Beteiligte haben über lange Zeit mit großem Engagement und hoher Professionalität an der Planung gearbeitet. Zugleich respektieren wir die Entscheidung der Conceptaplan GmbH und arbeiten aktiv daran, das Projekt zeitnah mit einem interessierten Partner fortzuführen."
Auch Conceptaplan-Geschäftsführer Dr. Thomas Grimann bedauert das Ende der Projektentwicklung: "Die Entscheidung ist uns nicht leichtgefallen, weil es ein außergewöhnlich schönes Projekt ist und alle Beteiligten mit viel Herzblut an der Planung mitgewirkt haben. Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen haben sich für uns jedoch in jüngster Vergangenheit so stark verändert, dass wir die Verantwortung für unser Unternehmen und den Respekt vor unseren Projektpartnern nur durch die Einstellung der weiteren Bearbeitung wahrnehmen können."
Dr. Thomas Grimann dankt insbesondere den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Stadtverwaltung, Baubürgermeister Klaus Brenner sowie allen beteiligten Planungspartnern für die konstruktive Zusammenarbeit.
Partnerauswahl neu aufgerollt
Das Projekt vollständig absagen möchte die Stadt Leonberg nicht. Es finden bereits Gespräche mit möglichen Projektentwicklern statt, welche die bisherige Planung und auch die Umsetzung fortführen werden.
"Die Planung ist bereits weit fortgeschritten. Deshalb besteht die Möglichkeit, dass ein neuer Partner darauf aufbauen und das Projekt zeitnah umsetzen kann", erklärt Oberbürgermeister Tobias Degode. "So können an der Berliner Straße ein Wohnprojekt mit einem hohen Anteil sozial geförderten Wohnraums sowie eine Kita entstehen."
Nach dem erfolgreichen Abschluss der Gespräche werden die weiteren Schritte im Gemeinderat vorgestellt und beschlossen.