Seiteninhalt

Postareal 

Im Herbst 2016 zeichnet sich ab, dass die Post aus dem Stadtzentrum in das neue Gewerbegebiet Leo-West umziehen wird. Im April 2018 wird der neue Zustellstützpunkt eröffnet. Damit wird auf lange Sicht ein großes Grundstück im Stadtumbau-Gebiet frei.

Das Projektgrundstück umfasst ca. 14.700 m² und befindet sich in direkter Nachbarschaft des Neuen Rathauses am Belforter Platz in Leonberg. Es ist Teil der Verbindung zwischen dem Belforter Platz und der Altstadt Leonberg, daher wird diesem Areal eine wichtige innerstädtische Funktion beigemessen.

Durch die Neustrukturierung soll ein identitätsstiftendes, gemischt genutztes Quartier entstehen, das mit seinen neuen Nutzungen und Konzepten auf die Stadt ausstrahlt. Aus der zentralen Lage des Areals und der hohen Bedeutung für die Quartiersentwicklung ergibt sich ein hoher Qualitätsanspruch für das Postareal und dem sogenannten Brückenschlag in Leonberg.



Ziele des Investorenauswahlverfahrens

Das neue Postareal als "Leonberger Stadtausstellung" soll als modernes Quartier einen Bezug zur internationalen Bauausstellung "IBA 2027 Stadtregion Stuttgart" herstellen bezüglich moderner Baukultur, nachhaltigem Bauen, bezahlbarer und variantenreicher Wohnformen, innovativer Freiflächenkonzeption und kreativen Mobilitätsformen.

Um eine qualitativ hochwertige Bebauung zu sichern, wurde ein "nichtoffenes Investorenauswahlverfahren mit Präqualifikation" ausgelobt. Folgende Vorgaben aus der Auslobung waren dabei zu berücksichtigen:

  1. Schaffung eines funktionierenden innerstädtischen Quartiers mit großzügigen und einfachen Wegeverbindungen, das zum Verweilen einlädt

  2. Belebung des urbanen Gebiets durch Einzelhandel, Gastronomie und Hotel-/Boardinghouse-Nutzungen

  3. Soziale Durchmischung, variantenreiche Wohnformen und die Schaffung bezahlbaren Wohnraums sollen ein "Quartier für Alle" prägen

  4. Die verkehrliche Mehrbelastung ist durch ein ausgewogenes Angebot unterschiedlicher Mobilitätsformen zu bewältigen. Das Wettbewerbsgebiet liegt mitten in der Stadt und bietet per se eine herausragende Standortgunst für "kurze Wege"

  5. Sicherung einer angemessenen urbanen Dichte, die städtebaulich begründete Hochpunkte („Landmarken“) beinhalten kann und eine hohe gestalterische Qualität der öffentlichen und privaten Räume aufweist

 


Das Ergebnis

Insgesamt wurden zehn Arbeiten vollständig abgegeben, die alle nach formaler Prüfung im Wettbewerb zugelassen wurden. Diese Arbeiten sind in einem Vorprüfbericht dokumentiert.

Im Rahmen der Preisgerichtssitzung am 14.05.2018 wurden zwei Arbeiten mit den Nummern 3013 und 3015 zur weiteren Bearbeitung und zu den weiteren Verhandlungen empfohlen.


1. Rang
Investor: STRABAG Real Estate GmbH
Städtebau/Architektur: h4a Gessert + Randecker Generalplaner GmbH
Landschaftsplanung: Glück Landschaftsarchitektur GmbH

2. Rang
Investor: Conceptaplan & Kalkmann Wohnwerte GmbH & Co. KG
Städtebau/Architektur: Auer + Weber Assoziierte GmbH
Landschaftsplanung: Becker & Haindl Part GmbH, Landschaftsarchitekten


Weiteres Vorgehen

Der Gemeinderat hat am 24. Juli 2018 die Verwaltung beauftragt, auf Grundlage der Empfehlungen des Preisgerichtes mit dem 1. Preisträger in das Verhandlungsverfahren einzutreten. Sollten sich binnen angemessener Frist keine konkreten Verhandlungsergebnisse abzeichnen, werden ergänzend die Verhandlungen mit dem 2. Preisträger aufgenommen. Anschließend folgen

  1. die weitere planerische Optimierung des Plankonzepts (Entscheidung im GR)

  2. der Abschluss des Kaufvertrags und des städtebaulichen Vertrags

  3. die Erstellung eines Bebauungsplanentwurfs, Verfahrensbeschlüsse, bauliche Umsetzung