Orgelkonzert mit Studierenden der Musikhochschule Stuttgart

Im Rahmen der Konzertreihe sind am Mittwoch, 7. Mai, Johannes Friederich und Julian Heinz zu Gast in der katholischen Kirche St. Johannes der Täufer. Beide studieren an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Stuttgart in der Orgelklasse von Prof. Jörg Halubek. Auf dem Programm stehen Werke von Louis Vierne, Johann Sebastian Bach und Sigfrid Karg-Elert. Konzertbeginn ist um 19.30 Uhr. Der Eintritt ist frei.

Junges musikalisches Talent mit Gespür für Alte Musik

Johannes Friederich studierte Kirchenmusik an den Musikhochschulen in München und Stuttgart und spezialisiert sich im Rahmen des Studiengangs "Maestro al Cembalo" im Bereich der historisch informierten Aufführungspraxis. Er nahm an mehreren Orgelwettbewerben teil und konnte beim XV. Internationalen Silbermann-Orgelwettbewerb den 3. Preis für sich entscheiden. Neben seinem Studium unterrichtet er im Rahmen eines Lehrauftrags an der Hochschule für Kirchenmusik in Rottenburg Orgel und Orgelimprovisation. Während der Händel-Festspiele Karlsruhe 2025 übernahm er mit dem Konzertprogramm "Rinaldino" für Kinder und Familien erstmals die musikalische Leitung einer Produktion am Badischen Staatstheater. Bei den Schwetzinger Festspielen 2025 wird er mit dem Ensemble "Il Gusto Barocco" unter der Leitung von Prof. Jörg Halubek bei der Kantate "Amore vincitore" von Johann Christian Bach mitwirken. 

Früh gefördert – mit Leidenschaft an der Orgel

Julian Heinz erhielt bereits mit fünf Jahren seinen ersten Klavierunterricht, mit neun Jahren begann er das Orgelspiel. Nach dem Bachelorstudium der Evangelischen Kirchenmusik in Bayreuth wechselte er 2020 nach Tübingen und setzte dort sein Studium in den Orgelklassen von Prof. Jens Wollenschläger und Prof. Johannes Mayr fort. Im Oktober 2023 schloss er das Studium erfolgreich ab. Seither studiert er im
Masterstudiengang Kirchenmusik an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Stuttgart in der Orgelklasse von Prof. Jörg Halubek, seit 2025 zusätzlich das Fach Orgel. Die Teilnahme an Meisterkursen erweiterte seine Ausbildung. 2022 wurde er als Stipendiat in die Studienstiftung des Deutschen Volkes aufgenommen. 

Über die Mühleisen-Orgel

Die Mühleisen-Orgel in St. Johannes der Täufer wurde 2007 errichtet. Das Instrument ist dem Klangideal der französischen Orgelromantik nachempfunden, das der berühmte Orgelbauer Aristide Cavaillé-Coll im engen Kontakt mit den damaligen Organisten entwickelt und verwirklicht hat. Mit 50 Registern und 3.086 Pfeifen lassen sich vielen Klangfarben und breitgefächerte dynamische Abstufungen erreichen. Organisten aus dem In- und Ausland schätzen dieses Instrument und kommen gerne nach Leonberg.

Die Freunde der Kirchenmusik St. Johannes Leonberg e.V. organisieren die Konzertreihe in Zusammenarbeit mit dem Amt für Kultur und Sport und der Werkstätte für Orgelbau Mühleisen, Leonberg. Der Eintritt zu den Konzerten ist frei. Spenden sind willkommen, damit weiterhin herausragende Organistinnen und Organisten präsentiert werden können.