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Indianische Kunst im Galerieverein (Foto: Gary Duszynski)
Indianische Kunst im Galerieverein (Foto: Gary Duszynski)

Der Leonberger Pferdemarkt - das traditionelle Highlight des Jahres

Seit über 300 Jahren feiern die Leonberger an jedem zweiten Dienstag im Februar ihr Traditionsfest, das moderne und historische Inhalte in sich vereint. Am 15. Januar 1684 wurde dieser Markt von Herzog Friedrich Karl genehmigt. Der gelungenen Symbiose zwischen Unterhaltungs- und Fachprogramm verdankt die Veranstaltung ihre Beliebtheit und überregionale Attraktivität.

Pferdemarkt einst und heute

Während sich das Marktgeschehen in den Gründerjahren hauptsächlich auf den Verkauf von Pferden, Vieh und Hunden beschränkte, spiegelt sich heute auch die veränderte Stellung des Pferdes in unserer Gesellschaft vom landwirtschaftlichen Gebrauchstier zum Sport- und Freizeitpartner im Pferdemarkt wieder.
Das mehrtägige Programm berücksichtigt diese Entwicklung indem es neben dem traditionellen Handel gleichermaßen pferdewissenschaftliche und sportliche Veranstaltungen, Seminare, aber auch reine Schauveranstaltungen und Freizeitvergnügen wie Vergnügungspark und Krämermarkt bietet.

 
Im Jahr 2014 wird die Zählung der Pferdemärkte nach umfangreicher Archivforschung korrigiert: Auf den 242. Pferdemarkt im Jahr 2013 folgt der 323. Pferdemarkt im Jahr 2014 [mehr ...]

Seminar für therapeutisches Reiten, Stadtmeisterschaften im Springreiten und in der Dressur

Der Vortag zum Pferdemarkt, also jeweils der Montag, ist seit Jahren für die Hippologische Fachtagung reserviert. Renommierte Referenten aus dem In- und Ausland sorgen mit fundierten und fachlich qualifizierten Beiträgen für den überregionalen Ruf dieser Veranstaltung, die mit Hilfe der Deutschen Reiterlichen Vereinigung (FN) organisiert wird. Seit 1991 gibt es neben den Fachvorträgen in der Stadthalle Leonberg auch ein Seminar für Reitlehrer, bei dem die Praxis der Sportthemen demonstriert wird.

Haupttag des Traditionsfestes: der Pferdemarktsdienstag mit Pferdehandel, Pferdeprämierung, Gespannwettbewerb, Festzug und Unterhaltung

Auch heute noch ist der althergebrachte Pferdehandel auf dem historischen Leonberger Marktplatz ein beliebter Mittelpunkt des Festgeschehens. Weit über hundert Pferde verleihen dem Pferdemarkt sein typisches Ambiente. Kaufinteressenten versuchen, ein gelungenes Schnäppchen zu machen, das traditionell mit einem Handschlag besiegelt wird. Auch Besucher, die kein Pferd halten können oder wollen, haben hier ab 9 Uhr die Gelegenheit, die verschiedensten Pferderassen in natura zu erleben.

Parallel zum Pferdehandel finden im Reiterzentrum in der Fichtestraße die Stutenprämierung und der Gespannwettbewerb statt. Hier kann man die Pferde in Bewegung sehen und die Bewertung der Richter mit dem eigenen Eindruck vergleichen. Für die Teilnehmer ist ein Preis beim Leonberger Wettbewerb eine Auszeichnung, weil die harte aber gerechte Bewertung im ganzen Land bekannt ist.
Auch die Leonberger Hunde werden im Reiterstadion präsentiert und bei einer Ausstellung am Rand des Sportgeländes vorgestellt.

Das große Finale des Pferdemarktes ist in jedem Jahr der Festzug. Ab 14 Uhr ziehen Festwagen, Kapellen, Fußgruppen und viele Pferde durch Leonbergs Straßen und unterhalten die Besucher mit einem bunten Strauß verschiedenster Themen und schwungvoller Musik.

In den zahlreichen Gewölbekellern der Leonberger Altstadt - die teilweise nur einmal im Jahr für die kurze Zeit des Pferdemarkts öffnen - lässt man anschließend den Tag ausklingen.

Leonberger Pferdemarkt - Chronik
Leonberger Pferdemarkt

Chronik und Impressionen

Chronik des Leonberger Pferdemarkts