Seiteninhalt

Ratsinformationssystem

Reduzieren

Beschlussvorschlag:

 

Reduzieren

Sachverhalt:

Ziel der Maßnahme ist die Sicherung eines zeitgemäßen Schulbetriebs. Es soll eine bautechnisch und pädagogisch zukunftsfähige Lösung geschaffen werden, die den Erfordernissen einer zeitgemäßen und hygienisch einwandfreien Essensversorgung im Rahmen des Gemeinschaftsschulbetriebs Rechnung trägt.

Ein möglichst zügiger Planungsfortschritt wird angestrebt, um die neue Mensa und die zusätzlich notwendigen Klassenräume im Bereich der jetzigen Bestandsmensa rasch in Betrieb nehmen zu können.

 

Sachverhalt/Sachstand

Durch die Beschlussfassung vom 23.02.2016 wurde die damalige Variante 3 – Mensaneubau als Solitär im südlichen Bereich vor dem Langbau – zur weiteren planerischen Bearbeitung freigegeben.

Diese Variante wurde im Herbst 2016  planerisch konkretisiert und dem S-Ausschuss am 30.11.2016 vorgestellt. Aufgrund der kontroversen Debatte und der knappen Mehrheit im

S-Ausschuss für die am 30.11.2016 vorgestellte Ausführungsvariante wurde das planende Architekturbüro mit der Untersuchung weiterer Varianten auf dem Schulgelände beauftragt.  

 

Somit liegen nunmehr 3 Planungsvarianten für den Mensaneubau und die hiermit verbundenen Bereiche zusätzlicher Klassen- und Ganztagesbetreuungsräume vor,

welche im Folgenden hinsichtlich finanzieller, organisatorischer und baulogistischer

Aspekte dargestellt und bewertet werden.

 

  1. Mensaneubau als Solitär im südlichen Bereich vor dem Langbau und Umbau der Bestandsmensa zu Klassen- und Ganztagesbetreuungsräume (Variante 1)

Speisesaal mit 198 Sitzplätzen / Küchenkapazität: 2 x 200 Essensportionen

 

Variante 1 sieht vor, den Mensaneubau im südlichen Bereich vor dem Langbau als eingeschossiger Solitär zu platzieren (siehe Anlage 1). Sowohl die Erschließung des Speisesaals über den bestehenden Pausenhof wie auch die Anlieferung des Küchentrakts über die bestehende ebene Zuwegung aus östlicher Richtung lassen sich unkompliziert verwirklichen.

Zwischen Langbau und Neubau entsteht eine neue Spiel- und Verweilfläche für die Schüler.

Im Gefahrenfall ist die Zufahrt der Feuerwehr zum bestehenden Pausenhof sichergestellt.

 

Die erforderlichen Flächen des Speisesaals, der Speiseausgabe und des Küchenbereichs lassen sich hier flächeneffizient organisieren. Die Geometrie des Speisesaals erlaubt eine optimale Orientierung zum bestehenden Schulhof sowie eine kostensparende natürliche

Be- und Entlüftung über die Fenster und Oberlichter.

Die Versorgung aller Räume mit Tageslicht, auch die der ständigen Arbeitsplätze im Küchenbereich, lässt sich problemlos und kostensparend realisieren. Durch die ebenerdige Anordnung sowohl des Mensaneubaus als auch der Ganztagesbereiche kann auf die Installation eines Aufzugs in beiden Gebäudeteilen verzichtet werden.

Die zusätzlich benötigten Klassenräume sollen durch Umbaumaßnahmen in der

bestehenden Mensa untergebracht werden. Außerdem wird der Projekt- und Spieleraum verlegt, so dass dieser nicht wie bisher ohne Tageslicht auskommen muss, sondern durch die neue Positionierung Fenster erhält und der Raum dadurch vielseitiger nutzbar wird.

Die Lager- und Lehrmittelräume werden durch die Umstrukturierung innenliegend angeordnet.

 


Der Umbau der Bestandsmensa findet erst nach Fertigstellung des Neubaus statt, um so eine Essensversorgung auch während der Bauphase sicherstellen zu können.

Auf eine zusätzliche Kosten verursachende Interimslösung, deren Standort in Schul-nähe bislang ungeklärt ist, könnte somit bei Ausführung von Variante 1 verzichtet werden.

 

Kosten Variante 1

Mensaneubau als Solitär südlich des Langbaus2.310.000 €

Umbau der Bestandsmensa zu Klassen- und GTB-Räumen   400.000 €

Zusätzliche Planungskosten Variante 2 und 3                              20.000 €

Gesamt2.730.000 €

 

Aus Sicht der Verwaltung stellt Variante 1 eine Lösung dar, welche die funktionalen, räumlich-architektonischen und städtebaulichen Erfordernisse des zukünftigen Mensabaus am besten erfüllen kann und eine wirtschaftliche Bauweise erwarten lässt. Die Verwaltung empfiehlt daher, Variante 1 zur Ausführung zu beschließen.

 

  1. Umbau der Bestandsmensa, Neubau der erforderlichen Klassen- und Ganztagesbetreuungsräumen östlich des Langbaus  (Variante 2)

    Speisesaal mit ca. 162 Sitzplätzen / Küchenkapazität: 2 x 150 Essensportionen

 

Variante 2 sieht vor, den Eingriff in den Bestand so gering wie möglich zu halten.

Die Küche soll an bestehender Position zu einer „Cook & Chill“ Küche ausgebaut werden, um dann mehr Essensportionen ausgeben zu können (siehe Anlage 5). Allerdings könnten aufgrund der durch den Gebäudebestand vorgegebenen räumlichen Situation im

2-Schichtbetrieb lediglich 300 Essen ausgegeben werden. Die durch die Anzahl der Schüler bedingte Zielmarge von 2 x 200 Essensportionen wird somit nicht erreicht.

Weiterhin lassen sich bei dieser Variante nicht alle notwendigen Räume, die für einen reibungslosen Mensabetrieb notwendig wären, im Bestand unterbringen. Räume für

haustechnische Anlagen (Lüftung und Sanitärtechnik) sowie vorgeschriebene Sanitärräume für das Küchenpersonal können nicht in unmittelbarer Nachbarschaft zur Küche angeordnet werden.

Nicht nur der Küchenbereich, auch der Speisebereich ist funktional und qualitativ nicht befriedigend zu realisieren. Ein großer Teil der Sitzplätze werden schlecht bis gar nicht natürlich belichtet und belüftet sein. Die Essensausgabe weist aufgrund der Enge und der Anstehsituation über Eck funktionale Mängel auf.

 

Da die zusätzlich erforderlichen Klassenräume und Ganztagesbetreuungsbereiche im Bestand nicht mehr untergebracht werden können, wird es notwendig sein, diese an anderer Stelle zu errichten.

Es wird vorgeschlagen, die Räume an den bestehenden Langbau in Richtung Osten anzu-schließen (siehe Anlage 6). Die erforderlichen Flächen ließen sich hier in einem kompakten zweistöckigen Baukörper realisieren. Allerdings wären hier, bedingt durch die Hanglage, kostenintensive Hangsicherungsmaßnahmen notwendig. Die räumlich direkte Verbindung zum Erschließungsflur des Bestandsgebäudes ließe sich lediglich im Obergeschoss anlegen, da ansonsten weitere Umbaumaßnahmen im Bestand des Erdgeschosses notwendig werden würden.

 

Um die Essensversorgung der Schüler während der Umbauphase sicherstellen zu können muss bei Ausführung von Variante 2 eine zusätzliche Kosten verursachende Interimslösung mit berücksichtigt werden.  Hierfür müsste noch ein geeigneter Stand-ort in Schulnähe gefunden werden, da es aufgrund der beengten Grundstücks-situation schwer sein wird, diese neben den Baustelleneinrichtungsflächen auf dem Schulgelände unterzubringen.

 


Kosten Variante 2

Mensa im Bestand umbauen(siehe Anlage 7)1.019.150 €

Interimscontainer   101.150 €

Klassen- und GTB-Räume östlich des Langbaus anbauen (siehe Anlage 8)    1.633.000 €

Gesamt2.753.300 €

 

Variante 2 wird aufgrund des Überhangs an funktionalen und baulichen Nachteilen sowie der ungelösten Frage der Interimsunterbringung der Mensa während der Bauphase von der Verwaltung nicht zur Ausführung empfohlen.

 

  1. Umbau Mensa im Bestand, Anbau (Obergeschoss) Klassen- und Ganztagesbetreuungsräume (Variante 3)

Speisesaal mit ca. 200 Sitzplätzen / Küchenkapazität: 2 x 200 Essensportionen

 

Variante 3 sieht vor, die Bestandsmensa um den notwendigen Küchentrakt und zusätzliche Speisesaalkapazitäten (gesamt 200 Plätze) zu erweitern. Im Bereich der bestehenden Küche werden notwendige Nebenräume untergebracht (siehe Anlage 9).

Die zusätzlich notwendigen Klassenräume sollen oberhalb des Küchentrakts in einem Obergeschoss realisiert werden (siehe Anlage 10).

Zur Anbindung der Räume im OG ist ein erdgeschossiger Erschließungsflur mit Treppenhaus und Aufzug erforderlich. Ansonsten wären die neuen Klassenräume ohne unverhältnismäßige bauliche Eingriffe in die bauliche Struktur des bestehenden OG nicht direkt aus dem Bestandsbau sondern nur von außen erschließbar.

Da der erweiterte Speisesaal nur über eine Fassadenseite an den Außenbereich grenzt, gibt es nur hier die Möglichkeit Lüftungsflügel zu integrieren. Somit kann keine Querlüftung stattfinden. Dadurch benötigt der Speiseraum eine mechanische Belüftungsanlage mit den hierzu erforderlichen Technikräumen. Die Kosten hierfür wurden grob mit 150.000 € kalkuliert und müssen zur Grobkostenschätzung in Anlage 11 noch dazu gerechnet werden.

Bedingt durch die engen Grundstücksverhältnisse im rückwärtigen Schulgelände und die Hanglage wären auch hier kostenintensive Hangsicherungsmaßnahmen notwendig

 

Um die Essensversorgung der Schüler während der Umbauphase sicherstellen zu können muss bei Ausführung von Variante 3 eine zusätzliche Kosten verursachende Interimslösung mit berücksichtigt werden.  Hierfür müsste noch ein geeigneter

Standort in Schulnähe gefunden werden, da es aufgrund der beengten Grundstücks-situation schwer sein wird, diese neben den Baustelleneinrichtungsflächen auf dem Schulgelände unterzubringen.

 

Kosten Variante 3

Umbau Mensa im Bestand, Anbau Küche,

Klassen- und GTB-Räume Obergeschoss (siehe Anlage 11)3.091.791 €

Kosten mechanische Lüftung Speiseraum   150.000 €

Interimscontainer                                              101.150 €

Gesamt3.342.941 €

 

Variante 3 wird aufgrund höherer Kosten (im Vergleich zu Variante 1 ca. 18 %) und der bislang nicht gelösten Frage der Interimsunterbringung Mensa während der Bauphase von der Verwaltung nicht zur Ausführung empfohlen.

 

Weiteres Vorgehen

Bei Genehmigung der Variante 1 kann zeitnah der Antrag auf Baugenehmigung eingereicht werden, da durch den ursprünglichen Beschluss vom 23.02.2016 diese Variante planerisch am Weitesten bearbeitet und vertieft wurde.

Bei Beschluss von Variante 2 oder 3 wird mit der Objekt- und Fachplanung fortgefahren.

 

Alternativen zum Beschlussvorschlag

Ausführung der Variante 2 oder 3.

Reduzieren

Finanz. Auswirkung:

 

Jahr

verfügbares Budget

Finanzbedarf

Bemerkung

7 2110 050 7 001

ALS Neubau Mensa für Gemeinschaftsschule

2017

1.247.909

120.000

 

 

2018

1.000.000

1.210.000

 

 

2019

 

 

1.000.000

 

7 2110 050 7 008

ALS Umbau Mensa zu Klassenraum

2018

400.000

 

 

 

2019

 

 

400.000

 

7 2110 050 3 001

Investitionszuschuss Land

2018

240.000

 

 

 

Der veränderte Finanzbedarf ist in der Haushaltsplanung 2018 ff entsprechend zu berücksichtigen.

 

Reduzieren

Anlagen:

0
(wie Dokument)
4,2 MB
2
(wie Dokument)
136,7 kB
3
(wie Dokument)
62 kB
4
(wie Dokument)
54,7 kB
5
(wie Dokument)
517,5 kB
6
(wie Dokument)
184,1 kB
7
(wie Dokument)
63,6 kB
8
(wie Dokument)
65,3 kB
9
(wie Dokument)
77,3 kB
10
(wie Dokument)
61,3 kB
11
(wie Dokument)
65,1 kB