Anhaltende Geruchsbelästigung – Stadt informiert über aktuellen Sachstand

Trotz größter Bemühungen durch die Stadtverwaltung Leonberg in Zusammenarbeit mit dem Landratsamt Böblingen, ist eine Beweisführung bezüglich der Geruchsbelästigung derzeit nicht möglich. 

Ursache nicht belastbar nachweisbar

Trotz intensiver Prüfungen, wiederholter Kontrollen und gemeinsamer Ortsbegehungen durch die zuständigen Fachstellen konnte die Geruchsquelle zwar lokalisiert, jedoch einem Verursacher nicht belastbar nachgewiesen werden. Das bedeutet: Auch wenn der Geruch für viele Menschen deutlich wahrnehmbar ist, können derzeit keine behördlichen Maßnahmen – etwa Anordnungen oder Auflagen – getroffen werden.

Diese Situation ist nach wie vor unbefriedigend ist. Der Eindruck, dass „man es doch deutlich riechen könne“, ist richtig. Allerdings muss der Nachweis objektiv und messbar geführt werden. Diese gesetzliche Vorgabe soll sicherstellen, dass Eingriffe nur dann erfolgen, wenn eine eindeutige und belegbare Ursache vorliegt. 

Wie ging das Landratsamt vor?

Die Gewerbeaufsicht des Landratsamts Böblingen wertete in Anbetracht der Geruchsbeschreibungen eingegangener Beschwerden zahlreiche Dokumente zu betriebsbezogenen, technischen Anlagen im Gewerbegebiet aus. Darüber hinaus fanden zu unterschiedlichen Zeitpunkten weitere Betriebskontrollen vor Ort statt, um den Verursacher der Geruchsemissionen ausfindig zu machen. Auch die Landesanstalt für Umwelt Baden-Württemberg wurde zur Beratung hinzugezogen. 

Gesundheitsgefahr ausgeschlossen

Der Bevölkerungsschutz der Stadt Leonberg hat die Situation ebenfalls bewertet. Nach den bisherigen Erkenntnissen und vorliegenden Messdaten kann eine akute Gesundheitsgefährdung für die Bevölkerung derzeit ausgeschlossen werden. Gleichwohl wird die Lage weiterhin sorgfältig beobachtet, um bei etwaigen Veränderungen schnell reagieren zu können. 

Wie geht es weiter?

Stadtverwaltung und Landratsamt stehen weiterhin in engem Austausch miteinander sowie mit den zuständigen Fachbehörden. Die Situation wird aufmerksam beobachtet, und eingehende Hinweise werden fortlaufend geprüft und dokumentiert. Sollten neue Erkenntnisse gewonnen werden, werden umgehend die erforderlichen Schritte eingeleitet.

Die Stadtverwaltung bittet die Bevölkerung um Verständnis dafür, dass die Handlungsmöglichkeiten vor dem Hintergrund derzeitiger Erkenntnislage ausgeschöpft sind. Zugleich versichert sie, dass das Thema mit Nachdruck weiter verfolgt und regelmäßig bewertet wird.

28.11.2025