26. Keplerhaus
Hierher zog die Familie Kepler mit dem kleinen Johannes. Die Eltern führten, wie der Sohn schrieb, "eine Ehe voll Streit". Vater Heinrich riss immer wieder aus, ging zu den Soldaten. Die Mutter wurde später als Hexe angeklagt. Aber der künftige Astronom konnte hier, dank der gesetzlichen Schulpflicht, die Lateinschule besuchen. Später durfte er sogar auf Kosten des Herzogs studieren. Um seine Mutter zu verteidigen, kam er als erwachsener Mann wieder nach Leonberg. Er war damals Kaiserlicher Mathematicus.
Die Tafel am Nachbarhaus rechts, die dieses zum Wohnhaus der Familie erklärt, beruht auf einem Irrtum. Auch die Inschrift auf dem Gedenkstein auf dem Friedhof Seestraße ist unrichtig: Katharina Kepler ist nicht in Leonberg gestorben und begraben, sondern in Rosswälden bei Göppingen, wo sie die letzten Monate ihres Lebens bei ihrer Tochter Margaretha verbrachte.