15. Schellinghaus / Pfarrhaus

1775 wurde im Pfarrhaus der große deutsche Philosoph Friedrich Wilhelm Joseph Schelling geboren. Er war so begabt, dass er mit 9 Jahren das Alte Testament auf Hebräisch las. Mit 16 durfte er in Tübingen studieren. Mit 20 veröffentlichte er sein erstes Buch. Mit 23 wurde er Professor. Schelling sprach acht Sprachen fließend, darunter Arabisch. Später unterrichtete er den bayrischen Thronfolger. Aber auch zuvor machte das Haus Schlagzeilen. 1626 ließ der berüchtigte Hexenjäger Lutherus Einhorn die frühere Scheune zum Wohnhaus umbauen. Seit 1699 wohnt hier der evangelische Stadtpfarrer. 1711 schrieb Pfarrer Weigen ein Buch zum Thema Tierschutz und 1771 wurde Pfarrer Paulus wegen Geisterbeschwörung entlassen.