10. Schloss

Die mittelalterliche Stadtburg der Württemberger ließ Herzog Christoph 1560 bis 1565 zu einem Schloss im äußerst zurückhaltenden Renaissancestil umbauen. Der gesamte Hofstaat fand im Mittelteil Platz. Dieser wurde eingefasst vom Fruchtkasten (heute Amtsgericht) und dem Pferdestall mit Wagenremise. Angegliedert war auch eine Kelter. In deren Nachfolgebau residiert heute das Finanzamt. Der Schlosshof war geprägt von Bäumen, einem Brunnen und den Nebengebäuden, die den Platz einfassten. In der alten Burg fand höchstwahrscheinlich der Leonberger Landtag von 1459  statt. Herzogin-Witwe Sibylla ließ einen überdachten auf kupfernen Pfeilern ruhenden Übergang zur Kirche bauen.