Ausgangssituation und Ziele der Neugestaltung
Das Plangebiet umfasst das sogenannte Sparkassenareal, bislang bestehend aus drei Gebäuden, sowie der vollständig versiegelten Verkehrsflächen "Stuttgarter Straße" und
"Grabenstraße", ersichtlich im Luftbild vor Abriss der alten Bausubstanz in Abb. 2.
Umliegend der Gebäude befanden sich versiegelte Parkplätze, Hofflächen, begrünte Garagen und Zufahrten. Das Hauptgebäude der Sparkasse, ein Flachdachbau aus den 1960er Jahren, war ein- bis dreigeschossig mit teilweise extensiv begrünten Flachdächern.
Die Aufstellung des neuen Bebauungsplans bildete die planungsrechtliche Voraussetzung zur städtebaulichen Neuordnung und Aufwertung des gemischt genutzten Quartiers als Dienstleistungs- und Wohnstandort nahe der historischen Altstadt von Leonberg.
Der Direktionsstandort mit einer Gesamtfläche von ca. 7.100 m² erforderte eine moderne architektonische und bauliche Neugestaltung mit einem Direktionsgebäudes sowie ergänzenden Nutzungen am Kreuzungsbereich. Im südöstlichen Bereich des Plangebiets wird ein attraktives Wohnquartier geschaffen, von dessen hergestellter Wohnfläche 25% bezahlbaren (Miet-) Wohnraum nahe der Altstadt mit einer Mieterwartung von 67% des ortsüblichen Mietpreisspiegels bereithalten wird.
Der Kreuzungsbereich "Stuttgarter Straße" / "Grabenstraße" soll als "Tor zur Altstadt" fungieren. Eine Verbesserung der Parksituation wird angestrebt durch Herstellung öffentlicher und privater Stellplätze.
Gleichzeitig wird die Entwicklung attraktiver Freibereiche, der erhaltenswerte Baumbestand sowie einer fußläufigen Durchquerung mit hoher Aufenthaltsqualität zwischen der Altstadt und dem Engelberg gesichert. Die Neuordnung der Verkehrsflächen einschließlich Fuß- und Radwegen, Parkierung und Bushaltestelle war ein weiteres Ziel im Zuge der Neugestaltung des Areals.