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04.05.2022

Tiefbauamt entfernt Raupen des Eichenprozessionsspinners in ganz Leonberg

Das Tiefbauamt der Stadtverwaltung geht am Donnerstag, 19. Mai, auf die Jagd nach Eichenprozessionsspinnern. Das ist notwendig, weil einige Menschen allergisch auf die Haare der Raupen reagieren. Dafür wird der Wirkstoff Neem Protect eingesetzt, der über eine riesige Hochleistungsspritze auf einem großen Auto mit Ladefläche bis zu 30 Meter hoch versprüht wird. 

Die Raupen des Schmetterlings leben hauptsächlich an Eichen.

Die Raupen des Schmetterlings leben hauptsächlich an Eichen.  | © Stadtverwaltung

 

Der Schädling ist eine Schmetterlingsart. Die Raupen leben hauptsächlich an Eichen. Parallel zum Austrieb des Laubes schlüpfen die Tiere je nach Witterung zwischen Mai und Juni. Das Eiweißgift der alten Gespinstnester beziehungsweise deren Brennhaare können allergische Reaktionen auslösen. Symptome sind Atemnot, Juckreiz, Rötung der Bindehaut, Fieber, Schwindelgefühl oder allgemeines Unwohlsein.

Vor allem Bäume an Waldrändern, Friedhöfen, innerstädtischen Grundstücken, Schulen, Spielplätzen oder im Stadtpark stehen im Fokus. Die Raupen des Eichenprozessionsspinners fressen den Wirkstoff Neem Protect, der auf den Blättern der Bäume haften bleibt. Es bewirkt, dass lebenswichtige Entwicklungsprozesse bei den Raupen gehemmt, Brennhaare infolge nicht ausgebildet werden. 

Schädlingsmittel ist unbedenklich für andere Tiere

Bis auf den kleinen Baumschädling hat das eingesetzte Mittel keine Auswirkungen auf die Gesundheit von Mensch und Tier. Es wird in ganz Deutschland seit vielen Jahren verwendet, etwa im ökologischen Landbau. 

Befallene Eichen meiden

Raupen und deren Nester, sowie Pflanzen und Gräser in der Nähe von befallenen Eichen sollten Bürgerinnen und Bürger unbedingt meiden. Wer mit den Brennhaaren trotzdem in Kontakt kommt, sollte die Kleidung wechseln und duschen, um die Symptome zu lindern.