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04.05.2022

Land übernimmt 58 Prozent der Kosten für den Umbau in der Poststraße

Ein weiterer Meilenstein für die "Stadt für Morgen" ist gelegt. Das Land Baden-Württemberg fördert insgesamt 58 Prozent der Gesamtkosten für den Umbau in der Poststraße, ein Teil des Mammutprojekts "Stadt für Morgen". Dieses soll die Rechte für Fahrradfahrer und Fußgängerinnen stärken und die Aufenthaltsqualität im Zentrum erhöhen. 

Der Bau des neuen BOSCH-Campus in der Poststraße geht voran.

Der Bau des neuen BOSCH-Campus in der Poststraße geht voran.  | © Benjamin Schulz

 

58 Prozent Zuschuss

Eigentlich hatte die Stadtverwaltung Leonberg damit gerechnet, dass sich das Land Baden-Württemberg mit der Hälfte der Kosten am Umbau in der Poststraße beteiligt. "Dass es jetzt sogar 58 Prozent werden, beweist, dass die 'Stadt für Morgen' ein wegweisendes Zukunftsprojekt für Leonberg ist, um die Innenstadt attraktiver und noch liebenswerter zu machen", sagt Oberbürgermeister Martin Georg Cohn. 

Enge Zusammenarbeit mit Firma BOSCH

Der Zuschuss für die Poststraße wurde im Oktober 2021 beim Regierungspräsidium Stuttgart eingereicht, die Förderfähigkeit anschließend festgestellt. Die aktuelle Kostenschätzung für die Umgestaltung beläuft sich auf insgesamt etwa 1,9 Millionen Euro. Die genaue Berechnung der Kosten erfolgt im Zuge der weiteren Planung. Diese verläuft in enger Zusammenarbeit mit der Firma BOSCH, dessen Neubau sich mit öffentlich zugänglichem Erdgeschoss, in das moderne Stadtbild einfügen wird.

Der Stand der Planung heute: Die Poststraße wird zwischen Max-Eyth- und Römerstraße umfangreich neugestaltet. Die Straße soll den Charakter eines Platzes erhalten, auf dem sich Bürgerinnen und Bürger mit zahlreichen Grünflächen gerne aufhalten und einfache Querungsmöglichkeiten haben. Die Straße soll von einer aktuell trennenden in eine verbindende Funktion umgeplant werden. Beispielsweise sollen Lastwagen und Durchgangsverkehr aus der Römerstraße über die Maybachstraße gelenkt werden. Die Poststraße soll zu einem verkehrsberuhigten Geschäftsbereich mit Tempo 20 umgestaltet werden und alle Verkehrsteilnehmer gleichberechtigen. Auf diese Weise soll die Trennwirkung, die eine Straße hat, aufgehoben und die Straßenseiten zusammengeführt werden. 

Vorstellung der konkreten Pläne im Juli geplant

Die intensiven Planungen laufen derzeit. Das Referat für innovative Mobilität wird voraussichtlich in der Gemeinderatssitzung im Juli die neuen, überarbeiteten Pläne für die Umgestaltung in der Poststraße vorstellen. Die bauliche Umsetzung soll bis Mitte nächsten Jahres erfolgen, sodass der Neubau BOSCH-Campus und die Umgestaltung der Poststraße gleichzeitig fertiggestellt werden können und ein einheitliches attraktives Stadtbild entsteht.

Zur "Stadt für Morgen" gehören auch die Eltinger Straße, Römerstraße und der Neuköllner Platz. Fördermittel für diesen Umbau werden im Herbst 2022 beantragt. "Aufgrund des positiven Bescheides in der Poststraße bin ich zuversichtlich, dass wir auch für diese notwendigen Maßnahmen Zuschüsse erhalten werden", sagt Oberbürgermeister Martin Georg Cohn. Der Planungsprozess wurde mit dem Beschluss im Gemeinderat beauftragt und hat im April 2022 mit Bestandsaufnahmen und Ortsbegehung bereits begonnen. Die dieses Jahr stattfindende Planungsphase mit Variantenfindung, soll auch mit einer umfangreichen Bürgerbeteiligung durchgeführt werden. "Wir wollen die Bürger im Planungsprozess mitnehmen und die 'Stadt für Morgen' gemeinsam gestalten", sagt Oberbürgermeister Cohn.