Seiteninhalt
29.03.2022

"out of the box" an drei Tagen im Leonberger Rathaus

Die Konzertreihe "out of the box" steht für ein neues Klang-Raum-Erlebnis, das sich Besucherinnen und Besuchern im Rathausfoyer bietet. Vom 8. bis 10. April holt das Amt für Kultur und Sport in Form eines Mini-Festivals unter dem Titel "out of the box KOMPAKT" die Konzerttermine aus dem vergangenen Jahr nach. Die Konzerte beginnen jeweils um 19.30 Uhr. Karten gibt es im i-Punkt und bei Reservix. 

Bei den Konzerten der Reihe "out of the box" wird mit neuen Klängen und neuen Formen experimentiert. Zum Abschluss des Mini-Festivals am Sonntag, 10. April, zeigen der Geiger Johannes Haase und der Videokünstler Tilman Rößler bewegte Bilder zu Musik. Foto: Johannes Haase

Bei den Konzerten der Reihe "out of the box" wird mit neuen Klängen und neuen Formen experimentiert. Zum Abschluss des Mini-Festivals am Sonntag, 10. April, zeigen der Geiger Johannes Haase und der Videokünstler Tilman Rößler bewegte Bilder zu Musik. Foto: Johannes Haase

 

out of the box

Der Begriff "out of the box" steht für einen Denkansatz, der das Andere, das Unübliche, das Unerwartete, das außerhalb der Konvention Stehende in den Fokus rückt. Mit der Konzertreihe wird nach neuen Klängen, neuen Formen und neuen Verbindungen gesucht, um so erfahrbar zu machen, wie sich das gewohnte musikalische Ausdrucksspektrum experimentell erweitern lässt. Dabei stehen der spontane Moment und die Neugierde im Mittelpunkt. Es gibt keine Trennung in Bühnen- und Zuschauerraum – die Besucher befinden sich mittendrin; das ermöglicht Begegnungen auf Augenhöhe und gegenseitigen Austausch.

Das aktuelle Mini-Festival "out of the box KOMPAKT" könnte eine Blaupause werden, für künftige Leonberger Festivals im Bereich Neue Musik. 

Projektion als Highlight des ersten Konzerts

Den Auftakt macht das Duo Krasis zusammen mit dem Studio Neue Musik der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst (HMDK) Stuttgart am Freitag, 8. April. Hier spielen nicht nur Performer, Komponist und Musik eine Rolle, sondern auch Publikum, Licht und Schatten sowie Lärm. Im Mittelpunkt des Konzertes steht das Thema 'Projektion'.

Delia Ramos Rodríguez an der Geige, Alex Waite am Keyboard, Tamara Kurkiewicz und Augustin Lipp, jeweils am Schlagzeug bringen Werke Neuer Musik für Schlagzeug Solo und Elektronik zur Aufführung sowie brandneue Stücke für zwei Performer mit Video und Licht aus der Kompositionsabteilung der HMDK. 

Wie klingt Bildende Kunst auf acht Celli?

Am Samstag, 9. April, lädt die Cellistin Céline Papion ihre Kollegen Scott Roller, Hugo Rannou, Joseph Michaels, Jesse Ronneau und Felix Behringer zu einem Programm zwischen Neuer Musik und Bildender Kunst ein. Bei letzterer handelt es sich um Werke von Paul Klee, Marcel Duchamp und Gerhard Richter.

Joseph Michaels hat in seinem Stück "Loose Associations" eine Serie von sechs Miniaturen für drei "echte" und fünf "Phantom-Celli" komponiert. Jede dieser Miniaturen basiert auf Arbeiten von Bildenden Künstlern. Ästhetik, Technik und Ausdruck dieser Werke sind Ausgangspunkt für die Komposition. Dabei lässt sich beispielsweise Jesse Ronneau von verschiedenen Maltechniken inspirieren und schafft eine klangliche und visuelle Komposition für Cello, Live-Elektronik und Video. Die gezeichneten und animierten Partituren des Klarinettisten Felix Behringer dienen im zweiten Teil des Konzerts als visuelle Vorlage einer gemeinsamen Improvisation. 

Bewegte Bilder und Musik erzählen paradoxe Geschichten

Der Geiger Johannes Haase und der Videokünstler Tilman Rößler gestalten den dritten Konzertabend am Sonntag, 10. April. Was in dieser Wechselbeziehung entsteht, ist eine neue Form von audiovisueller Aufführung. Das heißt, bewegte Bilder und Musik treffen sich bei 'Hyper Paradoxie' als gleichberechtigt agierende Stimmen. Die audiovisuellen Inhalte laufen weder synchron noch asynchron ab, sondern werden in jedem Moment neu ausgelotet, neu erprobt und neu gedacht. Im Zusammenspiel mit Geige, Präparationen, Effekten und Loops erfahren die bewegten Bilder eine ständige Neudeutung und erzählen letztlich – paradoxe Geschichten. 

Neue Musik in Leonberg

Musik der Gegenwart gehört zum Leonberger Kulturleben. Namhafte Musikerinnen und Musiker, die sich der Musik des 20. und 21. Jahrhunderts verschrieben haben, stammen aus Leonberg oder leben hier. 

Eintrittskarten und Corona

Karten kosten im Vorverkauf 12 Euro, an der Abendkasse 14 Euro. Ermäßigt sind die Tickets für jeweils 7 Euro im i-Punkt im Rathaus und bei Reservix erhältlich. Als besonderes Angebot gibt es im Rahmen von „out of the box KOMPAKT“ die Möglichkeit, drei Konzerte zum Preis von zwei zu besuchen. Der i-Punkt ist dienstags und mittwochs, von 10 bis 12 Uhr und 14 bis 16 Uhr, donnerstags von 10 bis 12 Uhr und 14 bis 18 Uhr sowie freitags von 10 bis 12 Uhr geöffnet.

Konzertbesucherinnen und -besucher werden gebeten, sich vorab über die aktuell geltenden Corona-Regeln zu informieren.